{"id":19149,"date":"2023-04-25T20:32:04","date_gmt":"2023-04-25T18:32:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=19149"},"modified":"2023-04-25T20:32:06","modified_gmt":"2023-04-25T18:32:06","slug":"swell-maastricht-19-04-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/swell-maastricht-19-04-2023\/","title":{"rendered":"Swell &#8211; Maastricht, 19.04.2023"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Muziekgieterij, Maastricht<br><strong>Vorband:<\/strong> &#8211;<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a-1080x608.jpg\" alt=\"Swell - Maastricht, 19.04.2023\" class=\"wp-image-19153\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a-1080x608.jpg 1080w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/DSC06382_01a.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>David Freel, singer, primary songwriter, co-founder, of Swell passed away April 12, 2022. David was a true original. The songs he developed and the lyrics he wrote are like no one else\u2019s. His unique approach to life informed everything he did and affected everything he touched. Swell, as it was, will never be again. But the original members are uniting for a tribute to David and the formative years of the band. They will be doing a short European tour in April 2023 playing favorite songs from the first 4 albums.<\/p>\n<cite>Swell Homepage<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Dieses Konzert ist eine sehr emotionale Kiste. <br>Zu Beginn des Konzertes stellt sich <strong>Sean Kirkpatrick<\/strong>, zusammen mit <strong>David Freel<\/strong> Gr\u00fcnder von <strong>Swell<\/strong>, an den B\u00fchnenrand und spricht bewegt \u00fcber die Gr\u00fcnde dieses Konzertes und dieser Tour. In der Hand h\u00e4lt er dabei ein R\u00e4ucherst\u00e4bchen. <strong>Swell<\/strong> waren\/sind in Europa &#8211; und da vor allem in Belgien und den Niederlanden &#8211; gr\u00f6\u00dfer als in den USA oder sonst wo und es war der Band ein Anliegen, die letzte <strong>Swell <\/strong>Tour in Europa stattfinden zu lassen. So haben sich die ehemaligen <strong>Swell <\/strong>Mitglieder <strong>Sean Kirkpatrick<\/strong> (Schlagzeug), <strong>Monte Vallier<\/strong> (Bass), <strong>Niko Wenner<\/strong> (Gitarre\/ Keyboards) und <strong>John Dettman-Lytle <\/strong>(Gitarre \/ Gesang) zusammengetan, um ihren Freund und Weggef\u00e4hrten musikalisch zu verabschieden. <br>Dass sie mit dieser kleinen Konzertreise den f\u00fcr sie schwerstm\u00f6glichen Weg gew\u00e4hlt haben, ist dabei in jeder Sekunde des Konzertes zu sp\u00fcren. \u201eThink about those days\u201d, ein Songtitel, der alles dazu sagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich ist es kein Konzert, keine Tour wie jede(s) andere, es ist ein knapp 90-min\u00fctiges Gedenken in Ton und Wort. Es sind vielleicht 17, 20 Songs, die gespielt werden, es sind aber auch immer wieder kleine Erz\u00e4hlungen und Erinnerungen an <strong>David Freel<\/strong>, die die vier Musiker mit ihrem Publikum teilen. <br><strong>John Dettman-Lytle<\/strong> erinnert an die Zeit, als er zusammen mit <strong>David Freel<\/strong> die Wohnung in der 41 Turk Street teilte, nach der das dritte Swell Album <em>41 <\/em>benannt ist und wie schwer es sei, auf dieser Tour den Gesangspart zu \u00fcbernehmen. <strong>Sean Kirkpatrick<\/strong> und <strong>Monte Vallier <\/strong>erinnern mehr als einmal daran, dass der n\u00e4chste Song ihnen besonders nahe geht und dass diese Tour eine wahre Achterbahnfahrt der Gef\u00fchle sei. Es gebe so viele Erinnerungen, die man in den letzten Tagen teilte und besprach, es sei nicht immer einfach gewesen. Die Stimmung ist and\u00e4chtig. Die komplette Dauer \u00fcber. Den Musikern sp\u00fcre ich die Traurigkeit an, und sie springt auf das Publikum \u00fcber. Ich wei\u00df nicht, wie es den anderen gut 100 Besuchern geht, ich f\u00fchle mich den ganzen Abend \u00fcber emotional angefasst. Der Rahmen, die Songs und Geschichten, die kleinen Gestern der Band, all das besch\u00e4ftigt mich, obwohl ich au\u00dfer ein paar Platten und Lieblingsliedern nichts mit den <strong>Swell<\/strong> Leuten gemeinsam habe. Und trotzdem stehe ich wie paralysiert am B\u00fchnenrand, h\u00f6re konzentrierter als sonst den Songs zu und denke an nichts. Manchmal schweifen meine Gedanken w\u00e4hrend eines Konzertes ab, an diesem Abend ist mir das nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Swell <\/strong>entdeckte ich irgendwann Anfang der 1990er Jahre mit ihrem zweiten Album <em>&#8230;well?