{"id":5774,"date":"2014-06-05T20:44:14","date_gmt":"2014-06-05T18:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5774"},"modified":"2021-07-05T19:46:26","modified_gmt":"2021-07-05T17:46:26","slug":"primavera-sound-festival-barcelona-31-05-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/primavera-sound-festival-barcelona-31-05-2014\/","title":{"rendered":"Primavera Sound Festival &#8211; Barcelona, 31.05.2014"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Parc del Forum und Parc de la Ciutadella, Barcelona<br \/>\n<strong>Bands:<\/strong> Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5730\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_.jpg\" alt=\"Schotterparkplatz Panorama\" width=\"1000\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/schotterparkplatz_panorama_-520x82.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc&#8217;tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte nat\u00fcrlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausf\u00fchrliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert w\u00fcrde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich w\u00fcrde ich nie damit fertig werden.<br \/>\nUnd ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival.<br \/>\nVorab jedoch ein kurzer \u00dcberblick dar\u00fcber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies:<br \/>\n&#8211; am Mittwoch, 28.05.2014: <strong>Sky Ferreira<\/strong><br \/>\n&#8211; am Donnerstag, 29.05.2014:<br \/>\n<strong>Colin Stetson<\/strong>, <strong>Julian Cope<\/strong>, <strong>Real Estate<\/strong>, <strong>Girl Band<\/strong>, <strong>Warpaint<\/strong>, <strong>SVPER<\/strong>, <strong>Future Islands<\/strong>, <strong>Queens of the stoneage<\/strong>, <strong>Arcade Fire<\/strong>, <strong>Metronomy<\/strong><br \/>\n&#8211; am Freitag, 30.05.2014;<br \/>\n<strong>Julia Holter<\/strong>, <strong>Speedy Ortiz<\/strong>, <strong>Hamilton Leithauser<\/strong>, <strong>Slowdive<\/strong>, <strong>The Julie Ruin<\/strong>, <strong>Lee Ranaldo and the dust<\/strong>, <strong>Slint<\/strong>, <strong>Darkside<\/strong><\/p>\n<p>Jemanden vergessen? Ach sieh&#8216; selbst!<\/p>\n<p><a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5760\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Freitag<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Parc del Forum, Samstag, 31.05.2014<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5775\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO2.jpg\" alt=\"Speedy Ortiz\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO2.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO2-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Samstag ging es entspannt zu. Es war mittlerweile Wochenende und was gibt es besseres als einen Nachmittag im Park zu verbringen.<br \/>\nDer Himmel blieb nur grau, Regen gab es nicht. Perfekt. Diese Parkkonzerte im Rahmen des Primavera Sound Festivals sind eine feine Sache. In vollkommen lockerer Atmosph\u00e4re spielen in einem \u00f6ffentlichen Park kleinere Bands halbst\u00fcndige Auftritte unter B\u00e4umen und vor einem auf wei\u00dfen Plastikst\u00fchlen sitzendem Publikum. Ein paar Wenige stehen zwar auch direkt vor der B\u00fchne, aber der Gro\u00dfteil fl\u00e4tzt sich entspannt und \u00fcbern\u00e4chtig im Sitzm\u00f6bel. Aber auch bei dieser \u00f6ffentlichen und freien Primavera Veranstaltung bleibt der Wachstum des Festivals nicht verborgen. So gab es erstmals eine Getr\u00e4nkebar vom Sponsor. Oder ist sie mir in diesem Jahr erstmals aufgefallen? In den Jahren zuvor regierten noch die fliegenden Bierdosenh\u00e4ndler allein \u00fcber das Publikum. Schade, so geht ein St\u00fcck der Spontanatmosph\u00e4re verloren und alles wirkt viel gr\u00f6sser, als die Veranstaltung eigentlich ist. Nat\u00fcrlich sind die freien Konzerte Publikumsmagnete. Da aber die Bands relativ unbekannt sind, ist auch viel Laufpublikum dabei, dass sich nach ein paar Minuten wieder abwendet.