{"id":4448,"date":"2012-11-04T16:03:59","date_gmt":"2012-11-04T15:03:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=4448"},"modified":"2024-03-18T20:35:07","modified_gmt":"2024-03-18T19:35:07","slug":"amanda-palmer-the-grand-theft-orchestras-koln-03-11-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/amanda-palmer-the-grand-theft-orchestras-koln-03-11-2012\/","title":{"rendered":"Amanda Palmer &#038; The Grand Theft Orchestras &#8211; K\u00f6ln, 03.11.2012"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Luxor, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> Jherek Bischoff<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/Amanda-Palmer.jpg\" alt=\"Amanda Palmer,Konzertbericht,Review,Setlist,pretty-paracetamol\" class=\"wp-image-2414\" title=\"Amanda Palmer\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>&#8218;Hat sie ihre Stimme wieder?&#8216; Diese Frage erreichte mich am Samstagnachmittag via sozialem Netzwerk und traf mich relativ \u00fcberraschend. &#8218;Wieso?&#8216; fragte ich daher zur\u00fcck. Mit dem <strong>Amanda Palmer<\/strong> Konzert am Abend im K\u00f6lner Luxor hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch \u00fcberhaupt nicht besch\u00e4ftigt, f\u00fcgte aber ein &#8218;ist sie kr\u00e4nklich?&#8216; an dies einsilbige &#8218;Wieso&#8216;. Die Antwort lie\u00df nur einige Minuten auf sich warten. Am Freitag in Paris sei ihr Konzert in eine Art Karaoke Show mutiert, nachdem <strong>Amanda Palmer<\/strong> im Laufe des Abends die Stimme total versagt blieb. Leute aus dem Publikum wurden auf die B\u00fchne geholt und durften die Gesangspart \u00fcbernehmen. Am Samstag dann h\u00e4tte <strong>Amanda<\/strong> gepostet, dass sie zwar in K\u00f6ln sei, aber total hin\u00fcber und dass ihr Saturn-Gig jetzt nur noch aus Signieren best\u00fcnde und ohne kleine Gesangseinlage auskommen m\u00fcsse und dass sie f\u00fcr heute Abend eine \u00e4hnlich interessante Show erwarte wie die gestrige in Paris.<br>Ohne Gudrun vom Konzerttagebuch h\u00e4tte ich das alles nicht erfahren und w\u00e4re ahnungslos ins Luxor gelatscht. Gudrun scheint tief drin zu sein im <strong>Amanda Palmer<\/strong> Kosmos, ich bin es beileibe nicht.<br>Nach der freit\u00e4glichen Zusp\u00e4tkommen-Pleite machte ich mich am Samstag zeitig auf den Weg. <em>Theatre is evil<\/em>, die neue <strong>Amanda Palmer<\/strong> Scheibe hatte ich mir zuvor noch gedownloadet, ganz unvorbereitet wollte ich dann doch nicht sein. Das etwas \u00e4ltere Album <em>Who killed Amanda Palmer<\/em> mochte und mag ich sehr, \u201eLeeds united\u201c oder \u201eOasis\u201c h\u00f6re ich sehr oft. \u00dcber <em>Theatre is evil<\/em> kann ich noch nichts sagen, zwei nebenbei H\u00f6rdurchg\u00e4nge reichen nicht aus, um es irgendwo einzuordnen. Da ich es aber beide Male nicht vorschnell ausgemacht habe, muss es gut sein.<br>Also das Luxor, also <strong>Amanda Palmer<\/strong>, der mittlere Konzertabend an diesem Wochenende.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzert wurde sehr schnell aus dem Geb\u00e4ude 9 ins Luxor hochverlegt. Hochverlegt? Das war f\u00fcr mich \u00fcberraschend, ich hatte das Luxor immer als den kleineren der beiden L\u00e4den eingesch\u00e4tzt. Gef\u00fchlt kommt er mir vielleicht zweidrittel mal so gro\u00df vor wie das Geb\u00e4ude 9, allerdings mag mein Eindruck dadurch get\u00e4uscht werden, dass das Luxor etwas verwinkelt und langgezogen ist, und nicht rechteckig klar konstruiert wie das Geb\u00e4ude 9. Egal, gefreut habe ich mich \u00fcber die Verlegung nicht unbedingt, das Geb\u00e4ude 9 gef\u00e4llt mir besser, es macht das Zuh\u00f6ren und Zusehen viel leichter als das Luxor, in dem man, wenn man nur f\u00fcnf Minuten zu sp\u00e4t da ist, wenig Chance auf einen guten Platz hat.<br>Aber ich war ja zeitig unterwegs, zu zeitig, wie sich herausstellte.<br>Als ich um kurz vor acht am Luxor ankomme, hatder Einlass noch nicht begonnen. Also hie\u00df es anstellen, am Ende der Schlange ganz hinten links um die Stra\u00dfenecke. Nun, das abhetzen hin zum fr\u00fchen Zug war nicht n\u00f6tig, h\u00e4tte ich das gewusst, h\u00e4tte ich mich jetzt nicht leicht \u00e4rgern m\u00fcssen.<br>Als ich gute zwanzig Minuten sp\u00e4ter im Luxor bin, spielt die Vorband schon. Zwanzig Minuten sp\u00e4ter bin ich \u00fcberrascht, als noch eine Vorband auftrat. Das hatte ich so nicht auf dem Plan und ich musste erst einmal sortieren.