{"id":346,"date":"2007-11-28T20:35:24","date_gmt":"2007-11-28T19:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=346"},"modified":"2025-04-15T20:07:58","modified_gmt":"2025-04-15T18:07:58","slug":"the-national-koln-28112007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-national-koln-28112007\/","title":{"rendered":"The National &#8211; K\u00f6ln, 27.11.2007"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Prime Club, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>The National<\/strong> habe ich erst im Fr\u00fchjahr mit ihrem dritten Album <em>Boxer <\/em>kennengelernt. Etwas versp\u00e4tet also, denn vor <em>Boxer <\/em>haben sie schon drei Alben ver\u00f6ffentlicht. Einige Zeit dauerte es auch, bis sich mir das Album in voller Sch\u00f6nheit erschlossen hat. Nun ist es eines der Alben des Jahres.<br>Auf den Weg in den Prime Club zuckeln die <strong>Weakerthans <\/strong>leise in mein Ohr. Eine Band, die im weitesten Sinne gut zu <strong>The National <\/strong>passt. Die guten alten <strong>Swell <\/strong>w\u00e4re eine andere Band. Die fiel mir spontan w\u00e4hrend des Konzertes ein. Und ich glaube, der Vergleich passt ganz gut. Denn <strong>Swell <\/strong>sind trotz der musikalischen Andersartigkeit <strong>The National<\/strong> sehr \u00e4hnlich. Der Zug ist fast leer und ich schwanke noch wegen der R\u00fcckfahrt. 23.17 Uhr oder 0.17 Uhr ist die Frage. Aber morgen ist ja nur arbeiten.<br>Um viertel nach zehn betraten <strong>The National<\/strong> angenehm unaufgeregt die B\u00fchne. Von Beginn an wirkte alles und alle ruhig und ausgeglichen. Auffallend waren die langen Ruhepausen zwischen den einzelnen St\u00fccken. So als ob die volle Konzentration dem n\u00e4chsten Song galt. Sowohl bei der Band als auch beim Pubilikum. Von Anfang an war klar, das es ein guter Konzertabend wird. Der Prime Club, angenehm gef\u00fcllt aber wohl nicht ausverkauft, war von Anfang von der Musik gefangen. Die, die es nicht waren, wurden sp\u00e4testens mit \u201eMistaken for strangers&#8220;, das als 2. oder 3. St\u00fcck gespielt wurde, ein <strong>The National Opfer<\/strong>. Das Set war klug angelegt und je sp\u00e4ter der Abend wurde desto rockiger wurden <strong>The National <\/strong>und mutierten vollends zur Indie-Rock Band. Die B\u00fchnenpr\u00e4senz der New Yorker Band ist enorm. Ohne viel zu tun entwickelten sie eine Atmosph\u00e4re, der man nicht entkommen m\u00f6chte, und die nicht viele Musiker oder Bands hinbekommen. Die staubtrockenen und mit speziellem Humor gespickten Ansagen des S\u00e4ngers passten da voll ins Bild. (&#8218;Ich rechne es dir hoch an, dass du dir dieses Lied w\u00fcnscht. Unter den Publikumsw\u00fcnschen ist es mein Favorit. Aber wir spielen ihn nicht. Warum, weiss ich eigentlich nicht so genau, denn es ist ein gutes Lied. Und das du dir dieses w\u00fcnschst, spricht f\u00fcr dich.&#8216; So der Kommentar des S\u00e4ngers <strong>Matt Berninger<\/strong> auf einen Zuruf aus dem Publikum.) Hier pr\u00e4sentierte sich ein Band, die den Eindruck hinterliess, dass sie nichts beeindrucken kann und die einfach die Ruhe weg hat. Die einzelnen Songs entwickeln live gespielt ihre eigene Dramatik und Dynamik. Anders als auf Platte, wo sich die ganze Klasse erst nach mehrmaligem H\u00f6ren erschliesst und vier bis f\u00fcnf Durchl\u00e4ufe n\u00f6tig sind, bis es Klick macht und die Sperrigkeit und Dichtheit versanftet und verl\u00e4uft. Da wurde ich angenehm \u00fcberrascht. Denn ich war mir nicht sicher, ob es nicht ein anstrengendes Konzert werden w\u00fcrde. So eins mit zuviel Kopflastigkeit. Wurde es dann aber nicht. Stattdessen wurde es eine kurzweilige Veranstaltung, die richtig Spass machte. Jetzt kann ich auch verstehen, warum immer nur gutes \u00fcber die Livequalit\u00e4ten von <strong>The National <\/strong>berichtet wird.<br>Das Konzert dauerte gute anderthalb Stunden, in denen T<strong>he National<\/strong> einen sch\u00f6nen Querschnitt aus all ihren Alben pr\u00e4sentierte. H\u00f6hepunkte waren das schon erw\u00e4hnte \u201eMistaken for strangers&#8220;, \u201eFake empire&#8220; , \u201eAbel&#8220; und der gesamte Zugabenblock. Das B\u00fchnenbild bestand aus einem Lamettavorhang. Naja, ist ja bald Weihnachten.<br>Ich habe den Zug um 0.17 Uhr genommen. Heute ist ja nur arbeiten.<br>Uneingeschr\u00e4nkte Live-Empfehlung!!<\/p>\n\n\n\n<p>Zusatz: Pausengespr\u00e4che um mich herum. Thema: Die Schlechtheit der Vorbands. Haydn, die hier und heute er\u00f6ffneten wurden relativ schnell abgekanzelt als belanglos, langweilig und eindimensional. Einziger Pluspunkt die recht ordentliche Stimme des S\u00e4ngers, aus der er aber zu wenig mache. Unerreicht aber wohl die Vorband von <strong>LCD Soundsystem<\/strong>. Die waren so unertr\u00e4glich, dass man sogar das Geb\u00e4ude 9 verlassen musste, um es zu \u00fcberstehen (oder zu berleben?). Weitere Sequenzen handelten \u00fcber <strong>Interpol <\/strong>im Palladium, wie die <strong>Breeders <\/strong>klingende <strong>Blonde Redhead<\/strong> oder ehemalige Konzertbesuche im Underground, wo man schon Bands sah, die heute Millionen kennen.<br>Es war nicht langweilig gestern Abend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The National habe ich erst im Fr\u00fchjahr mit ihrem dritten Album Boxer kennengelernt. Etwas versp\u00e4tet also, denn vor Boxer haben sie schon drei Alben ver\u00f6ffentlicht. Einige Zeit dauerte es auch, bis sich mir das Album in voller Sch\u00f6nheit erschlossen hat. 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