{"id":5388,"date":"2014-01-25T21:29:17","date_gmt":"2014-01-25T20:29:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5388"},"modified":"2023-12-24T11:53:51","modified_gmt":"2023-12-24T10:53:51","slug":"girls-in-hawaii-koeln-23-01-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/girls-in-hawaii-koeln-23-01-2014\/","title":{"rendered":"Girls in Hawaii &#8211; K\u00f6ln, 23.01.2014"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> BRNS<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"562\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/gih5.jpg\" alt=\"Girls in Hawaii\" class=\"wp-image-5389\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/gih5.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/gih5-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Girls in Hawaii<\/strong>.<br>Ich habe die belgische Band erst im letzten Jahr entdeckt, bzw. \u00fcber sie gelesen. Zur Ver\u00f6ffentlichung ihres neuen Albums <em>Everest <\/em>waren sie eine kurze Zeitlang in Musikmedien so pr\u00e4sent, dass ich neugierig wurde. St\u00e4rker wurde dann meine Neugierde, als sie auch im Aufgebot des im M\u00e4rz stattfindenden belgischen Piasnite Festivals auftauchten. Da m\u00f6chte ich n\u00e4mlich hin, um \u2013 in der Hauptsache &#8211; endlich mal wieder <strong>dEUS<\/strong> live zu sehen. Dass die Girls in Hawaii dort als quasi Co-Headliner gesetzt sind, erstaunte mich ein wenig. Mittlerweile wei\u00df ich aber, dass die Band um Antoine Wielemans und Lionel Vancauwenberghe in Belgien eine feste Gr\u00f6\u00dfe sind.<br>Vor einigen Wochen las ich die Konzertank\u00fcndigung von Girls in Hawaii in Geb\u00e4ude 9. Nur kurz \u00fcberlegte ich, ob ich sie mir bereits im Januar anschauen sollte, denn als ich den Zusatz Vorgruppe <strong>BRNS<\/strong> sah, war klar, dass ich die Belgier vorher sicher ausprobieren werde. Gerne sage ich in solchen Momenten, &#8218;ich gehe wegen der Vorband da hin&#8216;. Dieses Mal stimmte das zwar auch, aber eben nur ein bisschen. Zwar wollte ich <strong>BRNS<\/strong>, eine meiner Entdeckungen des letzten Jahres, unbedingt sehen, aber genauso stark war mittlerweile meine Neugierde auf <strong>Girls in Hawaii<\/strong>, dass ich mich sicher auch ohne den Vorgruppenbonus f\u00fcr dieses Konzert entschieden h\u00e4tte. Was gibt es auch sonst an Donnerstagabenden zu erledigen? Und so versprach der belgische Abend im Geb\u00e4ude 9 zum einen das Liveerlebnis der Beneluxmathematisten von <strong>BRNS <\/strong>und zum anderen das Bekanntmachen mit Girls in Hawaii zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Tag zuvor kaufte ich mir gar das aktuelle <strong>Girls in Hawaii<\/strong> Album. Es war mir also ernst! Diese Gruppe reizte mich und ich freute mich schon nachmittags auf das Konzert, denn im Schnelldurchlauf entdeckte ich auf <em>Everest <\/em>mit \u201eWars\u201c , \u201eWe are the living\u201c und \u201eSwitzerland\u201c direkt drei wundersch\u00f6ne Songs.<br>Aber wer sind denn nun diese <strong>Girls in Hawaii<\/strong>? Wer wie ich die Band bis dato noch nicht so gut kennt, die Kurzvorstellung der Band von der Webseite des Geb\u00e4udes 9:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>2004 ver\u00f6ffentlichten Girls In Hawaii ein Album mit dem passenden Titel \u201eFrom Here To There\u201c, das zun\u00e4chst in Europa und dann in den USA und Japan zu einem Erfolg wurde. Vier Jahre sp\u00e4ter folgte \u201ePlan Your Escape\u201c und eine 150-t\u00e4gige Tour. Was einst der verwunschene Garten von Lionel und Antoine, deren Br\u00fcdern und einigen Freunden gewesen war, hatte sich in etwas vollkommen anderes entwickelt.