{"id":17588,"date":"2022-10-15T16:23:14","date_gmt":"2022-10-15T14:23:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=17588"},"modified":"2022-10-15T17:34:19","modified_gmt":"2022-10-15T15:34:19","slug":"pavement-new-york-03-10-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-new-york-03-10-2022\/","title":{"rendered":"Pavement &#8211; New York, 03.10.2022"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ort:<\/strong> Kings Theatre, New York<br><strong>Vorband:<\/strong> Steve Gunn<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04601.jpg\" alt=\"Pavement - New York, 03.10.2022\" class=\"wp-image-17593\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04601.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04601-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Some bands I like to name check, <br>And one of them is REM, <br>Classic songs with a long history <br>Southern boys just like you and me. <br>are &#8211; E &#8211; M, <br>Flashback to 1983, <br>Chronic Town was their first EP<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pavement: Unseen power of the picket fence<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir landen am sp\u00e4ten Nachmittag in Newark. der Shuttlebus bringt uns in unser Hotel in Midtown. <strong>Flying Lotus<\/strong> hat seine beiden Konzerte am Donnerstag und Freitag im Brooklyner Howard Gilman Opera House mittlerweile gecancelt. Ich bedauere das sehr, auf seinen Abend war ich fast ein bisschen mehr gespannt als auf das <strong>Pavement<\/strong> Konzert im Kings Theatre. Wann habe ich schon mal die Gelegenheit, <strong>Flying Lotus<\/strong> zu sehen? Eben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Einchecken im Hotel schauen wir uns die Fotoausstellung \u2018<em>Linger on &#8211; unseen Velvet Underground portraits<\/em>\u2019, die im sogenannten Oak Room des Hotels pr\u00e4sentiert wird. \u00a0Der Oak Room war in den 1920er Jahren der Ort in New York City, an dem sich Literaten, K\u00fcnstler und Schriftsteller zum Lunch trafen und aktuelle Themen diskutierten. Ein Ort von historischer Bedeutung f\u00fcr die Kunst und genau deswegen auch der Ort dieser Fotoausstellung. <br>Es ist kein Zufall, dass wir dieses Hotel ausgew\u00e4hlt haben. Die Ausstellung ist nur zu bestimmten Zeiten f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich, Hotelg\u00e4ste haben dagegen jederzeit Zugang. Da wir die Ausstellung gerne sehen wollten, uns aber die \u00f6ffentlichen Besuchszeiten terminlich nicht passten, mussten wir quasi das Notwendige mit dem W\u00fcnschenswerten verbinden und uns in diesem Hotel einquartieren. <br>Noch am Abend schaffen wir es, den Hotelmanager davon zu \u00fcberzeugen, den Raum f\u00fcr uns aufzuschlie\u00dfen. Zu sehen bekommen wir bisher unver\u00f6ffentlichte Fotos der New Yorker Band <strong>Velvet Underground<\/strong>, in der Hauptsache Bilder von <strong>Nico<\/strong> und <strong>Lou Reed<\/strong>. Fotografiert wurde diese von <strong>James Hamilton<\/strong>, der vor allem f\u00fcr seine Dokumentationen der New Yorker Film-, Kunst- und Musikszene der 1970er und 1980er Jahre bekannt ist. Die Ausstellung konzentriert sich auf den Oak Room, der \u00fcber einen kleinen Flur, in dem die Kaffeebar des Hotels aufgebaut ist (also ein Kaffeeautomat plus Pappbecherpyramide sowie Zucker- und Kaffeesahneregal) von der Lobby aus zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am n\u00e4chsten Morgen stehen wir genau vor diesem Kaffeeautomaten, um uns einen Caf\u00e9 Americano und warmes Wasser f\u00fcr Tee zu ziehen, als <strong>Thurston Moore<\/strong> mit einem leeren Kaffeebecher hinter uns steht. \u2018Hallo, guten Morgen\u2019. \u2018Hallo, wie geht\u2019s.