{"id":22012,"date":"2026-11-08T12:45:59","date_gmt":"2026-11-08T11:45:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=22012"},"modified":"2026-11-08T13:05:35","modified_gmt":"2026-11-08T12:05:35","slug":"the-boo-radleys-luettich-24-10-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-boo-radleys-luettich-24-10-2026\/","title":{"rendered":"The Boo Radleys &#8211; L\u00fcttich, 24.10.2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ort:<\/strong> Reflektor, L\u00fcttich<br><strong>Vorband:<\/strong> Pop Crimes<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379-1100x619.jpg\" alt=\"The Boo Radleys - L\u00fcttich, 24.10.2026\" class=\"wp-image-22014\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/11\/DSC02379.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4hnlich wie <strong>Teenage Fanclub<\/strong> spielten in den 1990er Jahren auch <strong>The Boo Radleys<\/strong> nie um die Champions League Pl\u00e4tze mit. Sie geh\u00f6rten, wie die <strong>Bluetones<\/strong>, <strong>Shed Seven<\/strong> und viele andere mehr zur zweiten Garde an Britbands, die hier und da zwar f\u00fcr Furore sorgten, aber nie durchg\u00e4ngig gro\u00dfen Erfolg hatten. Das \u2018hier und da\u2019 der <strong>The Boo Radleys<\/strong> war definitiv \u201eWake up Boo!\u201c. Ein Song, ihr einziger, der es in die Top10 geschafft hat und der die Band auch auf dem Kontinent bekannt machte. Ansonsten war nicht viel, auch wenn der Einfluss auf sp\u00e4tere Britpop oder Cool Britannia-Gr\u00f6\u00dfen, und das eint sie wiederum mit z. B. <strong>Teenage Fanclub<\/strong>, durchaus da war. Habe ich zumindest im Internet gelesen, ist mir aber nicht wichtig. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tag begann sonnig. Ausflugswetter, das intensiv f\u00fcr einen erweiterten Stadtbummel genutzt wurde. Das Stadion von Standard L\u00fcttich wollte ich immer schon mal sehen. Check. Boulets \u00e0 la li\u00e9geoise und Frites hatte ich an diesem Tag auch noch nicht, auch das musste sich \u00e4ndern. Check. Tag zwei in L\u00fcttich bringt die zweite Britband am Abend und so stehen wir dann um 20 Uhr wohlgen\u00e4hrt am Reflektor. Wie viele Leute werden hier wohl auflaufen? Ich meine <strong>The Boo Radleys<\/strong> ziehen doch h\u00f6chstens Stammpublikum aus den 1990er Jahren. Nat\u00fcrlich tun sie das, der Altersdurchschnitt ist entsprechend und die Zahl der Besucher im Reflektor ist dann doch ordentlich hoch. Knapp zur H\u00e4lfte ist der Saal gef\u00fcllt und das Interesse liegt damit in \u00e4hnlichen Dimensionen wie beim gestrigen <strong>Teenage Fanclub<\/strong> Konzert. <br>Das <strong>The Boo Radleys<\/strong> Konzert im Reflektor ist ihr allererstes Konzert in Belgien und eines der ersten Konzerte auf dem Kontinent seit ihrer Reunion vor drei oder vier Jahren. So genau habe ich das nicht auf dem Schirm, genauso wie ich die <strong>The Boo Radleys<\/strong> seit ca. 25 bis 30 Jahren nicht mehr auf dem Schirm hatte. Warum auch, die Band hatte sich nach durchaus guten Platten Ende der 1990er Jahren aufgel\u00f6st und alle Musiker waren komplett von der Bildfl\u00e4che verschwunden.\u00a0Eigentlich blieb nur \u201eWake up Boo!\u201c als quasi existenzbeweis der Band im musikalischen Mainstreamged\u00e4chtnis. Der Song tauchte gerne immer mal wieder in den wdr2 und swr3 Radiorubriken \u2018das Beste aus den 90ern\u2019 und so auf. Dabei ist es nat\u00fcrlich fahrl\u00e4ssig, <strong>The Boo Radleys <\/strong>nur auf diesen einen Song zu reduzieren. Die Band ist nicht, wie die <strong>4 Non Blondes<\/strong> ein one-hit wonder. Da gibt es schon noch ein paar sehr gute Songs mehr. Und die klingen dann nicht nach Powerpop und gute Laune Song, sondern sind eher gitarrenlastig und leicht shoegazig. \u201eLazarus\u201c, oder \u201eLazy day\u201c haben so rein gar nichts mit dem leichten und poppigen \u201eWake up Boo!\u201c gemeinsam. Aber f\u00fcr viele sind <strong>The Boo Radleys<\/strong> eben haupts\u00e4chlich \u201eWake up, Boo!\u201c. Ist ja auch ein Spitzensong, der in Sachen Unbeschwert-Pop locker in einer Linie mit \u201eAlright\u201c von <strong>Supergrass <\/strong>oder \u201eCountry House\u201c von <strong>Blur<\/strong> steht. Soviel dazu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pop Crimes<\/strong> aus Frankreich er\u00f6ffnen vor vielleicht 50 Leuten den Abend. Die vier Jungs spielen ein \u00fcberraschend sch\u00f6nes, rockiges Set. Shoegaze, Post-Punk. Es macht Spa\u00df zuzuh\u00f6ren und die Band h\u00e4tte durchaus mehr als die wenigen Besucher verdient. L\u00e4uft es f\u00fcr <strong>Pop Crimes<\/strong> gut, sehen wir sie vielleicht auf kleineren, gut kuratierten Festivals wieder; ich denke da an das Out of the Crowd oder an das Sonic City.