{"id":1452,"date":"2009-08-11T18:26:34","date_gmt":"2009-08-11T17:26:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1452"},"modified":"2026-10-07T19:09:28","modified_gmt":"2026-10-07T17:09:28","slug":"berlin-festival-2009-07082009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/berlin-festival-2009-07082009\/","title":{"rendered":"Berlin Festival 2009 &#8211; Tempelhof, 07.08.2009"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ort:<\/strong> Tempelhof, Berlin<br><strong>Bands:<\/strong> Saint Etienne, Dear reader, Telepathe, These new puritans, Pete Doherty<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1100\" height=\"619\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival-1100x619.jpg\" alt=\"Saint etienne - Berlin Festival 2009, Tempelhof, 07.08.2009\" class=\"wp-image-21897\" title=\"Saint Etienne - Berlin Tempelhof, 07.08.2009\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival-1100x619.jpg 1100w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival-980x551.jpg 980w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival-550x309.jpg 550w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/StEtienne_02_berlinfestival.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Freitag stand ganz im Zeichen der britischen <strong>Saint Etienne<\/strong>. Als ich vor einigen Wochen h\u00f6rte, dass die beste und meistuntersch\u00e4tzte englische Band der letzten 15 Jahre ihre Zusage f\u00fcr das Festival gegeben hat, war klar, da muss ich hin. Zu selten hat man die Gelegenheit, die drei Musiker live zu sehen und so gilt es, jede Chance gnadenlos zu nutzen.<br>Um es vorweg zunehmen und die Chronologie zu durchbrechen, <strong>Saint Etienne<\/strong> haben nicht entt\u00e4uscht und waren \u00e4hnlich souver\u00e4n wie seinerzeit beim Monsters of Spex, ihrem letzten Deutschlandauftritt vor einigen Jahren.<br><em>Fox Base Alpha<\/em>, ihr 1991er Deb\u00fctalbum bildete im Mai diesen Jahres das Grundger\u00fcst f\u00fcr einige Auftritte in England, bei denen <strong>Saint Etienne<\/strong> das komplette Album spielten.<br>In Tempelhof war ihre Mischung ausgewogener, zu <em>Fox Base Alpha<\/em> Klassikern wie \u201eOnly love can break your heart\u201c, \u201eGirl VII\u201c oder \u201eNothing can stop us\u201c gesellten sich die wunderbaren \u201eHeart failed\u201c, \u201eGood thing\u201c (mit \u201eYou probably know that from the Spanish Film Volver\u201c, wurde der Song angek\u00fcndigt) und ein Abschlussdreier, der seines Gleichen sucht (und wohl nicht findet!): \u201eLike a motorway\u201c, \u201eSylvie\u201c, \u201eHe is on the phone\u201c. Mehr geht nicht.<br>Diese Band ist erstaunlich. Zwei kleine Keyboardt\u00fcrmchen stehen mittig auf der B\u00fchne. Davor, fast am B\u00fchnenrand, ein Mikrofonst\u00e4nder. Das ist der Platz von S\u00e4ngerin <strong>Sarah Cracknell<\/strong>. Neben <strong>Kim Gordon<\/strong> und <strong>Beth Gibbons<\/strong> ist sie die dritte Grand Dame des ausgehenden letzten Jahrtausends. Divenhaft und souver\u00e4n swingt sie sich durch die Beats. Die kommen von <strong>Bob Stanley<\/strong> und <strong>Pete Wiggs<\/strong>, die sich hinter ihren Soundmaschinen positioniert haben.<br>Am Ende des Sets landete <strong>Sarah Cracknells<\/strong> Federboa im Publikum. Das gute St\u00fcck wurde gerecht geteilt. <strong>Saint Etienne<\/strong> waren das erhoffte Highlight. Doch bevor es soweit war, galt es, anderen Bands zuzujubeln.