{"id":21856,"date":"2026-09-10T19:33:44","date_gmt":"2026-09-10T17:33:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=21856"},"modified":"2026-09-10T19:55:08","modified_gmt":"2026-09-10T17:55:08","slug":"billy-corgan-bruessel-04-09-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/billy-corgan-bruessel-04-09-2026\/","title":{"rendered":"Billy Corgan &#8211; Br\u00fcssel, 04.09.2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ort:<\/strong> Bozar, Br\u00fcssel<br><strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01-1100x619.jpg\" alt=\"Billy Corgan - Br\u00fcssel, 04.09.2026\" class=\"wp-image-21857\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/DSC00286_01.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Live: A Night of Mellon Collie and infinite Sadness<\/em> featuring <strong>Billy Corgan<\/strong>. Als diese Konzertank\u00fcndigung die Runde macht, klang es nach einem tollen Konzertabend. In einer Handvoll St\u00e4dte plante <strong>Billy Corgan<\/strong>, das Album mit Symphonieorchester und Chor aufzuf\u00fchren. Eine kleine Rockoper quasi; nur ohne Schauspiel. Rotterdam, Antwerpen, Paris und Madrid waren die Orte der Wahl. Und nat\u00fcrlich waren die Tickets f\u00fcr die Veranstaltungen ratzfatz ausverkauft. So kamen Zusatzshows am Nachmittag in Rotterdam und Antwerpen dazu, und ein paar Tage sp\u00e4ter auch ein weiteres Konzert im Bozar in Br\u00fcssel. Zack, das passte und schnell waren die Tickets f\u00fcr diesen Freitagabend gekauft. Oh ha, was mag das geben? Wie wird das sein? Eine gewisse Vorfreude baute sich nach dem Kartenkauf schnell auf. Wie werden die Songs interpretiert werden? Wie wird das ablaufen? Oder ist das alles ein ganz gro\u00dfer aufgeblasener Mist, der nur ein paar Kr\u00f6ten in die <strong>Corgan<\/strong>\u2019schen Taschen sp\u00fclt? Ich hatte null Vorstellungen und Ideen dar\u00fcber, was dieser Konzertabend bringen m\u00f6ge. <br>In den n\u00e4chsten Tagen und Wochen suchte ich nicht nach Shows im Internet; das hatte ich irgendwie vergessen. Denn das Orchesterding ist nicht neu. Bereits im letzten Jahr, zum 30-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um von <em>Mellon Collie and infinite Sadness<\/em>, gab es allein sieben solcher Auftritte im Lyric Opera House in Chicago. In diesem Sommer, also zum 31. Jubil\u00e4um von <em>Mellon Collie and infinite Sadness<\/em> ist es dann erstmals &#8211; und sicher auch das einzige Mal &#8211; in Europa zu sehen und zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie <strong>Billy Corgan<\/strong> auf die Idee gekommen ist, das Album im Orchesterrahmen auff\u00fchren zu lassen, wei\u00df ich nicht. Allerdings &#8211; und das kann niemand bestreiten &#8211;\u00a0 ist <em>Mellon Collie and infinite Sadness<\/em> wie geschaffen f\u00fcr Bombast- und Orchestersounds. Denn alles an diesem Album ist dramatisch opulent. Das Cover, das Booklet, die Melodien, die Anzahl der Songs. Ich hatte immer den Eindruck, dass die <strong>Smashing Pumpkins<\/strong> <em>Mellon Collie and infinite Sadness<\/em> ist f\u00fcr etwas Gr\u00f6\u00dferes ausgelegt hatten. Hier ging es nicht nur um Schrammelgitarren wie auf <em>Gish <\/em>und den Indiepoprock von <em>Siamese Dreams<\/em>. Hier ging es um mehr und vielleicht war es heimlich schon immer eine Idee, das Album orchestral mit allem Zipp und Zapp zu vertonen. <br>Und ehrlich gesagt ist das auch das Problem, das ich mit diesem Doppelalbum habe. Genau diese Wucht und Opulenz gefiel mir