<br \/>\nWir hatten uns f\u00fcr diesen Samstag nochmals <strong>Speedy Ortiz<\/strong> ausgeguckt.<br \/>\n<strong>Speedy Ortiz<\/strong> \u00fcberzeugten bereits am gestrigen Abend zwischen Abendessen \/ Regenschauer und <strong>Hamilton Leithauser<\/strong>. Die Band um die schwangere S\u00e4ngerin <strong>Sadie Dupuis<\/strong> ist eine meiner Musikentdeckungen des letzten Jahres. Ihre wunderbare <em>Sports EP<\/em> und das Deb\u00fctalbum <em>Major Arcana<\/em> liefen und laufen daheim rauf und runter. Ein klarer Fall also, dass diese Band auf dem Primavera gesetzt war. Gott sei Dank gab es denn auch keine wichtigen \u00dcberschneidungen und gro\u00df war die Freude, als die Band aus Massachusetts auch f\u00fcr eines der Konzerte im Parc de la Ciutadella angek\u00fcndigt wurde. Im Vorfeld des Festivals gab es eine personelle Umbesetzung. <img decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5776\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO4-300x168.jpg\" alt=\"Speedy Ortiz\" width=\"300\" height=\"168\" \/>Der etatm\u00e4\u00dfige <strong>Speedy Ortiz<\/strong> Gitarrist <strong>Matt Robidoux<\/strong> musste krankheitsbedingt passen, f\u00fcr ihn \u00fcbernahm <strong>Devin McNight<\/strong> der Bostoner Band <strong>Grass is green<\/strong> f\u00fcr die aktuelle Europatournee den Gitarrenpart. <strong>Speedy Ortiz<\/strong> mag ich aus einem Grund sehr: ich mag <strong>Pavement<\/strong>. Die \u00c4hnlichkeit zu der 90er Jahre Indieband ist enorm gro\u00df. Auch <strong>Speedy Ortiz<\/strong> machen wunderbaren charmanten Lo-Fi und scheren sich live wenig um Spielgenauigkeit und passenden Gesang. Der Spa\u00df steht eindeutig im Vordergrund, nicht das perfekte Klangerlebnis. Was mir erst in Barcelona auffiel: auch ihr B\u00fchnenaufbau erinnert an <strong>Pavement<\/strong>. <strong>Sadie Depuis<\/strong> steht links, in der Mitte der Bassist und rechts der Gitarrist.<br \/>\nIhr Konzert im Park ist gut besucht, am Abend zuvor an der Pitchfork B\u00fchne war es dagegen \u00fcberschaubar leer. Es war sicher das am wenigsten besuchte Konzert, das ich w\u00e4hrend des Festivals gesehen habe. Schade, denn <strong>Speedy Ortiz<\/strong> haben viele Besucher verdient, wer wei\u00df, wie lange die Band in naher Zukunft noch Musik machen wird und wann oder ob man sie in Europa wiedersehen kann. So eine Babypause kann einige Ver\u00e4nderungen bringen.<br \/>\nIn beiden Konzerten spielten sie \u201eEverything\u2019s bigger\u201c und \u201eAmerican horor\u201c von der neuen <em>Real hair EP<\/em>, ebenso das wohl sehr neue \u201eBigger party\u201c. Ich bin gespannt und hoffe sehr, dass <strong>Speedy Ortiz<\/strong> nur eine Babypause einlegen und dann wieder durchstarten. Die neuen St\u00fccke machten mir viel Spa\u00df auf mehr Lo-Fi Kram von <strong>Speedy Ortiz<\/strong>.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5777\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Barnett-300x168.jpg\" alt=\"Courtney Barnett\" width=\"300\" height=\"168\" \/><\/p>\n<p>Im Parc del Forum war das Programm des Abschlusstages \u00fcberschaubar. Aber trotzdem wieder lang. Und es war der einzige ohne Auditori Besuch. Zuviel sitzen ist auch nicht gut, und so begann der Abend nachdem Abendessen mit <strong>Televison<\/strong>. Zuvor erhaschten wir jedoch noch einen Song der wunderbaren <strong>Courtney Barnett<\/strong>, die, h\u00e4tte ich mich besser vorbereitet, auch ein ganzes Konzert wert gewesen w\u00e4re. Aber das hatte ich nicht, und somit stand die Australierin auch nicht auf meinem Zettel. Die zwei Songs, die ich dann von ihr h\u00f6rte erinnerten mich sehr an die junge <strong>Chan Marshall<\/strong>. Ich bleib&#8216; dran an <strong>Courtney Barnett<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5779\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Television3.jpg\" alt=\"Television\" width=\"1000\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Television3.