<br>Beide Bands bestanden aus Mitgliedern des <strong>Grand Theft Orchestras<\/strong>, der <strong>Amanda Palmer<\/strong> Band. Den Er\u00f6ffnungspart bestritt Bassist <strong>Jherek Bischoff<\/strong> zusammen mit zwei, drei anderen Musikern. Sie mussten direkt mit Beginn des Einlasses angefangen haben zu spielen, als ich ins Luxor kam, spielten sie gerade ihren vorletzten Song. Eine Viertelstunde sp\u00e4ter kommt <strong>Chad Raines<\/strong> (<strong>Grand Theft Orchestras<\/strong> Gittarist) mit zwei weiteren Musikern auf die B\u00fchne und zelebrierte drei wunderbar fulminante Disco-pop Kracher, die das mittlerweile proppenvolle Luxor gut auf den Abend einstimmen.<br>Der beginnt um viertel nach neun mit Nebel und \u201eSmile\u201c vom aktuellen Album. Im Anschluss des folgenden \u201eThe killing type\u201c erz\u00e4hlt uns <strong>Amanda Palmer<\/strong>, dass sie sehr angeschlagen sei und sich nicht sicher sei, ob ihre Stimme an diesem Abend durchhalten w\u00fcrde. Bis dahin klingt f\u00fcr mich jedoch alles normal, von zaghafterem Gesang oder vom Auslassen b\u00e4nderstrapazierender Parts keine Spur. Es folgt das lustige Instrumentenwechsel Spielchen bei \u201eMiss me\u201c, inklusive diverser freezing moments parts von Band und Publikum und ein sehr schmissiges \u201eAstronaut\u201c (&#8218;Chad, should we play some rock music?&#8216; &#8218;Jaaaaaaaa!!&#8216;).<br>Der <strong>Dresden Dolls<\/strong> Song \u201eMiss me\u201c ist quasi das erste Bandcover des Abends, mit \u201eEisb\u00e4ren\u201c (<strong>Grauzone<\/strong>) und einer <strong>Kurt Weill<\/strong> Interpretation sollen jedoch weitere folgen. Zum Beispiel ein Song von <strong>Michael McQuilken<\/strong> (dem Schlagzeuger im grossen Orchester) Bands, \u201eMagicfuturebox\u201c, der auf dem Mischpult links neben mir nur als \u201eMichaels song\u201c notiert ist. &#8218;Ich muss euch etwas erz\u00e4hlen&#8216;, so beginnt <strong>Amanda Palmer<\/strong> ihren kleinen Geschichtsausflug in ihre K\u00f6lner Vergangenheit (zu D-Mark Zeiten) und in die Gerolsteiner Stra\u00dfe. Ihr Appartement sei ungef\u00e4hr so klein gewesen wie die halbe B\u00fchnengr\u00f6\u00dfe, ein Bad war auf dem Flur und eine Heizung nicht existent. Anschlie\u00dfend berichtet sie von der lustigen Paris Show, bei der sie Leute auf die B\u00fchne holte, die ihre Songs sangen, weil sie es nicht mehr konnte. &#8218;Wir k\u00f6nnen das auch hier machen, but the rule is you have to know it and i have to know it.&#8216;<br>Nach einigen nicht spielf\u00e4higen Songvorschl\u00e4gen (&#8218;Oh my god, I can\u2019t&#8216;) entschied sich <strong>Amanda Palmer<\/strong> f\u00fcr \u201eOasis\u201c. Unter gro\u00dfem Jubel und trotz einiger Improvisationssequenzen der Band \u2013 so streuten sie einen kleinen Twist &amp; Shout Ausflug im Mittelteil ein &#8211; singt <strong>Amanda Palmer<\/strong> sich durch und erntet spontan dicke Schulterklopfer (\u201eShe\u2019s great and really flexible\u201c), als sie den Einsatz zu \u201eWhen vacation was over,\u201c nicht verpasst. Es ist der Showh\u00f6hepunkt des Abends .<br>Den \u201eBed song\u201c und das <strong>Kurt Weill<\/strong> Ding spielt <strong>Amanda<\/strong> alleine ohne B\u00fchnenbegleitung. Wenn, dann h\u00e4tten jetzt ihre Stimmprobleme zu h\u00f6ren sein m\u00fcssen, aber nichts da. Es scheint alles gut.<br>Da an Samstagabenden sehr p\u00fcnktlich um 23 Uhr die Konzertzeit im Luxor beendet sein muss, folgten anschlie\u00dfend etwas z\u00fcgiger &#8222;Lost\u201c, \u201eLeeds united\u201c und \u201eGirl Anachronism\u201c. Doch nicht genug damit, zwei, drei Minuten blieben noch f\u00fcr eine Zugabe. Zu der stagedivet <strong>Amanda Palmer<\/strong> mit ihrer Ukulele in Richtung Theke, um von dort aus ein sehr vorhersehbares <strong>Radiohead<\/strong> Cover zu spielen. \u201eCreep\u201c bildet den Abschluss des Konzerts.<\/p>\n\n\n\n<p>Wow, ein toller und hochunterhaltsamer Abend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Amanda Palmer performs &quot;Seer\u00e4uber Jenny (Pirate Jenny)&quot;: Columbia Club\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/lzw-CEljje0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Smile (Pictures or it didn&#8217;t happen)<br>02: The Killing Type<br>03: Want it back<br>04: Missed Me<br>05: Astronaut<br>06: Eisb\u00e4r<br>07: Magicfuturebox<br>08: Oasis<br>09: The Bed Song<br>10: Die Seer\u00e4uber-Jenny<br>11: Trout Heart Replica<br>12: Lost<br>13. Leeds United<br>14: Girl Anachronism<br>Zugabe<br>15: Creep<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHat sie ihre Stimme wieder?\u201c Diese Frage erreichte mich am Samstagnachmittag via sozialem Netzwerk und traf mich relativ \u00fcberraschend. \u201eWieso?\u201c fragte ich daher zur\u00fcck. 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