seinerzeit nicht so gut. Und so wurde <em>Mellon Collie and infinite Sadness <\/em>das Album, mit dem unsere Wege ein bisschen auseinanderliefen. <em>Siamese Dreams<\/em> und der verschrobene Indiesound waren viel mehr meins. Daf\u00fcr liebte ich die <strong>Smashing Pumpkins<\/strong>. Der Sound auf <em>Mellon Collie And Infinite Sadness<\/em>, so fand ich, stand ihnen gar nicht gut. Die Prog-Rock Gitarren, die teils sehr langen Songs. Nein, das war\u2019s nicht. Bis auf die nach klassischen <strong>Smashing Pumpkins<\/strong> klingenden \u201eTonight, tonight&#8220; und \u201e1979\u201c passte mir nichts so richtig in den Kram. Selbst \u201eZero\u201c und \u201eBullet with butterfly wings\u201c, die anderen Hits des Doppelalbums, waren mir zu glam- und progrockig. Das Konzept hinter dem Konzeptalbum verstand ich wohl nicht so ganz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soweit, so gut. <br>Drei Tage vor dem Konzert in Br\u00fcssel bem\u00fchte ich mich um erste Hintergrundinformationen zum Konzert. Und prompt kamen erste Fragezeichen, als ich mir die Setlist der Rotterdam Veranstaltungen anschaute: wieso steht hinter f\u00fcnf Songs die Erg\u00e4nzung \u2019with <strong>Billy Corgan<\/strong>\u2019? Klar singt er diese Songs, aber doch auch alle anderen. Oder etwa nicht? Bisher hatte ich auch nur Videos mit <strong>Billy Corgan<\/strong> in Orchesterbegleitung gesehen, also was ist da los!? Ich recherchierte intensiver und stellte fest, dass ich scheinbar immer Videos zu den gleichen Songs gesehen hatte. Songs, bei denen <strong>Billy Corgan<\/strong> auf der B\u00fchne steht. Und dann wurde mir irgendwann klar, <strong>Billy Corgan<\/strong> ist nur einer von vier oder f\u00fcnf S\u00e4nger*innen, die die Songs pr\u00e4sentieren. Na toll, das ist ja eine Nummer. Warum steht das nirgendwo deutlich? Die Bozar Homepage schreibt nur von<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Billy Corgan \u2014 the legendary frontman and creative force behind The Smashing Pumpkins \u2014 will come to Bozar for an exclusive concert with a unique orchestral interpretation of The Smashing Pumpkins&#8216; landmark 1995 double album Mellon Collie and the Infinite Sadness. Blending rock, classical music, cinematic visuals and symphonic arrangements, A Night of Mellon Collie and Infinite Sadness promises to be a unique live experience \u2014 a rare opportunity to discover the iconic album live in a set-up like never seen before.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oh Billy, oh Billy. Ein bisschen bin ich entt\u00e4uscht. Meine Vorfreude erhielt eine deutliche Delle. Das hatte ich mir doch ein bisschen anders vorgestellt. \u2018Hoffentlich regnet nicht auch noch auf dem Weg zum Bozar\u2019, dachte ich nachmittags. Dann w\u00e4re der Abend komplett. <br>Auf dem 20-min\u00fctigen Weg vom Hotel zum Bozar bleibt es dann allerdings trocken und nat\u00fcrlich steigt meine Neugierde wieder, je n\u00e4her wir dem Theater kommen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mellon Collie and the Infinite Sadness (abgek\u00fcrzt: MCIS) ist, nach zwei regul\u00e4ren Studioalben und einer B-Seiten-Sammlung, das dritte regul\u00e4re Studioalbum der Smashing Pumpkins. Der Musikstil ist breit gef\u00e4chert und wechselt zwischen Thrash Metal, melodi\u00f6sen, barock anmutenden Pop-Songs, Artrock, Grunge und akustischen Balladen.