{"id":20107,"date":"2024-05-20T12:44:06","date_gmt":"2024-05-20T10:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=20107"},"modified":"2024-05-20T13:20:59","modified_gmt":"2024-05-20T11:20:59","slug":"the-libertines-luxemburg-16-05-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-libertines-luxemburg-16-05-2024\/","title":{"rendered":"The Libertines &#8211; Luxemburg, 16.05.2024"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Den Atelier, Luxemburg<br><strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863-1100x619.jpg\" alt=\"The Libertines - Luxemburg, 16.05.2024\" class=\"wp-image-20111\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/DSC09863.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Nach 55 Minuten verlassen <strong>The Libertines<\/strong> erstmal die B\u00fchne. \u2018What a waster\u2019 mag man jetzt denken. Dass die Band noch vier Zugaben spielte, machte den Kohl nat\u00fcrlich auch nicht wirklich fett. Nach wenigen 80 Minuten Nettospielzeit ist das Konzert vorbei. Habe ich wirklich viel anderes erwartet? Nicht wirklich. Kaufe ich mir ein The Libertines Ticket wei\u00df ich so ungef\u00e4hr, was mich erwartet. Immerhin &#8211; ich k\u00f6nnte es positiv werten &#8211; fingen sie nach Zeitplan an. Zu den Hochzeiten von <strong>Pete Doherty<\/strong> und <strong>Carl Bar\u00e2t<\/strong> war das ja auch schon mal anders. Ich erinnere mich an Konzertberichte, die von l\u00e4ngerem Warten auf die Band erz\u00e4hlen, von kruden Abl\u00e4ufen und allerlei Unsinn.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>In den 2000ern standen The Libertines f\u00fcr rauen, ruppigen Garagenrock. Und den haben die vier Musiker auch gelebt: harte Drogen, Supermodels, Entzugsklinken, interne Streitigkeiten. Die kreativen K\u00f6pfe \u2013 Carl Barat und Pete Doherty \u2013 waren wie Nitro und Glyzerin. (br.de)<\/p>\n<cite>BR online<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Zwischen \u2018Genie und Wahnsinn\u2019 sagt man da gerne. Aber das ist l\u00e4nger hier, mittlerweile kann der Begriff Wahnsinn aus dem <strong>The Libertines<\/strong> Kontext gestrichen werden. Und jetzt haben sie ein neues Album ver\u00f6ffentlicht. <em>All quiet on the eastern esplanade<\/em>; es ist das erste nach knapp 10 Jahren, das vierte insgesamt. Wir erinnern uns: die ersten beiden Alben kamen Anfang der 2000er Jahre, dann kamen <strong>Pete Dohertys<\/strong> Entzugsversuche, dann die <strong>Babyshambles <\/strong>(<strong>Pete Doherty<\/strong>) und die <strong>Dirty pretty things<\/strong> (<strong>Carl Bar\u00e2t<\/strong>). Mitte der 2010er Jahre tauchten <strong>The Libertines<\/strong> f\u00fcr ein paar Konzerte wieder auf, machten ein drittes Album und spielten in den n\u00e4chsten Jahren immer mal wieder Gigs. Man k\u00f6nnte meinen, sie w\u00fcrden es ausklingen lassen, hier einen Glastonbury Auftritt oder dort eine Hyde Park Show. Doch jetzt, f\u00fcr mich v\u00f6llig \u00fcberraschend, kommen sie mit dem neuen Album um die Ecke. <br>Als das Konzert im den Atelier angek\u00fcndigt wurde, dachte ich an eine best-of Show, an eine Art Warm-up vor den Sommer open airs (in England spielen sie ein paar davon). Als ich dann vom neuen Album h\u00f6rte, war ich mir da nicht mehr sicher. Doch nach kurzen Blicken auf die Setlisten der anderen Konzerte der Tour sah (sie spielten noch in Frankreich und England) wieder alles wie gedacht aus. Zwei, drei Songs von der aktuellen Platte (meist \u201eRun, run, run\u201c, \u201eShiver\u201c, \u201eMerry old England\u201c) und sonst nur alte Kamellen. So ist es okay. In Luxemburg kommen an neuen Songs noch \u201eSongs they never play on the radio\u201c und\u00a0 \u201eNight of the hunter\u201c hinzu. Das ist auch okay.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Die elf St\u00fccke auf All Quiet On The Eastern Esplanade warten nur selten mit dem ungeschliffenen Garagenrock der drei Vorg\u00e4nger-Alben auf. Daf\u00fcr mit opulenten Orchester-Pop, Folk- und Vaudeville-Elementen und nostalgischen Balladen. Dabei erinnern die Libertines an die Kinks um Mastermind Ray Davies.