{"id":3290,"date":"2011-07-03T18:01:03","date_gmt":"2011-07-03T16:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=3290"},"modified":"2026-04-15T20:06:36","modified_gmt":"2026-04-15T18:06:36","slug":"rock-a-field-luxemburg-26-06-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/rock-a-field-luxemburg-26-06-2011\/","title":{"rendered":"Rock a Field &#8211; Luxemburg, 26.06.2011"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>Ort:<\/strong> Roeser, Luxemburg<br><strong>Bands:<\/strong> Die Fantastischen Vier, Arcade Fire, Elbow<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Arcade-Fire_27_Rock-a-field_26062011.jpg\" alt=\"Rock a Field - Luxemburg, 26.06.2011\" class=\"wp-image-17532\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Arcade-Fire_27_Rock-a-field_26062011.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Arcade-Fire_27_Rock-a-field_26062011-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>3 Bands, alles gut!<br>Das ist mein kurzes und leicht versp\u00e4tetes Fazit unseres Sonntagnachmittagsausflugs ins benachbarte Luxemburg zum wundersch\u00f6nen Ein-Tages-Festival Rock a Field.<br>Selbstverst\u00e4ndlich spielten in Luxemburg mehr als nur drei Bands, allerdings lagen diese au\u00dferhalb unseres Interessengebietes. <strong>Bullet for my valentine<\/strong>, <strong>Gaslight Anthem<\/strong>, <strong>De L\u00e4b<\/strong>; die lie\u00dfen wir bewusst links liegen. Auf die <strong>Arctic Monkeys<\/strong> verzichteten wir freiwillig (Montag ist ein Arbeitstag und die Nacht schon so viel zu kurz), auf <strong>Jimmy eat world<\/strong> unfreiwillig. Ihr relativ fr\u00fcher Slot (Festivalumgangssprache) und unser Zeitmanagement passten nicht \u00fcberein. Wir stiegen just in dem Moment aus dem Shuttlebus, in dem sie ihren letzten Song \u201eSweatness&#8220; spielten. Er bildete den Soundtrack f\u00fcr unseren Fu\u00dfmarsch durch den Roeser Wald zur Festivallichtung.<br>Auf dem Gel\u00e4nde angekommen standen wir dann etwas planlos im prallen Sonnenschein zwischen Getr\u00e4nkest\u00e4nden und Dixieklos. Eine f\u00fcr uns interessante Band gerade verpasst, zwei langweilige Bands vor Augen. Also schlichen wir \u00fcber das Gel\u00e4nde, lauschten hier, lachten da und warteten auf das Abendprogramm.<br>Ach ja, unsere abendlichen Favoriten hie\u00dfen <strong>Fantastischen Vier<\/strong>, <strong>Arcade Fire<\/strong> (die eigentlichen Favoriten) und <strong>Elbow<\/strong>.<br>In genau dieser Reihenfolge kamen sie auf die B\u00fchne. Da die <strong>Fanta Vier<\/strong> direkt vor <strong>Arcade Fire<\/strong> auftraten, bot sich mir endlich die Gelegenheit, die beste deutsche Hip-Hop Band live zu sehen. Vor gut 20 Jahren starteten die Stuttgarter ihre Karriere und brachten den Hip-Hop ins deutschsprachige Musikbewusstsein. Schreib ich jetzt einfach mal so, wohl wissend, dass es auch <strong>Advanced chemistry<\/strong> und andere Gruppen zu dieser Zeit gab und jede den Anspruch erhebt, deutschsprachigen Hip-Hop popul\u00e4r gemacht zu haben. Ein vortreffliches Streitthema.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1080002.jpg\" alt=\"Rock a Field - Luxemburg, 26.06.2011\" class=\"wp-image-17533\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1080002.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1080002-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Auf ihren ersten Quatsch Hit \u201eDie da\u201c verzichten <strong>Thomas D.