<\/em>. Ich besuchte Konzerte in Essen und M\u00fcnster. Ihre Musik war unvergleichlich. \u201eAt long last\u201d, \u201eSuicide machine\u201d &#8211; die sie auch an diesem Abend spielen, oder \u201cEverything\u201d mit der sch\u00f6nen Akustikgitarre zu Beginn. Es war genau diese Mischung von Akustikgitarre, Slide-Bass (wie es <strong>Sean Kirkpatrick<\/strong> an diesem Abend nennt) und tief-dunklem Gesang, die mich begeisterten und die f\u00fcr mich so komplett neu und unvergleichbar klangen. Musik wie <strong>Swell <\/strong>sie machte, hatte ich bis dahin nicht geh\u00f6rt. Erst sp\u00e4ter kamen <strong>Grandaddy <\/strong>und <strong>Idaho <\/strong>in mein Blickfeld, die einen \u00e4hnlichen Sound produzierten.\u00a0<br>Und ihre merkw\u00fcrdige oder eigenwillige CD-Gestaltung irritierte und faszinierte mich gleicherma\u00dfen. Die beiden nicht-Songs \u201eThank you, Good Evening\u201c und \u201eA rainy night in August\u201c auf <em>\u2026well?<\/em> zum Beispiel, oder das Intro und Outro auf <em>41<\/em>. Zu Beginn h\u00f6rt man, wie jemand von der Stra\u00dfe ins Treppenhaus kommt, die Treppen hinaufsteigt, eine T\u00fcr \u00f6ffnet und sich der immer lauter werdenden Musik n\u00e4hert. Am Ende der CD passiert es dann genau andersrum: eine T\u00fcr ge\u00f6ffnet und dann geschlossen, die Musik wird langsam leise, jemand steigt die Treppe herunter und \u00f6ffnet die Haust\u00fcr, bevor der L\u00e4rm der Stra\u00dfe endg\u00fcltig die Musik \u00fcbert\u00f6nt.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Autofahrten waren <strong>Swell <\/strong>Alben nur bedingt geeignet. Man musste das Kassettentape schon sehr vorspulen, wenn am Ende von <em>41 <\/em>die Lyrics vorgelesen werden. Das war nervig, aber &#8211; abseits des Autos &#8211; auch besonders sch\u00f6n. <em>41 <\/em>ist f\u00fcr mich ihr Meisterwerk.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Swell would love to announce: Everyday Sunshine: Tribute to David Freel European Tour 2023. Please watch the video for more, and visit Swell&#8217;s official website for tour schedule &amp; updates. <br>We can\u2019t wait to see our old friends, and make new ones, while raising a glass in tribute to David Freel in his honor\u2026 as much as he would probably hate this, we are doing it, because we loved the guy in some crazy way that only bandmates and Swell fans could understand.<\/p>\n<cite>Swell Instagram<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Als ich im Januar die ersten Ank\u00fcndigungen verfolgte, war ich zugleich begeistert und betr\u00fcbt. Der Ausl\u00f6ser traurig, die Sache gut. Das f\u00fchlt sich merkw\u00fcrdig an. Ich war etwas hin- und hergerissen, als ich mich auf den Weg machte. Was wird das f\u00fcr ein Abend, wie wird die Band sein? Wie die Stimmung? Einerseits also Fragen. Andererseits freue ich mich und kann es kaum erwarten, <strong>Swell <\/strong>Songs zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sonne blendet mich nahezu die gesamte Hinfahrt \u00fcber. Vielleicht tr\u00f6dle ich deswegen ein bisschen und bin erst 5 Minuten vor Showbeginn an der Muziekgieterij. Der kleine Saal ist noch \u00fcberschaubar gef\u00fcllt. Die Band sitzt im Vorraum und kommt einige Minuten nach mir in den Saal, verschwindet aber erstmal im Backstagebereich.<\/p>\n\n\n\n<p>Musikalisch beginnt das Konzert mit dem Intro von <em>\u2026well?