{"id":5050,"date":"2013-09-13T15:12:23","date_gmt":"2013-09-13T13:12:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=5050"},"modified":"2013-12-28T16:20:32","modified_gmt":"2013-12-28T15:20:32","slug":"shonen-knife-11-09-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/shonen-knife-11-09-2013\/","title":{"rendered":"Shonen Knife &#8211; 11.09.2013"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> King Georg, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"img-border size full wp-image-2414 aligncenter\" alt=\"Shonen Knife\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/IMG_8074.jpg\" width=\"900\" height=\"506\" \/><\/p>\n<p>Am Ende blieb nur die in Kanji geschriebene Setlist.<br \/>\nOsaka Rock City. Das ist nicht nur ein Song der aktuellen Shonen Knife Albums \u201ePop tune\u201c sondern war irgendwie auch das Motto des gestrigen Abends im King Georg. Shonen Knife zelebrierten dort eine Stunde lang ihren landl\u00e4ufig bekannten PowerPop oder PunkPop, wie immer man es nennen m\u00f6chte.<br \/>\nDie japanischen Shonen Knife sind eine gro\u00dfe alte Rockinstitution. Seit 1981 existiert die Band um Naoko Yamano. Von der Urbesetzung ist die Gitarristen und S\u00e4ngerin noch die einzige, die aktuell mit dabei ist. Bassistin Ritsuko Taneda und Schlagzeugerin Emi Morimoto komplettieren erst seit einigen Jahren das Trio. Bekannt wurde die Band Ende der 80er, Anfang der 90er, als sie, auch protegiert von Sonic Youth, mit ihrem Ramones-esken Gitarren irgendwie in die Zeit passte. In den USA und nat\u00fcrlich in Japan waren sie gro\u00df. Oder sie sind es immer noch, das wei\u00df ich nicht.<br \/>\nIch hatte mich seinerzeit eher wenig f\u00fcr die Japanerinnen begeistert, ebenso wenig wie ich mich f\u00fcr die Ramones gr\u00f6sser begeistern konnte. Abseits der bekannten Hits blieben mir die Ramones verschlossen, ihren PowerPunkRock fand ich zwar sch\u00f6n und nett, aber um intensiver in ihr Gesamtwerk einzudringen reichte es einfach nicht. Und es schien mir nicht notwendig, da ich in der Indiedisco alle naselang \u201eBlitzkrieg Bob\u201c, Pet sematary\u201c oder \u201eSheena is a punk roker\u201c h\u00f6rte. Das war mir genug, auf zweieinhalb Minuten Songs und eine Minute Suppen stand ich seinerzeit nicht so. Die Ramones geh\u00f6ren zu Shonen Knife wie Miso Suppe zum Fr\u00fchst\u00fccksbuffet in japanischen Hotels. Live haben sie immer ein Ramones Cover im Programm, im King Georg war es \u201eRoch\u2019n\u2019Roll Highschool\u201c. Ja, Shonen Knife sind gro\u00dfe Ramones Fans. Vor 2 Jahren nahmen sie ein komplettes Ramones Cover Album auf und w\u00fcrdigen darauf ihre Helden in ausgiebiger Art und Weise. Nun denn, warum auch nicht.<!--more-->Es war mein erster Besuch in der ehemaligen Tanzbar.<br \/>\nDer Laden ist kein normaler Konzertklub, er ist schlicht anders. Die B\u00fchne, quatsch, der Bereich, in dem die Instrumente aufgebaut sind, ist mitten im Raum, zu den umliegenden Sitzecken und Stehbereiche sogar leicht abgesenkt. So sieht man, wen man sp\u00e4t in den Laden kommt, sicherlich nichts. Wenn man sich also richtigerweise dazu entscheidet, fr\u00fch vor Ort zu sein, klappt es zwar mit einem guten Platz, man muss sich jedoch der stetig steigenden W\u00e4rme l\u00e4nger aussetzen, als es einem vielleicht lieb ist. In Sommermonaten muss es im King Georg gruselg warm sein. Also, Sichtweise eingeschr\u00e4nkt, Luftzufuhr arg bescheiden, aber wundersch\u00f6nes Ambiente. Das ist der besondere Charme des King Georgs. Die Holzvert\u00e4felung an den W\u00e4nden und die braunen Ledersitzecken haben sicher schon viel erlebt und gesehen, seit einigen Jahren sehen sie bemerkenswerte Konzerte und Bands. Ohne Zweifel hat das King Georg das Livemusikangebot K\u00f6lns enorm bereichert, mit besserer Klimatisierung und weniger Besucherkapazit\u00e4t w\u00e4re es ein ganz hervorragender und spezieller Konzertort. Ohne dies ist es nur ein hervorragender und atmosph\u00e4risch besonderer Konzertort.