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Television3-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/>Die alten M\u00e4nner von <strong>Television<\/strong> spielten gegen die tiefstehende Abendsonne. Wie angek\u00fcndigt spielten die Amerikaner ihr erstes von nur drei ver\u00f6ffentlichten Alben. <em>Marquee Moon<\/em> erschien 1977 und war mit dem Nachfolger <em>Advanture<\/em> ein Jahr sp\u00e4ter quasi das musikalische Gesamtwerk der Band. Das zehn Jahre sp\u00e4ter nachgeschobene dritte Album wirkt dagegen wie ein Fremdk\u00f6rper. <em>Marquee Moon<\/em> spielte die Band nahezu in Plattenfolge, nur das zehnmin\u00fctige Titelst\u00fcck \u201eMarquee Moon\u201c setzten sie von Position vier ans Ende des Konzertes. Ich fand es bemerkenswert, wie viele j\u00fcngere Konzertbesucher, und hier in der Hauptsache M\u00e4dchen, die Songs der Band kannten. Ich fand es fr\u00fcher immer befremdlich, wenn Gleichaltrige Lieder von Bands mitsingen konnten, zu deren Ver\u00f6ffentlichung sie noch gar nicht auf der Welt waren. Ich dachte damals, es sei doch viel besser, aktuelle und zeitgen\u00f6ssische Musik zu h\u00f6ren, als den alten Kram aus einer Zeit, die ich selbst nicht miterlebt habe.<br \/>\n<strong>Television<\/strong> war \u00fcbrigens die erste Band, die im CBGBs Musikclub auftrat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5780\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Spoon3.jpg\" alt=\"Spoon\" width=\"1000\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Spoon3.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Spoon3-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><strong>Spoon<\/strong> werden dazu keine Gelegenheit mehr haben. Das CBGB bleibt f\u00fcr die Band aus Austin f\u00fcr immer geschlossen. Dass die f\u00fcnf jungen M\u00e4nner keine britische Band sind, erschloss sich mir erst nach einigen Google Klicks gegen Ende ihres Konzertes. Ihre Songs klangen so verdammt nach Britrock und Northern Rock, dass ich h\u00e4tte wetten k\u00f6nnen, es handele sich um eine nordenglische Band. <strong>Ritt Daniels<\/strong> Stimme klang so verbl\u00fcffend nach den <strong>Bluetones<\/strong> und <strong>Cast<\/strong>, dass sie f\u00fcr mich keine Referenzen in Richtung American Indie offen lie\u00df. Das war ganz weit gefehlt.<br \/>\nDie Band bescherte mir eine sonnige und launige Fortsetzung des letzten Festivaltags auf dem gro\u00dfen Schotterplatz, den ich noch am Vortag so gemieden hatte. Durch die beiden Gro\u00dfkonzerte entging mir leider der Auftritt von <strong>Superchunk<\/strong> auf der ATP, gerne h\u00e4tte ich diese Band auch gesehen; aber eine Collegerock Option hatte ich noch offen. <strong>The Dismemberment Plan<\/strong> aus Washington DC.<br \/>\nAuf dem Weg dem Weg zur\u00fcck zur Pitchfork war zuvor noch etwas Zeit f\u00fcr <strong>Goodspeed you! Black Emperor<\/strong>. Die Kanadier muss man mal gesehen haben, oder zumindest live geh\u00f6rt haben. Zu sehen gab es n\u00e4mlich nicht viel. Die Musiker sa\u00dfen auf der grossen, v\u00f6llig abgedunkelten ATP B\u00fchne und spielten ihre Endlossongs. W\u00e4hrend der Viertelstunde, die ich mit zuh\u00f6ren verbrachte, erhaschte ich genau einen Song. Auffallend war, dass das Publikum sehr aufmerksam zuh\u00f6rte. Es gab \u2013 zumindest in meiner Umgebung \u2013 kaum Nebenger\u00e4usche. Es schien so, als ob sich eine enge Leute auf die Musik eingelassen haben und sich durch nichts ablenken lassen wollten. Am Tag zuvor hatten wir noch geunkt, wie lange es dauern w\u00fcrde, bis <strong>Goodspeed you! Black Emporer<\/strong> die ATP B\u00fchne leer gespielt haben w\u00fcrde. Pustekuchen! Die Meute blieb, und sie blieb ruhig. Und ich schlurfte weiter zum Kai und zu den beiden B\u00fchnen Pitchfork und Vice.