{"id":483,"date":"2008-04-23T17:57:48","date_gmt":"2008-04-23T16:57:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=483"},"modified":"2022-08-27T21:44:27","modified_gmt":"2022-08-27T19:44:27","slug":"the-breeders-koln-22042008-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-breeders-koln-22042008-13\/","title":{"rendered":"The Breeders &#8211; K\u00f6ln, 22.04.2008"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Luxor, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> Cloudberry<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/Breeders_map.jpg\" alt=\"The Breeders,Konzert,K\u00f6ln,Luxor,2008,Cloudberry,pretty-paracetamol\" class=\"wp-image-9987\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Warum sitze ich im Zug und fahre zu einem Konzert einer Band, die mir seit Jahren egal ist. Deren musikalischer Kontext mir zwar vertraut ist, ich mich aber kaum noch an einzelne Songs erinnern kann. Denn seit gesch\u00e4tzten 14 Jahren habe ich <strong>The Breeders<\/strong> nicht mehr geh\u00f6rt. Und mich nicht f\u00fcr sie interessiert. Geblieben ist nur \u201eCannonball\u201c.<br>Es ist wie mit <strong>Buffalo Tom<\/strong>. Ist man ehrlich, dann muss man zugeben, dass diese Bands musikalisch durch sind, sie spielen den Sound vergangener Zeiten, Innovationsspr\u00fcnge sind kaum zu erwartet. Es gibt sicherlich durchaus spannenderes Zeug zu h\u00f6ren, was also treibt mich an, diese Bands zu sehen. Ich denke, der Reiz des Backflashes ist der eigentliche Beweggrund. Nochmal f\u00fcr vielleicht 90 Minuten &#8218;1990 plus x&#8216; sein zu lassen. Nochmal alte Helden sehen.<br>Ja, das ist es. Das l\u00e4sst in mir diese grosse Vorfreude aufkommen. Egal, es gibt schlimmeres.<\/p>\n\n\n\n<p>Gestern nun <strong>The Breeders<\/strong>. Hiessen die fr\u00fcher nicht mal nur <strong>Breeders<\/strong>?<br>Also, <strong>The Breeders<\/strong>. F\u00fcr mich mehr ein Bild, ein Synonym f\u00fcr eine Musikepoche als eine Band. Sie waren das Bindeglied zwischen den traditionellen amerikanischen Indierockbands der Endachtziger und der Grunge-Rock Generation. Von beiden Seiten gleich verehrt und gesch\u00e4tzt. 2 Alben haben die <strong>Breeders<\/strong> in dieser Zeit ver\u00f6ffentlicht. <em>Pod<\/em> und <em>Last splash<\/em>. Letzteres war ihr kommerziell erfolgreichstes Album, ihre break-through Single \u201eCannonball\u201c findet sich auf dieser Platte.<br>\u201eCannonball\u201c ist auch die einzige Breedersassoziation, die sich bei mir \u00fcber die Jahre gehalten hat. Irgendwann kurz nach 1993 habe ich <strong>Kim<\/strong> und <strong>Kelley Deal<\/strong> beiseite gelegt und nicht wieder aufgehoben. Zwischendurch mal was \u00fcber erneute Alkohohl- und oder Drogenexzesse gelesen, erstaunt den Kopf gehoben als es hiess, <strong>Kim Deal<\/strong> geht wieder mit den <strong>Pixies<\/strong> auf Tour, das war&#8217;s. <em>Title TK<\/em>, ihr 2002er Album, und <em>Mountain Battles<\/em> geh\u00f6ren nicht zu den Alben, auf deren erscheinen ich sehns\u00fcchtig gewartet h\u00e4tte.<br>Gestern spielten sie ihren einzigen Deutschlandgig im Luxor. Das heutige Konzert in Berlin wurde gecancelt. Die Nachfrage war wohl nicht besonders hoch. Auch in K\u00f6ln war der Club gerade mal gut zur H\u00e4lfte gef\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz nach neun.<br>Manchmal ergeben sich die kleinen Geschichten um den Konzertbesuch wie von selbst. Oder durch Zufall. Am Montag lief auf 3sat eine unterhaltsame Dokumentation \u00fcber Haarausfall bei M\u00e4nnern im Alter von 30 bis 40 und den psychischen Problemen, die damit einhergehen. Also Haarverpflanzung, Ersatzprodukte, Haarersatzteil etc.. Hieran muss ich unvermittelt denken, als ich auf die Hinterk\u00f6pfe der vor mir stehenden Reihen blicke. Genau, das Publikum ist eher m\u00e4nnlich und mid-age. Aber durchschnittlich nicht so alt wie bei <strong>Frank Black<\/strong>, wie jemand hinter mir bemerkt, oder wie der S\u00e4nger der Vorband <strong>Cloudberry<\/strong> es treffend auf den Punkt bringt: &#8218;Es sind viele Leute in meinem Alter heute abend hier. Die werden unser n\u00e4chstes Lied sofort erkennen. Lasst euch \u00fcberraschen.