<br \/>\nZum Gl\u00fcck war es gestern nicht so warm wie noch vor einer Woche, so waren die 2 Stunden Aufenthalt sehr ertr\u00e4glich. (In Begleitung eines erfahrenen King Georg Besuchers war ich p\u00fcnktlich um acht vor Ort). Vorgestern w\u00e4ren wir auch doppelt angeschmiert gewesen, wenn wir zu sp\u00e4t aufgelaufen w\u00e4ren. Nicht nur schlechte Stehpositionen, sondern auch null Sicht auf die Band. Alle drei Shonen Knife\u2018s sind von eher kleiner Statur, f\u00fcr weiter hinten stehende eine Unm\u00f6glichkeit, ein oder zwei Gesichter der Band zu erhaschen. Umgekehrt fragte ich mich zwischendurch, wie es sein mag, auf eine Wand von Oberk\u00f6rper zu gucken.<\/p>\n<p>Nach zwanzig Minuten hatte ich gef\u00fchlt schon 30 Songs geh\u00f6rt. Shonen Knife fackeln nicht lange und rauschen durch ihre eh schon k\u00fcrzeren Songs. Das mir nervige an dieser Art Punkpop ist, dass alle Songs dabei irgendwie gleich klingen. Es gibt wenig Abwechslung, es ist wie bei Bad Religion. Und es ist nat\u00fcrlich Unsinn. Aber nach einer halben Stunde war f\u00fcr mich ein bisschen die Luft raus. Der PowerPunkPop bekam L\u00e4ngen, und wieder einmal musste ich feststellen, ich kann so was einfach nicht l\u00e4nger als eine halbe Stunde am St\u00fcck h\u00f6ren, ohne dass bei mir eine gewisse S\u00e4ttigung einsetzt. Das ist jedoch meine Schuld und liegt nicht an der Band. Die kann ja nichts f\u00fcr meinen Musikgeschmack.<br \/>\nDenn Shonen Knife waren gut. Lustig, wie sie immer in Cheerleader Manier ihre H\u00e4nde in den Himmel reckten und dazu irgendwas mit \u201erock\u201c riefen. Lustig auch ihre Fanschal \u00e4hnlichen Handt\u00fccher, die sie zu Beginn und Ende des Konzertes in die H\u00f6he hielten.<br \/>\n\u201eKonnichiwa\u201c vom 98er Album \u201eHappy hour\u201c hiess dazu passenderweise der Soundtrack. Zwar spielten sich die drei spielen sich an diesem Abend durch die letzten Alben, vernachl\u00e4ssigen aber alte Schinken keineswegs. So waren vom 1992 Majordeb\u00fct waren \u201eLet\u2019s knife\u201c. \u201eFlying jelly attack\u201d, \u201cTwisted Barbie\u201d, \u201cI am a cat\u201d Teil der Setlist.<br \/>\nMusikalisch sind Shonen Knife \u00fcber die Jahre nicht gealtert. \u201ePop tune\u201c oder \u201eOsaka Rock city\u201c k\u00f6nnten auch vor Jahren geschrieben worden sein, \u201eBanana chips\u201c genauso gut erst vor zwei Jahren anstatt vor 32. PopPunk ist da sehr zeitlos. Das alles klingt sehr catchy und ist auf eine so sympathischer Art und Weise sch\u00f6n, dass sich der Abend wie Bubblegum anf\u00fchlt. Oh ja, das Konzert war ein gutes. N\u00e4chste Woche br\u00e4uchte ich das zwar nicht erneut, aber wenn Shonen Knife nochmal in der Stadt sein sollten, werde ich wieder hingehen.<br \/>\nAls Zugabe dann ein weiteres Cover. Der alte Carpenters Gassenhauer \u201eTop oft he world\u201c. Gro\u00dfartig! Shonen Knife m\u00f6gen die richtigen Bands. Jeder sollte sich unbedingt ihre unz\u00e4hligen Cover auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TRve3rkv8fw\" target=\"_blank\">youtube <\/a>ansehen.<\/p>\n<p>&#8222;Banana chips for you! Banana chips for me! In the afternoon, banana chips and tea.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: King Georg, K\u00f6ln Vorband: &#8211; Am Ende blieb nur die in Kanji geschriebene Setlist. Osaka Rock City. Das ist nicht nur ein Song der aktuellen Shonen Knife Albums \u201ePop tune\u201c sondern war irgendwie auch das Motto des gestrigen Abends im King Georg. 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