<\/strong>, <strong>Michi Beck<\/strong>, <strong>And.Ypsilon<\/strong> und <strong>Smudo <\/strong>dankenswerterweise, auf alle anderen Hits aber nicht. Die Fantastischen Vier sind eine sichere Bank f\u00fcr ein Festival, egal welche musikalischen Schwerpunkt es hat. Sie schaffen es, das Publikum zu unterhalten, unabh\u00e4ngig davon, ob es Hop Hop mag oder dem Sprechgesang gleichg\u00fcltig gegen\u00fcbersteht. Mit ihrer B\u00fchnenerfahrung, ihren Hits, die alle kennen und der guten Eigenschaft, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen landen sie einen Sympathiepunkt nach dem anderen. Als <strong>Thomas D.<\/strong> bei seinem Solopart den Text vergisst und ihn erst nach vielen Sekunden wiederfindet, kommt Smudo lachend auf die B\u00fchne gerannt und fl\u00fcsterte dem wieder textsicheren <strong>Thomas D.<\/strong> etwas ins Ohr, ganz so, als ob er ihn wieder aus dem Rhythmus bringen m\u00f6chte.<br>Ich habe keine ausgesprochenen Fanta Lieblinge, allerdings habe ich mich gefreut, als sie \u201eTag am Meer\u201c gespielt haben. Es ist das einzige <strong>Fanta 4<\/strong> Lied, mit dem ich etwas verbinde. Vor vielen Jahren begleitete es mich durch viele Stunden meiner Berufsausbildung. Wir h\u00f6rten die CD <em>Die 4. Dimension<\/em> tagelang beim Sortieren von Loch- und Microfiche Karten im Keller des ausbildenden Vermessungsb\u00fcros.<br>Also ein Konzert mit Jugenderinnerung und im Ganzen eine unterhaltsame Stunde.<br>Nach dem Kauf von Essencoupons und einer luxemburgischen Wurst dann <strong>Arcade Fire<\/strong>. Ihr Konzert in der D\u00fcsseldorfer Philipshalle im Dezember letzten Jahres hatten wir wegen Schneechaos verpasst, Luxemburg war die lang ersehnte M\u00f6glichkeit, die kanadischen Grammygewinner wieder live zu sehen. Das gelang. Wir standen vorne rechts vor der B\u00fchne und hatten gute B\u00fchnensicht. Allerdings auch direkten Basskontakt mit den linken B\u00fchnenlautsprechern. Der Sound erschien uns eh schon schlecht ausgesteuert, aber durch unseren ung\u00fcnstigen Standpunkt hatten wir bei jedem Basslauf das Gef\u00fchl, gleich platzt das Trommelfell. Selbst der Schirm meiner Kappe schien zu vibrieren. Da halfen auch die guten Ohrenst\u00f6psel nicht lange, nach drei Songs mussten wir uns seitlich zur\u00fcckziehen. Da war es dann klanglich besser, aber lange noch nicht gut.<br>Im Laufe des Konzertes fiel mir auf, wie wenig <strong>Arcade Fire<\/strong> Songs ich wirklich kenne. Ich habe die Alben l\u00e4ngere Zeit nicht geh\u00f6rt, aber als in der Nachberichterstattung die Worte Best-of Show fielen, war ich verwundert. Das waren also, bis auf \u201eLaika\u201c und noch einen Song, alles Hits. Aha, dann bin ich tats\u00e4chlich aus dem <strong>Arcade Fire<\/strong> Kosmos geflogen. Und abgesehen davon, einige L\u00e4ngen sp\u00fcrte ich w\u00e4hrend der 90 Minuten schon.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"674\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Elbow_18_Rock-a-field_26062011.jpg\" alt=\"Rock a Field - Luxemburg, 26.06.2011\" class=\"wp-image-17534\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Elbow_18_Rock-a-field_26062011.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Elbow_18_Rock-a-field_26062011-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Das 2-B\u00fchnen Konzept auf Festivals ist an und f\u00fcr sich kein schlechtes. Ist die eine B\u00fchne fertig, kann man zur anderen gehen und dort weiterh\u00f6ren. So erlebte ich es bereits auf dem diesj\u00e4hrigen Mannheimer Open Air. Gerade mittelgro\u00dfe Festivals geben einem so die M\u00f6glichkeit, viele Bands zu sehen, ohne etwas zu verpassen. Keine Parallelbespielung, keine Entscheidungsn\u00f6te.