{"id":1495,"date":"2009-08-28T16:03:01","date_gmt":"2009-08-28T15:03:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1495"},"modified":"2010-01-06T20:20:23","modified_gmt":"2010-01-06T19:20:23","slug":"coldplay-duesseldorf-27082009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/coldplay-duesseldorf-27082009\/","title":{"rendered":"Coldplay &#8211; D\u00fcsseldorf, 27.08.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Coldplay - D\u00fcsseldorf, 27.08.2009\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2054\/3865116150_0d64710594.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte mit dieser Band schon abgeschlossen. Eigentlich. Die letzten beiden Alben kenne ich nicht und die letzten Konzerte die ich von Coldplay sah, liegen schon einige Jahre zur\u00fcck. Im Palladium und der Philipshalle waren sie seinerzeit und bedeutend kleiner als es die esprit Arena ist.<br \/>\nDas war noch bevor Coldplay ihr Album x&amp;y herausgebracht hatten.  An das Philipshallenkonzert erinnere ich mich gerne zur\u00fcck. Es war ein tolles Erlebnis mit einer fantastischen Lasershow zu, ich glaube, \u201eYellow\u201c. Wie ich nun am Donnerstag erfahren habe, teile ich dieses Erlebnis mit dem Kilians S\u00e4nger Simon den Hartog. Ich hoffe, ich bin ihm damals nicht begegnet, den als Vor- Vorband (als Sandwichbelag waren noch die australischen Howling Bells mit von der Partie) hinterlie\u00dfen die Kilians an diesem Abend bei mir keinen sympathischen Eindruck.  Warum, kann ich nicht n\u00e4her begr\u00fcnden, aber ich sp\u00fcrte von Beginn an eine leichte Antipathie gegen\u00fcber der Dinslakener Ex-Sch\u00fclerband. Und das, obwohl ich sie pers\u00f6nlich gar nicht kenne. Aber sowas soll\u2019s ja geben.<br \/>\nDie Kleinstadt-Strokes (ich sag das, weil mich der Gesangsstil und Sound der Kilians ungemein stark an die <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.thestrokes.com\/\" target=\"_blank\">Gro\u00dfstadt-Band<\/a> erinnern) er\u00f6ffneten also den Abend und verpassten es nicht, gleich die Schleimspur in Richtung Coldplay und Publikum zu legen. \u201eMein erstes Konzert war tats\u00e4chlich Coldplay, vor sechs Jahren hier in D\u00fcsseldorf.\u201c  Kann man erz\u00e4hlen, muss man aber nicht. Wichtiger da schon dies: \u201eund ich habe die Vorband gehasst, einfach nur, weil sie da war.\u201c So so. Nun, jetzt seid ihr die Vorband, \u00e4hh die Vor- Vorband und ich bin mir nicht sicher, ob euch alle m\u00f6gen. \u201eWir haben auch Hits geschrieben\u201c, h\u00f6re ich sp\u00e4ter, \u201ejetzt kommt einer davon.\u201c Es folgt ihr Durchbruchsong &#8222;When will I ever get home&#8220;. Und das ist in der Tat ein Hit. Ihm und dem Deb\u00fctalbum \u201eKill the Kilians\u201c verdanken sie die Auszeichnung  \u201eZweitbester  Newcomer\u201c bei der  Einslive Krone Verleihung 2007. Es ist ein fluffig rockiges St\u00fcck Musik, und ihre derzeitige Single <a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7-7BiLzWtMA\" target=\"_blank\">Hometown<\/a> steht der in nichts nach. Beide Songs gefallen auch mir sehr gut. Nach einer guten halben Stunde war dann Schluss mit schlechtem Deutsch (\u201cwir schruben ein Lied \u00fcber unsere Heimatstadt\u201c, mit der eben jenes Hometown angek\u00fcndigt wurde.) und die eigentliche Vorband war an der Reihe. <a title=\"MySpace\" href=\"http:\/\/www.myspace.com\/howlingbells\" target=\"_blank\">Howling Bells<\/a>, eine mir v\u00f6llig unbekannte Band.<br \/>\nDie Australier begleiteten Coldplay schon auf verschiedenen US- Konzerten der Viva la Vida Tour und wurden als Support f\u00fcr die deutschen Konzerte in D\u00fcsseldorf und M\u00fcnchen gebucht. Als ich h\u00f6rte, dass nicht \u2013 wie in Hannover &#8211; die White Lies den Support \u00fcbernehmen w\u00fcrden, war ich ein wenig entt\u00e4uscht, doch das war unbegr\u00fcndet, denn die Howling Bells wussten zu \u00fcberzeugen.