{"id":4534,"date":"2012-12-04T19:43:12","date_gmt":"2012-12-04T18:43:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=4534"},"modified":"2012-12-04T19:52:04","modified_gmt":"2012-12-04T18:52:04","slug":"theophilus-london-koln-02-12-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/theophilus-london-koln-02-12-2012\/","title":{"rendered":"Theophilus London &#8211; K\u00f6ln, 02.12.2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Club Bahnhof Ehrenfeld, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"img-border size full wp-image-2414 aligncenter\" title=\"Theophilus London\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Theophilus-London.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"506\" \/><\/p>\n<blockquote><p>Theophilus London is an MC and singer from Brooklyn, NY, whose genre-bending approach draws from a range of styles, from soul-pop and new wave to electro and contemporary R&amp;B. Citing influences that include Michael Jackson and Prince as well as Kraftwerk and the Smiths. (allmusic.com)<\/p><\/blockquote>\n<p>Mono, Fran\u00e7oiz Breut, Theophilus London. Kann eine Woche gr\u00f6\u00dfere Kontrastkonzerte haben als die letzte KW? Manchmal kommen mir selbst Zweifel bei dem, was ich mache. Postrock, Chansons, HipHop. Wo ist denn da bitte sch\u00f6n die Schnittmenge? Kann man Fan all dieser so unterschiedlichen Musikrichtungen sein?<br \/>\nNun, ich kann es nicht, aber bei manchen Sachen habe ich eine Grundneugierde, die ich ab und an bedienen muss. So wie an diesen Sonntag. Als ich tags zuvor zuf\u00e4llig die Ank\u00fcndigung des Club Bahnhof Ehrenfelds las, musste ich an das Fr\u00fchjahr zur\u00fcckdenken. Seinerzeit sind mir Herr London und Frank Ocean \u00fcber den digitalen Weg gelaufen und ich erinnerte mich meiner HipHop \/ Rap \/ R\u2018n\u2019B Bl\u00fctezeit Anfang der 90er. MC Solaar, Terence Trent D\u2019Arby, Beastie Boys, Advanced chemistry, Neneh Cherry. Ich bin und war nie gro\u00dfer Liebhaber von R\u2019n\u2019B, aber das, was London und Ocean machen, finde ich spannend. Allerdings auch nur so spannend, dass ich es kurze Zeit sp\u00e4ter wieder verga\u00df. Es fehlten halt doch die Gitarren. Bis auf Samstagnachmittag.<br \/>\n<!--more-->Das Wochenende war eh malad, und so wuchs in mir die Idee, es konzertial ausklingen zu lassen. Das Nerdtreffen Weekend-Festival (u. a. spielte dort Stephen Malkmus irgendeine Can Platte nach) kam f\u00fcr mich nicht in Frage, ich stellte es mir zu anstrengend vor. Also blieb Theophilus London, auf den meine Neugierde erschreckend hohe Formen annahm. In seiner \u00dcberhit \u201cHumbling down\u201d h\u00f6rte ich nochmal kurz rein und fand ihn nach wie vor gro\u00dfartig. Da auch die anderen angeklicksten Songs auf einen guten Abend hoffen lie\u00dfen, stand der Deal.<br \/>\nIch wollte nicht zu fr\u00fch da sein, ich wollte auch nicht vorne stehen, wie sonst \u00fcblich. Ich wollte einfach eine ruhige Stunde abseits gr\u00f6\u00dferen Trubels verbringen, ruhig etwas Musik verfolgen.<br \/>\nDa Theophilus London bisher erst ein Album ver\u00f6ffentlicht hat, stellte ich mich auf maximal 90 Minuten Konzert ein (ich sollte recht behalten). Da nirgends eine Vorband angek\u00fcndigt war, wollte ich gegen neun Uhr im Club sein, ohne Angst zu haben, etwas zu verpassen. Selbst wenn ich etwas zu sp\u00e4t sein sollte, w\u00e4re es wurscht gewesen. Ganz so wichtig war mir dieses Konzert nicht. Ich war aber nicht zu sp\u00e4t, ich war 10 Minuten zu fr\u00fch. Also konnte ich noch in Ruhe via Smartphone Nachrichten lesen und die Sonntagsspiele abrufen. (Mensch diese Technik. Was habe ich nochmal fr\u00fcher gemacht, w\u00e4hrend Umbaupausen, w\u00e4hrend des Wartens im allgemeinen?)