<\/p>\n<cite>Wikipedia<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">sage nicht ich, sagt Wikipedia. Im Oktober vor 31 Jahren wurde das Album ver\u00f6ffentlicht. Laut <strong>Billy Corgan<\/strong> sollte es das <em>The Wall<\/em> der 1990er Jahre werden. Nun ja, ob ihm das gegl\u00fcckt ist, in der Nachbetrachtung muss man wohl sagen eher nein. Es wurde schlie\u00dflich eine Doppel-CD mit 28 Songs. Als 4-er CD-Set gibt es aktuell eine Geburtstagsedition zu kaufen. <br>Nat\u00fcrlich spielt das Ensemble nicht alle 28 Songs. Es werden 20 Songs, aufgeteilt in zwei Sets mit einer knapp halbst\u00fcndigen Pause dazwischen. E-Musik like. <br>Das Foyer des Bozars f\u00fcllt sich rasch mit \u00e4lteren Herren, die <strong>Smashing Pumpkins<\/strong> T-Shirts tragen. Hatte ich nicht auch mal so ein gr\u00e4uliches Zero T-Shirt? Glaube ja. Insgeheim frage ich mich, ob jeder hier genau dar\u00fcber informiert ist, wie der Abend abl\u00e4uft. Wenn ich so ein bisschen links und rechts lausche, habe ich Zweifel. Gut, da bin ich mal auf die Reaktionen danach gespannt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bozar ist ein sehr sch\u00f6ner, mittelgro\u00dfer Konzertsaal mitten in Br\u00fcssel. Die Beinfreiheit ist ein wenig eingeschr\u00e4nkt, aber das ist ja meistens in \u00e4lteren Theatern der Fall. Au\u00dfer, man sitzt in der ersten Reihe. Und da sitzen wir.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470-1100x619.jpg\" alt=\"Billy Corgan - Br\u00fcssel, 04.09.2026\" class=\"wp-image-21860\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/PXL_20260904_193748470.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Sitzplatz in Reihe 1 klingt grunds\u00e4tzlich gut und normalerweise nicht zu toppen. Im Bozar ist die B\u00fchne von Reihe eins aus weniger als 1 m entfernt, n\u00e4her dran kann man in einem E-Musikhaus nicht sitzen. Sitzt man aufrecht, hat man bei geraden Blick direkte Sicht auf die F\u00fc\u00dfe der Protagonisten. Eigentlich okay und perfekt. Eigentlich. Mein Sitzplatz ist allerdings vor einer Monitorbox, die mir den Blick auf die direkt vor mir sitzenden Kontrabassistinnen versperrt. Da die B\u00fchne gef\u00fchlt mit 100 St\u00fchlen und Notenst\u00e4ndern f\u00fcr gef\u00fchlt 200 Musiker*innen vollgestopft ist, ist es mir \u00fcberhaupt nicht m\u00f6glich, einen kompletten \u00dcberblick zu bekommen. Den Chor in den hinteren Reihen sehe ich fast gar nicht. Anyway, immerhin konnte ich das Schuhwerk der K\u00fcnstler*innen ausgiebig inspizieren. Und ich sage mal so, manch Musiker*in beweist hier durchaus Mut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem letzten Gong dauert es ein paar Augenblicke, bis alle Musiker*innen ihre Pl\u00e4tze eingenommen haben, bevor als letztes vor dem Dirigenten die erste Geige auf die B\u00fchne kommt und ein kleines Intro spielt. Ich hatte erwartet, dass nun der Meister <strong>Billy Corgan<\/strong> h\u00f6chstselbst auf die B\u00fchne kommt und uns in den Abend einf\u00fchrt. Vielleicht ein paar Worte zum Ablauf, ein paar Worte zum Album und eine kurze Vorstellung der Musiker*innen. Macht er aber nicht und so muss ich nach dem Konzert selbst googeln: Das Kammerorchester ist das <strong>CASCO Phil<\/strong> (ehemals Belgian Chamber Philharmonic) Orchester unter der Leitung des Dirigenten <strong>Benjamin Haemhouts<\/strong>. CASCO steht f\u00fcr Creative, Adventurous, Socially-committed, Cultural Organisation. es ist ein eher unkonventionelles Ensemble, das gerne auch an ungew\u00f6hnlichen Orten wie Schwimmb\u00e4dern, in Z\u00fcgen oder in Fu\u00dfballstadien