\u2019 Es beginnt ein Plausch unter Hotelg\u00e4sten, die am Kaffeeautomaten auf ihren Kaffee warten oder darauf, endlich an der Reihe zu sein. Einziger Unterschied: Wir kennen den Gegen\u00fcber besser als er uns. Nat\u00fcrlich wissen wir, dass <strong>Thurston Moore<\/strong> nicht zuf\u00e4llig in diesem Hotel ist; er ist einer der Kuratoren der Ausstellung. Dass wir ihn dann allerdings im Hotel treffen, ist ein gro\u00dfer Zufall. Wir nutzen die Gelegenheit des gemeinsamen Wartens und fragen ihn ein wenig \u00fcber die Ausstellung aus. Schnell wird deutlich, dass <strong>Mr Moore<\/strong> in Gespr\u00e4chslaune ist. Er erz\u00e4hlt uns, wie die Ausstellung zustande kam, empfiehlt uns nebenbei den neuen Bildband des Fotografens, die <strong>Lou Reed<\/strong> Ausstellung in der Stadt und fragt uns, was wir so machen und ob wir morgen Abend auch zur Abschlussveranstaltung der Ausstellung k\u00e4men; wir seien eingeladen. Wir m\u00fcssen leider dankend ablehnen und erz\u00e4hlen, dass wir bereits Tickets f\u00fcr das letzte <strong>Pavement<\/strong> Konzert in Brooklyn haben. Ja, im Kings Theater sei er am Freitag gewesen, entgegnet <strong>Thurston Moore<\/strong>. Am Freitag spielten <strong>Pavement<\/strong> ihr erstes der vier Brooklyn Konzerte. Das Theater m\u00fcssen wir uns unbedingt in aller Ruhe anschauen, es sei ein gro\u00dfartiger Ort, und er empfiehlt, vielleicht eine Stunde eher vor Ort zu sein, um alles inspizieren zu k\u00f6nnen. Dann verabschieden wir uns, bevor der Kaffee in unseren Bechern endg\u00fcltig kalt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausl\u00e4ufer von Hurrikan Ian ziehen \u00fcber New York. Den ganzen Tag regnet es und es ist herbstlich k\u00fchl. Perfektes Wetter also, um das <strong>Pavement<\/strong> Pop-up Museum in Downtown zu besuchen. Zuf\u00e4llig las ich vor drei Tagen davon, sonst h\u00e4tten wir wahrscheinlich nie davon erfahren. Wie ein Pop-up-Museum? Was ist das denn? Zeitgleich zu den vier ausverkauften Shows werden in einer Galerie an der Greenwich Street in Downtown <strong>Pavement<\/strong> Devotionalien ausgestellt. Sachen wie schlammverschmierte T-Shirts von einem Lollapalooza Auftritt, Songbooks, Poster, Eintrittskarten, eine MTV-Troph\u00e4e und andere Dinge, die sich in den letzten 33 Jahren <strong>Pavement<\/strong> angesammelt haben. Passend hei\u00dft die Pop-up Ausstellung <em>Pavements 33-22<\/em>. Neben New York ist die Ausstellung noch in London, Tokio und Stockton zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"oceanwp-oembed-wrap clr\"><blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Vor ca. zwei Wochen. Pavement Pop-up Museum. Sch\u00f6n, interessant und mit Erinnerungswerten. (&quot;ach, da war ich&quot;) <a href=\"https:\/\/t.co\/UxytirLrhX\">pic.twitter.com\/UxytirLrhX<\/a><\/p>&mdash; frank (@spiralstairs100) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/spiralstairs100\/status\/1580803496772706304?ref_src=twsrc%5Etfw\">October 14, 2022<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die dr\u00e4ngendste Frage am n\u00e4chsten Tages ist die, wie wir zum Kings Theatre kommen und wann die Metro &#8211; und welche? &#8211; abends noch zur\u00fcck nach Midtown f\u00e4hrt. Laut Zeitplan sollen <strong>Pavement<\/strong> um 21.05 Uhr starten, zuvor ab 20 Uhr <strong>Steve Gunn<\/strong>. Und wenn wir Thurston Moores Empfehlung mitnehmen, hei\u00dft das, p\u00fcnktlich zu den T\u00fcren um 19 Uhr plus minus in Brooklyn zu sein. <br>Das Wetter ist weiterhin windig und regnerisch, tags\u00fcber planen wir daher nicht allzu viel ein. Es reicht so gerade zu einem Besuch des Central Parks und der Museumsmeile rund ums Guggenheim und dem Metropolitan. Ab dem sp\u00e4ten Nachmittag freuen wir uns dann nur noch darauf, endlich nach Brooklyn fahren zu k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber den Veranstaltungsort gibt uns Google folgende Informationen: Das Kings Theatre, ehemals Loew&#8217;s Kings Theatre, ist ein Veranstaltungsort im Stadtteil Flatbush in Brooklyn, New York City. Es wurde 1929 als Loew&#8217;s Theater und Filmpalast er\u00f6ffnet und 1977 geschlossen. Anschlie\u00dfend stand das Theater jahrzehntelang leer, bis es 2010 renoviert wurde und nun als Konzerttheater hergerichtet ist. Das Fassungsverm\u00f6gen bel\u00e4uft sich auf 3000 Besucher (weil 3000 Sitzpl\u00e4tze) und ich glaube, ich kenne es aus der <strong>Beastie Boys<\/strong> Dokumentation, die ich letztens auf Apple TV sah.