<br \/>\n\u201eTimez Are Weird These Days\u201d hei\u00dft Londons Deb\u00fctalbum, und nachdem bei der vorgeschobenen EP leute aus dem TV on the Radio Umfeld mitwerkelten, sind hier Holly Miranda und Sara Quin (die von Tegan &amp; Sara) mit von der partie. Nat\u00fcrlich nicht an diesem Abend, im Club Ehrenfeld wurde Theophilus London durch den Rapper Brendan Fallis als unterst\u00fctzt.<br \/>\nIm Sommer war schon mal in Ehrenfeld, ein paar Blocks weiter bestritt er das Vorprogramm der wunderbaren Santigold. An diesem Abend war es seine einzige Soloshow in Deutschland, eingeschoben nach seinem Auftritt im Vorprogramm von Seed in Hannover.<\/p>\n<blockquote><p>Der Sound seines Deb\u00fctalbums ist zwar ein Mix aus 80ies Rap, New Wave Beats, Freestyle Noise und Psychobilly Surfrock-Gitarren, sollte allerdings am ehesten dem Electro-Pop zugeordnet werden. Passenderweise betitelt der 1987 in Trinidad geborene Theophilus sein 2011 erschienenes Deb\u00fctalbum \u201eTimez Are Weird These Days\u201c und illustriert damit seine fast destruktive Andersartigkeit. (Pressewerbetext)<\/p><\/blockquote>\n<p>Aha.<br \/>\nUnd wie war jetzt das Konzert? Ich habe keine Ahnung, ob es gro\u00dfartig war oder ob es ein durchschnittliches Hiphop Event war. Mir fehlen einfach die Vergleichsm\u00f6glichkeiten. Was ich sagen kann ist, dass ich es interessant und unterhaltsam fand, dass es meine Erwartungen irgendwie best\u00e4tigt hat.<br \/>\nToll fand ich \u201e<a title=\"youTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dnQeTb20oOE\" target=\"_blank\">Dance Hall days<\/a>\u201c, das Cover dieses sch\u00f6nen 80er Jahre Klassiker von Wag Chung. Weniger toll fand ich &#8222;Big Spender&#8220; und das Konzertende, als wenig inspirierend Rihanna und Michael Jackson \u00fcber die Plattenteller liefen und Theophilus London sp\u00e4rlich dar\u00fcber tonierte. Schade fand ich, dass er \u201eHumbling down\u201c in nur einer Minute abfr\u00fchst\u00fcckte, schon wiederum, dass er \u201eFlying overseas\u201c ausf\u00fchrlich w\u00fcrdigte und &#8222;I stand alone&#8220;.<br \/>\nDer Rest war M\u00e4dchen auf die B\u00fchne holen, T-Shirts und Leuchtst\u00e4be ins Publikum werfen und Platten mixen. Bemerkenswert fand ich das Ende des Konzerts: Gegen halb elf d\u00e4ncte Theophilus London im Zuschauerraum zu irgendeiner Platte, die sein DJ gerade spielte, und sagte urpl\u00f6tzlich: \u201eDas ist das Ende der Show. Ihr k\u00f6nnt mich noch am Merch Stand treffen.\u201c Licht an, Ende.<br \/>\nWie gesagt, ein interessanter Abend.<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3220\" target=\"_blank\">Primavera Sound (das Racist) \u2013 Barcelona, 26.05.2011<\/a><\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\nhttp:\/\/www.youtube.com\/watch?v=BLhVlV-9whQ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, K\u00f6ln Vorband: &#8211; Theophilus London is an MC and singer from Brooklyn, NY, whose genre-bending approach draws from a range of styles, from soul-pop and new wave to electro and contemporary R&amp;B. Citing influences that include Michael Jackson and Prince as well as Kraftwerk and the Smiths. 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