{"id":4402,"date":"2012-10-19T18:37:03","date_gmt":"2012-10-19T16:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=4402"},"modified":"2018-06-14T21:34:05","modified_gmt":"2018-06-14T19:34:05","slug":"and-you-will-know-us-by-the-trail-of-dead-koln-18-10-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/and-you-will-know-us-by-the-trail-of-dead-koln-18-10-2012\/","title":{"rendered":"&#8230; and you will know us by the trail of dead &#8211; K\u00f6ln, 18.10.2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> Maybeshewill<br \/>\n<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"img-border size full wp-image-2414 aligncenter\" title=\"... and you will know us by the trail of dead - K\u00f6ln, 18.10.2012\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/and-you-will-know-us-by-the.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"506\" \/>\u201eMachen die etwa Postrock?\u201c Viel Skepsis schwang in dieser Frage mit, die mir kurz vor dem Beginn des <strong>Maybeshewill<\/strong> Auftritts gestellt wurde. Dieses Biest Postrock, oft ohne Gesang, ist f\u00fcr die einen anstrengender langweiliger Kram, f\u00fcr die anderen ist er das nicht. F\u00fcr mich ist er das oft nicht, f\u00fcr meine gestrige Begleitung in der Regel schon.<br \/>\n<strong>John Helps<\/strong>, <strong>Andy Jackson<\/strong>, <strong>Robin Southby<\/strong> und Schlagzeuger <strong>James Collins<\/strong> machen Postrock. Ohne Worte. Mit Gitarren, Keyboard und Schlagzeug. Das ganz links aufgebaute Mikrifon brauchten sie nur, um sich zu bedanken und um allen viel Spa\u00df zu w\u00fcnschen. <strong>Maybeshewill<\/strong> kommen aus Leicester, dem Norden Englands, sie k\u00f6nnten auch aus Schottland stammen, dem Land der Postrockbands.<br \/>\nEs sah lustig aus und es war sicherlich auch dem wenigen Platz auf der B\u00fchne geschuldet, wie die f\u00fcnf sich in einer Reihe am B\u00fchnenrand aufstellten. Wie an der Schnur gezogen standen sie nebeneinander und als nach wenigen Minuten jeder f\u00fcr sich auf seinen Anderthalb Quadratmeter Platz anfing zu tanzen, sah das nach Kasperletheater und sehr komisch aus. Gute 40 Minuten spielten <strong>Maybeshewill<\/strong> das, was man von Postrockbands erwartet: Laute, melodi\u00f6se, gitarrenlastige Rockmusik. Auf gro\u00dfe laut-leise Sequenzen wie <strong>Mogwai<\/strong> oder <strong>Goodspeed you! black emperor<\/strong> verzichten sie, ihre Songs folgen mehr der Machart langsamer Beginn und Spannungsaufbau, Eruption, Spannungsabbau \/ Songende. Das klingt vorhersehbar und war es auch. Das wiederum ist jedoch nicht schlimm, ganz im Gegenteil, mir gefielen <strong>Maybeshewill<\/strong> sehr.<\/p>\n<p><strong>\u2026 and you will know us by the trail of dead<\/strong> seien eine gro\u00dfe Band, schrieb ich nach ihrem Duisburger Konzert vor zwei Wochen. Dem ist nach diesem Abend wenig hinzuzuf\u00fcgen. Eventuell das W\u00f6rtchen \u201esehr\u201c, zumindest jedoch \u201eziemlich\u201c.<br \/>\nIch habe die Texaner in den letzten Jahren sehr oft sehen d\u00fcrfen, und es kam mir jedesmal so vor, als ob ich eine andere Band sehen w\u00fcrde. <strong>Jason Reece<\/strong> und <strong>Conrad Keely<\/strong> waren die einzigen Konstanten, drum herum gab es, so meine Konzerteindr\u00fccke immer wieder Wechseleien. In diesem Jahr fiel mir ihr Bassist <strong>Autry Fulbright II<\/strong> auf, den ich bisher nicht kannte. Oder muss ich ihn aus Vorjahren kennen? Grunds\u00e4tzlich ist mir egal, wer die Musik spielt, die ich mag. Diskussionen, ob <strong>Trail of dead<\/strong> in Originalbesetzung oder nur mit dem und dem Musiker die wahren <strong>Trail of dead<\/strong> sind, finde ich bl\u00f6d.