{"id":21482,"date":"2026-02-16T15:32:41","date_gmt":"2026-02-16T14:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=21482"},"modified":"2026-02-16T15:32:44","modified_gmt":"2026-02-16T14:32:44","slug":"the-kooks-bruessel-09-02-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-kooks-bruessel-09-02-2026\/","title":{"rendered":"The Kooks &#8211; Br\u00fcssel, 09.02.2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Ancienne Belgique, Br\u00fcssel<br><strong>Vorband:<\/strong> Girl in the year above<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163-1100x619.jpg\" alt=\"The Kooks - Br\u00fcssel, 09.02.2026\" class=\"wp-image-21487\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06163.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>\u2018This song is about how I stopped drinking for a week.\u2019 Ich glaube <strong>Jennifer Ball<\/strong> kein Wort. <strong>Jennifer Ball<\/strong> ist die S\u00e4ngerin der <strong>The Kooks<\/strong> Vorband <strong>Girl in the year above<\/strong> und sie k\u00fcndigt ihren n\u00e4chsten Titel \u201eOde to the glory days\u201c mit dieser typisch wenig \u00fcberzeugenden Stimmlage in ihren Worten an, dass ich gar nicht anders kann, als ihr nicht zu glauben. <strong>Girl in the year above<\/strong> sind blutjung und haben, wie sie mehrmals versichern, noch kein Album oder gar eine EP am Markt. Aber <strong>Jennifer Ball<\/strong> hat eine tolle Stimme und sie strotzen vor Selbstbewusstsein. Zumindest ist das mein Eindruck. Zur\u00fcckhaltung ist nicht so ihrs, und entsprechend sind die f\u00fcnf, sechs Songs, die die f\u00fcnf M\u00e4dels und Jungs auf die B\u00fchne Brettern, poppiger Indiepunkrock. Das klingt enorm zeitgem\u00e4\u00df und die Stimme von <strong>Jennifer Ball<\/strong> ist ein wahrer Signature Sound.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach knapp 25 Minuten ist ihr Auftritt vorbei und die B\u00fchne wird leerger\u00e4umt. Im AB sind die Zeiten streng getaktet, der Curfew von 22.30 Uhr &#8211; damit jeder noch seinen Zug nach Hause bekommt &#8211; wird h\u00f6chstens um ein, zwei Minuten \u00fcberschritten. Ich habe hier noch kein Konzert erlebt, das l\u00e4nger als 22.35 Uhr ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Montagabend und das <strong>The Kooks<\/strong> Konzert ist seit langem ausverkauft. Als klar war, dass ich die Woche in Br\u00fcssel verbringen werde, versuchte ich ein Ticket f\u00fcr das Konzert zu ergattern. Auf Ticketswap, der Ticketb\u00f6rse meines Vertrauens, gab es \u00fcber 1000 Interessierte f\u00fcr dieses Konzert. Das bedeutet, dass neben mir mehr als 1000 Leute in ihrer App einen Alarm gestellt haben, der ihnen eine Pushnachricht generiert, sobald jemand ein Ticket anbietet. Damit das Ganze irgendwie fair abl\u00e4uft, verlost Ticketswap die angebotenen Ticket an die Nutzer, die an der Verlosung teilnehmen m\u00f6chten. Dazu werden sie via Pushnachricht eingeladen. Ich versuchte es mehrmals und bin nat\u00fcrlich mehrfach kl\u00e4glich gescheitert. Allerdings scheinen die Ticketswap Mitarbeitenden keine Maschinen zu sein, sondern Menschen, die nachts schlafen. Denn als ich am Freitagnacht gegen 2 Uhr kurz checkte, wie die Lage so ist, erblickte ich glatt ein Ticket zum Verkauf. Was? Wie? Keine Verlosung? Etwas ungl\u00e4ubig schaute ich auf mein Handydisplay. Sollte ich das nun kaufen? Etwas \u00fcberfordert vom sich pl\u00f6tzlich bietenden Angebot \u00fcberlegte ich dreimal. Am n\u00e4chsten Tag wartete ein Batzen Arbeit und ich musste sehr fr\u00fch raus. Andererseits, mein Hotel lag nur 20 Gehminuten vom Ancienne Belgique entfernt und bei einem Konzertende von halb elf wird es da nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig sp\u00e4t. Also soll ich es jetzt kaufen oder nicht? Eine zweite Chance werde ich wohl nicht bekommen. Ich \u00fcberlegte nochmal kurz und schlug dann zu. Rasch bekam ich mein personalisiertes Ticket vom AB zugeschickt. Ich habe keine Ahnung, wie die das machen und woher sie so schnell wissen, dass ich nun der neue Besitzer des via Ticketswap gekauften Tickets bin. Egal, ich merke mir: die Kooperation zwischen dem Ticketshop und dem AB Shop funktioniert eins a. Belgien kann sowas einfach viel besser als wir.