{"id":565,"date":"2008-09-21T17:21:25","date_gmt":"2008-09-21T16:21:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=565"},"modified":"2014-02-06T19:56:33","modified_gmt":"2014-02-06T18:56:33","slug":"rifles-weller-washington-13092008-20-09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/rifles-weller-washington-13092008-20-09\/","title":{"rendered":"Paul Weller &#8211; Washington DC, 13.09.2008"},"content":{"rendered":"<p>Paul Weller und Band spielen &#8222;All you need is love&#8220; am Ende eines mehr als zweist\u00fcndigen Konzertabends im Washingtoner 9:30 Club. Mehr brauchen wir auch nicht mehr.<br \/>\nWas f\u00fcr ein Abend. Erst die Rifles, die, wenn es besser f\u00fcr die Band aus London gelaufen w\u00e4re, Maximo Park sein k\u00f6nnten, und anschlie\u00dfend Paul Weller auf einer B\u00fchne. Um dieses britischste aller Pakete sehen zu k\u00f6nnen, bedurfte es keiner Reise ins UK, nein, die Wassermenge, die ich \u00fcberquerte, war ungleich gr\u00f6sser. Washington DC, und hier genauer im 9:30 Club sollte es passieren.<img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"The Rifles - Washington DC\" alt=\"The Rifles 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/06\/01\/3000601.0b012a5e.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" border=\"0\" \/><br \/>\nDer 9:30 Club ist die erste Konzertadresse der Hauptstadt. Am Montag spielten hier die Kooks, in der n\u00e4chsten Woche Mogwai, Build to Spill und die Meat Puppets.<br \/>\nAls ich vor einigen Wochen das Ticket f\u00fcr diesen Abend buchte war ich mir nicht sicher, was mich erwarten w\u00fcrde. Haben es britische Bands nicht traditionelle schwer in den USA Fu\u00df zu fassen, wenn sie nicht The Beatles hei\u00dfen? Wie wird also die Atmosph\u00e4re sein? Kennt man hier \u00fcberhaupt eine Band wie die Rifles?<br \/>\nDer 9:30 Club liegt im Norden der Stadt, in unmittelbarer N\u00e4he zur U Street, dem derzeit ziemlich angesagten Kultur-Melting-Pot der Stadt.<br \/>\nGegen kurz vor 20 Uhr tauschte ich meinen Internet Voucher gegen das Ticket ein und stellte mich in die wartende Menschenschlange vor der Eingangst\u00fcr. Diese &#8222;Will call&#8220; Geschichte ist wirklich extrem einfach, Ticket \u00fcbers Netz gekauft, Gutschein ausgedruckt und am Box Office gegen die Tickets eingetauscht. Sehr bequem.<br \/>\nAm Einlass noch schnell den &#8222;Ich-darf-Alkohl-trinken-weil-ich-bin-\u00fcber-21&#8220; Stempel abgeholt und hinein. (Ja, auch deutlich \u00e4lter aussehende Menschen wie ich m\u00fcssen ihren Ausweis vorzeigen!)<br \/>\nRifles 9:15, Weller 10:30 stand auf den Zetteln, die \u00fcberall herumhingen. Wer bereits Konzerte in den USA besucht hat wei\u00df, dass diese Zeitangaben gut eingehalten werden. <img decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"The Rifles - Washington DC\" alt=\"The Rifles 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/05\/96\/3000596.9e8e27e7.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"right\" border=\"0\" \/><br \/>\n21 Uhr 15. Joel Stoker, Rob Pyne, Grant Marsh und Lucas Crowther betreten die B\u00fchne. The Rifles beginnen fulminant mit &#8222;Local Boy&#8220;, &#8222;Robin Hood&#8220; und &#8222;She&#8217;s got standards&#8220;. Ich habe ihr Album &#8222;No Love lost&#8220; l\u00e4nger nicht geh\u00f6rt, aber die Ohrw\u00fcrmer, und davon gibt es auf dem Album einige, erscheinen mir nach wie vor sehr vertraut. Was haben sie blo\u00df so lange gemacht? 2006 erschien ihr bisher einziges Album, fortan war es eher ruhig um die Band. Doch heute Abend spielten sie einige neue Songs. Das l\u00e4sst auf ein neues Album hoffen! Und das w\u00e4re gut, denn das erste Album zeigt, dass in der Band eine Menge Potential steckt.<br \/>\nOb The Rifles in den Staaten viele Freunde haben, ich wei\u00df es nicht genau. Der Club war w\u00e4hrend ihres halbst\u00fcndigen Gigs halbvoll, einige schienen aber sehr vertraut mit den bekannten Rifles Songs zu sein.