<br \/>\n<em>Lost Songs<\/em> ist das achte Album der Band, das in dieser Woche ver\u00f6ffentlicht wird. Live gab es im G9 auch wieder zwei Songs von diesem Album, das auch in Duisburg gespielte \u201eUp to infinity\u201c und \u201eLost songs\u201c, das sie an diesem Abend zum zweiten Mal live spielten. Die \u00fcbrigen 90 Minuten waren Hits der \u00fcbrigen sieben Scheiben. Das gro\u00dfartige Herzst\u00fcck des Konzerts war die Zeit von \u201eRelative ways\u201c bis \u201eHomage\u201c. Ich habe selten solch intensive Konzertminuten erlebt wie hier. \u00c4hnlich erging es mit auch schon im Grammatikoff, als mich ihr Mittelteil v\u00f6llig aus der Bahn riss, allerdings empfand ich es gestern noch eine Spur st\u00e4rker. \u201eA perfect teenhood\u201c hatte ich lange fehlgedeutet, es ist ein Wahnsinnshit. Immer und immer wieder wechselten <strong>Jason Reece<\/strong> und <strong>Jamie Miller<\/strong> ihre Positionen an Schlagzeug und Gitarre, einmal sogar mitten in einem Song. Und mir wurde klar, dass man Testosteron f\u00fcr solche Auftritte braucht, sehr viel Testosteron. Unklar bleibt mir, warum man mitten im Lied die Instrumente wechselt. Kann der jeweils eine nur diese Gitarrengriffe bzw. Trommelabfolgen? Ich werde es nie erafhren.<br \/>\nWer ein lautes, wildes Indiepunkrock Konzert erleben m\u00f6chte, der ist bei <strong>Trail of dead<\/strong> hundertprozentig richtig aufgehoben. Kein Glamour, aber viel Arbeit. Zwar Emo, aber nie Pathos. Trail of dead sind eine der wenigen Bands, die so gekonnt Indiemelodien und Punk verkn\u00fcpfen, dass daraus kein fieser <strong>Rise against<\/strong> melodic hardcore entsteht. Mit \u201eAnother morning stoner\u201c schlie\u00dft sich der Kreis. \u201cWill you smile again\u201d zu Beginn und eben Stoner zum Schluss sind der perfekte Rahmen. Zwei wunderbare Rocksongs, die \u00dcberhits der Bands als Einstimmung und Abschluss eines tollen und sehr lauten Abends.<br \/>\nAls wir das Geb\u00e4ude 9 verlassen sind wir durchgeschwitzt. Es war warm an diesem Herbstabend. Drau\u00dfen, drinnen, im Herzen. \u00dcberall. An manchen Tagen braucht es so einen Abend.<br \/>\n<strong>Trail of dead<\/strong> sind eine sehr gro\u00dfe Band!<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Ode to Isis<br \/>\n02: Will you smile again?<br \/>\n03: Worlds apart<br \/>\n04: Lost songs<br \/>\n05: Up to infinity<br \/>\n06: Mistakes &amp; regrets<br \/>\n07. Blight takes all<br \/>\n08. Caterwaul<br \/>\n09. Relative ways<br \/>\n10: A perfect teenhood<br \/>\n11: Spiral Jetty<br \/>\n12: Weight of the sun (or the post-modern Prometheus)<br \/>\n13: Homage<br \/>\n14: Totally natural<br \/>\nZugabe:<br \/>\n15: Another morning stoner<br \/>\n16: Richter scale madness<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=107\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026and you will know us by the trail of dead \u2013 New York, 12.11.2006<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1193\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026and you will know us by the trail of dead \u2013 K\u00f6ln, 14.05.2009<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1317\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026and you will know us by the trail of dead \u2013 Bochum, 11.07.2009<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3137\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026and you will know us by the trail of dead \u2013 D\u00fcsseldorf, 27.03.2011<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3172\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026and you will know us by the trail of dead \u2013 Esch-Alzette, 13.04.2011<\/a><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=4354\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u2026 and you will know us by the trail of dead \u2013 Duisburg, 05.10.2012<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMachen die etwa Postrock?\u201c Viel Skepsis schwang in dieser Frage mit, die mir kurz vor dem Beginn des Maybeshewill Auftritts gestellt wurde. 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