{"id":3363,"date":"2011-09-13T17:26:52","date_gmt":"2011-09-13T15:26:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3363"},"modified":"2011-09-13T17:31:31","modified_gmt":"2011-09-13T15:31:31","slug":"waters-amsterdam-10-09-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/waters-amsterdam-10-09-2011\/","title":{"rendered":"Waters &#8211; Amsterdam, 10.09.2011"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ort:<\/strong> Paradiso, Amsterdam<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/farm7.static.flickr.com\/6157\/6143742461_203018f2ca.jpg\" alt=\"Waters - Amsterdam, 10.11.2011\" width=\"500\" height=\"281\" \/><\/p>\n<p>Was war das f\u00fcr eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung, als ich eines Abends auf der Homepage des Paradiso las, dass die amerikanischen Waters am gleichen Abend in Amsterdam auftreten werden, an dem auch die niederl\u00e4ndischen Bettie Serveert das Paradiso bespielen.<br \/>\n20.30 Uhr Bettie Serveert, 22.00 Uhr Waters. So gab es der Paradiso- Zeitplan vor. Das sollte passen, zumal der kleine Saal (hier war der Waters Auftritt angesetzt) ja nicht so weit von der Haupthalle weg sein kann. Wir zogen also schnell noch ein Onlineticket, und sahen dem Samstagabend mit zwei wundervollen Bands erwartungsvoll entgegen.<br \/>\nWaters ist die neue Band des ex- Port O\u2019Brien Mannes Van Pierszalowski. \u00dcber den R\u00fcckzug der drei anderen Bandmitglieder Cambria Goodwin, Tyson Vogel, Ryan Stively  und Gram Lebron und der damit verbundenen Aufl\u00f6sung der Band  informierten Port O\u2018Brien vor einigen Monaten auf ihrer Homepage. Seit 2005 schrieben Van und seine Freundin Cambria sch\u00f6ne Popsongs und ver\u00f6ffentlichten als Port O\u2019Brien insgesamt drei Alben.<br \/>\nDoch das war einmal, nun spielen Waters die Musik. Zusammen mit Nikolai Haukeland, Bruce Rognlien und Schlagzeuger Nicholas Wolch tourt Pierszalowski derzeit durch Europa. In Amsterdam seien sie jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen. Das stimmt, bereits im Juni spielten sie im Vorprogramm von Wyk Oake im Paradiso. Ab es auch seinerzeit der kleine Saal war, dass wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAn diesem Abend war es der kleine Saal, und der Konzertbeginn lag genau drei Minuten nach dem Ende des Bettie Serveert Konzertes in der gro\u00dfen Halle. So kamen immer noch vereinzelt Leute in den Saal, der \u00fcbrigens nicht viel gr\u00f6\u00dfer ist als ein Basketballfeld, als Waters bereits die ersten beiden Songs gespielt hatten.<br \/>\nDie Band aus Kalifornien, so stellte Van sie vor, steht kurz vor der Ver\u00f6ffentlichung ihre Deb\u00fctalbums \u201eOut of the light\u201c. Das gibt es in einigen Tagen zu kaufen und so war mir vor Konzertbeginn nur das vorab im Internet verteilte \u201eFor the one\u201c bekannt. Ich gestehe aber sofort, dass es mir dieser Song sehr angetan hat und der Hauptgrund war, mich f\u00fcr dieses Konzert zu interessieren.<br \/>\nDen Port O\u2019Brien Folk h\u00e4tte ich vielleicht noch so mitgenommen (da wir ja gerade eh im Klub waren). Den Waters rock von \u201efor the one\u201c mochte ich nach dem ersten H\u00f6ren, also war der Konzertbesuch absolute Pflicht. Wenn die Band noch mehr solcher Hits zu bieten hat, dann muss ich die kennen. Noch vor der Albumver\u00f6ffentlichung!