{"id":21692,"date":"2026-05-29T17:38:59","date_gmt":"2026-05-29T15:38:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=21692"},"modified":"2026-05-29T17:39:57","modified_gmt":"2026-05-29T15:39:57","slug":"ben-kweller-koeln-26-05-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/ben-kweller-koeln-26-05-2026\/","title":{"rendered":"Ben Kweller &#8211; K\u00f6ln, 26.05.2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Geb\u00e4ude 9, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> Andrew Collberg<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356-1100x619.jpg\" alt=\"Ben Kweller - K\u00f6ln, 26.05.2026\" class=\"wp-image-21695\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/DSC08356.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Die beiden <strong>Ben Kweller<\/strong> Alben <em>On my way<\/em> (2004) und <em>Ben Kweller<\/em> (2006) besitze ich. Aus meiner Erinnerung glaube ich, ich habe sie seinerzeit irrt\u00fcmlich gekauft. Hartn\u00e4ckig h\u00e4lt sich in meiner Erinnerung der Gedanke, dass ich seinerzeit <strong>Ben Kweller<\/strong> mit <strong>Ben Lee<\/strong> verwechselt habe und ich in einer Art CD-Kaufrausch einfach danebengegriffen habe. \u201eCigarettes will kill you\u201c und \u201eNothing much happens\u201c fand ich seinerzeit gro\u00dfartig und ich suchte nach weiteren Platten. Es gab damals aber auch einige Bens, denn auch <strong>Ben Folds<\/strong> <em>Rockin&#8216; the Suburbs<\/em> erschien in diesen Jahren und lie\u00df mich zu einem Fan von dem Mann am Klavier werden. Lustig: Jahre sp\u00e4ter entdeckte ich zuf\u00e4llig die <em>The Bens EP<\/em>, eine einmalige Zusammenarbeit der drei Bens. Ich muss die EP mal wieder h\u00f6ren\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Kweller described how the trio formed, &#8222;Well actually our fans noticed that we all had the same first name and had said for a long time wouldn&#8217;t it be great if we all played together. So we thought, maybe we should do that. It would be fun and we were all friends going into it. It was just a cool spontaneous thing, you know.&#8220;<\/p>\n<cite>Wikipedia<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Bereut hatte ich den Fehlgriff nicht. \u201eOn my way\u201c, \u201eHospital bed\u201c, \u201eI need you back\u201c entpuppten sich schnell als Hits und wurden Lieblingslieder. Sein letztes Konzert in K\u00f6ln, 2008 im Luxor im Dezember, hatte ich jedoch verpasst. Aus Lustlosigkeit, wie ich nachgelesen habe. (Interessanterweise schrieb ich vor 20 Jahren auch \u00fcber Konzerte, die ich trotz Tickets nicht besucht habe. Das habe ich mir im Laufe der Zeit abgew\u00f6hnt, eigentlich schade, eine Aufz\u00e4hlung an Lustlosigkeiten und Tr\u00e4gheit w\u00e4re ich im Nachgang bestimmt spa\u00dfig zu lesen). Ich schrieb:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Als ich aber abends in der Wohnung sa\u00df, der Nebel drau\u00dfen immer mehr waberte und die nasse K\u00e4lte an den Fensterscheiben pappte wie kalter Reis am Kochtopfboden, da wollte ich nicht mehr. Nicht mehr raus zum Bahnhof laufen, nicht mehr nachts auf den Zug warten m\u00fcssen. Da wollte ich lieber CSI und Criminal Intent gucken. Und so verstrichen die Minuten des hin und hers, bis es letztendlich so sp\u00e4t war, dass ich den Zug nicht mehr erreicht h\u00e4tte. Und da habe ich mich ein bisschen \u00fcber mich selbst ge\u00e4rgert\u2026<\/p>\n<cite>pretty-paracetamol Archiv<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das sollte mir 2026 nicht passieren. Neblig ist es an diesem Abend nicht, kalt auch nicht. Also gibt es keine Gr\u00fcnde, nicht ins Geb\u00e4ude 9 zu fahren, um endlich <strong>Ben Kweller<\/strong> live zu sehen. Okay, es sind drau\u00dfen \u00fcber 30 Grad und die Hitze macht mich etwas m\u00fcde, aber das lasse ich an diesem Tag als Ausrede