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5781\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/dismemberment-plan1-300x168.jpg\" alt=\"The Dismemberment Plan\" width=\"300\" height=\"168\" \/><strong>The Dismemberment Plan<\/strong> zuerst, danach die <strong>Cloud nothings<\/strong>. Der Vierer aus Washington DC ist unpr\u00e4tenti\u00f6s. Collegerock in Art von <strong>Nada Surf<\/strong> und <strong>Buffalo Tom<\/strong> sind immer was f\u00fcr mich, und so genoss ich ihren Auftritt sehr. Die Band ver\u00f6ffentlich dieser Tage ihr erstes Album seit ihrem Split 2003. Ob <em>Uncanney Valley<\/em> dabei an das sch\u00f6ne <em>Emergency &amp; I<\/em> ankn\u00fcpfen kann, muss ich erst noch herausfinden. Fakt bleibt jedoch, dass das tolle \u201eYou are invited\u201c von eben dem 2001er <em>Emergency &amp; I<\/em> Album eines der Festivallieder schlechthin war. Auch wenn der Drumcomputer \/ Synthiestart die Sch\u00f6nheit des Songs verschleiern versucht. Der Refrain ist \u2018ne Wucht und \u201eYou are invited\u201c brachte denn auch nach schlappem Beginn die sehr kleine Menge an Zuschauern kollektiv zum Tanzen!<\/p>\n<p>Wesentlich voller war es dann eine Stunde sp\u00e4ter nebenan vor der Vice B\u00fchne. Die Vice ist nachts die Krach-B\u00fchne des Festivals. Letztes Jahr sah ich hier die <strong>Japandroids<\/strong>, vor ganz vielen Jahren <strong>Health<\/strong> und dieses Mal <strong>Cloud Nothings<\/strong>. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5782\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Cloud-nothings.jpg\" alt=\"Cloud nothings\" width=\"1000\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Cloud-nothings.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Cloud-nothings-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/>Das Trio aus Cleveland (S\u00e4nger\/Gitarrist <strong>Dylan Baldi, <\/strong>Schlagzeuger <strong>Jayson Gerycz<\/strong> und Bassist <strong>TJ Duke<\/strong>) haben seit ihrem letzten Album <em>Attack on memory<\/em> bei mir ein Stein im Brett. Ihr Lo-Fi mutiert darauf immer mehr in Richtung Noiserock, ein Weg, der auf dem aktuellen Album <em>Here and nowhere else<\/em> nicht verlassen wird. Das ist selbstredend toll und live von so enormer Wucht, dass vor der B\u00fchne ein heftiges Gepoge und stagediving einsetzt, dass das Festival bisher noch nicht gesehen hatte. (oder wie war das bei <strong>Deafheaven<\/strong>?) Es ging heftig zu und es gab zumindest einen Verletzten. Stark humpelnd und mit sichtbar schmerzverzerrtem Gesicht schleppte sich ein junger Mann an uns vorbei, Bekannte waren jedoch bei ihm, so dass ich nicht helfend eingreifen musste. Ich hoffe nur, dass er schnell wieder auf die Beine kam, gesehen habe ich ihn sp\u00e4ter nicht mehr. Ja, es war wild, und sch\u00f6n laut. Die <strong>Cloud nothings<\/strong> haben als Liveband \u00fcberzeugt, aber das war ja schon vorher klar, so dass auch ihr Konzert immer als gesetzt galt.<\/p>\n<p>Unbedingt sehen wollte ich auch <strong>Trent Reznor<\/strong> und seine <strong>Nine inch nails<\/strong>. Die Amerikaner waren der einzige sehr gro\u00dfe Name, den ich bis dato live noch nicht erlebt hatte. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5784\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NIN1-300x168.jpg\" alt=\"NIN\" width=\"300\" height=\"168\" \/>Dies ist irgendwie wohl der Hauptgrund: musikalisch liegen die <strong>Nine inch nails<\/strong> eher nicht so in meinem Bereich.