{"id":1733,"date":"2009-11-14T11:34:09","date_gmt":"2009-11-14T10:34:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1733"},"modified":"2026-03-21T14:03:22","modified_gmt":"2026-03-21T13:03:22","slug":"editors-koln-12112009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/editors-koln-12112009\/","title":{"rendered":"Editors &#8211; K\u00f6ln, 12.11.2009"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> Palladium, K\u00f6ln<br><strong>Vorbands:<\/strong> Wintersleep, Maccabees<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02-1100x619.jpg\" alt=\"Editors12.11.2009\" class=\"wp-image-21556\" title=\"Editors - K\u00f6ln, 12.11.2009\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/13_Editors_12112009_02.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\">\u201eIn this light and on this evening\u201c. Die <strong>Editors <\/strong>spielten gestern in K\u00f6ln. Das Konzert wurde vom kleineren E-Werk auf die andere Stra\u00dfenseite ins Palladium geupgradet. Ein Qualit\u00e4tsbeweis, so k\u00f6nnte man meinen, der ohne Frage zutreffend ist, ist doch das dritte Album der Band aus England, <em>In the light and on this evening<\/em> hei\u00dft es, eines der besseren des Musikjahrgangs 2009. Innovativ, dunkel, tanzbar, zeitgem\u00e4\u00df. Aktuelle Popmusik f\u00fcr die &#8218;ich-entdecke-jetzt-mal-die-80er&#8216; Generation. Die sehr gegl\u00fcckte Fortf\u00fchrung des Indieelektro in die morbiden Keyboardskyscraper und B<strong>lade Runner<\/strong> Welten jener Zeit.<br>Die bisher beste Aufbereitung der musikalischen 80er und ein gefundenes Festmahl f\u00fcr die Kinder dieser Zeit.Mit ihrer, ja man kann sagen, konsequenten Weiterentwicklung bzw. Neuausrichtung (weniger Gitarren, mehr Keyboards liest man allenthalben, live stimmt dies aber nur bedingt) haben die <strong>Editors <\/strong>das geschafft, was ihren Generationenbands wie <strong>Maximo Park<\/strong> oder <strong>Bloc Party<\/strong> nur bedingt gegl\u00fcckt ist. Sie sind weiterhin im Gespr\u00e4ch, und zwar positiv.Im Vorfeld wurde f\u00fcr diesen Abend ein Wahnisnnsdreierpack angek\u00fcndigt. <strong>Editors <\/strong>\u2013 <strong>Maccabees <\/strong>\u2013 <strong>Wintersleep<\/strong>.<br>Wahnsinnig deswegen, weil Leute behaupten, die <strong>Maccabees <\/strong>seien eine der tollsten Bands \u00fcberhaupt. Ich kenne die britische Band nicht, kann aber uneingeschr\u00e4nkt best\u00e4tigen, dass <strong>Wintersleep<\/strong>, die mit <em>Welcome to the night sky<\/em> mein Lieblingsfr\u00fchjahrsalbum gemacht haben, eines eine sehr gute Combo sind (Frage am Rande: Gibt es eigentlich schlechte kanadische Bands?). Und \u00fcber die Editors muss ich jetzt nicht mehr viel sagen, oder?<br>Es hie\u00df also, p\u00fcnktlich zu ein. <strong>Wintersleep<\/strong>, wie eine Nerdinformationen durchsickerte, sollten bereits um 19.40 Uhr starten, und die wollte ich auf gar keinen Fall verpassen.<br>Die Nerdinformation war falsch. <strong>Wintersleep <\/strong>betraten um kurz vor 20 Uhr die B\u00fchne, um sie nach sechs Liedern und guten 20 Minuten sp\u00e4ter wieder zu verlassen. Sie spielten die ersten sechs Songs ihres letzten Albums in genau dieser Reihenfolge, wobei sie aber \u201eDead letter\u201c durch ein neues St\u00fcck ersetzten. So begann der Palladiumabend hinrei\u00dfend mit \u201eDrunk on Aluminium\u201c einem sehr typischen Wintersleepsong. Generell gilt, dass trotz der K\u00fcrze ihres Auftritts eine Menge vom Indiepop des <strong>Wintersleep<\/strong>-Kosmos her\u00fcber kam.<br>Es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu voll, der Sound, oder genauer gesagt der Bass aber so heftig, dass es mir schwerf\u00e4llt, mich in B\u00fchnenn\u00e4he aufzuhalten. Die <strong>Maccabees<\/strong>, die nach einer sagenhaft kurzen Umbauphase als zweite Band auftreten, kannte ich vorher nicht. Dementsprechend gespannt bin ich auf ihren Auftritt. Und bitte, nach den ersten ein, zwei Songs stelle ich mir die Frage, warum ich die englische Band bisher ignoriert hatte, \u201eNo kind words\u201c und \u201eOne hand holding\u201c gefallen mir sehr gut.<br>Im Laufe des Sets relativiert sich die anf\u00e4ngliche Begeisterung. &#8218;Ach darum&#8216;, dachte ich irgendwann bei Song Nr. 5 oder 6, &#8218;ach darum habe ich sie nicht f\u00fcr mich entdeckt.