{"id":12364,"date":"2020-03-12T18:55:28","date_gmt":"2020-03-12T17:55:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=12364"},"modified":"2021-03-06T13:17:41","modified_gmt":"2021-03-06T12:17:41","slug":"embrace-manchester-06-03-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/embrace-manchester-06-03-2020\/","title":{"rendered":"Embrace &#8211; Manchester, 06.03.2020"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> O2 Victoria Warehouse, Manchester<br><strong>Vorband: <\/strong>CUD, Starsailor<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1400\" height=\"787\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/4.jpg\" alt=\"Embrace\" class=\"wp-image-12373\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Ein Abend in Manchester. Drei Bands. 3500 Leute. <br>Das sind die nackten Fakten, die sich um das <strong>Embrace<\/strong> Konzert im Manchester O2 Victoria Warehouse ranken. Es ist ein Abend, der wunderbar und hochinteressant war und der aufgrund der vielen neuen Eindr\u00fccke noch einige Zeit in meinem Ged\u00e4chtnis bleiben wird. Gef\u00fchlt ist es ein Konzert, das mich circa 23 Jahre zur\u00fcckwirft, zur\u00fcck in die Zeit, als der melodische Britpop kurzzeitig mein Musikinteresse bestimmte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Starsailor<\/strong> und <strong>Embrace<\/strong>, die &#8211; aus der zeitlichen\nDistanz betrachtet &#8211; Langweiler des Britpops um die Jahrtausendwende, gaben\neine Art Doppelkonzert und waren damit der Aufh\u00e4nger f\u00fcr einen Wochenendausflug\nnach Manchester. <strong>Starsailor<\/strong> und <strong>Embrace<\/strong>, hierzulande kennt die niemand\nmehr, in England f\u00fcllen sie mal eben und locker 3000er Hallen. 1998 mochte ich <strong>Embrace<\/strong> sehr. Ihr Deb\u00fctalbum <em>The good will out<\/em> war just\nver\u00f6ffentlicht und ihre Singles \u201eCome back to what you know\u201d und \u201eAll you good\ngood people\u201d waren Ohrw\u00fcrmer. Ihr Konzert im Odeon in M\u00fcnster empfand ich als\n\u00fcberragend und die <strong>McNamaras<\/strong> schickten\nsich an, das zweitwichtigste Br\u00fcderpaar des Britpops zu werden. Doch anders als\ndie Gallaghers setzen <strong>Richard<\/strong> und <strong>Danny McNamara<\/strong> weniger auf Ladism und\nmehr auf Pop und Harmonie. <strong>Embrace<\/strong>\nwurden die poppige, melodische Britpopabteilung, in die Jahre sp\u00e4ter auch James\nWalsh einstieg. <strong>Starsailor<\/strong> waren mit\nihren ersten Alben <em>Love is here<\/em> und <em>Silence is easy<\/em> nie weit weg von <strong>Embrace<\/strong>, und so kommt es sicher nicht\nvon ungef\u00e4hr, dass an diesem Abend beide Bands gemeinsam auf der B\u00fchne stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie so oft stehen Geburtstage als Grund f\u00fcr solche Touren.\nSowohl <strong>Embrace<\/strong> als auch <strong>Starsailor<\/strong> sind Bands der\nVergangenheit, die sich in den letzten 10 Jahren irgendwann wieder neu\nzusammengetan haben, um ein Best-of oder bestenfalls ein neues Album zu\nproduzieren. Man kennt das ja von Anderen: Jahrelang h\u00f6rt man nichts und auf\neinmal sind sie wieder da: <strong>Ride<\/strong>, <strong>Slowdive<\/strong>, etc. Die Motivation ist\nsicherlich bei jeder Band etwas unterschiedlich, aber der finanzielle Aspekt\nspielt wahrscheinlich immer ein bisschen mit. So ist es auch bei <strong>Embrace<\/strong>: ihre ersten drei Alben werden\nneu wiederver\u00f6ffentlicht; Reissues\nvon <em>The good will out<\/em>, <em>Drawn from memory<\/em> and <em>If you\u2019ve never been<\/em>\nauf Vinyl stehen