{"id":1758,"date":"2009-11-20T20:31:12","date_gmt":"2009-11-20T19:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1758"},"modified":"2023-07-03T21:38:53","modified_gmt":"2023-07-03T19:38:53","slug":"phoenix-friska-viljor-dortmund-19112009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/phoenix-friska-viljor-dortmund-19112009\/","title":{"rendered":"Phoenix &#8211; Dortmund, 19.11.2009"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> FZW, Dortmund<br><strong>Vorband:<\/strong> Friska Viljor, Videoclub<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"608\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01-1080x608.jpg\" alt=\"Phoenix - Dortmund, 19.11.2009\" class=\"wp-image-19469\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01-1080x608.jpg 1080w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/03_Phoenix_19112009_01.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8218;Happy songs for happy people&#8216; h\u00e4tte das Motto f\u00fcr das kleine Konzertfestival im FZW sein k\u00f6nnen. Denn sowohl die sechs Schweden als auch die f\u00fcnf Pariser waren guter Dinge und haben uns ein L\u00e4cheln auf die Lippen gezaubert. Aber der Reihe nach.<br>Das Campus Radio Eldoradio in Dortmund feiert sein 10-j\u00e4hriges Bestehen. Was liegt da n\u00e4her, als sich zur Geburtstagsfeier Bands einzuladen, die f\u00fcr einen spielen. Und da so eine Radioredaktion aus einer \u00fcberschaubaren Menge Menschen besteht, war noch genug Platz, um weitere nette Menschen zur Feierlichkeit hinzu zu bitten. Zusammen fanden sich dann 1300 Leute im ausverkauften Freizeitzentrum West nahe der alten Unionbrauerei ein, um sich von <strong>Friska Viljor<\/strong>, <strong>Phoenix <\/strong>und dem Videoclub unterhalten zu lassen.<br>Ein Drei-Bands Set unter der Woche ist nicht t\u00e4glich machbar, wenn man am n\u00e4chsten Morgen um sechs Uhr raus darf, um das Geld mit ehrlicher Arbeit wieder reinzuholen, was man f\u00fcr Konzerttickets und Musikdatentr\u00e4ger ausgegeben hat. Nein, nein, ich beschwere mich nicht. Das mache ja alles freiwillig und voller \u00dcberzeugung. Ab und an muss man Dinge halt in Kauf nehmen. <strong>Phoenix <\/strong>ist eine Band, die ich gerne live sehen wollte, und vier Stunden Schlaf sind da ein kleineres \u00dcbel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil nach dem Konzert ja noch Geld mit der hauseigenen Disko verdient werden muss, m\u00fcssen die Shows p\u00fcnktlich und unter starken Zeitregelungen \u00fcber die B\u00fchne gebracht werden, was zu so skurrilen Anfangszeiten wie 19.30 Uhr f\u00fchrt. Zum anderen, und das ist der bedeutendere, wenn auch sehr egoistische, Einwand: Samstags bin ich sporttechnisch gebunden und finde keine Zeit, meinem Musikhobby zu fr\u00f6nen. Diesen Herbst habe ich so tolle Bands wie <strong>Portugal.the man<\/strong>, <strong>Big Pink<\/strong> oder <strong>Tegan &amp; Sara<\/strong> verpasst oder werde sie verpassen. Das <strong>The xx <\/strong>Konzert Anfang n\u00e4chsten Jahres ist ebenso an einem Samstag. Na toll!<br><\/p>\n\n\n\n<p>Dortmund ist nicht allzu weit entfernt, und das neue FZW \u00fcberdies eine tolle Konzertlocation, so dass ich diesen Ausweichtermin schnell auf der Agenda hatte.<br>Um kurz nach acht er\u00f6ffnete der M\u00fcnsteraner <strong>Videoclub <\/strong>den Abend. Ihr Musik l\u00e4sst sich mit einem Wort umschreiben: <strong>Foals<\/strong>. Wer die britische Band kennt und mag, der wird sich auch mit dem Videoclub anfreunden.<br><strong>Friska Viljor<\/strong> waren f\u00fcr mich die gro\u00dfen Unbekannten. Ich neige dazu, skandinavischen Bands skeptisch gegen\u00fcber zu stehen. Den Grund daf\u00fcr kenne ich nicht, wahrscheinlich gibt es auch keinen rationalen; es w\u00e4re aber m\u00f6glich, dass mein Unterbewusstsein &#8211; geleitet oder beeinflusst von welcher Quelle auch immer &#8211; mit dieser Erdregion nur schrulligen Folk-Pop oder dummen Rock-Pop verbindet. (<strong>Abba <\/strong>und <strong>Roxette <\/strong>halte ich mal au\u00dfen vor.) Beides nicht unbedingt meine Lieblingssachen. Ich war sehr gespannt, ob <strong>Friska Viljor<\/strong> in dieses Schema passen und mich langweilen oder nicht. Sie taten es nicht, weder das eine noch das andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ist aber, dass <strong>Friska Viljor <\/strong>zu dieser Kategorie Band geh\u00f6ren, die man entweder sofort mag oder f\u00fcr immer hasst. Ich mochte sie und ihren seichten Hang zum Verr\u00fcckten sofort.