{"id":4523,"date":"2012-12-01T16:59:30","date_gmt":"2012-12-01T15:59:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=4523"},"modified":"2012-12-01T17:05:55","modified_gmt":"2012-12-01T16:05:55","slug":"francoiz-breut-koln-28-11-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/francoiz-breut-koln-28-11-2012\/","title":{"rendered":"Fran\u00e7oiz Breut &#8211; K\u00f6ln, 28.11.2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Club Bahnhof Ehrenfeld, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> Fredda<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"img-border size full wp-image-2414 aligncenter\" title=\"Francoiz Breut\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/Francoise-Breut.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"506\" \/><\/p>\n<p>Mit franz\u00f6sischer Popmusik verbindet mich eine Hassliebe. Und die wundersch\u00f6nen le Pop Konzerte, die alle Jahre wieder in K\u00f6ln stattfinden sind folglich ein zweischneidiges Schwert f\u00fcr mich. Typische franz\u00f6sische Chanson mag ich nicht, sie klingen mir zu mediterran, zu klassisch, zu sehr nach tralala. O je, das ist eine selten d\u00e4mliche Umschreibung, aber mir fallen keine besseren Adjektive ein.<br \/>\nEinige Vertreter der \u201eneuen\u201c franz\u00f6sischen Popkultur dagegen finde ich sehr spannend: Dominique A., Benjamin Biolay, Yann Tiersen oder eben Fran\u00e7oiz Breut. Zuf\u00e4llig ist das die Creme de la Creme dieses Genres. In Frankreich sind sie alle Superstars, in Deutschland dagegen nur sehr wenig bekannt. Die le Pop Macher haben es sich daher vor Jahren auf ihre Fahnen geschrieben, diese wunderbaren K\u00fcnstler auch im nicht frankophilen Deutschland etwas bekannter zu machen.<br \/>\nUnd so spielte an diesem Mittwoch Fran\u00e7oiz Breut im K\u00f6lner Club Ehrenfeld, zusammen mit der eher \u201eklassischen\u201c und mir v\u00f6llig unbekannten Fredda. Also auch am diesem Abend zwiesp\u00e4ltige Gef\u00fchle, die mich lange unsicher bleiben lie\u00dfen, ob es wirklich eine gute Idee war, hierhin zu fahren.<br \/>\nNat\u00fcrlich war es das, denn der Abend war Dank Fran\u00e7oiz Breut ein gro\u00dfer Abend.<br \/>\nDoch zuerst Fr\u00e9d\u00e9rique Dastrevigne, wie Fredda eigentlich hei\u00dft. Die Franz\u00f6sin betrat zusammen mit einem Gitarristen die B\u00fchne. Das Bild, welches die beiden abgaben, war so typisch franz\u00f6sisch, dass ich es nicht beschreiben m\u00f6chte. Fredda hat mit \u201eL\u00b4Ancolie\u201c eines der \u201ebisher sch\u00f6nsten Alben des Jahres vorgelegt\u201c, wie Focus Online zu schreiben wei\u00df.<br \/>\nIch habe keine Ahnung, wie ich ihre Songs beschreiben soll, daf\u00fcr kenne ich mich auf diesem gebiet zu wenig aus. Das Internet sagt:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<blockquote><p>Ihren franz\u00f6sischen Chanson reichert sie mit US-amerikanischen und kanadischen Inspirationen an. Das Album passt perfekt zum Herbst. (mdr.de)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>sie wunderbare, melancholische Songs in der Schnittmenge von Chanson, Country, Blues, Folk und Walzer. Pate stehen dabei K\u00fcnstler wie Calexico oder Tom Waits. (pop100.com)<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>Beeinflusst von Karen Dalton und Vashti Bunyan hat Fredda ihren ganz eigenen Stilmix geschaffen, der durchaus von englischen und amerikanischen Einfluss gepr\u00e4gt ist, dennoch kaum franz\u00f6sischer sein k\u00f6nnte. (diekopfhoerer.eu)<\/p><\/blockquote>\n<p>Den \u00fcberall gelobten amerikanischen oder gar desert-esken Einfluss habe ich an diesem Abend nicht herausgeh\u00f6rt. Das mag daran liegen, das Fredda nicht mit Band auftrat, oder es mag daran liegen, dass es ihn so, wie ich ihn interpretieren w\u00fcrde, gar nicht gibt.