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drau\u00dfen regnet es immer noch, als wir die Metrostation Beverly Street in Brooklyn verlassen und uns auf den kurzen Fu\u00dfweg zum Kings Theatre machen. <br>\u201eHello sunshine\u201c von den <strong>Super Fury Animals<\/strong> l\u00e4uft, als wir den imposanten Konzertsaal betreten. Oh ja, <strong>Thurston Moore<\/strong> hat nicht zu viel versprochen. Das Kings Theatre ist toll. Von au\u00dfen wirkt es &#8211; im Vergleich zum Chicago Theatre &#8211; noch wenig spektakul\u00e4r, von innen ist es eine Wucht. Der Treppenaufgang zum Balkon ist imposant, die Kronleuchter in der Lobby blitzen um die Wette und \u00fcberall liegt roter Teppich und an den W\u00e4nden sehe ich sch\u00f6ne Holzvert\u00e4felungen. Im Konzertsaal setzt sich das fort. Die Seitenw\u00e4nde sind sch\u00f6n verziert, die Kuppel &#8211; ich wei\u00df nicht &#8211; viele Meter \u00fcber uns. Ein traumhafter Saal.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04532_01.jpg\" alt=\"Pavement - New York, 03.10.2022\" data-id=\"17590\" data-full-url=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04532_01.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?attachment_id=17590\" class=\"wp-image-17590\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04532_01.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04532_01-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04533.jpg\" alt=\"Pavement - New York, 03.10.2022\" data-id=\"17591\" data-full-url=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04533.jpg\" data-link=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?attachment_id=17591\" class=\"wp-image-17591\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04533.jpg 1200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/DSC04533-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sind erst wenige Sitze besetzt. Kein Wunder, die Anfahrt nach Brooklyn dauert eine Zeit. Die Metrostation ist 15 Minuten Fu\u00dfweg entfernt und soweit ich das verstanden habe, ist es nur eine Linie, die aus Manhattan hier\u00fcber f\u00fchrt. Aber bis um 21.05 Uhr ist der Saal fast voll. <br>Zuvor jedoch spielt <strong>Steve Gunn<\/strong> vor nahezu leeren R\u00e4ngen. Sein Set verpufft dadurch etwas in der Leere des Raums. Ich mag seine Musik, die aber leider hier und jetzt so gar nicht zur Geltung kommt. F\u00fcr einen Song holt <strong>Steve Gunn<\/strong> die S\u00e4ngerin <strong>Bridget St. John<\/strong> auf die B\u00fchne. Moment, <strong>Bridget St. John<\/strong> kenne ich doch irgendwoher. Und richtig, ich habe die Britin vor einigen Jahren im Rahmen des Primavera Sound Festivals im Auditori gesehen. Damals spielte sie in dem Konzertsaal vor <strong>Julien Baker<\/strong>, und ich war so fr\u00fch vor Ort, um beinahe ihr komplettes Konzert mitzubekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P\u00fcnktlich um 21.05 Uhr kommen <strong>Pavement <\/strong>auf die B\u00fchne. Das Kernteam um <strong>Stephen Malkmus<\/strong>, <strong>Bob Nastanovich<\/strong>, <strong>Scott Kannberg<\/strong>, <strong>Steve West<\/strong> und und <strong>Mark Ibold<\/strong> wird wie schon zuletzt in Barcelona um <strong>Rebecca Cole<\/strong>, die im Hintergrund Keyboard spielt und im Gesang unterst\u00fctzt, erg\u00e4nzt. Bei dieser Reunion sind Pavement zu f\u00fcnft unterwegs.&nbsp; Den Grund daf\u00fcr nennt <strong>Bob Nastanovich<\/strong> in einem Interview, das ich vor Tagen im Internet gelesen habe:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>She makes us better than ever, allowing us to play so many songs better than ever and also play 10-12 songs we\u2019ve never played before. She makes us more versatile.