<br>Wenn allerdings die Anfangszeiten der zweiten B\u00fchne quasi sekundengenau mit den Endzeiten der Konzerte auf der ersten B\u00fchne sind, dann bekommt der Zuschauer ein Problem. N\u00e4mlich dieses, rechtzeitig vor der zweiten B\u00fchne zu sein. Als <strong>Arcade Fire<\/strong> p\u00fcnktlich gegen 22.10 Uhr die B\u00fchne verlie\u00dfen, fingen <strong>Elbow <\/strong>auf der kleineren Nachbarb\u00fchne genauso p\u00fcnktlich ihr Set an. Selbst wenn wir gerannt w\u00e4ren, was uns fernliegt, h\u00e4tten wir die ersten Minuten <strong>Elbow <\/strong>verpasst. 10 Minuten Pause zwischen den B\u00fchnenauftritten w\u00e4re f\u00fcr alle besser gewesen. So aber verpassten wir die ersten Minuten des Herrn <strong>Guy Garvey<\/strong> und seinem Orchester. Der <strong>Elbow <\/strong>S\u00e4nger hatte eine siebenk\u00f6pfige Band mit aus Glastonbury auf den Kontinent gebracht. Genau wie die <strong>Wombats <\/strong>(diese junge-Leute Band, die wir nicht gesehen haben), <strong>Jimmy eat world<\/strong> und die <strong>Arctic Monkeys<\/strong> kamen die Mancunians direkt vom gr\u00f6\u00dften Festival der Welt ins kleine Luxemburg. In Glastonbury spielten <strong>Elbow <\/strong>auf der gro\u00dfen Pyramid Stage vor mehreren 10000 Besuchern, auf dem Rock a Field waren es vielleicht mehrere 100.<br>Oder um es schonungsloser auszudr\u00fccken: <strong>Elbow <\/strong>zogen zwischen <strong>Arcade Fire<\/strong> und den <strong>Arctic Monkeys<\/strong> nicht viele Leute vor die kleine B\u00fchne. Aber warum eigentlich nicht? Die Band ist toll, sie schreiben wundersch\u00f6ne Songs und wirken auf der B\u00fchne \u00fcberaus sympathisch. Dar\u00fcber hinaus passt <strong>Elbow <\/strong>hervorragend zur einbrechenden Nacht. Was will man also mehr!? Ich verstehe es nicht. Nun, vielleicht etwas essen oder sich auf die Monkeys vorbereiten oder was auch immer.<br>All denjenigen sei gesagt, sie haben ein wundersch\u00f6n ausgeglichenes, harmonisches Konzert verpasst.<br><strong>Elbow <\/strong>sind eine gro\u00dfe Band, zurecht Mercury Preis Gewinner und in Europa zu sehr untersch\u00e4tzt. Das muss sich \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist Elbow:<\/strong><br>01: The Birds<br>02: The Bones of You<br>03: Mirrorball<br>04: Neat Little Rows<br>05: Grounds for Divorce<br>06: The Loneliness of a Tower Crane Driver<br>07: Lippy Kids<br>08: Open Arms<br>09: One Day Like This<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2008\/06\/24\/rock-a-field-luxemburg-21062008\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rock a Field &#8211; Luxemburg, 21.06.2008<\/a><br>Rock a Field &#8211; Luxemburg, 28.06.2009 <a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2009\/06\/30\/rock-a-field-luxemburg-28062009\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 1<\/a>, <a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2009\/07\/01\/rock-a-field-luxemburg-28062009-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Teil 2<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/rock-a-field-luxemburg-28062009-3\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Teil 3<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3 Bands, alles gut!<br \/>\nDas ist mein kurzes und leicht versp\u00e4tetes Fazit unseres Sonntagnachmittagsausflugs ins benachbarte Luxemburg zum wundersch\u00f6nen Ein-Tages-Festival Rock a Field.<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich spielten in Luxemburg mehr als nur drei Bands, allerdings lagen diese au\u00dferhalb unseres Interessengebietes. 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