nicht gelten. <br>Andere vielleicht schon. Das Geb\u00e4ude 9 ist leer, sehr leer. Als <strong>Andrew Collberg<\/strong> und Bandkollegen die B\u00fchne betreten, ist der Saal gerade mal im vorderen Drittel bef\u00fcllt. Im Laufe des Abends \u00e4ndert sich das etwas, aber mehr als halbvoll wird das Geb\u00e4ude 9 nicht. Ich hatte vorher keine Ahnung und konnte es null einsch\u00e4tzen, wie viele Leute ein <strong>Ben Kweller <\/strong>Konzert interessiert. Andererseits, einige Standorte der Tour melden bereits ein ausverkauft. Nun, in K\u00f6ln erinnert man sich scheinbar nicht so stark an <strong>Ben Kweller<\/strong>. Ein bisschen verst\u00e4ndlich ist das, immerhin lag seine Hochphase mit vier Albenver\u00f6ffentlichungen in den 2010er Jahren, bevor 2021 eine fast zehnj\u00e4hrige musikalische Ver\u00f6ffentlichungspause endete. <em>Cover the mirrors<\/em>, seine aktuelle Scheibe, erschien im letzten Herbst. Und die ist gut! Im Vorfeld des Konzerts hatte ich mir ein paar Sachen angeh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andrew Collberg<\/strong> ist bis zu diesem Abend mein meistgesehener Musiker des Jahres. Bereits im Vorprogramm zu <strong>dEUS <\/strong>im B\u00fcrgerhaus Stollwerck vor einigen Wochen liefen er und seine Bandkollegen mir \u00fcber den Weg. \u2018Damals fand\u2019 ich seinen Auftritt besser\u2019, denke ich so, nachdem ich mir das Konzert ein paar Minuten angeschaut habe. Im B\u00fcrgerhaus klang es doch yachtrockiger und weniger singersongwriter-haft. Oder? Vielleicht vertue ich mich aber auch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2018Any wishes, requests?\u2019 fragt <strong>Ben Kweller<\/strong> in die Runde und einer ruft laut \u201eOn my way\u201c. Okay, das wird gespielt. Und was f\u00fcr ein Zufall, dass genau dieser Song als n\u00e4chster Song auf der Setlist aufgef\u00fchrt ist. Sekundenbruchteile lang wittern wir schmunzelnd ein abgekartetes Spiel zwischen Zuschauer und K\u00fcnstler. \u201eOn my way\u201c ist einer der gr\u00f6\u00dferen <strong>Ben Kweller<\/strong> Hits, er endet in einem allgemeinen sing-a-long\u2026 wundersch\u00f6n.<\/p>\n\n\n\n<p>Da K\u00f6ln der Tourauftakt ist, fehlt eine Referenz bez\u00fcglich der Setlist. Keine Chance, vor dem Konzert an Informationen heranzukommen. Komisch, fr\u00fcher war das \u00fcberhaupt keinen Gedanken wert, mittlerweile bin ich schon fast etwas entt\u00e4uscht, wenn ich nachmittags vor einem Konzert nicht wenigstens kurz einen Blick auf die Setlisten der vorherigen Konzerte werfen kann. <br>Der erste Blick auf die ausgelegten Setlisten erzeugt Irritationen. Mhh, 11 Zeilen, also 11 Songs, also ein kurzes Konzert. Der Blocksatz der Zeilen sorgt dabei f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Stirnrunzeln. Warum sieht das so merkw\u00fcrdig aus? Ist der Setlistenschreiber nicht gut in Word? Erst als vor uns ein weiterer Zettel ausgelegt wird, kommen die Antworten. Ach so, eine zweispaltige Setlist. Jetzt ergibt es Sinn. Von wegen 11 Songs. Es sind dann doch 19 Songs und eine Konzertdauer von gut 80 Minuten. \u2018Ich m\u00f6chte l\u00f6sen\u2019 (<strong>Markus Lanz<\/strong> Zitat): Die einzelnen Unterteilungen auf dem Zettel stehen f\u00fcr die Art der <strong>Ben Kweller<\/strong> Performance: akustische Gitarre bzw. Keyboard spielend oder mit E-Gitarre. Das Konzert ist also in musikalische Bl\u00f6cke unterteilt. Denn auch das war mir vorher nicht so ganz klar: wie wird das <strong>Ben Kweller<\/strong> Konzert aussehen? Kommt <strong>Ben Kweller<\/strong> mit Band oder wird es ein Akustik-Singersongwriterabend? <br>Nun, er kommt mit Band, ab dem dritten Song sind am Schlagzeug <strong>Ryan Dean<\/strong>, am Bass <strong>Christopher Mintz-Plasse<\/strong> und an der Gitarre\/Keyboard <strong>Jim Campo<\/strong> mit auf der B\u00fchne dabei.