<br \/>\nBis zu diesem Zeitpunkt waren die vier Rifles die bestangezogesten M\u00e4nner im 9:30. Aber Fashion Paule sollte ja noch folgen. Nach einer gut halbst\u00fcndigen, z\u00fcgigen Umbaupause ging&#8217;s weiter.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Paul Weller - Washington DC\" alt=\"Paul Weller 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/55\/20\/2975520.e312a6cd.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Doch was war das?! Die Stilikone war relativ unspektakul\u00e4r mit einem schwarzen Kragenshirt und dunkler Hose gekleidet, und auch die Frisur sa\u00df nicht perfekt. Sollte das auf einen eher hingeschluderten Abend deuten?<br \/>\nPaul Weller legte sofort los. Am Anfang wirkt er immer nerv\u00f6s, die Bewegungen staksig und abgehackt. Die ersten drei Songs &#8222;Out of the sinking&#8220;, &#8222;Peakock suite&#8220; und &#8222;22 dreams&#8220; gingen weg wie nix.<br \/>\nLeider ist der Sound unterirdisch. Der Gesang total \u00fcbersteuert, Keyboard und Bass sind fast gar nicht zu h\u00f6ren. Alles klang sehr unausgewogen, und viel besser sollte es im Laufe des Abends auch nicht werden.<br \/>\nDie vier sind bester Laune. Es ist eines ihrer letzten Konzerte der siebenw\u00f6chigen Asien-,Australien- und Us-Tour. Alle freuen sich auf zu Hause. Doch bevor es Richtung Richtung UK geht, wollen alle nochmal so richtig einen drauf machen. Eine gute Entscheidung, und eine bessere ist die, dieses an diesem Abend auf der B\u00fchne zu tun. So haben wir auch was davon. Wir sind gut 1000 Leute, der 9:30 Club erscheint nicht ganz ausverkauft zu sein. Mit &#8222;Shout to the top&#8220; (Paul k\u00fcndigte ihn simpelst mit \u201ean old song\u201c an) ist die Band endg\u00fcltig angekommen. Von dem Moment an war der Bann gebrochen, das zuvor noch eher <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Paul Weller 13092008\" alt=\"Paul Weller 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/57\/38\/2975738.9a29aed6.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"right\" border=\"0\" \/>abwartende Publikum war nun v\u00f6llig begeistert. Paul Weller und Kollegen schienen das zu sp\u00fcren und entwickelten eine sagenhaften<br \/>\nSpiellaune.<br \/>\nNach einer Stunde verschwanden sie zum ersten Mal von der B\u00fchne. War es bis hierher schon ein gutes Konzert, mu\u00df jetzt der Superlativ her. Ich habe keine Ahnung, was hinter der B\u00fchne abging, aber ab sofort wurde es eine einzige gro\u00dfe Party mit Fu\u00dfballstadionatmosph\u00e4re auf der B\u00fchne. Es wurden vier Hocker auf der B\u00fchne platziert. Aha, Akkustiksession.<br \/>\nDrummer Steve Pilgrim griff jetzt auch zur Gitarre und lieferte obendrein den zweiten gesangspart. Paul nannte ihn &#8222;the man with the 1000 wings&#8220;. Die beiden scheinen sich zu m\u00f6gen. W\u00e4hrend er Akkustiksession schmiss Herr Weller spontan die Setlist, als er losgel\u00f6st nach &#8222;All on a misty morning&#8220; einfach weiterspielte und der Bassist vergeblich seinen Kontrabass installierte. Irritiert griff er daraufhin zum E-Bass und begleitete hiermit. &#8222;War das schon die Abteilung Zugabe?&#8220;, fragte ich mich nach einem kurzen Blick auf die Uhr. Nach einer guten Stunde Spielzeit h\u00e4tte es ja gepa\u00dft.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Paul Weller - Washington DC\" alt=\"Paul Weller 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/58\/71\/2975871.dcc665de.