<br \/>\n<em>The downward spiral<\/em> kenne ich zwar und mochte es fr\u00fcher auch ab und an, bis auf \u201eCloser\u201c, \u201eTerrible lie\u201c oder \u201eSin\u201c bringen mir die <strong>Nine inch nails<\/strong> jedoch nichts. Aber wenn man schon mal da ist und sowieso auf dem Weg zur Heineken B\u00fchne, dann kann ich auch kurz vor der Sony B\u00fchne eine Getr\u00e4nkepause machen und mir das Rumpelspektakel anschauen. Die <strong>Nine inch nails<\/strong> boten eine ansehnliche Show, die ich auch aus der Ferne bewundernd anstarrte. Es war so richtig 1990er, mein heimlicher H\u00f6hepunkt war der Teil, als ein Roadie mit einem Handscheinwerfer hinter <strong>Trent Reznor<\/strong> herlief, um ihn w\u00e4hrend eines Songs von hinten anzuleuchten. Sowas hatte ich zuletzt bei <strong>U2<\/strong>\u2019s <em>Rattle &amp; Hum<\/em> Tour gesehen. Ich hoffte auch noch auf ein Feuerwerk oder Feuers\u00e4ulen, allerdings endete das Konzert sehr unspektakul\u00e4r mit \u201eHurt\u201c. Und f\u00fcr einen kurzen Moment dachte ich, ach sch\u00f6n, das <strong>Johnny Cash<\/strong> Cover spielen sie auch. Bis mir einfiel, es war ja umgekehrt.<br \/>\nSoviel dazu und zu den <strong>Nine inch nails<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5783\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Foals1.jpg\" alt=\"Foals\" width=\"1000\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Foals1.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Foals1-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/>Der kr\u00f6nende Abschluss des Primavera sollten f\u00fcr mich die <strong>Foals<\/strong> sein. Ach je, mit den <strong>Foals<\/strong> kann man auf einem Festival wahrlich nichts falsch machen. Eine Stunde tanzte und stagedivte sich <strong>Yannis Philippakis<\/strong> durch ein Konzert, dass keine W\u00fcnsche offen lie\u00df. Und unter uns gefragt, was kann besser sein als \u201eSpanish sahara\u201c nachts um drei Uhr am Mittelmeer? Im Moment f\u00e4llt mir da nichts besseres ein.<br \/>\nAls \u201eTwo steps twice\u201c das Primavera 2014 f\u00fcr mich beendeten, war alles gut. Wie immer!<\/p>\n<p>Obwohl das Primavera in den letzten drei Jahren enorm gro\u00df geworden ist, hat es f\u00fcr mich nichts von seiner Faszination und Qualit\u00e4t eingeb\u00fcsst. Es ist sicher eines der besten und wichtigsten Festivals der westlichen Welt, seine Lage am Stadtrand Barcelonas ein einzigartiger und vor allem bequemer Standort f\u00fcr weitgereiste Konzertg\u00e4nger wie uns. Im letzten Jahr, nachdem <strong>Blur<\/strong>, <strong>My bloody Valentine<\/strong>, <strong>Jesus and Mary Chain<\/strong> und viele andere das vielleicht beste line-up ever boten, hatte ich bedenken, ob es noch weiterhin Sinn machen w\u00fcrde, hierhin zu fahren. Zu voll und zu \u00fcberlaufen kam mir damals vieles vor. Der Wegfall der sch\u00f6nen alten ATP B\u00fchne, das Aufr\u00fcsten durch den zweiten gro\u00dfen Platz mit jetzt zwei B\u00fchnen, all das gefiel mir nicht so. Auf der anderen Seite stand jedoch nach wie vor die Vielfalt der Musik, die Bandauswahl, die jedes Jahr erneut meinen Geschmack traf, die sch\u00f6nen Tage am Mittelmeer, der Ausflug als solches. Sollte ich das einfach sein lassen? Und wenn ja, wohin denn dann fahren? Die anderen Festivals, die mich interessierten, hatten lange nicht eine so gute Verkehrsanbindung und eine so bequeme Infrastruktur vor Ort oder schlicht und ergreifend die weniger interessanten Bands.<br \/>\nIn diesem Jahr wurde mir klar, dass ich noch sehr oft zum Primavera fahren m\u00f6chte. Es braucht wegen meiner auch nicht die ganz gro\u00dfen Namen. Und so hoffe ich, dass im Jubil\u00e4umsjahr 2015 nicht <strong>Oasis<\/strong> das Primavera anf\u00fchren, sondern lediglich die Reunions von <strong>Ride<\/strong>, <strong>Sonic Youth<\/strong> und <strong>Sleater Kinney<\/strong> (oder zumindest <strong>Luscious Jackson<\/strong> und <strong>Veruca Salt<\/strong>) im Aufgebot sind. Das mag absurd klingen, ist es f\u00fcr mich aber nicht.