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Ben Kweller, Geb\u00e4ude 9 Cologne, 26.05.2026\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/uARirRJLgUE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eOn my way\u201c l\u00e4utet den zweiten Akustikgitarrenpart des Abends ein. Der erste Part besteht aus den ersten drei Songs. Mit \u201eOn my way\u201c ist auch ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte des Konzerts um und ich bin sehr \u00fcberrascht dar\u00fcber, wie toll der Abend bisher l\u00e4uft. Einige Songs &#8211; obwohl ewig nicht geh\u00f6rt &#8211; erkenne ich direkt wieder und zu dem schon oft erw\u00e4hntem \u201eOn my way\u201c fallen mir sogar einzelne Textsequenzen ein. <br>Sieben Songs vom aktuellen Album stehen auf der Setlist. Sch\u00f6n aufgeteilt in die Akustik- und E-Gitarren Parts. \u2018Unfortunately <strong>The Flaming Lips<\/strong> couldn\u2019t be here\u2019 moderiert <strong>Ben Kweller <\/strong>\u201cKiller bee\u201d an, den ersten neuen Song an diesem Abend. \u201eKiller bee\u201c entstand in Zusammenarbeit mit den <strong>Flaming Lips<\/strong>, daher die Ansage. Es ist nicht die einzige Zusammenarbeit auf <em>Covers the mirrors<\/em>, die sp\u00e4ter gespielten \u201eOh Dorian\u201c mit <strong>MJ Lenderman<\/strong> und \u201eDollar store\u201c mit <strong>Waxahatchee <\/strong>sind weitere Songs. Nat\u00fcrlich sind weder <strong>MJ Lenderman<\/strong> noch <strong>Katie Crutchfield<\/strong> in K\u00f6ln. Mir reicht auch die <strong>Ben Kweller<\/strong> Band. Wenn alle vier richtig loslegen, dann wird es sehr sch\u00f6n indierockig und laut. Den Indierockblock mit \u201eStarz\u201c, \u201eTylenol\u201c, \u201eCommerce,TX\u201c und \u201eOptimystic\u201c rei\u00dfen sie in k\u00fcrzester Zeit herunter. Keine 10 Minuten brauchen sie f\u00fcr die vier Songs. \u201eOptimystic\u201c klingt dabei sehr stark nach <strong>Weezer<\/strong>. Vor \u201ePenny on the train track\u201c, das diesen Block komplettiert, g\u00f6nnen sie sich jedoch eine kleine Durchschnauf- und Applauspause. \u201ePenny on the train track\u201c bildet auch den Abschluss des Konzerts. Wow, was f\u00fcr ein gnadenloses Kontrastprogramm zu den Singer-Songwritersongs Minuten davor.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Zugabe kommt <strong>Ben Kweller<\/strong> erst alleine auf die B\u00fchne und spielt \u201eWords\u201c am Keyboard, bevor die letzten beiden Songs nochmal rockig im Bandkonstrukt vorgetragen werden. \u201eWaste &amp; ready\u201c, den vermeintlich gr\u00f6\u00dften Hit von <strong>Ben Kweller<\/strong>, spielen sie zum Abschluss des Konzerts. Es ist nicht der beste Song des Abends.<\/p>\n\n\n\n<p>Ui, das hat Spa\u00df gemacht und war gar nicht so anstrengend wie gedacht. Denn ehrlicherweise hatte ich an diesem warmen Abend eher wenig Lust auf einen Konzertbesuch. Gut, dass ich mir gegen\u00fcber nicht klein beigegeben habe. Ein sch\u00f6nes Indierockkonzert war das!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Thirteen<br>02: Falling<br>03: Full circle<br>04: Family tree<br>05: Make it up<br>06: Killer bee<br>07: Trapped<br>08: Sundress<br>09: On my way<br>10: Park harvey fire drill<br>11: Oh Dorian<br>12: Starz<br>13: Tylenol<br>14: Commerce, TX<br>15: Optimystic<br>16: Penny on the train track<br>Zugabe:<br>17: In other words<br>18: Dollar Store<br>19: Wasted &amp; ready<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/ben-kweller-koln-2008-12-15\/\">Ben Kweller \u2013 K\u00f6ln, 15.12.2008 \/ Luxor<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ort: Geb\u00e4ude 9, K\u00f6lnVorband: Andrew Collberg Die beiden Ben Kweller Alben On my way (2004) und Ben Kweller (2006) besitze ich. Aus meiner Erinnerung glaube ich, ich habe sie seinerzeit irrt\u00fcmlich gekauft. 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