{"id":5381,"date":"2014-01-21T18:28:42","date_gmt":"2014-01-21T17:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5381"},"modified":"2014-01-21T18:28:42","modified_gmt":"2014-01-21T17:28:42","slug":"die-hoechste-eisenbahn-berlin-17-01-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/die-hoechste-eisenbahn-berlin-17-01-2014\/","title":{"rendered":"Die h\u00f6chste Eisenbahn &#8211; Berlin, 17.01.2014"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Kulturkaufhaus Dussmann, Berlin<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5385\" alt=\"Die h\u00f6chste Eisenbahn\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/7.jpg\" width=\"1000\" height=\"563\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/7.jpg 1000w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/7-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Das biste einmal in Berlin, sitzt ahnungslos im Caf\u00e9 des Kulturkaufhauses Dussmann und schon befindet du dich mitten in einem Indie-Konzert einer der hei\u00dfesten Bands Deutschlands. Ah, so geht also Hauptstadt.<br \/>\n<strong>Die h\u00f6chste Eisenbahn<\/strong> spielt ein Kurzkonzert in Lagerfeuerbesetzung und wir haben das Gl\u00fcck, dass sie das an einem Freitag tun, an dem wir zwei Stunden zuvor in Berlin angekommen sind. Als ich von dem Konzert einige Tage zuvor las, stellte ich es vage auf den Freitagabend Plan. An Anreisetagen wei\u00df man ja nie so genau, ob und wann und wie man seinen Zielort erreicht. Zuviel Planerei im Vorfeld verpufft leicht im ersten Autobahnstau und es setzt unterbewusst eine k\u00fcnstliche Hektik ein, die niemand braucht. Also war die Absicht, wenn Berlin zeitig erreicht w\u00fcrde, gegen Abend im Kulturkaufhaus Dussmann vorbeizuschauen. Da die fahrt \u00fcberraschenderweise nahezu perfekt verlief, waren wir denn doch fr\u00fch genug in der Hauptstadt, um vom Frankfurter Tor aus gem\u00e4chlich mit der U-Bahn in Richtung Friedrichstrasse zu fahren. Das Kulturkaufhaus Dussmann liegt mitten in Mitte und bietet auf f\u00fcnf Etagen B\u00fccher und Musik und anderen Kram. Im Untergescho\u00df befindet sich, wie es mittlerweile f\u00fcr einen gro\u00dfen B\u00fccherladen Pflicht ist, ein Caf\u00e9. Das Cafe im Dussmann nennt sich <a title=\"homepage\" href=\"http:\/\/ursprung-berlin.com\/\" target=\"_blank\">Ursprung \u2013 eat-drink-dream<\/a>\u00a0 und bietet neben einem vertikalen Garten auch eine kleine Veranstaltungsb\u00fchne.<!--more--><br \/>\nAls wir gegen 18 Uhr das Cafe betraten, war von der B\u00fchne allerdings noch nichts zu sehen. Auf unsere Nachfrage erkl\u00e4rte uns die Bedienung, dass gleich die linke Wand beiseitegeschoben w\u00fcrde, und den dahinterliegenden Konzertraum freig\u00e4be. Wenn wir uns hier hinsetzen w\u00fcrden, sie zeigte auf einen Tisch und St\u00fchle, dann w\u00fcrden wir aber auch vom Cafe aus sehr gut sehen und m\u00fcssten nachher nicht in den Saal umziehen. Gesagt getan, etwas ermattet von der langen Autofahrt war uns eh nach so wenig Bewegung wie n\u00f6tig zumute.<br \/>\nAlso bestellten wir Kaffee, Cookie, Currywurst und warteten der Dinge. Gegen kurz vor 19 Uhr wurde die bereits erw\u00e4hnte Wand weggeschoben und es kam ein gar nicht so kleiner Konzertraum zum Vorschein, der mit mehreren Stuhlreihen ausgestattet war. Tingelt die h\u00f6chste Eisenbahn in Deutschland durch kleinste Klubl\u00e4den (in K\u00f6ln spielten sie zum Beispiel im vielleicht halb so gro\u00dfen Studio 672), so ist der Veranstaltungssaal des Dussmann schon schnell zu klein. Bis ins Caf\u00e9 stehen die Leute, um die wohl derzeit interessanteste deutsche Band bei ihrem Konzert zuzuschauen. \u00dcber den zeitrahmen hatten wir vorher nur grob spekuliert, vier, f\u00fcnf Lieder vielleicht, dazwischen etwas Gerede, so stellte ich es mir vor. Nat\u00fcrlich war es ganz anders.<br \/>\nNach einem 10 min\u00fctigen Interview, gef\u00fchrt von Milena Fessmann vom Radiosender radio1 (die sch\u00f6nste K\u00e4nguru-Frage dabei: \u201eWarum nennt ihr euer Album \u201eSchau in den Lauf Hase\u201c? Antwort: \u201e\u00c4hh, weil ein Lied so hei\u00dft?\u201c) zu Beginn des Abends, spielte die h\u00f6chste Eisenbahn acht wunderbare Songs und es wurde eine wunderbare Stunde bester Unterhaltung. Leider war die Beschallung des Caferaumes nicht ganz so gut, so dass es uns schwerfiel, dem Interview zu folgen (auch h\u00f6rten wir sp\u00e4ter die Gesangsstimme nicht wirklich laut und verpassten Zwischenansagen und Geschichten).