{"id":2827,"date":"2010-11-29T21:03:02","date_gmt":"2010-11-29T19:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=2827"},"modified":"2010-11-29T21:32:19","modified_gmt":"2010-11-29T19:32:19","slug":"the-pains-of-being-pure-at-heart-koln-28-11-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-pains-of-being-pure-at-heart-koln-28-11-2010\/","title":{"rendered":"The pains of being pure at heart &#8211; K\u00f6ln, 28.11.2010"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Ort:<\/strong> Luxor, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4085\/5218125051_ed5c7c8fca.jpg\" alt=\"The pains of being pure at heart - K\u00f6ln, 28.11.2010\" width=\"500\" height=\"281\" \/><\/p>\n<p>Im Sommer des letzten Jahres waren sie der letzte hei\u00dfe Schei\u00df. Das Luxor war knackevoll, die Erwartungshaltung hoch, die Stimmung euphorisch.<br \/>\n&#8222;The Pains of being pure at heart&#8220; hatten gerade ihr Deb\u00fct ver\u00f6ffentlicht und galten als die letzte Rettung f\u00fcr ambitionierten Twee-Pop.<br \/>\nSehr zu recht, denn ihr Album \u201eThe Pains of being pure at heart\u201c ist eine Ansammlung von Hits. Damit hatten die vier einen Ma\u00dfstab gesetzt, der h\u00f6her kaum sein kann und der sie in den n\u00e4chsten Monaten auf alle wichtigen Festivals und in alle wichtigen Konzertst\u00e4dte dieser Welt chauffierte.<br \/>\nEnde letzten Jahres erschien ihre zweite EP, nicht minder schlecht. Das n\u00e4chste Album, \u201eBelonging\u201c, wird f\u00fcr 2011 erwartet.<br \/>\nMittlerweile ist der gro\u00dfe Hype weg, die Band machte sich rar, tourte viel in den USA und in Japan und war in Europa \u201enur\u201c auf dem ein oder anderen Festival zu sehen. Und sehr oft in Spanien. Im grauen Herbst nun steht eine kleine Mitteleuropatour an, und K\u00f6ln war wiederum dabei.<br \/>\nF\u00fcr mich also keine Frage, kurz vorbeizuschauen und mich in Sachen \u201eThe Pains of being pure at heart\u201c Schaffenswerk updaten zu lassen. So ganz bin ich da n\u00e4mlich nicht auf dem laufenden. Also, ein Album, zwei EPs, soweit habe ich nichts verpasst.<br \/>\n<!--more-->Zwei neue Singles sind im Laufe des Jahres hinzugekommen, &#8222;Say No to Love &#8220; und &#8222;Heart in your heartbreak&#8220;. Man m\u00f6ge mich jedoch verbessern, wenn ich Unsinn schreibe.<br \/>\nBeide Songs spielten sie auch gestern Abend. Kip Berman k\u00fcndigte sie als \u201eneue Songs\u201c an.<br \/>\nDas war so nach ungef\u00e4hr vierzig Minuten, der Abend damit schon fast um.<\/p>\n<p>Es war eines dieser typischen Sonntagskonzerte. Der Tag schlurfte so vor sich hin, famili\u00e4re Verpflichtungen hielten mich auf Trab und von gepflegtem Wohnen war weit und breit nichts zu sehen. Die nachmitt\u00e4gliche Terminfahrt war schon l\u00e4nger bekannt und hindert mich nicht daran, eine abendliche Konzertveranstaltung mitzunehmen. Aber wie solche Tage nun mal sind, scheint vorher noch alles ganz klar und locker zu bew\u00e4ltigen, ist der Tag selbst ganz anders. Je sp\u00e4ter der Nachmittag,  desto schwerf\u00e4lliger werde ich und die Gedanken an einen m\u00f6glichen Tatort im TV immer wahrscheinlicher.<br \/>\nLetztes Wochenende gab ich kleinlaut nach, fuhr den abendlichen Weg aus der alten Heimat direkt durch bis in die neue Heimat. Ich nahm mir vor, das dieses Mal nicht zu tun.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise siegte an diesem Tag meine Neugierde auf die Band. Und meine Lust, wieder ein Konzert zu besuchen.