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2548\/3808814614_9dd1beb87b.jpg\" alt=\"\" title=\"Telepathe - Berlin Tempelhof, 07.08.2009\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dear Reader<\/strong> zum Beispiel. Die S\u00fcdafrikaner waren das erste, was wir an diesem Freitag h\u00f6rten. Ich hatte die Band dieses Jahr schon zweimal live erleben d\u00fcrfen und somit war meine Neugierde nicht ganz so gut. Die Konzerterinnerungen aus K\u00f6ln und Nijmegen waren noch zu pr\u00e4sent und dar\u00fcber hinaus hatte ich mich vorher schon darauf festgelegt, dass die gro\u00dfe Festivalb\u00fchne nicht zur <strong>Dear Reader<\/strong> Musik passt. \u00dcberrascht war ich ob des gro\u00dfen Zuschaueranspruchs. Waren zu Beginn des knapp 45 min\u00fctigen Sets die Menschenmassen noch \u00fcberschaubar, so f\u00fcllte sich die Halle doch recht ordentlich und mehrere Hundert lauschten den Kl\u00e4ngen um <strong>Cherilyn MacNeil<\/strong>, <strong>Darryl Torr<\/strong> und <strong>Michael Wright<\/strong>. Ach ja, die Violistin aus K\u00f6ln war auch wieder mit dabei und jemand mit Insiderwissen erz\u00e4hlte mir, dass sie jetzt festes <strong>Dear Reader<\/strong> Mitglied sei.<br>Nach \u201eHeavy\u201c, ihrem dritten oder vierten Song verlie\u00dfen wir daher den Hangar und schlenderten hin\u00fcber zur Second Stage. Hier spielten <strong>Telepathe<\/strong>. Auf die beiden M\u00e4dchen war ich schon gespannter, sie wollte ich mir unbedingt anh\u00f6ren. Anfang des Jahres erschien ihr Deb\u00fct \u201eDance Mother\u201c, und nicht nur im K\u00f6lner Stadtanzeiger gab es eine vielversprechende Plattenrezession. Mein Interesse wurde also schon fr\u00fchzeitig geweckt. <strong>Telepathe <\/strong>sind <strong>Melissa Livaudais<\/strong> und <strong>Busy Gangnes<\/strong> aus New York. Klar, woher auch sonst, zu ihren avantgardistischen Club-Pop-Dance-Techno-Sound passt nur diese Stadt. Und <strong>Telepathe <\/strong>passten mit ihrem Sound punktgenau in das Berlin Festival. Irgendetwas lie\u00df mich noch aufdem Heimweg zum Hotel denken, gut, dass ich Telepathe gesehen habe.<br> Zur\u00fcck an der Hauptb\u00fchne. <strong>These New Puritans<\/strong>. Ehrlich gesagt habe ich nach zwei Tagen Festival keine gro\u00dfen Erinnerungen mehr an die Band aus Southend. Das ist wohl kein gutes Zeichen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm4.static.flickr.com\/3437\/3808801802_539b7a8829.jpg\" alt=\"These New Puritans - Berlin Tempelhof, 07.08.2009\" title=\"These New Puritans - Berlin Tempelhof, 07.08.2009\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann kam <strong>Peter<\/strong>. Ich glaube er nennt sich jetzt lieber <strong>Peter <\/strong>als <strong>Pete<\/strong>, aber das nur als Nebens\u00e4chlichkeit. Ich bleib mal bei <strong>Peter<\/strong>. <strong>Peter Doherty<\/strong> war p\u00fcnktlich. Er hatte zwei T\u00e4nzerinnen dabei, und eine Gitarre, und seinen Hut, und \u2013 ach schei\u00df Klischeeverwirklichung \u2013 er hatte Alkohol im Blut. Ich vermute dies, weil sein leicht schwankender Gang darauf hindeutete. Aber er war da, und der Hangar zum ersten Mal voll. Also mit Leuten, nicht \u00e4hh, na ja.<br><strong>Peter Doherty<\/strong> schnallte sich also seine Gitarre um, und spielte los. Songs von seinem Soloalbum, den <strong>Babyshambles <\/strong>und den <strong>Libertines<\/strong>. Warum nur wollen so viele <strong>Peter Doherty<\/strong> sehen? Was hat der Mann au\u00dfer seinen Skandalen und einer begnadet tollen Stimme? Ich kam nicht hinter das Geheimnis, und nach einer guten halben Stunde hatte ich genug gesehen und geh\u00f6rt. Genug Musik f\u00fcr heute, aber morgen ist ja noch ein sch\u00f6ner Tag.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2603\/3807980351_132109d1c8.jpg\" alt=\"\" title=\"Peter Doherty - Berlin Tempelhof, 07.08.2009\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vh1Y7YVeIss\" target=\"_blank\"><br><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Freitag stand ganz im Zeichen der britischen Saint Etienne. Als ich vor einigen Wochen h\u00f6rte, dass die beste und meistuntersch\u00e4tzte englische Band der letzten 15 Jahre ihre Zusage f\u00fcr das Festival gegeben hat, war klar, da muss ich hin. 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