{"id":21473,"date":"2026-02-13T17:42:50","date_gmt":"2026-02-13T16:42:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=21473"},"modified":"2026-03-05T20:30:22","modified_gmt":"2026-03-05T19:30:22","slug":"the-besnard-lakes-luxemburg-06-02-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-besnard-lakes-luxemburg-06-02-2026\/","title":{"rendered":"The Besnard Lakes &#8211; Luxemburg, 06.02.2026"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Rotondes, Luxemburg<br><strong>Vorband:<\/strong> Lunar Boy from Salem<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137-1100x619.jpg\" alt=\"The Besnard Lakes - Luxemburg, 06.02.2025\" class=\"wp-image-21478\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/DSC06137.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Vor vielen Jahren sah ich <strong>The Besnard Lakes<\/strong> in einem Caf\u00e9 in Utrecht. Es war Le Guess Who Zeit und auch wenn die Konkurrenz durch Kaffee und Kuchen gro\u00df war, blieb irgendetwas von der Musik der Kanadier bei mir h\u00e4ngen. Was genau habe ich \u00fcber die Jahre vergessen, nicht aber das Gef\u00fchl, dass <strong>The Besnard Lakes<\/strong> eine gute Band sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich jetzt die Konzertank\u00fcndigungen unter anderem f\u00fcr die Rotondes in Luxemburg sah, spielte ich sehr fr\u00fchzeitig mit dem Gedanken, mir die Combo erneut live anzusehen. Allerdings wollte ich die Konzertfahrt von den Wetterbedingungen abh\u00e4ngig machen; im Januar quer durch die Eifel, das kann schon auch ungem\u00fctlich sein. So verfolgte ich aufmerksam die Wetterberichte und entschied tags zuvor, endlich mal wieder in die Rotondes zu fahren. Es war auch schon zu lange her, dass ich dem Club am Luxemburger Hauptbahnhof einen Besuch abstattete. <br>Erwartungen hatte ich an den Abend nicht viele, das Utrechter Konzert gab keine gro\u00dfen Erinnerungen preis. Doch ich h\u00f6rte Tage zuvor hier (Fiehe 1live) und da (Deutschlandfunk Kultur) ein paar Songs, die mich neugierig machten. \u2018Das wird schon\u2019, dachte ich bei mir. Dass ich damit nicht falsch liege, ist nach dem ersten Song klar. Gitarrenschicht um Gitarrenschicht t\u00fcrmen <strong>The Besnard Lakes<\/strong> auf. \u201eLike the Ocean, like the innocent\u201c ist ein langsam wachsendes Monster, das, irgendwo zwischen Shoegaze und Krautrock changierend, mich direkt gefangen nimmt. Der f\u00fcr mich \u00fcberraschend hohe Gesang von <strong>Jace Lasek<\/strong> irritiert mich zwar anfangs, aber er st\u00f6rt mich nicht. Ja, es war die richtige Idee, dieses Konzert zu besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das dachten auch viele andere. Der Club der Rotunde ist angenehm gef\u00fcllt. Ich hatte vorher \u00fcberhaupt keine Ahnung, wie stark <strong>The Besnard Lakes<\/strong> ziehen w\u00fcrden, sie tun es in einem soliden Ma\u00df. 150 Leute sind sicherlich da.\u00a0Es sei ihr erstes Konzert \u00fcberhaupt in Luxemburg, wie sie gleich zweimal w\u00e4hrend des Konzertes feststellen und auch zweimal \u00fcberrascht dar\u00fcber sind, wie viele Leute an diesem Freitagabend vorbeigekommen sind. Und wenn ich das richtig beobachte, ist hier nicht nur Laufkundschaft am Start. Tats\u00e4chlich scheint die eine oder der andere bestens mit den <strong>The Besnard Lakes<\/strong> Songs vertraut. Ich dagegen w\u00fcrde mich aus genannten Gr\u00fcnden doch eher als Laufkundschaft bezeichnen. In den letzten 11 Jahren sind die Kanadier doch sehr an mir vorbeigegangen. Ich denke, ich muss das mal \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich den Club in der Rotonde betrete, laufen auf der r\u00fcckseitigen B\u00fchnenwand Visuals. Alte Kameraaufnahmen aus den 1970er Jahren, leicht unscharf und scheinbar wahllos aneinandergeschnitten. Auf der B\u00fchne steht ein Typ und erzeugt mit seinem Keyboard\/Computer allerlei sph\u00e4rische Kl\u00e4nge, die nach und nach \u00fcbereinandergelegt werden. Ab und zu schnallt er sich die Gitarre um, loopt 1000 Dinge und packt all das noch zu den Keyboardwellen. <strong>Lunar Boy from Salem<\/strong>, so der B\u00fchnenname des jungen Mannes, tr\u00e4gt ein <strong>Spacemen 3<\/strong> T-Shirt, das thematisch sehr gut zu seiner Musik passt. Und umgekehrt. Der gute <strong>Jason Pierce<\/strong> h\u00e4tte damals in den 1990er Jahren nicht besser diese Wall of Sounds zusammenzimmern k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"The