<br>Dann kam der 30. Mai 2010: Denis fuhr alleine von einem Gig nach Hause und verungl\u00fcckte t\u00f6dlich.<br>F\u00fcr den Rest der Gruppe war dies ein Schock. Das eigene Leben schien pl\u00f6tzlich sinnlos. In den folgenden zwei Jahren konnte nichts und niemand die Band tr\u00f6sten. Doch gleichzeitig hatten Lionel und Antoine eine Songidee nach der anderen, sie konnten einfach nichts dagegen tun. Wenn man im Alter von 17 der Realit\u00e4t eine Absage erteilt, um in eine Traumwelt zu fl\u00fcchten, macht es einen einerseits gl\u00fccklich, sich Jahre sp\u00e4ter darin wiederzufinden, andererseits ist es traurig, das mit niemanden teilen zu k\u00f6nnen.<br>Die Demos stapelten sich und bald begannen die Dinge, sich wieder einzuspielen. Musik kann so sch\u00f6n sein. Girls in Hawaii sind ihre Karriere von Beginn an immer ruhig und behutsam angegangen.<br>So auch diesmal. Ihr lang erwartetes Comeback sollte nur einem Prinzip gehorchen: der Liebe zur Musik. Vom ersten St\u00fcck an h\u00f6rt man den vertrauten Sound der Girls in Hawaii, obwohl es bis dahin ein langer, gewundener und schwieriger Weg war. \u2026<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das Konzert beginnt verhei\u00dfungsvoll und viel l\u00e4rmender als ich es erwartet hatte. <strong>Brice Vancauwenberghe<\/strong>, sein Bruder <strong>Lionel Vancauwenberghe<\/strong>, <strong>Antoine Wielemans<\/strong>, <strong>Christophe L\u00e9onard<\/strong>, <strong>Boris Gronemberger<\/strong> und <strong>Daniel Offermann<\/strong> starten mit viel Gitarren und wunderbaren Indierockmelodien. Der Gesang erinnert mich oft an <strong>Grandaddy<\/strong> (bei \u201eNot dead\u201c zum Beispiel), die Machart der Songs an die beste belgische Band aller Zeiten <strong>dEUS<\/strong>. Es macht mir viel Spa\u00df, zuzuh\u00f6ren und ich denke mehr als einmal &#8218;wow, wie gro\u00dfartig.&#8216; Allerdings bleiben <strong>Girls in Hawaii<\/strong> nicht bei dieser einen Seite ihrer musikalischen M\u00f6glichkeiten. Im Mittelteil des Konzertes spielen sie sehr viele ruhigere, etwas schwerm\u00fctig getragenen Songs des aktuellen Albums nacheinander. Feuerzeuge tauchen im Publikum auf und es wird phasenweise etwas seicht. In diesem Augenblick muss ich meine erste \u00fcberschw\u00e4ngliche Einsch\u00e4tzung etwas relativieren. So klingt \u201eSun of the sons\u201c sehr nach den <strong>Beach Boys<\/strong>, die andere St\u00fccke erinnern mich an <strong>Athlete<\/strong> und \u00e4hnliche britische Popbands. <strong>Teenage Fanclub<\/strong>, h\u00f6re ich jemanden sagen. Ja, k\u00f6nnte man so sagen, obwohl es der Sache nur bedingt und nur in einigen Momenten gerecht w\u00fcrde. Aber das ist ja immer so bei Bandvergleichen.<br>Ich finde das Konzert immer dann richtig gut, wenn es etwas lauter wurde. Ich vermute, es sind die \u00e4lteren Songs, die diese Schmissigkeit mitbringen. Songs selbst erkenneich live nur wenige, was aber wenig verwunderlich ist, denn die alten Sachen kenne ich (noch) nicht &#8211; das werde ich aber dringend nachholen \u2013 und vom neuen Album blieb nach zwei Kurzdurchl\u00e4ufen nicht alles h\u00e4ngen.<br>So ist der Abend nicht durchg\u00e4ngig hervorragend. Das ist er nur zu Beginn und gegen Ende, das fulminante \u201eFlavor\u201c reisst abschlie\u00dfend einfach alles raus. Dazwischen war es dann nur sehr gut und enorm unterhaltend.