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie starten mit \u201eGrounded\u201c vom 1995er Album <em>Wowee Zowee<\/em>. Es wird nicht der einzige Song von diesem Album sein, im Laufe des Konzertes spielen sie sieben Songs von diesem wirklich tollen Album. Find\u2019 ich gut, ich mag <em>Wowee Zowee<\/em>. Ich mag auch <em>Brighten the corner<\/em>, das sie an diesem Abend mit f\u00fcnf Songs auch ausgiebig pr\u00e4sentieren. Leider vergessen sie dabei \u201eDate with Ikea\u201c. Von <em>Terror Twilight<\/em>, ihrer letzten Platte, spielen sie nichts. Es konzentriert sich auf die ersten vier Alben und Sonderver\u00f6ffentlichungen aus dieser Zeit. Darunter auch das 2022 wiederver\u00f6ffentlichte und 2020 ohne erkl\u00e4rbaren Grund virale gegangene \u201eHarness for Hopes\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Langsam, aber sicher entwickelt sich ein <strong>Pavement<\/strong> Konzert, das ich als das Beste ansehe, was ich in diesem Jahrtausend von <strong>Pavement<\/strong> gesehen habe. Es f\u00fcgt sich alles wie von selbst zu einer einzigen Sch\u00f6nheit zusammen: der Ort, die Songs, das Publikum, die Band. Es macht Spa\u00df, <strong>Pavement<\/strong> nicht nachts um 1 Uhr mit 30000 anderen Menschen sehen zu m\u00fcssen, es ist toll, das Konzert in Ruhe von einem Sitzplatz aus genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, wenn nur mein Fu\u00df mitwippt und ich hinter meinem Mundschutz leise mitsinge. Das Konzert ist so sch\u00f6n wie ein <strong>Pavement<\/strong> Konzert Mitte der 1990er Jahre. <br>Da ist es auch okay, dass sie mal wieder einen Song komplett unbeachtet lassen. Mein Lieblingslied ist wie schon bei der ersten Reunion und bei all den Konzerten vor den Reunions nicht Teil des Programms: \u201eUnseen power of the picket fence\u201c vom <em>No Alternative<\/em> Sampler. Selbst in der Reddit <strong>Pavement<\/strong> Community zeigt man sich entsetzt dar\u00fcber, dass die Band diesen Song wiederrum gnadenlos ignoriert. Als Ersatz lasse ich da aber schon gelten, dass sie seit Ewigkeiten mal wieder \u201eAT&amp;T\u201c spielen. Ich weiss gar nicht, wann ich das zuletzt geh\u00f6rt habe. Die Textzeile<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Spritzer on ice in New York City <br>Isn&#8217;t it a pity<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">wird enthusiastisch aufgenommen und gef\u00fchlt von allen mitgesungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Anfang dauert es etwas bis sie reinkommen. Der Song klingt so holprig, dass ich bef\u00fcrchte, dass sie ihn jederzeit abbrechen, weil sie ihn nicht spielen k\u00f6nnen. Erst mit dem Refrain kriegen sie die Kurve. <br>\u201eAT&amp;T\u201c spielen sie als letzten Song. Dann verschwindet die Band so unspektakul\u00e4r, wie sie 60 Minuten zuvor auf die B\u00fchne geschlichen ist. Es ist viertel nach zehn. \u2018Oh\u2019, denke ich, \u2018dann wird der Abend \u00fcberschaubar lang und die R\u00fcckfahrt unkritisch.\u2019<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ein paar Minuten kommen sie f\u00fcr vier Songs zur\u00fcck, darunter \u201eRange life\u201c, dass tats\u00e4chlich ein hervorragender sing-a-log Song sein kann, wie das Kings Theatre zeigt, und \u201eCut your hair\u201c. <strong>Pavement<\/strong> k\u00f6nnen also noch nachlegen. <strong>Stephen Malkmus<\/strong> stellt die Band vor, spielt noch kurz \u201eShoot the singer\u201c an und dann blitzen die Scheinwerfer wie Sterne, Ein monoton \u2018I need to sleep\u2019 klingt durch den Saal. \u201eFillmore Jive\u201c ist das Ende eines f\u00fcr mich sagenhaften abends. Das Konzert endet um kurz nach 23 Uhr. Und ehrlich, ich habe noch nie ein so enthusiastisches Publikum, eine so sch\u00f6ne Stimmung und ein so tolles Ambiente bei einem <strong>Pavement<\/strong> Konzert erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Drau\u00dfen hat der Regen etwas nachgelassen. Mit vielen anderen gehen wir zur Metrostation. 