{"id":21617,"date":"2026-04-17T17:17:02","date_gmt":"2026-04-17T15:17:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=21617"},"modified":"2026-04-17T17:29:38","modified_gmt":"2026-04-17T15:29:38","slug":"the-haunted-youth-koeln-11-04-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-haunted-youth-koeln-11-04-2026\/","title":{"rendered":"The haunted youth \u2013 K\u00f6ln, 11.04.2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Luxor, K\u00f6ln<br><strong>Vorband:<\/strong> Max Fry<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696-1100x619.jpg\" alt=\"The haunted youth \u2013 K\u00f6ln, 11.04.2026\" class=\"wp-image-21622\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/DSC07696.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Himmel, dieses Konzert h\u00e4tte ich beinahe vergessen. Es ist nicht im Kalender eingetragen und h\u00e4tte mich nicht mittags ein Konzertfreund auf das abendliche Event hingewiesen, ich h\u00e4tte es verpasst. Definitiv. Und das w\u00e4re sehr \u00e4rgerlich gewesen. Nicht nur, weil ich Geld in ein Ticket investiert habe, viel mehr, weil <strong>The haunted youth<\/strong> erneut sehr \u00fcberzeugend aufspielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Endgegner Schienenersatzverkehr. Na das passt ja zu diesem tr\u00fcben, regnerischen Samstagabend. Die Bahn baut wieder Br\u00fccken und andere Sachen in K\u00f6ln und sperrt hierf\u00fcr die Bahnstrecke zwischen Hauptbahnhof und H\u00fcrth-Kalscheuren ab 21 Uhr f\u00fcr die meisten Nahverkehrsz\u00fcge. Meine einzig verbleibende Zugverbindung mit 1x umsteigen und 30 Minuten extra Wartezeit geht um 23 Uhr. Das sollte theoretisch klappen, nach vielen Erfahrungen der letzten Jahre macht mir das W\u00f6rtchen \u2018einzige\u2019 allerdings mittlere Kopfschmerzen. Im Laufe des Nachmittags arrangiere ich mich mit dem Gedanken, gegebenenfalls auch den Schienenersatzverkehrsbus um 23.47 Uhr ab Hauptbahnhof zu nehmen. Mit 90 Minuten Fahrzeit. Falls alle Stricke rei\u00dfen, geht noch einer eine Stunde sp\u00e4ter. Ach Himmel, ein Nachtausflug sollte der Konzertbesuch ins Luxor eigentlich nicht werden, unter normalen Bedingungen ist eine von-T\u00fcr-zu-T\u00fcr Zeit von 40 Minuten machbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lange war ich nicht mehr im Luxor. Ich kann mich wirklich nicht mehr an mein letztes Konzert hier erinnern. Es muss lange her gewesen sein. Fr\u00fcher war ich echt oft hier; es gab Zeiten, da war mir das Luxor sogar ein liebenswerterer Konzertclub als das Geb\u00e4ude 9 dr\u00fcben in Deutz. Zuhause schnell in den Zug und abends um kurz vor elf Uhr wieder zur\u00fcck. Eine Standardverbindung, die damals stabil und zuverl\u00e4ssig funktionierte und die ich manchmal regelm\u00e4\u00dfig zwei bis dreimal die Woche genutzt habe. Seitdem und seit meinem letzten Besuch hat sich nichts ver\u00e4ndert. Und ehrlich gesagt, der Laden wirkt noch angeschlagener, als ich es in Erinnerung hatte. An der B\u00fchne, neben dem rechten Boxenturm sammelt sich der Staub in einer fu\u00dfbreiten Ritze zur Wand und in der Flaschenhalterinne kleben die letzten Reste Karnevalschnipsel. Nein, vermisst habe ich das Luxor nicht. <br>Als ich um kurz nach 19 Uhr das Luxor betrete, ist es schon relativ voll. Belgische und niederl\u00e4ndische Konzertreisende sind in der \u00dcberzahl. Man spricht an diesem Abend haupts\u00e4chlich fl\u00e4misch im Luxor. Aus zweierlei Gr\u00fcnden wundert mich das nicht. Zum einen sind <strong>The haunted youth<\/strong> in Belgien eine gro\u00dfe Nummer, ihre Festivalslots auf den gro\u00dfen belgischen Sommerfestivals liegen zur Primetime und im Rahmen der aktuellen Fr\u00fchjahrstour bespielen sie gleich viermal das Cirque Royal in Br\u00fcssel, eine sch\u00f6ne Konzertsch\u00fcssel mit 2000er Kapazit\u00e4t. Alle Abende sind \u00fcbrigens ausverkauft. Zum anderen ist somit das K\u00f6lner Konzert eine der letzten Gelegenheiten, <strong>The haunted youth<\/strong> in diesem Fr\u00fchjahr \u00fcberhaupt und im kleineren Rahmen live zu sehen. Urspr\u00fcnglich war dieses Konzert ja im Artheater angedacht, relativ schnell wurde es ins Luxor hochverlegt und war dann wieder ziemlich z\u00fcgig ausverkauft. Ich war eigentlich zu sp\u00e4t dran beim Ticketkauf, aber auf Ticketswap ist bekannterma\u00dfen verlass.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Max Fry<\/strong> aus Orlando Florida macht so gar nicht Surfer Rock. Der Buddy von <strong>Joachim Liebens <\/strong>klingt eher so wie eine belgische Indiebands heutzutage klingt: <strong>Cure<\/strong>-eske Bassl\u00e4ufe, Post-Punk Gitarre, ein bisschen Sprechgesang, treibendes Schlagzeug, Darkwave Melodien. Sein Set ist kurzweilig und laut, musikalisch passt er eins a zu the haunted youth, da tun sich die beiden Bands, bzw. Musiker nicht viel. So ist es wenig \u00fcberraschend, dass <strong>Max Fry<\/strong> sp\u00e4ter nochmal f\u00fcr einen kurzen Gastauftritt bei \u201eDeathwish\u201c auf die B\u00fchne zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Joachim Liebens<\/strong> ist <strong>The haunted youth<\/strong>, und umgekehrt. Er hat alle Songs des <strong>Deb\u00fctalbums <em>Dawn of the Freak<\/em><\/strong> geschrieben und komponiert. Das war vor vier Jahren. Damals sahen wir sie im Vorprogramm von <strong>dEUS <\/strong>und ich war direkt sehr angetan von den wuchtigen Dreampop Sounds. \u201eTeen Rebel\u201c und \u201eComing Home\u201c blieben sofort h\u00e4ngen. Schon damals bestand die <strong>The Haunted Youth<\/strong> Band aus <strong>Hanne Smets<\/strong>, <strong>Nick Caers<\/strong>, <strong>Stef Castro<\/strong> und <strong>Tom Stokx<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>The haunted youth<\/strong> schaue ich mir gerne noch einmal an.