{"id":3972,"date":"2012-04-25T19:31:07","date_gmt":"2012-04-25T17:31:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3972"},"modified":"2012-04-25T19:31:08","modified_gmt":"2012-04-25T17:31:08","slug":"maps-atlases-koln-24-04-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/maps-atlases-koln-24-04-2012\/","title":{"rendered":"Maps &#038; Atlases &#8211; K\u00f6ln, 24.04.2012"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/odonisodonis.com\/\" target=\"_blank\">Odonis Odonis<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3973\" title=\"Maps &amp; Atlases\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/1.jpg\" alt=\"\" width=\"670\" height=\"377\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/1.jpg 670w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/1-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 670px) 100vw, 670px\" \/><\/a>Es ist viel los in der Stadt an diesem Dienstag. f\u00fcr Chuck Prophet spielt im Blue Shell, die Stranglers (ja genau, die &#8222;Always the sun&#8220; Stranglers) im Luxor, Terry Hoax im MTC (ach je, die gibt&#8217;s noch!), Bernd Begemann im Gloria und Maps &amp; Atlases im guten Geb\u00e4ude 9. Letzteres ist das Konzert meiner Wahl und gleichsam eine berufliche Pflichtveranstaltung.<br \/>\nAls ausgebildeter Photogrammeter und fernstudierender Geoinformatiker sind r\u00e4umliche Daten und deren Abbildungen mein t\u00e4gliches Arbeitsbrot. Und wenn schon eine Band meine beruflichen Pflichten in ihrem Namen tr\u00e4gt (Bands mit Namen The Geodetics oder Projection: Ortho kenne ich nicht) muss ich sie nat\u00fcrlich unterst\u00fctzen.<br \/>\nVor 2 Jahren kaufte ich mir ihr Album \u201ePerch Patchwork\u201c und war entt\u00e4uscht. Puhh, diese Platte klang auf das erste H\u00f6ren folkig, f\u00fcr mich zu folkig und so landete sie kaum geh\u00f6rt im CD Regal und wurde nicht mehr angepackt. Als ich nun vor einigen Wochen die Konzertank\u00fcndigung las, packte mich trotz allem das Gef\u00fchl, mir die Mannen aus Chicago ansehen zu wollen. Je n\u00e4her der gestrige Tag r\u00fcckte, umso intensiver suchte ich nach Videos und neuem Material, h\u00f6rte und schaute mich um und entdeckte mal mehr mal weniger folkig aber interessante Melodien. Hatte ich mich etwa mit meiner Schnellschussmeinung \u00fcber \u201ePerch Patchwork\u201c geirrt? Sind Maps &amp; Atlases gar nicht so folkig wie mir der Rasputinbart des S\u00e4ngers Dave Davison vormachen wollte? Ich h\u00f6rte \u201ePerch Patchwork\u201c erneut und noch einmal und entdeckte vielschichtiges. Math-Rock, Math-Folk, das klang schon interessanter und ihr aktuelles Album, das letzte Woche ver\u00f6ffentlichte \u201eBeware and be grateful\u201c, best\u00e4tigte und erg\u00e4nzte den durch Internet-Suchmaschinen gewonnen Eindruck.<\/p>\n<blockquote><p>Auf \u201cBeware And Be Grateful\u201d bewegen sich Maps &amp; Atlases noch weiter weg vom Post- bzw. Mathrock, der ihre fr\u00fchen St\u00fccke pr\u00e4gte. Geblieben sind die technische Perfektion und die Spielfreude der vier Musiker. Dave Davison beschreibt den neuen Sound der Band so:<br \/>\n\u201cDas klingt vielleicht ein bisschen schwammig aber ich w\u00fcrde unsere Musik als Experimentalpop oder Progressive Pop bezeichnen. Es gibt so viele Untergenres, aber es ist im wesentlichen Experimentalpop.\u201d<br \/>\nDa verwundert es nicht, wenn man in Songs wie Remote And Dark Years Paul Simons Graceland zu h\u00f6ren meint oder sich mitunter an Peter Gabriel erinnert f\u00fchlt. (via detector.fm)<\/p><\/blockquote>\n<p>Na geht doch. Meine Neugierde stieg und die Freude auf den Abend wurde gr\u00f6sser.<br \/>\nWir verabredeten uns f\u00fcr gegen halb zehn am Geb\u00e4ude 9. Ein langer Arbeitstag und anderen Dinge lie\u00dfen es nicht zu, dass ich es p\u00fcnktlicher nach K\u00f6ln schaffen sollte. So kam es, dass wir mindestens eine der beiden Vorbands (n\u00e4mlich die Acedemies aus K\u00f6ln) verpassen sollten. Als wir die Halle bestraten, spielte die zweite Band des Abends, Odonis Odonis aus Kanada. \u201eDie Band spielt noch nicht lange\u201c, ich habe die Worte der Kartenverk\u00e4uferin am Eingang noch im Ohr, als die drei Musiker 5 Minuten oder drei Songs sp\u00e4ter ihre Gitarren abschnallten und zusammenpackten.