<\/em>. Die Band tingelt quer durch ihren Backkatalog, wobei gef\u00fchlt die meisten von <em>41<\/em> stammen. Die ersten vier Alben werden gnadenlos abgedeckt. Wie angek\u00fcndigt, es ist die <strong>Swell<\/strong>\u2019sche Anfangszeit, die diese Tour musikalisch verarbeitet. Das wundert nicht, die 2000er Alben waren eher <strong>Freel<\/strong>\u2019sche Soloalbum und auch die Band \u00e4nderte in dieser Zeit komplett ihr Gesicht. Wenn man ab 2005 \u00fcberhaupt noch von <strong>Swell<\/strong> als Band sprechen kann. War es da nicht eher ein Solo Ding von <strong>David Freel<\/strong> mit verschiedenen Musikern, die er 2004 und 2010 um sich gruppierte? Die vier, die an diesem Abend auf der B\u00fchne stehen, waren zu dieser Zeit schon nicht mehr mit dabei. <strong>John Dettman-Lytle<\/strong> verlie\u00df die Band bereits nach dem <em>\u2026well?<\/em> Album, <strong>Monte Vallier<\/strong> und <strong>Niko Wenner <\/strong>um die Jahrtausendwende. F\u00fcr <strong>Sean Kirkpatrick <\/strong>endete die Zusammenarbeit mit <strong>David Freel<\/strong> nach dem 7. <strong>Swell<\/strong> Album <em>Whenever you\u2019re ready<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSong seven\u201c, \u201eKinda stoned\u201c, \u201eWhat I always wanted\u201c. So ziemlich in der Mitte steht der Hit Block. Zusammen mit \u201eForget about Jesus\u201c und das sehnlichst erhoffte \u201eIs this important?\u201c sind das die f\u00fcr mich sch\u00f6nsten Songs an diesem Abend. Klar, der Gesang von <strong>John Dettman-Lytle<\/strong> klingt anders, ich muss mich bei den ersten Songs erst an seine Stimme gew\u00f6hnen. In einigen Momenten erinnert sie mich an <strong>Mark Lanegan<\/strong>. Doch nach drei, vier St\u00fccken sind diese Assoziationen weg und <strong>Swell<\/strong> klingen f\u00fcr mich uneingeschr\u00e4nkt nach <strong>Swell<\/strong>. <br>\u201eSunshine everyday\u201c ist der letzte Song, der auf den handgeschriebenen Zetteln steht. F\u00fcr das Tourmotto <em>Everyday sunshine<\/em> stand er Pate.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einigen Momenten und viel Applaus kommt <strong>John Dettman-Lytle <\/strong>zu einer Zugabe zur\u00fcck. \u2018Seit 1991 stehe er nicht mehr auf einer B\u00fchne und habe <strong>Swell <\/strong>Songs gespielt. Aber er habe die Songs gelernt und es als gro\u00dfes Dankesch\u00f6n empfunden, auf dieser Tour den Gesang \u00fcbernehmen zu d\u00fcrfen\u2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Er startet den akustischen Gitarrenpart von \u201eIs that important?\u201c. Zwei, drei Minuten sp\u00e4ter kommen nach und nach die Anderen. Das Schlagzeug setzt ein, der Bass, die Gitarre. F\u00fcr mich ist \u201eIs that important?\u201c der beste Song des Abends, der H\u00f6hepunkt im Konzert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein letzter Song, ein letztes Dankesch\u00f6n und abschlie\u00dfende Worte an die Zuschauer. Das war es. Dass es die letzte Tour von <strong>Swell <\/strong>ist, hat <strong>Sean Kirkpatrick<\/strong> in seinen S\u00e4tzen zwar nicht gesagt, es spricht in meinen Augen aber alles daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"SWELL, LIVE IN MAASTRICHT (2023)\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/OVQxxkQ8YnM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Setlist: <\/strong><br>01: Love You All<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>02: At long last<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>03: Don&#8217;t give <br>04: Everything <br>05: Forget about Jesus<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>06: Fine day coming <br>07: The price <br>08: Smile my friend <br>09: Song seven <br>10: Kinda stoned <br>11: What I always wanted <br>12: Down <br>13: Think about those days <br>14: Suicide machine <br>15: Sunshine everyday<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>Zugabe 1: <br>16: Is that important?<br>17: Get high<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>18: It&#8217;s okay<a href=\"https:\/\/www.setlist.fm\/setlist\/swell\/2023\/muziekgieterij-maastricht-netherlands-2bb8e46a.html#\"><\/a> <br>Zugabe 2:<br>19: Bridgette, you love me<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/swell-koeln-03-11-2008\/\">Swell &#8211; K\u00f6ln, 03.11.2008 \/ MTC<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>David Freel, singer, primary songwriter, co-founder, of Swell passed away April 12, 2022. 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