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"left\" border=\"0\" \/>Doch wie gesagt, es war ein Abend der Superlative. Irgendwann z\u00fcndete sich Paul eine Zigarette an. Ja ja, da hatten die Washingtoner Spa\u00df. Hier raucht einer auf der B\u00fchne eines Klubs, wo man doch sonst nicht nur erst drau\u00dfen, sondern erst in einigem Abstand von der Eingangst\u00fcr drau\u00dfen rauchen darf. Angetrieben von Steve Cradock lief Paul Weller zur H\u00f6chstform auf. Oft sprachen sich die beiden ab, \u00e4nderten die Setlist oder machten waghalsige Ausfl\u00fcge in den Songs. Aus dem R\u00fcckraum unterst\u00fctzte mit ausdrucksstarkem Schlagzeugspiel Steve Pilgrim die Szenerie. Sa\u00df Paul Weller am Piano links am B\u00fchnenrand, feuerte er seine Kollegen von der Seite aus<br \/>\nan: h\u00fcpfend, rauchend, Cola plus x trinkend. So, als wolle er immer mehr&#8230;.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"Paul Weller - Washington DC\" alt=\"Paul Weller 13092008\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/8\/58\/72\/2975872.41fc95ae.240.jpg\" width=\"240\" height=\"180\" align=\"right\" border=\"0\" \/><br \/>\nGegen Ende des regul\u00e4ren Sets gab es immer wieder Umarmungen und high-fives. Haben die hier gerade die Champions Legue gewonnen, oder was waren zu viele Aufputschmittel im Essen? Es herrschte eine unglaubliche Stimmung. Sogar Chefroudie Roger kam nicht umher, den Refrain eines Songs mitzusingen, als er mal wieder eines der vielen Saiten-Pl\u00e4ttchen am Mikrofonst\u00e4nder von Paul Weller befestigte. Und da er gerade auf der B\u00fchne stand, gab&#8217;s das Geburtstagsst\u00e4ndchen zu seinem heutigen Geburtstag obendrein.<br \/>\nEs folgte ein Zugabeblock mit den abschlie\u00dfenden &#8222;The changingman&#8220; und &#8222;A town called Malice&#8220;. Es war aber noch nicht Feierabend, einen hatten sie noch: ein letztes Mal kamen sie zur\u00fcck, &#8222;All you need is love&#8220;.<br \/>\nDie Rifles, die die Show vom B\u00fchnenbalkon aus verfolgten, alle im Club und wahrscheinlich ganz Washington sangen mit: &#8222;All you need is love, bababababaaa&#8220;<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01. Peacock Suit<br \/>\n02. 22 Dreams<br \/>\n03. Out Of The Sinking<br \/>\n04. All I Wanna Do (Is Be With You)<br \/>\n05. From The Floorboards Up<br \/>\n06. Sea Spray<br \/>\n07. Happy Birthday Roger<br \/>\n08. Shout To The Top<br \/>\n09. Wild Blue Yonder<br \/>\n10. Empty Ring<br \/>\n11. Invisible<br \/>\n12. Have You Made Up Your Mind<br \/>\n13. Porcelain Gods<br \/>\n14. Picking Up Sticks<br \/>\n15. Wishing On A Star<br \/>\n16. The Butterfly Collector<br \/>\n17. All On A Misty Morning\/Magic Bus!<br \/>\n18. Wild Wood<br \/>\n19. Echoes Round The Sun<br \/>\n20. Come On, Let&#8217;s Go<br \/>\n21. Broken Stones\/Oh Happy Day!<br \/>\n22. The Changingman<br \/>\n23. Town Called Malice<br \/>\n24. All You Need Is Love<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" align=\"absmiddle\" \/>Fotos: <a title=\"frank@ipernity\" href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/37201\/album\/85800\" target=\"_blank\">frank@ipernity<\/a> und <a title=\"frank@ipernity\" href=\"http:\/http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/37201\/album\/86178\/\" target=\"_blank\">frank@ipernity (The Rifles)<\/a><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" align=\"absmiddle\" \/>Video: &#8211;<br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" align=\"absmiddle\" \/>Lesenswert: <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/dcist.com\/2008\/09\/15\/1200_paul_weller_fans_cant_be_wrong.php\" target=\"_blank\">dcist.com<\/a><br \/>\n<img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" align=\"absmiddle\" \/>Archiv: <a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=297\" target=\"_blank\">Paul Weller &#8211; K\u00f6ln, 18.09.2007<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paul Weller und Band spielen &#8222;All you need is love&#8220; am Ende eines mehr als zweist\u00fcndigen Konzertabends im Washingtoner 9:30 Club. 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