<br \/>\nDie Band um S\u00e4ngerin Juanita Stein gr\u00fcndete sich 2005. Gemeinsam mit ihrem Bruder und Gitarristen  Joel Stein, dem  Schlagzeuger  Glenn Moule  und Bassist Brendan Picchio zogen sie nach London, um die gro\u00dfe Karriere zu starten. Zwei Alben sind bisher dabei herausgesprungen. Der Sound der vier l\u00e4sst sich gut mit \u201eIndie Noir\u201c beschreiben. Einfl\u00fcsse so toller Indiekoryph\u00e4en wie <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siouxsie_and_the_Banshees\" target=\"_blank\">Siouxsie and the Banshees<\/a> oder den fr\u00fchen <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/The_Cranberries\" target=\"_blank\">Cranberries<\/a> sind erh\u00f6rbar und die Stimme von Juanita Stein wei\u00df  mit ihrem sanften Charme von ganz alleine zu \u00fcberzeugen.  Die Howling Bells sind eine Band, die ich im Auge behalten werde.<br \/>\nSo langsam wurde es dunkel im nun gut gef\u00fcllten Stadienrund. 44 000 Leute sollen anwesend sein. Das ist eine ganze Menge.<br \/>\nGegen 21 Uhr kommen Coldplay auf die B\u00fchne. Und was in den folgenden 2 Stunden passiert, ist nur so zu umschreiben: \u201eKonzertshow des Jahrzehnts!\u201c<br \/>\n\u201eGuten Abend meine Freunde\u201c begr\u00fc\u00dfte uns Chris Martin, nachdem die letzten Kl\u00e4nge des Openers \u201eLife in Technicolor\u201c verklungen waren. Mit \u201eViolet Hill\u201c und \u201eClocks\u201c legten Coldplay rechtm\u00e4\u00dfig los. Chris Martin sprang und h\u00fcpfte und ran von einem B\u00fchnenende zu n\u00e4chsten. Rauf auf den links von der B\u00fchne aufgebauten Laufsteg, zur\u00fcck und weiter auf den rechts von der B\u00fchne ins Publikum reichenden Steg. Es war ein enormes Laufpensum, was der Frontmann an diesem Abend hinter sich brachte.<br \/>\nErster H\u00f6hepunkt \u201eIn my Place\u201c, w\u00e4hrenddessen das komplette B\u00fchnen-U umlaufen wurde. Beim nachfolgenden \u201eYellow\u201c wurden erste interaktive Reize gestreut. Unter seichtem Laserlicht wurden gro\u00dfe Ballons von allen Ecken des Stadions in den Innenraum geworfen. Ab jetzt war die Stimmung on top. Stand ich dem zwei Tage zuvor <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.einslive.de\/\" target=\"_blank\">gewonnenen Konzerterlebnis<\/a> anfangs eher emotionslos gegen\u00fcber, so packte mich jetzt der Coldplay Kosmos. \u201eFix you\u201c schleuderte zum ersten Mal Feuerwerksraketen in den Himmel. Sehr sch\u00f6n! Was kann da noch kommen? Ich war gespannt. Berichte von anderen Konzerten der Tour hatte ich absichtlich nicht recherchiert. Ich wollte mir die \u00dcberraschungsmomente nicht nehmen lassen.<br \/>\nDen ersten Ausflug unternahm die Band nach einer dreiviertel Stunde. \u201eGod puts a smile&#8230;\u201c und \u201eTalk\u201c wurden in einem Quasi-Medley auf dem linken B\u00fchnensteg performt. Und wie! In einer passenden Dub Dance Version gingen die beiden Songs nahtlos ineinander \u00fcber, als ob sie schon immer zusammengeh\u00f6rten. Das passte wunderbarst. Und \u201eTalk\u201c in seinem Dance Mantel kam stark nach Friendly Fires. Die h\u00e4tten das nicht besser hinbekommen. Toll!<br \/>\nDas Szenario auf dem Laufsteg lie\u00df mich an U2 denken. Die hatten das erstmals auf ihrer<a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zoo_TV_Tour\" target=\"_blank\"> Zoo TV Tour<\/a> unter \u00e4hnlichem Jubel durchgezogen. Und es sollte nicht das letzte Mal sein, dass mir Parallelen zu der irischen \u00dcbergruppe in den Sinn kamen. Coldplay hatten auch ihren Anteil daran. U2&#8217;s <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XcvOWunC4N8\" target=\"_blank\">Magnificent<\/a> lief 10 Minuten vor Konzertbeginn vom Band und l\u00e4utete die hei\u00dfe Phase ein.