<br \/>\nAls ich p\u00fcnktlich um neun am Luxor auflief, war kein Betrieb auf dem B\u00fcrgersteig. Das ist sehr ungew\u00f6hnlich, denn eigentlich stehen hier noch die Raucher und Flaschenbiertrinker beisammen und zuckeln an ihren Drogen. Ich schob ihre Abwesenheit auf die K\u00e4lte, war jedoch gleichzeitig irritiert, weil ich auch keinen Tourbus vor dem Luxor entdeckte.<br \/>\nDas wird doch nicht?!<br \/>\nNein, das Konzert war nicht abgesagt oder verlegt worden. Der Tourbus parkte nur nicht auf dem Tourbusparkplatz und die Leute waren schon drinnen.<br \/>\nWer bis jetzt immer noch glaubte, &#8222;The pains of being pure at heart&#8220; seien angesagt, der wurde sp\u00e4testens jetzt eines besseren belehrt. Halb voll war das Luxor, und vom ehemaligen Hype lange nichts mehr zu sp\u00fcren. Ein sehr durchmischtes und etabliertes Indiepublikum wartet auf die Band.<br \/>\nSchnell war klar, eine Vorband gibt es heute Abend nicht, und so zog sich die Zeit, bis die New Yorker, live immer noch erg\u00e4nzt durch \u201eGermany\u2019s most exciting export\u201c Chris Hocheim, gegen zehn Uhr die B\u00fchne betraten.<br \/>\nUnd dann musste ich grinsen. Was f\u00fcr ein T-Shirt trug S\u00e4nger Kip Berman da? Ein Belle and Sebastian Shirt. Mensch, diese Band verfolgt mich seit Wochen. Und ich finde die nicht einmal sonderlich toll! Aber sie ist immer irgendwo: Im letzten Urlaub, im zuk\u00fcnftigen (?) Urlaub, im Netzwerk, in der Zeitung. Ist denn im Moment Belle and Sebastian Zeit? Es sieht so aus.<\/p>\n<p>Bei den Pains hat sich musikalisch erwartungsgem\u00e4\u00df nichts ge\u00e4ndert. Von Beginn an, \u201eThis love is fucking right!\u201c, sch\u00f6nster Twee-Pop in all den Farben, die ich gerne habe. Gro\u00dfartig!<br \/>\nDas l\u00e4stige Referenzengeeiere a la \u201eklingen wie ..\u201c spar ich mir. Mittlerweile sollte jeder Wissen, wie die Pains klingen oder falls nicht, kann er es <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/meinzuhausemeinblog.blogspot.com\/2009\/05\/pains-of-being-pure-at-heart-paris.html \" target=\"_blank\">hier<\/a> nachlesen. Zuz\u00fcglich eines sehr interessanten Gedankenaustausches \u00fcber die Qualit\u00e4t der Band.<br \/>\nIch m\u00f6chte es so schreiben: \u201eThe pains of being pure at heart\u201c sind toll. Zwar trifft der S\u00e4nger nicht jeden Ton, aber die Gesangsqualit\u00e4ten sind nicht ein entscheidendes K.O. Kriterium einer Band. Dazu geh\u00f6rt viel mehr. Ihre luftig lockeren und so herrlich altbacken klingenden Gitarren sind einfach grandios. Die reissen alles raus. Egal was. Diese Melodien, diese Riffs zaubern mir ein so herrlich molliges Gef\u00fchl in den Magen, dass ich all den Bands, die sich bereiterkl\u00e4rt haben, Shoegaze, Dreampop oder Twee in die Jetztzeit zu retten, gar nie b\u00f6se sein kann.<\/p>\n<p>Und wie schrieb ich vor vierzehn Monaten:<br \/>\n\u201eIch wiederhole mich nur zu gern: \u201eThe pains of being pure at heart\u201c sind eine wundervolle Band, ihre Konzerte unbedingt empfehlenswert.\u201c<br \/>\nDabei bleibt es!<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\nFotos: <a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157625494198278\/\" target=\"_blank\">frank@flickr<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2009\/06\/05\/the-pains-of-being-pure-at-heart-koln-05062009\/\" target=\"_blank\">The pains of being pure at heart \u2013 K\u00f6ln, 05.06.2009<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Luxor, K\u00f6ln Vorband: &#8211; Im Sommer des letzten Jahres waren sie der letzte hei\u00dfe Schei\u00df. 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