<br \/>\nAber auch wenn das Primavera 2015 nochmals wachsen sollte, es ist eigentlich egal. Ich werde trotzdem wieder hinfahren.<\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong><\/p>\n<div id=\"jig1\" class=\"justified-image-grid jig-90b08df9835ea4cdeb78331fbf2a943a jig-preset-global jig-source-wp-gallery\"><div class=\"jig-clearfix\"><\/div><noscript id=\"jig1-html\" class=\"justified-image-grid-html\" data-lazy-src=\"skiplazyload\" data-src=\"skipunveillazyload\"><ul><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/NIN1.jpg\" title=\"NIN1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2FNIN1.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"NIN\" width=\"408\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">NIN<br\/>NIN1<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Foals1.jpg\" title=\"Foals1\"><img 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href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/dismemberment-plan1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2Fdismemberment-plan1.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"The Dismemberment Plan\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">The Dismemberment Plan<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Spoon3.jpg\" title=\"Spoon3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2FSpoon3.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Spoon\" width=\"408\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Spoon<br\/>Spoon3<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Television3.jpg\" title=\"Television3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2FTelevision3.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Television\" width=\"408\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Television<br\/>Television3<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/Barnett.jpg\" title=\"Barnett\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2FBarnett.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Courtney Barnett\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Courtney Barnett<br\/>Barnett<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO2.jpg\" title=\"SpeedyO2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Fwww.pretty-paracetamol.de%2Fblog%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F06%2FSpeedyO2.jpg&amp;h=230&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Speedy Ortiz\" width=\"409\" height=\"230\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Speedy Ortiz<br\/>SpeedyO2<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/SpeedyO4.jpg\" title=\"SpeedyO4\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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Es war mittlerweile Wochenende und was gibt es besseres als einen Nachmittag im Park zu verbringen. Der Himmel blieb nur grau, Regen gab es nicht. Perfekt. Diese Parkkonzerte im Rahmen des Primavera Sound Festivals sind eine feine Sache. In vollkommen lockerer Atmosph\u00e4re spielen in einem \u00f6ffentlichen Park kleinere Bands halbst\u00fcndige Auftritte unter B\u00e4umen und vor einem auf wei\u00dfen Plastikst\u00fchlen sitzendem Publikum.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5780,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"pretty-paracetamol in concert:  %%post_title%%","_seopress_titles_desc":"Samstag ging es entspannt zu. Es war mittlerweile Wochenende und was gibt es besseres als einen Nachmittag im Park zu verbringen.\r\nDer Himmel blieb nur grau, Regen gab es nicht. Perfekt. 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