{"id":1604,"date":"2009-10-11T11:45:31","date_gmt":"2009-10-11T10:45:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1604"},"modified":"2009-10-11T11:45:54","modified_gmt":"2009-10-11T10:45:54","slug":"pompeii-dortmund-07102009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/pompeii-dortmund-07102009\/","title":{"rendered":"Pompeii \u2013 Dortmund, 07.10.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Pompeii - Dortmund, 07.10.2009\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2623\/4000056919_5bfd3e4727.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"271\" \/><\/p>\n<p>Es ist nichts los im Dortmunder Freizeitzentrum West. Der langj\u00e4hrige Dortmunder Klub hat sich nach seinem Umzug in die N\u00e4he des alten Unionsbrauereigel\u00e4ndese verst\u00e4rkt dem Ausrichten von Konzerten verschrieben. Auch fr\u00fcher fanden im alten FZW Konzerte statt, aber in der neuen Umgebung mit der gr\u00f6\u00dferen und aufger\u00e4umteren Halle werden auch \u201edickere\u201c Akts in die Bierstadt gelockt. Phoenix spielen hier im November, The Notwist im Dezember. Eine solche Konzertvielfalt hat diese Ruhrgebietsstadt l\u00e4nger nicht gesehen. Ich hoffe f\u00fcr die Betreiber, dass der Publikumsandrang entsprechend ist und der Laden auch im n\u00e4chsten Jahr in \u00e4hnlich ambitionierter Form weitermachen kann. Es w\u00e4re dem Dortmunder Indie-Publikum zu g\u00f6nnen.<br \/>\nGestern versteckte es sich allerdings in den eigenen vier W\u00e4nden. Rund um das FZW war es nahezu menschenleer.<br \/>\n\u201eHast Du ne Pfandflasche\u201c, fragte mich der Leergutsammler, der verloren auf der Stra\u00dfe auf- und abging. Ich verneinte und da wir beide nichts anderes zu tun hatten, begannen wir ein Gespr\u00e4ch. \u201eWer spielt hier heute, Pompeji, ne?!\u201c Der Mann schien gut informiert, und in den n\u00e4chsten Minuten sollte ich noch einige interessantes Innenansichten aus der Leergutbranche, wie er es nannte, erhalten. Zwei gro\u00dfe Plastikt\u00fcten Glasflaschenleergut wiegen ungef\u00e4hr 40 Kilo und bringen 8 \u20ac Pfandgeld. Er kannte alle Veranstaltungshallen im Ruhrgebiet und K\u00f6ln. E-Werk und Palladium seien lohnenswerte Orte, ebenso das Rheinenergiestadium. K\u00f6ln biete generell mit den Kaufland\u00f6ffnungszeiten bis 24 Uhr optimale Umtauschbedingungen, allerdings m\u00fcsse er vor jeder Fahrt abw\u00e4gen, denn die Zusatzkarte zum VRR-Verbundticket darf nicht negativ zu Buche schlagen. \u201eDer Unterschied Bruttoeinnahme und Nettogewinn darf nicht zu gro\u00df sein.\u201c Ansonsten sei es kein leichter Job. Die schweren Taschen, die Konkurrenz unter den Sammlern (\u201eWenn einige eine Flasche riechen, dann hast Du keine Freunde mehr.\u201c) hinterlassen Spuren. Er erz\u00e4hlte noch einige Anekd\u00f6tchen und Geschichten. Am meisten \u00e4rgere ihn jedoch das teilweise schreckhafte Verhalten der Besucher. \u201eWenn wir sammeln, dann halten einige ihre Taschen fester. als ob wir klauen wollten.\u201c So verging die Zeit, und nachdem wir uns verabschiedet hatten, ging ich nachdenklich in Richtung Eingang.<br \/>\nIm Klub sah es nicht betriebsamer aus. Gerade mal 20 Zuschauer wollten Pompeji sehen und h\u00f6ren. Das war nicht viel, wenn es nach mir ginge, h\u00e4tte es die zehnfache Zahl sein m\u00fcssen, denn Pompeii ist eine tolle Band. Noch mal: Pompeii ist eine tolle Band!<br \/>\nVor f\u00fcnf Wochen habe ich die Band entdeckt und war sofort begeistert. Amerikanischer Indiepop. Ich mag diese Spielart besonders gern, und wie es so ist, was man selbst toll findet, so glaubt man, m\u00fcssen auch andere toll finden. Aber die Welt ist nicht gerecht.<br \/>\nSo wirkte das FZW wie ein trostloser Herbsttag, als die vier Austiner die B\u00fchne betraten. Dean Stafford, Erik Johnson, Colin Butler, Rob Davidson leben, wohnen und arbeiten in Amerikas heimlicher Musikhauptstadt.<br \/>\nDie Band gr\u00fcndete sich 2004. 