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>schreibt der BR in einer Onlinerezession. Live ist das nur sehr schwer zu verifizieren, ich h\u00f6re spontan keinen Unterschied zwischen alten und neuen Sachen. Die Band, zu der auch <strong>John Hassall<\/strong> am Bass und <strong>Gary Powell<\/strong> am Schlagzeug z\u00e4hlen, jamt sich durch ihr Set. Hier eine kleine Gitarrenpassage als Zwischenspiel, dort ein bisschen Keyboardgeklimer zur \u00dcberbr\u00fcckung. Auch ein Schlagzeugsolo von <strong>Gary Powell <\/strong>vor der Zugabe fehlt nicht. <\/p>\n\n\n\n<p>Gegen halb acht ist es noch leer im den Atelier, sodass ich ohne Probleme einen Platz in den vorderen Reihen bekomme. Englisch und Deutsch sind die Sprachen, die ich jetzt deutlich vernehme. Okay, die <strong>The Libertines<\/strong> ziehen. Der Luxemburger Konzertg\u00e4nger ist traditionell entspannter, er kommt erst ein paar Minuten vor Konzertbeginn. Auch das macht Konzertbesuche im Nachbarland so attraktiv. Der B\u00fchnenaufbau steht bereits. Der DJ spielt Konsensindie von <strong>New Order<\/strong> bis zu den <strong>Pixies <\/strong>zur Einstimmung. Dann kommt Bewegung ins B\u00fchnenbild. Zwei Roadies r\u00e4umen um kurz nach acht die drei Mikrofonst\u00e4nder nach hinten und gruppieren sie um das Keyboard. Ah ha. Meine Vermutung, dass <strong>The Libertines <\/strong>vielleicht erst ein paar Songs um das Keyboard gruppiert spielen, wird jedoch schnell ad absurdum gef\u00fchrt. Eine Tanzgruppe kommt auf die B\u00fchne, 8-10 Personen stark. Es ist mir nicht klar, wie und warum dieser Showact jetzt stattfindet. Wette gewonnen? <strong>Carl Bar\u00e2t<\/strong> schaut hinter der Bande interessiert. Nach 10 Minuten ist das Spektakel vorbei. Dann ist wieder alles wie vorher und vom Band laufen die <strong>Arctic Monkeys<\/strong>. Ein merkw\u00fcrdiges Intermezzo.<br>Das den Atelier ist jetzt voll. Das Publikum im Alter der Bandmitglieder; oder \u00e4lter. Da keine Vorband aufgeboten wird, ist der Konzertbeginn mit 20.30 Uhr arbeitnehmerfreundlich terminiert. P\u00fcnktlich startet das Konzert mit zwei Smashern. \u201eUp the bracket\u201c und \u201eVertigo\u201c vom <em>Up the bracket <\/em>Album. Ich habe sie noch so gerade wiedererkannt. \u00c4hnlich ergeht es mir sp\u00e4ter auch bei \u201eWhat Katie did\u201c und \u201eTime for heroes\u201c. Ich habe die Songs v\u00f6llig vergessen, dabei war \u201eWhat Katie did\u201c mal ein Lieblingslied von mir. <br>Die Stimmung ist gut bis ausgelassen. Kein Wunder, die <strong>Libertines <\/strong>sieht man nicht alle Tage und die Setlist ist traumhaft gut. <br>\u201eWhat became of the likely lads\u201c? Nun, <strong>Carl Bar\u00e2t <\/strong>und <strong>John Hassall<\/strong> sehen immer noch so aus wie vor 20 Jahren, <strong>Pete Doherty<\/strong> allerdings hat ein wenig zugelegt. Die Geschichten rund um den S\u00e4nger sind hinl\u00e4nglich bekannt. Auf der B\u00fchne wirken sie \u00fcberraschend frisch. Auch <strong>Pete Doherty<\/strong>. In den knapp 90 Minuten muss niemand an sein k\u00f6rperliches Limit. Der Auftritt lebt nat\u00fcrlich stark von den alten Hits, die gut ins Set eingestreut sind: \u201eWhat Katie did\u201c, \u201eCan&#8217;t stand me now\u201c, \u201eTime for heroes\u201c. Nach \u201eTime for heroes\u201c ist dann erstmal Schluss. Unvermittelt und sehr abrupt verl\u00e4sst die Band die B\u00fchne. Und kommt erstmal f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nicht wieder. \u2018Wird das noch was?\u2019 denke ich und erhalte ein paar Augenblicke sp\u00e4ter die Antwort. Es wird noch was. Nach einigen vielen Minuten \u00f6ffnet sich die T\u00fcr zum Backstagebereich wieder. Drei Songs spielen <strong>The Libertines<\/strong> noch, darunter das sehr sch\u00f6ne neue \u201eSongs they never play on the radio\u201c. Songs schreiben haben sie nun wirklich nicht verlernt. Dann ist aber wirklich Schluss. Es ist knapp 22 Uhr. <br>Nach dem zweiten Abgang schreibt <strong>Pete Doherty<\/strong> noch vor der Backstagert\u00fcr Autogramme und gibt Selfies. Und davon nicht wenige. Sein Hund, ich vermute es ist sein Hund, ist auch da und wartet geduldig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Live: The Libertines - Up the barckets\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JHQUKLfHsQE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Up the bracket<br>02: Vertigo<br>03: Run, Run, Run<br>04: Night of the hunter<br>05: What became of the likely lads<br>06: Shiver<br>07: What Katie did<br>08: Merry old England<br>09: Death on the stairs<br>10: Music when the lights go out<br>11: Horrorshow<br>12: Can&#8217;t stand me now<br>13: Gunga din<br>14: Time for heroes<br>Zugabe:<br>15: Don&#8217;t look back into the sun<br>16: The good old days<br>17: Songs they never play on the radio<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-libertines-koeln-10-02-2016\/\">The Libertines &#8211; K\u00f6ln, 10.02.2016 \/ Palladium<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach 55 Minuten verlassen The Libertines erstmal die B\u00fchne. \u2018What a waster\u2019 mag man jetzt denken. 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