spielt. Der Chor ist der Br\u00fcsseler <strong>Chor Fine Fleur<\/strong>. Ich meine, dass Chor und Orchester von Ort zu Ort wechseln und jedes Mal lokale Musiker*innen sind. Nur die vier S\u00e4nger*innen sind quasi eine st\u00e4ndige Tourbegleitung von <strong>Billy Corgan<\/strong>. Und die sind wirklich hochkar\u00e4tig. Die Sopranistinnen <strong>Zoie Imani Reams<\/strong> aus Chicago und <strong>Sydney Mancasola<\/strong>, die im Anschluss an diese Gastspielreise an der Oper in Z\u00fcrich die Fledermaus singen wird, der Tenors\u00e4nger <strong>Dominick Vald\u00e9s-Chenes <\/strong>sowie der Bariton <strong>Edward Parks<\/strong>, der demn\u00e4chst mit<strong> Andrea Bocelli<\/strong> unterwegs sein wird. Das sind die vier, die den Hauptteil der Songs performen werden. Mal zusammen, mal solo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den ersten vier Songs waren alle schon zu sehen und zu h\u00f6ren, bevor <strong>Billy Corgan<\/strong> zu \u201eThirty-Three\u201c erstmals auf die Buehne kommt. Er macht das, als sei er einer der Vielen, die bereits auf der Buehne stehen. Dass er die eigentliche \u201aHauptattraktion\u2018 f\u00fcr alle im Saal ist, l\u00e4sst er sich nicht anmerken. Kein Wink ins Publikum, kein hallo. Vielleicht ist das auch so geplant: die Mannschaft ist der Star. Konzentriert richtet er den Blick auf seinen Laufweg zur B\u00fchnenmitte, singt mit geschlossenen Augen und marschiert am Ende des Songs ohne irgendwas von dannen. <strong>Billy Corgan<\/strong> wirkt enorm konzentriert, aus meiner unmittelbaren N\u00e4he kann ich das gut erkennen. Okay, ich find\u2019s merkw\u00fcrdig. F\u00fcnf Songs sp\u00e4ter zu \u201eZero\u201c wiederholt sich das Prozedere genauso. Im langen schwarzen Mantel, schwarzer Hose und schwarzen Stiefel steht er nun direkt vor mir. Dass <strong>Billy Corgan<\/strong> gro\u00df ist, ist bekannt, so direkt vor einem stehend wirkt er wie ein Riese. Apropos \u201eZero\u201c. Die Interpretation mit dem hysterischen Violinenspiel gef\u00e4llt mir nicht so. Alle vier Gastmusiker*innen steht mit auf der B\u00fchne und das gesangliche Wechselspiel irritiert mich zus\u00e4tzlich. Dem anschlie\u00dfenden \u201eThru the eyes of Ruby\u201c dagegen steht der Orchestermantel sehr gut. Der l\u00e4ngste Song bisher &#8211; und einer der l\u00e4ngsten Songs des Albums &#8211; beschlie\u00dft den ersten Block.&nbsp;<br>Pause, und auf den Notenst\u00e4ndern liegen schon die Bl\u00e4tter f\u00fcr den ersten Song des 2. Teils. Und was soll ich sagen, viele um mich herum zeigen sich \u00fcberrascht vom Ablauf des Konzertes. Allerdings ist auch einigen klar, dass es so sein soll, wie es ist. <br>Mit einem ruhigen \u201eIn the arms of sleep\u201c startet der 2. Teil des Abends. Er ist mit neun Songs deutlich k\u00fcrzer, beinhaltet aber mehr <strong>Billy Corgan<\/strong> Auftritte. Der \u00dcbergang zu \u201e1979\u201c, dem gr\u00f6\u00dften Hit des Albums, verl\u00e4uft reibungslos. \u201e1979\u201c bleibt nah am Original, die Streicher ersetzen die Gitarren und <strong>Billy Corgans<\/strong> tut sein \u00dcbriges dazu, dass \u201c1979\u201d eben nach \u201e1979\u201c klingt. Anders ist das bei \u201eX.Y.U.