<\/p>\n<p>Die h\u00f6chste Eisenbahn trat in Lagerfeuerbesetzung an. Neben den beiden S\u00e4ngern Francesco Wilking und Moritz Kr\u00e4mer bedient Max Schr\u00f6der das Schlagzeug. Zur vollst\u00e4ndigen Eisenbahn fehlt an diesem Abend Bassist Felix Weigt. Musikalisch machen sie das, was man von einer Besetzung wie dieser erwarten d\u00fcrfte, setzt sich die Eisenbahn doch aus Musikern von Bands wie <strong>Tele<\/strong> (Francesco Wilking), <strong>Kid Kopphausen<\/strong> (Moritz Kr\u00e4mer, Felix Weigt), <strong>Der Hund Marie<\/strong> oder <strong>Tomte<\/strong> (Max Schr\u00f6der) zusammen. Deutscher Pop mit lustig, ernsten, verquirlten Texten, oder wie es die Ank\u00fcndigung formulierte:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Eine deutsche Super-Gruppe, die musikalisch mit Alternativ-Pop-Kleinoden gl\u00e4nzt und in den Texten ganz gro\u00df unterwegs ist.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Die h\u00f6chste Eisenbahn hat Ende letzten Jahres ihr erstes Album ver\u00f6ffentlicht, &#8222;Schau in den Lauf Hase&#8220;. Ich habe es zugegeben noch nicht ganz so oft geh\u00f6rt. Mir steht derzeit nicht der Sinn nach dieser Art von Musik. Der Vorteil f\u00fcr diesen Abend lag somit darin, dass ich relativ frisch in das Dussmann Kurzkonzert gehen konnte. Ich hatte kein \u201ehoffentlich spielen sie das\u201c, aber eben auch kein leises Mitsummen oder ein breites Grinsen bei den ersten Takten eines Songs. Dazu kannte ich die St\u00fccke zu wenig. Einzig \u201eBody &amp; Soul\u201c und \u201eWas machst du dann\u201c erkannte ich im Laufe der Dreiviertelstunde wieder. Aber das st\u00f6rte wenig, denn musikalisch liegen die h\u00f6chste Eisenbahn und ich fast auf einer Welle. Einzig die beiden Mundharmonikasequenzen fand ich weniger spannend. Etwas schade und das sehr kleine Haar in der Dussmannsuppe war, dass wir die Zwischenansagen von Francesco Wilking akustisch nicht immer ganz verstanden haben. Dazu sa\u00dfen wir zu seitlich an der B\u00fchne, sie schienen jedoch sehr lustig und unterhaltsam gewesen zu sein, wie das Szenengel\u00e4chter aus dem bestuhlten Konzertraum vermuten lie\u00df. Zu nahezu jedem ihrer Songs hatte er eine kleine Geschichte parat, so wurde zum Beispiel \u201eWas machst du dann\u201c mit den Worten \u201eMit dem n\u00e4chsten Lied wollten wir die Charts angreifen, aber die Charts haben sehr dicke Mauern. Daher\u2026\u201c angek\u00fcndigt und \u201eBody &amp; Soul\u201c barg eine Geschichte \u00fcber ein Haarshampoo aus den 80ern, von dem der Song seinen Namen hat. Herrlich!<\/p>\n<p>Und so spielte sich die h\u00f6chste Eisenbahn durch die n\u00e4chsten gut 40 Minuten, hatte gro\u00dfen Spa\u00df und bot gro\u00dfe Unterhaltung. So wurde es ein kurzweiliger Abend mit sieben Songs vom ersten Album. Einzig der Abschlusssong \u201eVergangenheit\u201c kam nicht von \u201eSchau in den Lauf, Hase\u201c. Er liegt auf der EP ver\u00f6ffentlicht und ist laut kleinem Selbstgespr\u00e4ch von Moritz Kr\u00e4mer der allererste Song, den er mit Francesco Wilking zusammen geschrieben hat. <strong>Judith Holofernes<\/strong>, die in dem Lied gefeatured wird, war allerdings nicht im Dussmann. Dabei wohnen doch alle Musiker in Berlin, sie h\u00e4tte ja vorbeischauen k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr ihr regul\u00e4res Konzert in einigen Wochen im Lido g\u00e4be es noch ein paar Tickets, erw\u00e4hnte der Moderator der Veranstaltung. Wer also auf den Geschmack gekommen sei, k\u00f6nne ja nachlegen. Heute ist der Lido Gig ausverkauft, lese ich gerade. Die h\u00f6chste Eisenbahn hat nachhaltigen Eindruck hinterlassen.<\/p>\n<p>Ob es ein weiteres h\u00f6chste Eisenbahn Album geben wird, dar\u00fcber h\u00e4ngen wohl derzeit einige Fragezeichen. \u201eAlso wir h\u00e4tten Bock\u201c, sagte die Band im Interview. Klingt ganz so, als ob sie es nicht allein entscheiden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Body &amp; Soul<br \/>\n02: Der Himmel ist blau (wie noch nie)<br \/>\n03: Aliens<br \/>\n04: Isi<br \/>\n05: Was machst du dann<br \/>\n06: Pullover<br \/>\n07: Raus aufs Land<br \/>\n08. Vergangenheit<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzert:<br \/>\n<\/strong>&#8211;<a title=\"Slut \u2013 K\u00f6ln, 10.11.2010\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=2748\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong><\/p>\n<p>[flickr_set id=&#8220;72157639943119324&#8243;]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Video:<\/strong><\/p>\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/5OxOGbWvj0Q?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Kulturkaufhaus Dussmann, Berlin Vorband: &#8211; Das biste einmal in Berlin, sitzt ahnungslos im Caf\u00e9 des Kulturkaufhauses Dussmann und schon befindet du dich mitten in einem Indie-Konzert einer der hei\u00dfesten Bands Deutschlands. Ah, so geht also Hauptstadt. 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