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich freue mich schon sehr, <strong>Girls in Hawaii<\/strong> in einigen Wochen im gr\u00f6\u00dferen Rahmen wiederzusehen. Ich bin gespannt, wie die Band in Br\u00fcssel aufgenommen wird. Ins Geb\u00e4ude 9 haben schon viele Belgier r\u00fcbergemacht, daher erwarte ich bei der Piasnite nicht nur viel Jubel um <strong>dEUS<\/strong>, sondern auch um <strong>Girls in Hawaii<\/strong>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"562\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/brns2.jpg\" alt=\"BRNS\" class=\"wp-image-5390\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/brns2.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/brns2-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Und <strong>BRNS<\/strong>?<br>Eine der der &#8218;most exciting new bands in 2013&#8216;, schrieb der NME \u00fcber <strong>BRNS<\/strong>. Dem m\u00f6chte ich nickend zustimmen. \u00dcber das sagenhaft tolle \u201eMexico\u201c entdeckte ich die Band im Sommer letzten Jahres. Ein kleiner Artikel in einer Zeitschrift machte mich auf sie aufmerksam. Da stand irgendwas mit Mathrock und <strong>Suuns<\/strong> Vergleichen. Das reichte mir aus, denn da ich zeitgleich <strong>TTNG<\/strong> nahezu verfallen war, kaufte ich mir ohne zu z\u00f6gern ihr Deb\u00fctalbum <em>Wounded<\/em>. Und was soll ich sagen, <strong>BRNS <\/strong>sind gro\u00dfartig. Die sieben Songs auf <em>Wounded <\/em>sind gro\u00dfartig! Mit ihren hochh\u00e4ngenden Gitarren, Keyboards und Gitarren erfinden sie zwar die Musik nicht neu, sie haben ihr aber viele neue zauberhafte Melodien hinzuzuf\u00fcgen. Songs wie das sehr <strong>Foals<\/strong>-eske \u201eThe story of Bible\u201c, \u201eDeathbed\u201c oder \u201eClairvoyant\u201d sind gro\u00dfe Hits.<br>Live best\u00e4tigen sie meinen Eindruck voll und ganz. Ein sch\u00f6ner lauter dumpfer Bass, eine nicht zu heftige aber trotzdem wilde B\u00fchnenshow unterstreicht ihre Musik hundertprozentig. Ich habe bei <strong>BRNS <\/strong>jederzeit das gute Gef\u00fchl, dass irgendwie alles zusammenpasst: der Liveauftritt, die Instrumente, die Musik. Und diesen Eindruck habe ich scheinbar nicht alleine gepachtet. <strong>BRNS <\/strong>\u00fcberzeugen das Geb\u00e4ude 9 so sehr, dass es nach dem Ende ihres Auftritts gar Zugabe Rufe und gro\u00dfen Applaus gibt. Das hat man ja auch nicht so oft als Vorband!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzert:<br><\/strong>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe die belgische Band erst im letzten Jahr entdeckt, bzw. \u00fcber sie gelesen. Zur Ver\u00f6ffentlichung ihres neuen Albums \u201eEverest\u201c waren sie eine kurze Zeitlang in Musikmedien so pr\u00e4sent, dass ich neugierig wurde. St\u00e4rker wurde dann meine Neugierde, als sie auch im Aufgebot des im M\u00e4rz stattfindenden belgischen Piasnite Festivals auftauchten. Da m\u00f6chte ich n\u00e4mlich hin, um \u2013 in der Hauptsache &#8211; endlich mal wieder dEUS live zu sehen. Dass die Girls in Hawaii dort als quasi Co-Headliner gesetzt sind, erstaunte mich ein wenig. Mittlerweile wei\u00df ich aber, dass die Band um Antoine Wielemans und Lionel Vancauwenberghe in Belgien eine feste Gr\u00f6\u00dfe sind.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":19849,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"pretty-paracetamol in concert:  %%post_title%%","_seopress_titles_desc":"Ich habe die belgische Band erst im letzten Jahr entdeckt, bzw. \u00fcber sie gelesen. 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