<\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00fchne ist leergefegt, das Schlagzeug steht auf einem Podest im Hintergrund. <br>Von der Erstbesetzung mit <strong>Max Rafferty<\/strong> am Bass und <strong>Paul Garred<\/strong> am Schlagzeug sind nur noch die Gr\u00fcndungsmitglieder <strong>Luke Pritchard<\/strong> und Gitarrist <strong>Hugh Harris<\/strong> \u00fcbrig. 2026 werden sie auf Tour durch den Bassisten <strong>Jonathan Harvey<\/strong> und <strong>Alexis Nunez<\/strong> am Schlagzeug begleitet. Der sitzt da aber schon etwas l\u00e4nger und regelm\u00e4\u00dfiger.<\/p>\n\n\n\n<p>A pro pos, <strong>The Kooks<\/strong> in a nutshell:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>2006 erschien ihr Deb\u00fctalbum &#8222;Inside In \/ Inside Out&#8220;, was ein \u00dcberraschungserfolg werden sollte, der ihnen f\u00fcnffachen Platinstatus und den MTV-Award als besten britischen Act einbrachte. Zwei Jahre sp\u00e4ter folgte &#8222;Konk&#8220; , mit dem The Kooks an die Spitze der britischen Charts st\u00fcrmten und sich endg\u00fcltig als feste Gr\u00f6\u00dfe am Indie-Himmel etablierten. F\u00fcr ihr drittes Album &#8222;Junk Of The Heart&#8220; (2011) zog sich die Band auf eine Farm zur\u00fcck, um dem Trubel des Erfolgs zu entfliehen, bevor sie mit &#8222;Listen&#8220; (2014) ein Experiment voller Soul-, Gospel- und Folk-Einfl\u00fcsse wagten. 2018 kehrte die Band mit &#8222;Let&#8217;s Go Sunshine&#8220; wieder zur\u00fcck zu ihren Indie-Wurzeln. Schlie\u00dflich zog es Luke Pritchard nach Berlin, wo er w\u00e4hrend der Pandemie die Songs f\u00fcr das 2022 erschienene &#8222;10 Tracks To Echo In The Dark&#8220; schrieb. Ein reiferes Album, das klassische Kooks-Elemente mit Themen wie verflossener Liebe, durchzechten Party-N\u00e4chten und seiner neuen Rolle als Vater verbindet. Im Fr\u00fchjahr 2025 folgte mit &#8222;Never\/Know&#8220; das siebte Studioalbum. <\/p>\n<cite>main-echo.de<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>A ha okay. Ich bin da seit 2010 raus. <em>Inside in\/ Inside out<\/em> liebte ich seinerzeit sehr. Das war auch einfach, die Platte hat gef\u00fchlt nur Hits. Von <em>Konk <\/em>kenne ich immerhin noch \u201cShine on\u201d und &#8222;Do you wanna\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu \u201eSweet Caroline\u201c kommen <strong>The Kooks<\/strong> auf die B\u00fchne. Das ist schon mal ganz gro\u00dfes Kino und das AB ist ab diesem Moment direkt on fire. The Kooks nehmen das nat\u00fcrlich direkt mit, indem sie gleich zu Beginn mit \u201eSofa Song\u201c und spielen. \u201eAlways where I need to be\u201c zwei Songs und mittelgro\u00dfe Hits aus ihren ersten Alben <em>Inside in\/ Inside out<\/em> und <em>Konk <\/em>spielen. die guckst den clever sie spielen gleich zu Beginn ein zwei ihrer doch bekannteren und mittelgro\u00dfen Hits. Ein cleverer Schachzug, der Wirkung zeigt. Die Stimmung bleibt erstmal auf Mitklatsch- und Partyniveau. Die ersten 10, 15 Minuten vergehen wie im Flug. <strong>Luke Pritchard <\/strong>ist immer noch genauso drahtig wie vor 20 Jahren, nur wenn man genau hinguckt, erkennt man, dass er halt 20 Jahre \u00e4lter