<br><strong>Daniel Johansson<\/strong>, <strong>Joakim Sveningsson<\/strong>, <strong>Mattias Areskog<\/strong>, <strong>Markus Bergqvist<\/strong>, <strong>Ludvig Rylander<\/strong> und <strong>Maria Lind\u00e8n <\/strong>schaffen es, das FZW nach drei Songs fest in der Hand zur halten. Ab da wird nach Aufforderung mitgeklatscht, geh\u00fcpft und gesungen. Dass sich die Schweden dabei selbst nicht allzu ernst nehmen, viele Lieder in einer lalala- Endlosschleife enden und der Schlagzeuger dem Security Mann Bier \u00fcber den Kopf prustet, verst\u00e4rkt die Sympathien um einiges. Nach sehr kurzweiligen 50 Minuten ist ein Gro\u00dfteil des FZW in der Gl\u00fcckseligkeit angekommen.<br>Der \u00fcbrige Rest ist ab halb elf dran. Dann betreten die franz\u00f6sischen Indiepopper <strong>Phoenix <\/strong>die B\u00fchne und verzaubern alle mit ihrer catchy-fluffigen Tanzmusik. Von Beginn an zeigt <strong>Thomas Mars<\/strong>, dass er der Dirigent der Massen ist. Wie man das es hinbekommt, dass einem das Publikum ausnahmslos untergeben ist, in diesem Metier kennt sich der S\u00e4nger aus. Die Musik ausleben, st\u00e4ndig in Bewegung sein, anfeuern, weite Wege gehen, B\u00fchnengitter hochklettern. All das hilft, und all das macht <strong>Thomas Mars<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Phoenix <\/strong>S\u00e4nger geh\u00f6rt zum Typ Rampensau. Direkt nach \u201eLisztomania\u201c, dem Startsong, steht er am B\u00fchnengitter und singt mit den ersten Reihen. Das Tanzfieber breitet sich aus. Bald sind nicht nur die M\u00e4dchen umnebelt vom Charme und Nonchalance der f\u00fcnf jungen M\u00e4nner auf der B\u00fchne. Letztere, so scheint es, haben <strong>Phoenix <\/strong>infusioniert bekommen. Kann man dieser Band eigentlich b\u00f6se sein? Ihre Gitarren sind so liebenswert, ihr Auftreten so harmonisch, dass man ihnen die etwas sperrigeren St\u00fccke so gar nicht abnehmen m\u00f6chte. \u201eLove like a sunset\u201c zum Beispiel, das in einem Wechselspiel zwischen <strong>Deck D&#8217;Arcy<\/strong> und <strong>Christian Mazzalai<\/strong> sekundenlang verharrt, w\u00e4hrend es sich S\u00e4nger <strong>Thomas Mars<\/strong>, die Monitorboxen als Kopfkissen nutzend, auf der B\u00fchne liegend bequem macht. Oder das abschlie\u00dfende \u201eRome\u201c, eines meiner Lieblingslieder der neuen CD, ist auch so ein eher untypischer <strong>Phoenix <\/strong>Song. In Dortmund wird er seziert dargeboten. Im Mittelteil schlichen sich Sequenzen von \u201eFunky squaredance\u201c ein, die der Frontmann zu einem weiteren Ausflug in die ersten Reihen nutzt.<br>Zur ersten Zugabe erscheinen nur S\u00e4nger <strong>Thomas Mars<\/strong> und <strong>Christian Mazzalai<\/strong>. Sehr reduziert wird \u201eEverything is everything\u201c gespielt, auch das anschlie\u00dfende \u201eLove for granted\u201c bestreitet das Duo ohne die Kollegen. Die kommen aber zum gro\u00dfen Finale zur\u00fcck. Und nat\u00fcrlich nutzt <strong>Thomas Mars<\/strong> die ausgedehnte \u201e1901\u201c Version dazu, einmal quer durch das FZW zu laufen, um die Thekenmannschaft im hinteren Bereich pers\u00f6nlich zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: Lisztomania<br>02: Long distance call<br>03: Lasso<br>04: Consolation prizes<br>05: Fences<br>06: Girlfriend<br>07: Armistice<br>08: Love like a sunset<br>09: Napoleon says<br>10: Too young<br>11: Rally<br>12: Rome (plus Funky squaredance)<br>Zugabe:<br>13: Everything is everything<br>14: Love for granted<br>15: If i ever feel better<br>16: 1901<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2009\/11\/phoenix-koln-14112009\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br>Phoenix &#8211; K\u00f6ln, 14.11.2009<\/a><br><a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2006\/11\/phoenix-bochum-04112006\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phoenix &#8211; Bochum, 04.11.2006<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHappy songs for happy people\u201c h\u00e4tte das Motto f\u00fcr das kleine Konzertfestival im FZW sein k\u00f6nnen. 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