<br \/>\nSei es drum, meins war Freddas Auftritt nicht so ganz. Dass er dennoch einen H\u00f6hepunkt des Abends enthielt, verdankte Fredda den Umst\u00e4nden im Club Bahnhof Ehrenfeld. Just in dem Moment, als die S\u00e4ngerin zur Zugabe auf die B\u00fchne kam und mehr Licht einforderte, machte es paff, und der Konzertsaal war \u2013 bis auf die Notbeleuchtung \u2013 stromlos. Das sich das Problem nicht so schnell beheben lie\u00df, spielte Fredda ihre Zugabe, ein St\u00fcck mit deutschem Text, den sie im Halbdunkel wahrscheinlich nur so gerade von ihrem Zettel ablesen konnte, am B\u00fchnenrand sitzend akustisch und ohne Mikrofonunterst\u00fctzung. So wurde das nat\u00fcrlich zu einem Knaller, der mit gro\u00dfem Jubel und Applaus belohnt wurde.<br \/>\nNach einer l\u00e4nger als geplanten Umbaupause (der Strom), betrat Fran\u00e7oiz Breut die B\u00fchne. Mit Band und mit einem Best-of Programm. Bis kurz nach Mitternacht spielte Frau Breut nur Hits, mal akustisch im Zuschauerraum, mal laut mit Band auf der B\u00fchne, mal in englischer, mal in franz\u00f6sischer Sprache. H\u00f6rspielsample und Verzerrmikrofon waren genauso Instrumente, wie Schlagzeug, Gitarre, Bass und Keyboard.<br \/>\nWar ich am Anfang noch unsicher, ob und wie mir das alles gefallen w\u00fcrde, so waren Bedenken nach wenigen Songs verflogen. Es war ein guter, abwechslungsreicher, interessanter und viel umjubelter Auftritt auf der einen und ein unterhaltsamer Abend f\u00fcr mich auf der anderen Seite. Abgelenkt wurde ich nur einmal, als ich durch eine Nachricht auf meinen dienst\u00e4glichen Post \u00fcber das Mono Publikum in unterhaltsamer Weise aufmerksam gemacht wurde. Nein, wie bei Linux-Programmierertreffen f\u00fchlte ich mich hier nicht. (\u00dcber den Monoabend schrieb ich: \u201eSo ein Mono Konzert ist ein bisschen wie ein Linux Programmierertreffen.\u201c).<br \/>\nDas Publikum hier war angenehm vielschichtig und sehr interessiert. Gerade in den ruhigen Momenten, so als Fran\u00e7oiz Breut einmal alleine und einmal nur mit ihrem Gitarristen aus dem Zuschauerraum zwei Lieder spielte, war es enorm aufmerksam. Hier plapperte niemand, hier interessierten sich alle f\u00fcr die Musik.<br \/>\nF\u00fcnf Alben umfasst ihr Plattenkatalog, Leider bin ich nicht so titelfest, um viel \u00fcber die gespielten Songs sagen zu k\u00f6nnen, ich glaube aber, \u201eWerewolf\u201c war auf alle F\u00e4lle dabei, ebenso wie \u201eMarie Lise\u201c (das mit dem Sample), \u201eLa boite de nuit\u201c und \u201eSi tu disais\u201c. Es war ein guter Querschnitt durch die Jahre und die Stilrichtungen. Nach einer Stunde beendete die Band ihr Set, nicht aber ohne noch einmal wiederzukommen. Ach was sag ich, einmal, dreimal kamen sie zur\u00fcck und spielten weiter knapp 35 Minuten. Am Ende war es dann zwar knapp nach Mitternacht, aber ich immer noch hellwach. Was f\u00fcr den Abend spricht, denn die Tage zuvor waren auch mit wenig Schlaf gesegnet.<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=2976\" target=\"_blank\">Marianne Dissard \u2013 K\u00f6ln, 10.02.2011<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=2735\" target=\"_blank\">Mathieu Boogaerts \u2013 K\u00f6ln, 06.11.2010<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=2359\" target=\"_blank\">Benjamin Biolay \u2013 Esch-Alzette, 22.05.2010<\/a><br \/>\n<a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2009\/04\/25\/coralie-clement-koln-24042009\/\" target=\"_blank\">Coralie Clement \u2013 K\u00f6ln, 24.04.2009<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1050\" target=\"_blank\">Marianne Dissard, Fran\u00e7oiz Breut \u2013 K\u00f6ln, 15.03.2009<\/a><\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><\/p>\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/DmD8Py_XS1M?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Club Bahnhof Ehrenfeld, K\u00f6ln Vorband: Fredda Mit franz\u00f6sischer Popmusik verbindet mich eine Hassliebe. 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