in diesen Tagen in den Plattenl\u00e4den. <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Originally released on Virgin\u2019s Hut subsidiary in 1998, The Good Will Out became one of the fastest selling debut albums by a British artist, going on to sell over 500,000 copies domestically. Certified gold on the first day of release, the album hit the number one spot and spent 24 weeks in the Top 100, spawning three Top 10 singles, \u2018All You Good Good People\u2019 \u2018Come Back To What You Know\u2019 and \u2018My Weakness Is None Of Your Business\u2019 together with two further Top 40 hits, \u2018One Big Family\u2019 and \u2018Fireworks.\u2019 Critically acclaimed across the board, NME hailed the album as the \u201cone of the great debut albums of the past decade\u201d.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Das will vermarktet werden. Warum also nicht eine kleine Tour mit den gr\u00f6\u00dften Hits? Im Fall von <strong>Embrace<\/strong> sind das vornehmlich Songs des ersten und des vierten Albums. Schnell steht das Tourmotto: The Good will out of nothing; was meint: <strong>Embrace<\/strong> performing The Good will out &amp; Out of nothing<\/p>\n\n\n\n<p>Hinfahren? Mhh, warum nicht. Ich war noch nie in Manchester.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der Metrolink vom Piccadilly Gardens ben\u00f6tigt 20 Minuten, bis er uns an der Pomoda Station herausschmei\u00dft. Das O2 Victoria Warehouse liegt relativ weit drau\u00dfen, mitten im gef\u00fchlten Niemandsland. Das ist an diesem fr\u00fchen Abend zumindest mein Eindruck. In der N\u00e4he der Metrolinkstation ist nichts. Von weitem blinkt die wohl neue &#8211; ich war nicht da &#8211; Media City und das Areal The Quays, etwas n\u00e4her dran ist das Old-Trafford-Stadion. Zumindest laut Karte. Im Dunkeln ist es nicht auszumachen, im Dunkeln sehen wir nur eine vierspurige Stra\u00dfe und industrielles Brachland. <br>Das Warehouse liegt genau mittig zwischen den Metrolink Stationen Pomoda und Exchange Quay. Vielleicht h\u00e4tten wir an der zweiten Station aussteigen sollen. Auf dem Weg zum Warehouse gehen wir an einem ruhigen Kanal entlang, laufen ein paar Meter auf einer kleinen Landstra\u00dfe und kreuzen schlie\u00dflich einen Kreisverkehr, der die Hauptverkehrsstra\u00dfen nach Old Trafford und zum neugestalteten Areal The Quays verbindet. Hier liegt auch das Victoria Warehouse, von au\u00dfen ein unscheinbarer Backsteinbau mit zerbrochenen oder mit Holzlatten zugetackerten Fenstern. \u00dcber die Webseite erfahre ich folgende Informationen. Neben zwei Konzerts\u00e4len beheimatet der Backsteinbau auch ein Hotel. Ab 1925 wurde hier Baumwolle gelagert, die The Liverpool Warehousing Company ben\u00f6tigt Lagerkapazit\u00e4ten und baute dieses Lagerhaus. Anfang der 1980er Jahre lagerte Kellog\u2018s hier im gro\u00dfen Stil seine K\u00f6stlichkeiten, bevor Teile der R\u00e4umlichkeiten in den Jahren drauf von einem Feuer vernichtet wurden. 2005 begann dann die Umgestaltung und Renovierung des Victoria Warehouse zur Eventlocation mit sechs unterschiedlichen R\u00e4umlichkeiten, vom kleinen Konferenzraum mit Kapazit\u00e4t f\u00fcr 70 Personen bis zur Konzerthalle mit einer 3500er Kapazit\u00e4t.