{"id":1697,"date":"2009-11-02T12:07:56","date_gmt":"2009-11-02T11:07:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1697"},"modified":"2010-01-06T20:15:25","modified_gmt":"2010-01-06T19:15:25","slug":"white-lies-koeln-01112009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/white-lies-koeln-01112009\/","title":{"rendered":"White Lies &#8211; K\u00f6ln, 01.11.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"White Lies - K\u00f6ln, 01.11.2009\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2624\/4068264872_8ed8d5da8c.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"286\" \/><\/p>\n<p>Kann das was werden? Nach einigen anstrengenden Tagen und einem mehr oder weniger unerholsamen Wochenende hatte ich mich doch noch zum Besuch des White Lies Konzertes in der K\u00f6lner Live Music Hall entschieden.<br \/>\nDenkbar ung\u00fcnstige Voraussetzungen, die noch dadurch einen mitgekommen haben, dass erst der Zug versp\u00e4tet im Bahnhof einlief, es in Str\u00f6men regnete und ich sehr bedr\u00f6ppelt in der LMH ankam.<br \/>\nEinmal vor Ort steigerte sich jedoch meine Laune. Da es gegen kurz nach halb acht noch \u00fcbersichtlich leer in der Halle war, konnte ich mir einen guten Platz sichern. Ein erster Pluspunkt des Tages und ein gegl\u00fcckter Start. Ich war guter Dinge, denn wie oft ist es mir schon passiert, dass nach bl\u00f6den Vorgepl\u00e4nkeln Konzerte eine tolle und unvergessliche Angelegenheit wurden. Vielleicht ist es ja dieses Mal \u00e4hnlich.<br \/>\nDie White Lies. Eine gef\u00fchlte Herbstband, eine gef\u00fchlte One-Album Band.<br \/>\nBeides stimmt sicherlich nur bedingt, aber dieses waren meine ersten beiden Eindr\u00fccke, als ich ihr Deb\u00fctalbum im Fr\u00fchjahr des Jahres h\u00f6rte. Ich stand unter starker Glasvegas-Benommenheit und taumelte so durch die Tage, als mich das tolle \u201eA place to hide\u201c \u00fcberrannte und tagelang in meinem Kopf zugegen war. Und in der Tat, \u201eTo lose my life\u201c ist ein sehr gutes Album, allein die ersten drei Songs sehr gro\u00dfe Hits. Aber ich h\u00f6rte mich schnell leid am White Lies Pathos und den estrichthaften Songs, und so gerieten die Londoner \u00fcber den Sp\u00e4tsommer bei mir ein bisschen in Vergessenheit.<br \/>\nBis gestern, bis um Viertel nach neun, als die vier, live werden Harry McVeigh, Charles Cave und Jack Lawrence-Brown durch Keyboarder Tommy Bowen unterst\u00fctzt, White Lies mit \u201eFarewell to the fairground\u201c ihren Reigen er\u00f6ffneten.<br \/>\nDer B\u00fchnenaufbau lie\u00df einiges erwarten. Das Schlagzeug, gef\u00fchlte zwei Meter hoch postiert, thronte im Hintergrund, diverse Boxenansammlungen links und rechts und das Keyboard auf einem spacigen z-f\u00f6rmigen Untergestell installiert. Diese Band ist gr\u00f6\u00dfere Auftritte gewohnt, der B\u00fchnenaufbau machte dies \u00fcberdeutlich.<br \/>\nApropos Boxen. Der Sound war, nun ja, suboptimal. Nach ungef\u00e4hr einer halben Stunde, das Doppel des Abends \u201eTo lose my life\u201c und \u201eA place to hide\u201c war gerade zugange, begann es m\u00e4chtig zu dr\u00f6hnen. Der Bass suchte so stark den Weg ins Ohr, dass der Gesang zeitweise unterging und kaum durchkam. Sehr \u00e4rgerlich. Leider \u00e4nderte sich dies in der zweiten halben Stunde nicht mehr.<br \/>\nWie schon erz\u00e4hlt, im Fr\u00fchjahr h\u00f6rte ich das Album rauf und runter, es war ein willkommener Gast bei l\u00e4ngeren Autofahrten. Aber gestern wollte der Funke nicht so recht \u00fcberspringen. Ich kam nicht rein in den Abend und ein aha- oder Durchr\u00fcttel- Effekt blieben leider aus. Ich war zwar da, aber nicht dabei.<br \/>\n\u00dcberdies machten die drei, bzw. vier Jungs einen \u00fcberspielten Eindruck auf mich. Die Songs wirkten mehr erk\u00e4mpft als durch spielerische Mittel \u00fcberzeugend. Daran \u00e4nderte auch die silberne Gitarre von S\u00e4nger Harry McVeigh wenig. Nach knapp 60 Minuten waren die White Lies durch. Sie haben ihr komplettes Deb\u00fctalbum gespielt, mehr kann man nicht erwarten. Erg\u00e4nzt wurde das Set um \u201eTaxidermy\u201c und, als erster Zugabe, dem Talking Heads Song \u201eHeaven\u201c. Letztgenannter passte wunderbar und war ein gut ausgew\u00e4hltes Cover. Das die White Lies starke Referenzen zu der 80er Jahre Band haben, ja, das kam hier sehr deutlich r\u00fcber. Nicht umsonst nennt Songschreiber und Bassist Charles Cave sie als gr\u00f6\u00dferen musikalischen Einflu\u00df. Der \u00dcbersong \u201eDeath\u201c beendete schlie\u00dflich Abend.<br \/>\nEine lustige Geschichte am Rande. Kurz nach Konzertende hob ein Roadie sorgsam die Setlisten vom B\u00fchnenboden auf und hielt sie den vorderen Reihen entgegen. Da sich diese aber bereits merklich gelichtet hatten, wurden sie ihm nicht aus der Hand gerissen. Im Gegenteil, keiner schien dieses, eigentlich begehrliche Andenken mit nach Hause nehmen zu wollen. In seiner Not dr\u00fcckte er sie einem verdutzt dreinblickenden M\u00e4dchen in die Hand.<br \/>\nVielleicht habe ich in letzter Zeit zu viele bessere Konzertabende erlebt, so dass mir ein solider White Lies Abend als weniger gelungen in Erinnerung bleibt.<br \/>\nIch glaube, ich brauch jetzt mal eine Pause von britischen Bands. Zumindest f\u00fcr eine Woche. Dann kommen ja die Editors&#8230;<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Farewell to the fairground<br \/>\n02: Taxidermy<br \/>\n03: E.S.T.<br \/>\n04: Price of love<br \/>\n05: You still love him<br \/>\n06: To lose my life<br \/>\n07: A place to hide<br \/>\n08: Fifty on our foreheads<br \/>\n09: Nothing to give<br \/>\n10: Unfinished business<br \/>\nZugabe:<br \/>\n11: Heaven<br \/>\n12: From the stars<br \/>\n13: Death<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\nFotos: <a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157622716166354\/\" target=\"_blank\">frank@flickr<\/a><a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vh1Y7YVeIss\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/2008\/04\/the-breeders-koln-22042008-13\/\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann das was werden? 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