15 Minuten sp\u00e4ter kommt die Bahn. <br>In der Bahn lausche ich den Gespr\u00e4chen der Mitfahrenden. Hier war jeder beim Pavement Konzert. Ein Typ im Mittelgang, ich sch\u00e4tze mein Alter, spricht von Pavementkonzerten aus dem Jahr 1994 (\u2018nie waren sie besser\u2019 &#8211; stimmt sicher nicht) und der Verbindung von <strong>Yo La Tengo<\/strong> und <strong>Pavement<\/strong>. Und dass sie am ersten Abend ein kurzes <strong>Yo La Tengo<\/strong> Cover in \u201eHere\u201c eingebaut h\u00e4tten. Welches, habe ich nicht verstanden. Ich glaube, er war ein four-timer, also an jedem der vier ausverkauften Abende im Kings Theatre. Interessanterweise, weil ich das nicht wusste, erz\u00e4hlt er, dass es eine musikalische Verbindung von <strong>James McNew<\/strong> von <strong>Yo La Tengo<\/strong> auf der einen sowie <strong>Stephen Malkmus<\/strong> und <strong>Bob Nastanovich<\/strong> auf der anderen Seite g\u00e4be. Zusammen spielten sie in den 1980er Jahren in der Band <strong>Ectoslavia.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Musiknerdwissen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">A pro pos ausverkauft. Vor uns blieben fast 20 Sitze unbesetzt und auch hinter uns waren ein paar Sitzpl\u00e4tze frei. Einige haben es scheinbar nicht geschafft. \u00dcberraschenderweise setzte nach Konzertbeginn trotzdem kein Run auf die freien Pl\u00e4tze ein; jeder, auch die, die weit hinter uns sa\u00dfen, blieben auf ihren Pl\u00e4tzen. Dankenswerterweise, denn so hatten wir den ganzen Abend \u00fcber freie Sicht auf die B\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>I need to sleep.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<p class=\"responsive-video-wrap clr\"><iframe title=\"Live: Pavement - Grounded\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/1RKw4gbjAv8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Grounded<br>02: Silence kid<br>03: Gold soundz<br>04: Fame throwa<br>05: Kennel District<br>06: Starlings of the slipstream<br>07: Trigger cut<br>08: Two states<br>09: Zurich Is stained<br>10: Heckler spray<br>11: Debris slide<br>12: Type slowly<br>13: Shady Lane<br>14: Father to a sister of thought<br>15: Serpentine pad<br>16: Give it a day<br>17: Harness your hopes<br>18: Pueblo<br>19: Stereo<br>20: Transport is arranged<br>21: AT&amp;T<br>Zugabe:<br>22: Grave architecture<br>23: Range Life<br>24: Shoot the singer<br>25: Cut your hair<br>26: Fillmore Jive<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/primavera-sound-festival-barcelona-02-06-2022\/\">Pavement &#8211; Primavera Sound Festival Barcelona, 02.06.2022<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-new-york-23-09-2010\/\" target=\"_blank\">Pavement &#8211; New York, 23.09.2010 \/ Central Park Summerstage<\/a> <br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-new-york-21-09-2010\/\" target=\"_blank\">Pavement &#8211; New York, 21.09.2010 \/ Central Park Summerstage<\/a> <br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-nijmegen-06-07-2010\/\" target=\"_blank\">Pavement &#8211; Nijmegen, 06.07.2010 \/ Doornroosje<\/a> <br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-the-xx-primavera-27-05-2010\/\" target=\"_blank\">Pavement &#8211; Primavera Sound Festival Barcelona, 27.05.2010<\/a> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pavement-berlin-19-05-2010\/\" target=\"_blank\"><br>Pavement &#8211; Berlin, 19.05.2010 \/ Columbia Halle<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/steve-gunn-koeln-09-09-2019\/\">Steve Gunn \u2013 K\u00f6ln, 09.09.2019 \/ Bumann &amp; SOHN<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir landen am sp\u00e4ten Nachmittag in Newark. der Shuttlebus bringt uns in unser Hotel in Midtown. 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