<br \/>\n<!--more-->Was au\u00dfen durch die Fensterscheiben der ehemaligen Lagerhalle noch dr\u00f6hnig dumpf laut zu uns her\u00fcberschallte war drinnen nur noch laut. New Grunge, sag ich mal. Allerdings ist ein H\u00f6reindruck von 5 Minuten nicht sonderlich aussagekr\u00e4ftig. Die Band selbst beschreibt sich auf ihrer Homepage als<\/p>\n<blockquote><p>is a three-piece industrial surf-gaze outfit fronted by Dean Tzenos and backed by Jarod Gibson (Thighs) and Denholm Whale (Cartoons).<\/p><\/blockquote>\n<p>Passt auch.<br \/>\nWie steht es in Barcelona? Zu Beginn der zweiten Halbzeit gestatten wir uns intensive Blicke auf den Liveticker. 2:1 f\u00fcr Barca, eine erste \u00dcberraschung des Abends. Wie es dazu kam, was in den ersten 45 Minuten passierte fesselte uns die n\u00e4chsten Minuten.<br \/>\nNein, nein, wir waren aufmerksam und haben nichts vom Konzert verpasst, gegen 10 Uhr hie\u00df das B\u00fchnenprogramm noch Umbaupause. Schwieriger wurde es, als kurze Zeit sp\u00e4ter Maps &amp; Atlases auf die B\u00fchne kamen. Aber nicht unm\u00f6glich, alle 5 Minuten musste ein Fu\u00dfballupdate \u00fcber das Mobiltelefon aber sein: Torres f\u00fcr Drogba, Gelbe Karte f\u00fcr Meireles.<br \/>\nDie Maps &amp; Atlases spielten derweil Song Nr. 3.<br \/>\nGegen f\u00fcnf nach halb elf dann der letzte Blick auf den Liveticker, eine heimlich geballte Jubelfaust und von da an volle Konzentration auf die Musik.<br \/>\nWie beschreibe ich den Stil der Maps &amp; Atlases nachvollziehbar? Vielleicht schaffe ich es \u00fcber die Beschreibung der vier Musiker: Bassist Shiraz Dada, immer t\u00e4nzelnden Schrittes und mit hochgetragener Gitarre unterwegs, gibt die Foals und Friendly Fires Abteilung, Rauschebarttr\u00e4ger Dave Davison steht f\u00fcr Folk und Gitarrist \/ Keyboarder Erin Elders sowie Schlagzeuger Chris Hainey in Sweatshirts und casual wear repr\u00e4sentieren den 90er US Indie im Maps &amp; Atlases Sound.<br \/>\nDieses Gemenge beschreibt es gut und ich finde es immer wieder herrlich, wie treffend Schubladen und Klischees in die wirkliche Welt \u00fcbertragbar sind.<br \/>\nObwohl ich mir das aktuelle Album und auch den Vorg\u00e4nger in den letzten Tagen angeh\u00f6rt habe, erkenne ich im Laufe des Konzertes spontan nur einen Song: \u201ePigeon\u201c, ihren Hit. Was mir in der Konserve gar nicht so auffiel, mich aber live auf Konzertdauer sehr nervte war das Calypso-eske im Schlagzeug, dass in vielen St\u00fccken auftauchte. Das war mehr weltmusik-hibbelig als rock-hibbelig. Paul Simon habe ich oben schon zitiert und im nachhinein denke ich immer mehr, dass dieser Name zurecht in dem Artikel genannt wurde. Dabei werden Maps &amp; Atlases ja gerne als Math-Rock Band bezeichnet. So ganz m\u00f6chte ich dem nicht zustimmen, aber was bedeuten schon Schubladen und Kategorien?<br \/>\n\u201eEs war nicht so schlimm, oder?\u201c \u201eNein, besser als ich heute Mittag noch dachte.\u201c Maps und Atlases, das was ihr macht, kann man so machen.<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157629534307392\/\" target=\"_blank\">flickr photos<\/a><\/p>\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe width=\"1200\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RZY3S9_NhQ0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>(Ich weiss, die Tonqualit\u00e4t ist so la la.)<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzert:<\/strong><br \/>\n&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln Vorband: Odonis Odonis Es ist viel los in der Stadt an diesem Dienstag. f\u00fcr Chuck Prophet spielt im Blue 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