\u201c, das stark nach Oper klingt und arg verfremdet wird. Auch das vom Bariton <strong>Edward Parks<\/strong> gesungene \u201eBy starlight\u201c wirkt so, klingt aber in Summe fuer mich an diesem Abend am interessantesten. Was fuer ein toller Song das ist, der auch ohne den markanten Gesang von <strong>Billy Corgan<\/strong> hervorragend funktioniert. Zwei weitere Male schaut <strong>Billy Corgan<\/strong> noch vorbei, jedes Mal ohne ein Wort zu verlieren. Schade, so bleibt dann doch vieles im Unklaren. Was, wieso, warum, das muss ich selbst nachrecherchieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Billy Corgan - To Forgive (a night of Mellon Collie And Infinite Sadness live @ Bozar)\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/K7H8nTroYk8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob der Abend funktioniert, h\u00e4ngt davon ab, wie weit man sich in die Neuinterpretationen fallen l\u00e4sst, wie weit man neugierig ist und den Weg mitgehen m\u00f6chte. Dem Applaus nach zu urteilen, wollen alle diesen Weg mitgehen. <br>Zum Finale spielen sie nicht \u201eFarewell and Goodnight\u201c &#8211; was extrem gut gepasst h\u00e4tte -, sondern ein zweites \u201eTonight, tonight\u201c. Dieses Mal mit <strong>Billy Corgan<\/strong> am Gesang. Ein sehr verdientes Konzertfinale, auch weil die anderen vier S\u00e4nger*innen dazukommen und somit alle Musiker vereint auf der B\u00fchne stehen. Und ganz zum Schluss huscht dann doch noch ein L\u00e4cheln \u00fcber <strong>Billy Corgans<\/strong> Gesicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Minutenlange standing ovations schwappen durch das Bozar. Entt\u00e4uscht oder gar ver\u00e4rgert ist hier niemand, auch wenn er vielleicht mit einem anderen Setup gerechnet hatte. Das gilt auch f\u00fcr mich. Wow, was f\u00fcr ein interessanter und hoch unterhaltsamer Abend! Dar\u00fcber ist man sich nachher einig. <br>Aber auch das geh\u00f6rt zur Wahrheit dazu: es war eine meiner skurrilsten Konzerterfahrungen des Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Setlist:<\/strong><br>Set 1:<br>01: Mellon Collie and the Infinite Sadness<br>02: Tonight, tonight<br>03: Jellybelly<br>04: Galapogos<br>05: Thirty-Three<br>06: Beautiful<br>07: Muzzle<br>08: Lily (my one and only)<br>09: Stumbleine<br>10: Zero<br>11: Thru the eyes of Ruby<br>Set 2:<br>12: In the arms of sleep<br>13: 1979<br>14: By starlight<br>15: X.Y.U.<br>16: Bullet with butterfly wings<br>17: To Forgive<br>18: Cupid de Locke<br>19: Porcelina of the vast Oceans<br>20: Tonight, tonight reprise<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-smashing-pumpkins-luxemburg-28-06-2024\/\">The Smashing Pumpkins &#8211; Luxemburg, 28.06.2024 \/ LuxExpo<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/billy-corgan-luxemburg-21-06-2019\/\">Billy Corgan &#8211; Luxemburg, 21.06.2019 \/ Den Atelier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Live: A Night Of Mellon Collie And Infinite Sadness featuring Billy Corgan. Als diese Konzertank\u00fcndigung die Runde macht, klang es nach einem tollen Konzertabend. In einer Handvoll St\u00e4dte plante Billy Corgan, das Album mit Symphonieorchester und Chor aufzuf\u00fchren. Eine kleine Rockoper quasi; nur ohne Schauspiel. Rotterdam, Antwerpen, Paris und Madrid waren die Orte der Wahl. <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":21858,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"Live: A Night Of Mellon Collie And Infinite Sadness featuring Billy Corgan. Als diese Konzertank\u00fcndigung die Runde macht, klang es nach einem tollen Konzertabend. In einer Handvoll St\u00e4dte plante Billy Corgan, das Album mit Symphonieorchester und Chor aufzuf\u00fchren. Eine kleine Rockoper quasi; nur ohne Schauspiel. 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