Besnard Lakes, Rotondes Luxembourg 06.02.2015\" width=\"563\" height=\"1000\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/h9AiNw8igW0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>15 Minuten schaue und h\u00f6re ich mir das sehr gerne an. Dann warte ich noch ein bisschen, bis <strong>The Besnard Lakes<\/strong> auf die B\u00fchne kommen. Sie starten um halb neun mit ihrem Intro Track St\u00fcck \u201eLike the Ocean, Like the Innocent Pt. 1: The Ocean\u201c, der nahtlos in \u201eLike the Ocean, Like the Innocent Pt. 2: The Innocent\u201c \u00fcbergeht. Damit ist der Konzertstart schon einmal wunderbar shoegazigig und gitarrig. Auf der B\u00fchne sind neben <strong>Olga Goreas<\/strong> und <strong>Jace Lasek<\/strong> auch <strong>Kevin Laing<\/strong> am Schlagzeug und <strong>Gabriel Lambert<\/strong> an der Gitarre. <strong>Sheenah Ko<\/strong> scheint das an den Keyboards aber nicht zu sein. Ich habe vorher ein paar Bandfotos gesehen, die junge Frau, die jetzt vor mir auf der B\u00fchne steht, schaut anders aus. Im Verlauf des Abends wird die Personallage nicht aufgekl\u00e4rt; wohl aber der Grund, warum <strong>Olga Goreas<\/strong> eine Fu\u00dfschiene tr\u00e4gt und den ganzen Abend im Sitzen verbringt. Im Dezember habe sie sich den Fu\u00df gebrochen, als sie auf spiegelglatter und vereister Stra\u00dfe nach einem Gig ausgerutscht sei, so <strong>Jace Lasek<\/strong>. Die nun anstehende Europatour wollten sie aber deswegen nicht absagen, der Plastikschuh schien da das geringste \u00dcbel.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>The Besnard Lakes<\/strong> gr\u00fcndeten sich bereits vor \u00fcber 20 Jahren. Die Band ist also kein Newcomer mehr, acht Alben haben sie seit 2003 ver\u00f6ffentlicht. Musikalisch liegen sie zwischen Stoner Rock und Dreampop. Im letzten Jahr erschien ihr bisher letztes Album <em>The Besnard Lakes are the Ghost Nation<\/em>, das ganz gut ihren Stil widerspiegelt. Das Konzert legt songtechnisch den Fokus auf dieses Album. \u201eCalling Ghostly Nations\u201c und \u201eCarried it all around\u201c, die meiner Meinung sch\u00f6nsten Songs des Albums, spielen sie auch. Sie kommen im ersten Drittel des Konzerts und spinnen nach dem Doppel-Opener den Dreampop Faden weiter. Das restliche Set schwebt dann so dahin. Angenehm unspektakul\u00e4r reihen <strong>The Besnard Lakes<\/strong> einen Song an den n\u00e4chsten. Auch die zwei technischen Problemchen mit dem Drumkit bringen sie nicht aus der Spur. Dann erz\u00e4hlt <strong>Jace Lasek<\/strong> eben noch eine kleine Geschichte. <br>Oft, wie zum Beispiel bei \u201eChemin de la Baie\u201c erinnern die Harmonien dabei an <strong>My bloody valentine<\/strong> oder wie bei \u201eGive us our dominion\u201c an <strong>Beach House<\/strong>. Ihr Sound ist sehr oft sehr dicht. Und wenn dann noch der Duettgesang von <strong>Olga Goreas <\/strong>und <strong>Jace Lasek<\/strong> hinzukommt, passt kein Blatt Papier mehr zwischen die einzelnen Klangschichten. Das klingt toll und wirkt auf mich sehr beruhigend. Ich finde diese Songs auch sch\u00f6ner als das mehr nach Stoner Rock klingende \u201eTungsten 4: The Refugee\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach knappen 90 Minuten verlasse ich zufrieden die Rotonde. Mir machte das Konzert gro\u00dfen Spa\u00df. Es war ein sch\u00f6ner Start ins Wochenende. Und wie steht es auf ihrer Bandcamp Seite: <em>The Besnard Lakes are yr Bezzies Mates<\/em>. Yep. Aber warum die Band nach 20 Jahren keinen gr\u00f6\u00dferen Bekanntheitslevel hat, verstehe ich nach diesem Konzert \u00fcberhaupt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Like the Ocean, Like the Innocent Pt. 1: The Ocean<br>02: Like the Ocean, Like the Innocent Pt. 2: The Innocent<br>03: Devastation<br>04: Calling Ghostly Nations<br>05: Carried it all around<br>06: Blackstrap<br>07: Raindrops<br>08: Albatross<br>09: People of the sticks<br>10: In Hollywood<br>11: Chemin de la Baie<br>12: Give us our dominion<br>13: She&#8217;s an icicle<br>14: Tungsten 4: The Refugee<br>15: And you lied to me<br>Zugabe:<br>16: Silver shadows<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/le-guess-who-utrecht-21-11-2015\/\">The Besnard Lakes &#8211; Le Guess Who? Utrecht, 21.11.2015<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vielen Jahren sah ich The Besnard Lakes in einem Caf\u00e9 in Utrecht. 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