2006 ver\u00f6ffentlichte sie mit \u201eAssembly\u201c ihr erstes Album, 2008 folgte mit \u201eNothing happens for a reason\u201c der Nachfolger. Soweit der Biographiesprint.<br \/>\nAls ich h\u00f6rte, dass die Band im September auf ihre erste Europatour geht, freute ich mich sehr. Vor allem auf Caitlin Baily\u2019s tolles Cellospiel. Setzt sie doch mit ihrem Instrument die feinen Akzente in den Pompeii Songs.<br \/>\nDoch als im FZW nur vier Jungs die B\u00fchne st\u00fcrmten war klar, dass Caitlin Baily\u2019s nicht mit nach Europa gekommen war. Auf ihr bitters\u00fc\u00dfes Spiel musste ich also (leider) verzichten. Daf\u00fcr hatten sie eine andere \u00dcberraschung f\u00fcr mich parat.<br \/>\nLive klingen Pompeii eher nach Film School als nach RaRaRiot oder \u00e4hnlichen US-amerikanischen Indiebands. Wer \u201eNothing happens for a reason\u201c kennt, mag sich jetzt vielleicht wundern, und sind Film School nicht eher eine dieser neuen amerikanischen shoegazeraffinen Bands? Richtig, genauso wie die kombinierte Schlussfolgerung, dass die Songs live gitarrenlastiger interpretiert werden. Das Cello wird durch die Gitarre ersetzt, und die leisen Momente der CD finden so gut wie gar nicht statt. Dean Stafford und Erik Johnson blicken ganz sch\u00f6n oft zu Boden, \u201eRabbit ears\u201c und das abschlie\u00dfende \u201eNothing happens for a reason\u201c enden im Gitarrensalsa, dass es S\u00e4nger Dean Stafford gar auf den Boden wirft.<br \/>\nDas sieht in einem leeren Klub skurril aus. Nur gut, dass er nach dem ersten Song seine Brille abgesetzt und auf eine der Boxen gelegt hat.<br \/>\nDas Liveerlebnis stellt die Band in einen anderen, in einen rockigeren Kontext. Das traut man den Songs so nicht unbedingt zu, macht die Sache aber spannender.<br \/>\nPompeii haben \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01: Where we&#8217;re going, we don&#8217;t need roads<br \/>\n02: The Viking<br \/>\n03: False Alarm<br \/>\n04: Assembly<br \/>\n05: Ready \/ Not Ready<br \/>\n06: Rabbit ears<br \/>\n07: Knots<br \/>\n08: Nothing happens for a reason<br \/>\nZugabe:<br \/>\n09: Sit and wait<br \/>\n10: Relative is relative<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\nFotos: <a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157622543733712\/\" target=\"_blank\">frank@flickr<\/a><br \/>\n<a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vh1Y7YVeIss\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nichts los im Dortmunder Freizeitzentrum West. Der langj\u00e4hrige Dortmunder Klub hat sich nach seinem Umzug in die N\u00e4he des alten Unionsbrauereigel\u00e4ndese verst\u00e4rkt dem Ausrichten von Konzerten verschrieben. Auch fr\u00fcher fanden im alten FZW Konzerte statt, aber in der neuen Umgebung mit der gr\u00f6\u00dferen und aufger\u00e4umteren Halle werden auch \u201edickere\u201c Akts in die Bierstadt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","osh_disable_topbar_sticky":"default","osh_disable_header_sticky":"default","osh_sticky_header_style":"default","osh_sticky_header_effect":"","osh_custom_sticky_logo":0,"osh_custom_retina_sticky_logo":0,"osh_custom_sticky_logo_height":0,"osh_background_color":"","osh_links_color":"","osh_links_hover_color":"","osh_links_active_color":"","osh_links_bg_color":"","osh_links_hover_bg_color":"","osh_links_active_bg_color":"","osh_menu_social_links_color":"","osh_menu_social_hover_links_color":"","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"on","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[266,262],"class_list":["post-1604","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-konzert","tag-fzw","tag-pompeii","entry"],"views":5839,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1604","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1604"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1604\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}