&#8216; Die \u00dcberraschung war \u201eInto your arms\u201c, ein <strong>Lemonheads<\/strong> Cover vom <em>Come on feel the Lemonheads<\/em> Album aus dem Jahr 1993.<br><strong>Cloudberry<\/strong> spielen eine halbe Stunde lang Indierock aus den Tiefen der 90er. Das Cover passte gut und spiegelt ebenso gut ihre Musik wider. Ihre Helden m\u00fcssen <strong>Buffalo Tom<\/strong>, <strong>Lemonheads<\/strong> und <strong>Bob Mould<\/strong> heissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab kurz nach zehn geh\u00f6rt die B\u00fchne dann <strong>Kim<\/strong> und <strong>Kelley Deal<\/strong>. Die beiden Frontfrauen der <strong>Breeders<\/strong> stehen eindeutig im Fokus. Den Drummer haben sie kaum sichtbar hinten rechts in der Ecke versteckt, Bass und Gitarre Nr. 3 werden am B\u00fchnenrand plaziert. Kaum zu sehen sind aber auch <strong>K+K<\/strong>, denn besonders gross sind die beiden nicht. Obwohl leicht erh\u00f6ht auf der B\u00fchen stehend, sind beide kaum gr\u00f6sser als das davor stehende Publikum. So ist sp\u00e4testens ab der achten Reihe k\u00f6pferecken angesagt.<br>Erblickt man dabei <strong>Kim Deal<\/strong>, so sieht man sehr deutlich, dass jahrelange Alkoholsucht sehr wohl ihre Spuren hinterlassen. Leicht aufgedunsen sieht sie immer noch aus. Nicht mehr ganz so schlimm wie noch vor ein paar Jahren, aber immer noch sichtbar mitgenommen und irgendwie schlecht. <strong>Kelley<\/strong> macht da einen &#8218;ges\u00fcnderen&#8216; Eindruck. Schadet der gespritzte Drogenkonsum der Haut weniger als Alkohol?<br>Unabh\u00e4ngig vom Erscheinungsbild, fit sind sie beide. Sie liefern eine gut 80 min\u00fctige Show. Gespielt werden Songs aus allen vier Alben und vom <strong>The Amps<\/strong> Album <em>Pacer<\/em>. <strong>The Amps<\/strong> war ein <strong>Kim Deal<\/strong> Nebenprojekt in den 90ern. Emotionaler H\u00f6hepunkt nach einer guten halben Stunde nat\u00fcrlich der \u00dcbersong \u201eCannonball\u201c, der auch heute noch richtig gut geht und nicht unh\u00f6rbar geworden ist. Ein Klassiker. Auch die anderen kleinen Hits wie \u201eDivine Hammer\u201c, \u201eSafari\u201c oder das <strong>Beatles<\/strong> Cover \u201eHappiness is a warm gun\u201c werden geb\u00fchrlich abgefeiert. Ich habe den Eindruck, das die Crew auf der B\u00fchne in absoluter Spiellaune ist und sich wirklich dar\u00fcber freut, dass im Publikum eine so gute Stimmung herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein bischen ist es wie das Treffen alter Freunde, die sich lange nicht gesehen haben. Nach f\u00fcnf Minuten weiss man wieder, was man am anderen hat, und wundert sich dar\u00fcber, das man ihn in der zwischenzeit gar nicht wirklich vermisst hat.<br>Rausgeschmissen werde ich mit \u201eGerman studies\u201c, einem St\u00fcck vom neuen Album, das tats\u00e4chlich einen deutschen Text hat. Man konnte ihn bis auf den Refrain nicht wirklich verstehen: &#8218;Im Dunkeln&#8216; hei\u00dft der.<br>Im Dunkeln ging ich dann auch um kurz nach elf zur Bahn.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>&#8211;<a title=\"Homepage\" rel=\"noopener\" href=\"http:\/\/isdasniedlich.twoday.net\/stories\/4657077\/\" target=\"_blank\"><br><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum sitze ich im Zug und fahre zu einem Konzert einer Band, die mir seit Jahren egal ist. Deren musikalischer Kontext mir zwar vertraut ist, ich mich aber kaum noch an einzelne Songs erinnern kann. Denn seit gesch\u00e4tzten 14 Jahren habe ich The Breeders nicht mehr geh\u00f6rt. Und mich nicht f\u00fcr sie interessiert. 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