\u2019<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>schrieb ich seinerzeit. Das habe ich dann auch getan; dies ist mein f\u00fcnftes <strong>The haunted youth<\/strong> Konzert. Und schon damals bemerkte ich eine gewisse N\u00e4he zu den elegischen Gitarrensoli der <strong>War on drugs<\/strong>, die mir an diesem Abend erneut in den Sinn kommen. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p><strong>The war on drugs<\/strong> gr\u00fc\u00dfen aus nicht allzu weiter Ferne.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>beschrieb ich es nach dem Konzert im Leuvener Hockeypark. <br>Aber noch was anderes kommt mir nach wenigen Minuten Konzert in den Sinn. Ein Club wie das Luxor und die Musik von <strong>The haunted youth<\/strong> passen zusammen wie Currywurst\/Pommes und Gyros\/Zaziki. Die niedrige B\u00fchne und die Enge passen perfekt zum spr\u00f6den Postpunkwave der Belgier. Da kann ein Club gar nicht usselig genug sein. Schnell entsteht eine dreckig-abgewrackte melancholische Atmosph\u00e4re, die den verschiedenen 1980er Endzeitfilmen extrem nahekommt. Das sehr laute und intensive Konzert, ein zwischen Intro- und Extrovertiertheit hin-und her changierender <strong>Joachim Liebens<\/strong>, eine extrem wuchtige Band. Zutaten, die in der Enge eines kleinen Clubs wie von selbst funktionieren. Das ist dann schon was anderes, weil intensiveres, als die gro\u00dfe B\u00fchne im Theater Heerlen, wo sie vor einem Jahr nahezu ein identisches Set spielten. Vergleiche ich beide Abende, ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht. Beide gut, aber beide komplett verschieden. Nachher h\u00f6re ich, dass die Band am liebsten in solchen kleinen Locations spielt. Ich sag mal so, man sah und h\u00f6rte es ihr an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"The haunted youth, Luxor Cologne, 11.04.2026\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/8ZlRViKGf50?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Und das Luxor nimmt es dankbar entgegen. Mehr als einmal entsteht ein kleiner Moshpit. Das tendenziell junge Publikum (die obligatorische Handvoll alter S\u00e4cke, die samstags oder an jedem anderen Abend nichts Besseres zu tun haben, als Konzerte zu besuchen, gibt es bei jedem Konzert) ist ausnahmslos on fire. Es macht Spa\u00df, hier zu stehen und sich das Konzert anzuschauen. Nach einer dieser wilden Tanzeinlagen h\u00f6re ich aus dem Publikumsraum jemanden mit fl\u00e4mischen Akzent laut sagen \u2018ich habe neue deutsche Freunde\u2019. Sehr sch\u00f6n. Nicht nur die Band, auch das Publikum hat Spa\u00df am Konzert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Boys cry too<\/em> (ja, nat\u00fcrlich ein Wortspiel) hei\u00dft das n\u00e4chste Album von <strong>The haunted youth<\/strong>, das die Band in ein paar Wochen ver\u00f6ffentlichen wird. \u2018Boys cry too\u2019 ist auch ein Schriftzug Tattoo auf <strong>Joachim Liebens<\/strong> Oberarm. Was zuerst da war, ist schnell gesagt: das Tattoo auf dem Oberarm. Bis auf drei Songs habe ich an diesem Abend somit das neue Album geh\u00f6rt. Ich sage mal, live klingt es sehr gut. Und ich habe keine Zweifel, dass die Konserve weniger gut klingt. Nach einer Stunde ist die wilde Fahrt vorbei. Das war kurz und schmerzlos. <br>Wow, was f\u00fcr ein Riesenkonzert!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: In my head<br>02: Castlevania<br>03: Deathwish<br>04: Emo song<br>05: Teen Rebel<br>06: Broken<br>07: Murder me<br>08: Falling to pieces<br>09: I hear voices<br>10: Forget me<br>11: Coming home<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-haunted-youth-heerlen-06-09-2025\/\">The haunted youth &#8211; Heerlen, 06.09.2025 \/ Theaterzaal Limburg<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/sirens-call-festival-luxemburg-24-06-2023\/\">The haunted youth &#8211; Siren\u2019s Call Festival Luxemburg, 24.06.2023<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/little-waves-festival-genk-15-04-2022\/\">The haunted youth &#8211; Little Waves Festival Genk, 15.04.2023<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/deus-leuven-21-08-2021\/\">The haunted youth &#8211; Leuven, 21.08.2021<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Himmel, dieses Konzert h\u00e4tte ich beinahe vergessen. 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