geworden ist. <strong>Hugh Harris <\/strong>mit seinen hellblonden Haaren erinnert mich von Sekunde zu Sekunde mehr an den S\u00e4nger der <strong>Prinzen<\/strong>. Ein komischer Vergleich, ich wei\u00df, aber hat sich dieses Bild einmal in meinem Kopf festgesetzt bekomme ich es auch so schnell nicht mehr heraus. Es wird mich f\u00fcr den Rest des Abends begleiten. Quasi ein visueller Ohrwurm. Die anderen beiden Musiker bleiben dezent im Hintergrund. <strong>The Kooks<\/strong> 2026 sind mehr denn je\u00a0 <strong>Luke Pritchard <\/strong>und <strong>Hugh Harris<\/strong>, selbst wenn Schlagzeuger <strong>Alexis Nunez <\/strong>nun schon seit \u00fcber 10 Jahren hinter dem Trommel sitzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Konzert ist als Werkschau ausgelegt. Auch wenn es der Tourtitel nicht direkt impliziert, es ist ein musikalisches Potpourri aus 20 Jahre <strong>The Kooks<\/strong>. Vom aktuellen Album <em>Never\/know<\/em> (wieder so ein Trennungsstrich Titel) spielen sie nur einen Song, \u201eSunny baby\u201c. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Setlist besteht aus St\u00fccken von <em>Inside in\/ Inside out<\/em> und <em>Kong<\/em>.Die Hitsingles sind nat\u00fcrlich die Smasher und Stimmungsmacher schlechthin. Da die Hits gut im Set verteilt sind f\u00e4llt es nur wenig auf, dass das Konzert auch ein paar Stimmungsdellen aufweist. Im Mittelteil, der mit drei Songs vom 2014er Album <em>Listen <\/em>gef\u00fcllt ist, wird es kurzzeitig ruhiger (\u201eBad habit\u201c, \u201eWestside\u201c, \u201eSweet emotion\u201c). Ich h\u00f6re die Songs zum ersten Mal und bin \u00fcberrascht, \u201eWestside\u201c klingt mit seinen Synthiewaves nach lupenreinen Yachtrock. Den h\u00e4tte ich nicht unbedingt den <strong>Kooks <\/strong>zugeordnet. Es ist jetzt zwar etwas ruhiger im Saal, die Stimmung kippt aber nie ganz ab. Es ist vielmehr wie ein kurzes Durchatmen, ein Verschnaufen voller Vorfreude auf die gro\u00dfen Hits. Die kommen schnell: \u201eShine on\u201c, \u201eSeaside\u201c und \u201eDo you wanna\u201c. Die B\u00fchnenprofis wissen, was das Volk verlangt. <br>Nach 70 Minuten sind <strong>The Kooks<\/strong> durch. Noch \u201eOoh La\u201c und \u201eNa\u00efve\u201c in der Zugabe und dann ist das Konzert gar f\u00fcnf Minuten vor der Curfew Zeit beendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Ooh la, das war ein stimmungsvoller Abend. Oder wie <strong>Klaus Fiehe<\/strong> es in einer seiner letzten Sendungen formulierte: \u2018Untersch\u00e4tzt mir Montagabendkonzerte nicht.\u2019 Ein tolles Konzert, das man als nicht <strong>Kooks <\/strong>Hardliner 2026 nicht unbedingt sehen muss. Falls man es doch macht, hat man aber definitiv gro\u00dfen Spa\u00df. It&#8217;s all about the hits.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Live: The Kooks - See me now\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/WTLTL4prEK8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Sofa Song<br>02: Always where I need to be<br>03: Eddie&#8217;s Gun<br>04: Stormy weather<br>05: She moves in her own way<br>06: Bad habit<br>07: Westside<br>08: Sweet emotion<br>09: Sunny Baby &#8211;<br>10: Junk of the heart (Happy)<br>11: See me now<br>12: Seaside<br>13: Sway<br>14: Shine on<br>15: Down<br>16: See the world<br>17: Do you wanna<br>18: You don&#8217;t love me<br>Zugabe:<br>19: Ooh La<br>20: Na\u00efve<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>The Kooks &#8211; Rock a Field Luxemburg, 21.06.2008<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2018This song is about how I stopped drinking for a week.\u2019 Ich glaube Jennifer Ball kein Wort. 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