<br \/>\nNun, es kam zwar nicht ganz so, aber viel fehlte nicht. Auch die anderen Waters Songs sind Rock, Westk\u00fcsten-Rock las ich gestern irgendwo, aber nicht ganz so eing\u00e4ngig und laut wie \u201eFor the one\u201c.<br \/>\nViel st\u00e4rker erinnerten sie mich an 80er Jahre Rock. Also mehr Bruce Springsteen als Nirvana (diese Referenz hab ich auch gestern gelesen).<br \/>\nSo zumindest mein Liveeindruck. Vielleicht stimmt der aber auch nicht und ich war nur geblendet durch die Gestik und das Gitarrenspiel von Nikolai Haukeland. Der Waters Gitarrist hatte sie n\u00e4mlich, die gro\u00dfen 80er Jahre Rockmomente: zugekniffene Augen und schmerzverzerrter Gesichtsausdruck beim Refraingesang, rei\u00dferische Gitarrenhaltung und ein Erscheinungsbild (Frisur), das mich spontan an John Cougar  Mellencamp und irgendeinen 80er Jahre Jungspundschauspieler, der Name f\u00e4llt mir gerade nicht ein, erinnerten. Es fehlte eigentlich nur noch die geballte Faust. Ganz gro\u00df!<\/p>\n<p>Musikalisch waren Waters jedoch nicht so kitschig, wie die Beschreibungen vermuten lie\u00dfen.  Mir gefielen die Songs (\u201eSan Fransisco\u201c und \u201eIf I run\u201c hie\u00dfen zwei) und so langsam glaube ich, dass Van Pierszalowski zu den besseren Songschreibern dieser Tage geh\u00f6rt. Wer sich musikalisch so umorientieren kann, und dabei wenig an Qualit\u00e4t einb\u00fcsst, der muss was auf  dem Kasten haben.<br \/>\nNach einer guten halben Stunde beendeten Waters ihren und unseren Konzertabend. Es war gerade viertel nach elf.<br \/>\nZum Abschluss spielten sie  &#8222;Mickey Mantle&#8220;. Akustisch und unplugged mitten im Zuschauerraum, ums\u00e4umt von 20 Leuten, die eifrig das \u201eForever\u201c im Refrain mitsangen.<\/p>\n<p>\u201eThanks for coming upstairs\u201c begr\u00fc\u00dfte uns Van zu Beginn des Konzertes. Das Treppensteigen hinauf in die zweite Etage des Paradiso hat sich mehr als gelohnt.<\/p>\n<p>Anmerkung:<br \/>\nWir waren vorschnell. Den Ticketkauf h\u00e4tten wir uns theoretisch schenken k\u00f6nnen. Es war so wie fr\u00fcher in gro\u00dfen Multiplex-Kinos. Ist der eine Film zu Ende und man ist noch im \u201eabgegrenzten\u201c Saalbereich, dann geht man einfach in einen anderen Kinosaal und schaut da weiter. Im Paradiso war der einzige Unterschied der, dass der neue Film, also Waters, erst begann, nachdem der alte aufgeh\u00f6rt hat. Unsere Tickets wurden nicht gecheckt. Umso erstaunlicher fand ich es, dass nicht mehr Leute den Weg hinauf in die 2. Etage gefunden haben. Und sei es nur zum Probeh\u00f6ren.<br \/>\nNein, wir waren nicht vorschnell. Praktisch war das Ticket nicht teuer und der Gegenwert enorm.<br \/>\nDaf\u00fcr zahl\u2019 ich gerne!<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\nFotos: <a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157627662009110\/\" target=\"_blank\">frank@flickr<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Paradiso, Amsterdam Vorband: &#8211; Was war das f\u00fcr eine sch\u00f6ne \u00dcberraschung, als ich eines Abends auf der Homepage des Paradiso las, dass die amerikanischen Waters am gleichen Abend in Amsterdam auftreten werden, an dem auch die niederl\u00e4ndischen Bettie Serveert das Paradiso bespielen. 20.30 Uhr Bettie Serveert, 22.00 Uhr Waters. 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