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Umbaupause f\u00fcllt sich das Reflektor. Mit Menschen und Vierbeinern. Es taucht auf einmal ein Hund auf. Etwas verwirrt l\u00e4uft er durch das Reflektor, spielt mit den Schatten an der Wand und macht auch sonst einen irren Eindruck. Irgendwann ist er verschwunden, wie und mit wem er in Club gekommen ist, keine Ahnung. Er verpasst allerdings ein sehr sch\u00f6nes <strong>The Boo Radleys<\/strong> Konzert. <br>Die Band ist bis auf den ehemaligen Co-Songschreiber und Gitarristen <strong>Martin Carr<\/strong> in Ursprungsbesetzung am Start: der immer grinsende und sichtlich gut gelaunte S\u00e4nger <strong>Simon Rowbottom<\/strong>, Bassist <strong>Tim Brown<\/strong> und Schlagzeuger <strong>Rob Cieka<\/strong> werden unterst\u00fctzt von einem weiteren Gitarristen (<strong>Louis Smith<\/strong>)und ab und an von einem Trompetenspieler\u00a0(<strong>Nick Etwell<\/strong>). Die Trompete ist ja durchaus ein Signature-Ding im Sound der <strong>The Boo Radleys<\/strong>. <br>Wie erw\u00e4hnt, seit ein paar Jahren spielen <strong>The Boo Radleys<\/strong> wieder Konzerte und machen neue Musik. Das aktuelle Album der Band nennt sich <em>In spite of everything<\/em>, es ist bereits ihre dritte Platte aus den 2020er Jahren. Im letzten Jahr spielten sie erstmals seit Jahrzehnten wieder Konzerte auf dem Kontinent; in Frankreich und einen Gig in Amsterdam. Auch in diesem Jahr liegt der Focus ihrer kleinen Herbsttour auf Frankreich. Das Konzert in L\u00fcttich ist ihr einziges Konzert \u00f6stlich von Frankreich und f\u00fcr mich die Gelegenheit, <strong>The Boo Radleys<\/strong> live zu sehen. Warum die Band so Frankreich-affin ist, wei\u00df ich nicht. Vielleicht waren sie in den 1990er Jahren dort gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Live: The Boo Radleys - Lazy day\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/In9j2ZLWUdQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Reflektor spielen <strong>The Boo Radleys<\/strong> drei neue Songs, die \u00fcbrige Setlist besteht aus Reminiszenzen an die fr\u00fchen Jahre. Songs von <em>Everything&#8217;s alright forever <\/em>bis <em>Kingsize<\/em> dominieren den Abend: \u201eWish I was skinny\u201c h\u00e4tte ich mir fr\u00fcher auch gew\u00fcnscht, \u201eLazy day\u201c, dieser knapp 2-min\u00fctige Smash Hit, \u201eComb your hair\u201c, das mich an die <strong>Bluetones <\/strong>denken l\u00e4sst. Es ist die Zeit zwischen 1992 und 1998, als Gitarrenmusik so extrem abwechslungreich und vielschichtig war. Und ich merke, dass ich neben \u201eWake up Boo!\u201c auch noch andere &#8211; in meinem Kopf l\u00e4ngst vergessene <strong>The Boo Radleys<\/strong> Songs &#8211; kenne. Wie interessant doch so ein Musikged\u00e4chtnis funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehrlich gesagt, mit so viel \u2018ach, kenn ich ja\u2019 Augenblicken hatte ich gar nicht gerechnet. Umso sch\u00f6ner, diese Momente zu erleben. Das Konzert wird dadurch enorm kurzweilig und ja, es war grunds\u00e4tzlich eine verdammt gute Entscheidung, die beiden Konzerte in L\u00fcttich mitzunehmen. <strong>Teenage Fanclub<\/strong>, das zeigte der gestrige Abend, gehen eigentlich immer und ja, die <strong>The Boo Radleys<\/strong>, die habe ich untersch\u00e4tzt. Tolle Band, tolles Konzert. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Setlist:<\/strong><br>01: C&#8217;mon kids<br>02: Comb your hair<br>03: Barney (\u2026and me)<br>04: Living is easy<br>05: Find the answer within<br>06: From the bench at Belvidere<br>07: How was I to know<br>08: Oh brother<br>09: Wake up Boo!<br>10: Firesky<br>11: King Budgie<br>12: Kingsize<br>13: Wish I was skinny<br>14: Spaniard<br>15: Lazy day<br>16: Bring them back again<br>17: I hang suspended<br>18: What&#8217;s in the box? (See watcha got)<br>19: Lazarus<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie Teenage Fanclub spielten in den 1990er Jahren auch The Boo Radleys nie um die Champions League Pl\u00e4tze mit. Sie geh\u00f6rten, wie die Bluetones, Shed Seven und viele andere mehr zur zweiten Garde an Britbands, die hier und da zwar f\u00fcr Furore sorgten, aber nie durchg\u00e4ngig gro\u00dfen Erfolg hatten. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22013,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"\u00c4hnlich wie Teenage Fanclub spielten in den 1990er Jahren auch The Boo Radleys nie um die Champions League Pl\u00e4tze mit. 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