&#8216; Pl\u00f6tzlich kommen mir<strong> Biffy Clyro<\/strong> in den Kopf. Warum wei\u00df ich nicht, aber ich komme zu der, sehr komischen und abstrusen Gedankenverkn\u00fcpfung, dass die <strong>Maccabees <\/strong>wie <strong>Biffy Clyro<\/strong> seien. Von vielen sehr gesch\u00e4tzt, live bestimmt toll (<strong>BC<\/strong> werde ich am Montag sehen), aber definitiv nicht das richtige f\u00fcr mich. F\u00fcr viele um mich herum jedoch schon. Es herrscht eine freudige, ausgelassene Stimmung, die man bei Supportacts nur selten sieht. Und der Jubel ist gro\u00df, als die <strong>Maccabees <\/strong>nach einer halben Stunde die B\u00fchne wieder verlassen.<br>Die <strong>Editors <\/strong>beginnen famos. \u201cIn this light and on this evening\u201c, \u201eAn end has a start\u201c und \u201eBullets\u201c ist mit das Beste an Konzerter\u00f6ffnung, was ich mir vorstellen kann. Mir war gar nicht mehr bewusst, wie toll die <strong>Editors <\/strong>sein k\u00f6nnen. Ihr letzter Auftritt hatte mich weniger begeistert, aber das lag vielleicht auch am Wetter. Seinerzeit stand noch ein Klavier als zentrales Instrument auf der B\u00fchne. Auch 2009 wird es aufgefahren, aber dominanter sind die Keyboards. Zentral auf der B\u00fchne steht eines, dass S\u00e4nger <strong>Tom Smith<\/strong> ab und an bedient, zwei weitere Brigaden an Tasteninstrumenten formieren sich in Spielweite von Gitarrist <strong>Chris Urbanowicz<\/strong> und Bassist <strong>Russell Leetch<\/strong>. Und klar, die Keyboards sind einfach fantastisch, die neuen Songs herausragend. <br>Die <strong>Editors <\/strong>spielen das komplette neue Album, und dazu genau die alten Songs, die man erwartet: \u201eMunich\u201c, \u201eSmokers outside the hospital doors\u201c, \u201eFingers in the factory\u201c, \u201eRacing rats\u201c und und und. Die volle Setlist <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/meinzuhausemeinblog.blogspot.com\/2009\/11\/editors-koln-121109.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>.<br>Der Anfang war also toll, und wie ging es weiter? <br>Nun, eine Steigerung gibt es nicht mehr, kann es vielleicht auch nicht mehr geben. In der zweiten H\u00e4lfte des Sets verflacht der Anfangselan ein wenig. Einige L\u00e4ngen und Langatmigkeiten krabben ab \u201eLike treasure\u201c hervor. Das zumindest mein Eindruck. Die Songs lassen an Elan vermissen, \u201eSmokers outside the hospital doors\u201c, zum Beispiel ist nicht punktiert genug, das vorgehende \u201eYou are fading\u201c fad. Aber vielleicht sind die Erwartungen nach der fantastischen Er\u00f6ffnung auch zu gro\u00df.<br>Die Zugabe startet mit \u201eWalk the fleet road\u201c, dem vielleicht schw\u00e4chsten Song des neuen Albums. Das ist kein guter Beginn, aber mit \u201eMunich\u201c und vor allem \u201ePapillon\u201c zeigt die Kurve rasch wieder nach oben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein gutes Konzert, das zeigte, dass die Songs des neuen Albums gar nicht so weit weg sind von den \u00e4lteren. Live verschmelzen die unterschiedlichen Entwicklungsstufen zu einem sinnigen Gesamtbild, dass keine Br\u00fcche oder inhaltlichen Spr\u00fcnge aufweist. Die <strong>Editors <\/strong>haben sich nicht ge\u00e4ndert, sie haben vielleicht ein paar Instrumente ausgetauscht. Mehr aber nicht. Nach knappen 105 Minuten bildet \u201eFingers in the factories\u201c den Abschluss.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Europe<\/strong>, die parallel im E-Werk als Vorband zu <strong>Gotthard <\/strong>spielten, waren da schon l\u00e4ngst durch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-enemy-koln-30012008-20-3\/\" data-type=\"post\" data-id=\"543\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><br>Melt! &#8211; 18.07.2008<br><\/a><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/editors-koln-08112007\/\" data-type=\"post\" data-id=\"330\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Editors &#8211; K\u00f6ln, 08.11.2007<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/koln-13062007\/\" data-type=\"post\" data-id=\"221\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Editors &#8211; K\u00f6ln, 13.06.2007<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIn this light and on this evening\u201c. 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