<br \/>\nNachdem Chris Martin, Jonny Buckland, Will Champion und Guy Berryman zu \u201eThe hardest part\u201c wieder ihre Positionen auf der B\u00fchnen einnahmen, wurde neben dem Geschehen schon der n\u00e4chste Ausflug vorbereitet. Absperrgitter wurden postiert und so ein Gang zum anderen Ende des Innenraums geschaffen. Nach den letzten Kl\u00e4ngen von \u201eViva la Vida\u201c verlie\u00dfen Coldplay die B\u00fchne, begaben sich in den Innenraum und liefen h\u00e4ndeabklatschend zu ihrer Zweitb\u00fchne, die genau am anderen Ende des Innenraums aufgebaut war. F\u00fcr vier Songs wurde sie die neue Heimat. Und hier die n\u00e4chste U2 Assoziation: Die akustisch gespielten Songs hatten was von U2s \u201eRattle and Hum\u201c \u00c4ra. Definitiv. Nur leider \u00fcberkam Coldplay jetzt auch die Idee, Michael Jacksons Billie Jean in ihr Set einzubauen. Es war kein guter Gedanke.<br \/>\nBesser war da schon, das Publikum zu einer Handy- La Ola aufzufordern. Also nicht die H\u00e4nde nach oben, sondern die leuchtenden Displays. Nach drei Fehlversuchen klappte es denn auch ganz gut, und die Mobiltelefone leuchteten entsprechend der Wellenbewegung. Gro\u00dfkonzert\u00e4sthetik im 21. Jahrhundert.<br \/>\nEin famoses \u201ePolitik\u201c leitete den Schluss des regul\u00e4ren Sets ein. Nach Unmengen von Schmetterlingskonfetti zu \u201eLovers in Japan\u201c und einem Abschlussfeuerwerk nach dem Zugabeblock waren wir definitiv sprachlos. Ein toller Abend mit sehr spielfreudigen Coldplay ging dem Ende entgegen.<br \/>\nMein lieber Mann, ich habe lange kein so perfektes Konzert mehr gesehen. Hier stimmte einfach alles, vom Breakdance tanzenden Roadie zu Beginn der Show bis zum Verteilen der Coldplay CD <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.coldplay.com\/lrlrl\/lr.html\" target=\"_blank\">leftrightleftrightleft<\/a>, die jeder Zuschauer beim Verlassen der Arena in die Hand gedr\u00fcckt bekam.<br \/>\nZwei Dinge bleiben noch: Wenn Chris Martin demn\u00e4chst mit Sonnenbrille auf die B\u00fchne kommt, h\u00e4lt ihn nichts mehr auf. Dann ist er der neue Bono und Coldplay die neuen U2.<br \/>\nUnd noch der treffende Satz eines M\u00e4dchens neben mir, dass auf Chris Martins \u00c4u\u00dferung, sein Deutsch sei nicht besonders gut, entgegnete: \u201eDas macht nix. Hauptsache du siehst s\u00fc\u00df aus.\u201c Recht hat sie!<\/p>\n<p>Setlist:<br \/>\n01: Life In Technicolor<br \/>\n02: Violet Hill<br \/>\n03: Clocks<br \/>\n04: In My Place<br \/>\n05: Yellow<br \/>\n06: Glass Of Water<br \/>\n07: Cemeteries Of London<br \/>\n08: 42<br \/>\n09: Fix You<br \/>\n10: Strawberry Swing<br \/>\n11: God Put A Smile Upon Your Face<br \/>\n12: Talk<br \/>\n13: The Hardest Part<br \/>\n14: Postcards From Far Away<br \/>\n15: Viva La Vida<br \/>\n16: Lost!<br \/>\n17: &#8230;.<br \/>\n18: Death Will Never Conquer<br \/>\n19: Billie Jean (Michael Jackson Cover)<br \/>\n20: Politic<br \/>\n21: Lovers In Japan<br \/>\n22: Death And All His Friends<br \/>\nZugabe<br \/>\n23: The Scientist<br \/>\n24: Life In Technicolor II<br \/>\n25: The Escapist (Outro)<\/p>\n<p>\u2014\u2014<br \/>\nMultimedia:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Fotos: <a title=\"Flickr\" href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/pretty-paracetamol\/sets\/72157622043154219\/\" target=\"_blank\">frank@flickr<\/a><a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vh1Y7YVeIss\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte mit dieser Band schon abgeschlossen. 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