<br>Wir stellen uns an. Zur Einla\u00dfzeit ist die Schlange noch \u00fcberschaubar kurz. Als die erste Band des Abends um sieben Uhr auf die B\u00fchne geht, ist die Halle noch nahezu leer. <br><\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Band sind <strong>CUD<\/strong>. <strong>CUD<\/strong>, ich musste sie googlen. Eine britische Band aus den 1980er Jahren, irgendwie im damaligen britischen Independent unterwegs. Gibt es eine neue Platte von denen? Keine Ahnung. Um die 1990er Jahre hatten sie drei Top 40 Singles, was seinerzeit noch eine gewisse Aussagekraft hinsichtlich des Bekanntheitsgrades hatte. <strong>CUD<\/strong> waren keine Nobodys. So haben sich dann auch ungef\u00e4hr 30 <strong>CUD<\/strong> Ultras vor der B\u00fchne breit gemacht und singen fr\u00f6hlich die alten Songs mit. Songs wie \u201ePush and Shuv\u201c oder \u201ePurple Love Balloon\u201c k\u00f6nnen auch von den <strong>Happy Mondays<\/strong> oder den <strong>Soup Dragons<\/strong> sein, einiges klingt nach den <strong>Inspiral carpets<\/strong> ohne Schweineorgel.<br>Den kaum verst\u00e4ndlichen Ansagen des S\u00e4ngers entnehme ich, dass ihr Keyboarder irgendwas mit <strong>Embrace<\/strong> zu tun hat. Da w\u00e4re die Verkn\u00fcpfung f\u00fcr diesen Abend. Und ja, zwei Bands sp\u00e4ter sehe ich <strong>Mickey Dale<\/strong> erneut.<\/p>\n\n\n\n<p>3500 Leute fasst die Konzerthalle, sie ist ausverkauft. Als <strong>James Walsh<\/strong>, <strong>James Stelfox<\/strong>, <strong>Barry\nWesthead<\/strong> und <strong>Ben Byrne<\/strong> die B\u00fchne\nbetreten, ist der Saal fast voll. \u201eAlcoholic\u201c spielen <strong>Starsailor<\/strong> direkt zu Beginn. Es ist ein bisschen Perlen vor die\nS\u00e4ue, aber vielleicht wollen sie damit auch nur den elenden Rufen nach dem Song\numgehen. Das gelingt, statt \u201eAlcoholic\u201c skandiert die erste Reihe nach \u201eFour to\nthe floor\u201c.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1400\" height=\"787\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/2.jpg\" alt=\"Starsailor\" class=\"wp-image-12374\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Musikalisch passen <strong>Starsailor<\/strong>\nwie die Faust auf\u2019s Auge zu <strong>Embrace<\/strong>.\nOder weniger martialisch ausgedr\u00fcckt, <strong>Starsailor<\/strong>\nsind der perfekte Deckel auf den <strong>Embrace<\/strong>\nKonzerttopf. Beide Bands haben diesen seichten Popmelodien, die in England\nwahrscheinlich seit 20 Jahren die Haus- und B\u00fcroradiosender f\u00fcllen. Songs, die\nbeim H\u00f6ren nicht wehtun, die keine Bruchkanten haben und die man nach wenigen\nH\u00f6rdurchg\u00e4ngen sanft und sch\u00f6n mitsingen kann. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Embrace<\/strong> seien die Meister im sing-along-song, wie es <strong>James Walsh<\/strong> formuliert. Er h\u00e4tte auch gerne das Talent, solche Songs zu schreiben. Und er h\u00e4tte mit ihnen schon vor 40 Leuten auf einer gemeinsamen USA Tour gespielt und das h\u00e4tte genauso viel Spa\u00df gemacht wie an diesem Abend vor einem vollem Victoria Warehouse Haus. Ich glaube, er ist Fan. Den w\u00e4hrend des <strong>Embrace<\/strong> Konzertes steht er am B\u00fchnenrand, wippt leicht mit und schaut sich das Ganze sehr begeisternd an. <br> Nun, einige <strong>Starsailor<\/strong> Songs m\u00fcssen sich als Mitsingsong nicht hinter <strong>Embrace<\/strong> verstecken. \u201eGoodness for the good souls\u201c, \u201eFour to the floor\u201c, \u201eAlcoholic\u201d, allesamt gro\u00dfe Hits, die mindestens zum mitsummen uneingeschr\u00e4nkt einladen. <strong>James Walsh<\/strong> stapelt mit seiner Aussage meiner Meinung nach ein bisschen tief. <br>Die Setlist an diesem Abend hat sie alle. Bis auf ein oder zwei neue Songs spielen James Walsh und Kollegen die ollen Smasher von <em>Silent is easy<\/em> und <em>Love is here<\/em>. Und ehrlich, genauso hatte ich das erwartet. Abgesehen davon ist das letzte Album seit 2009 auch schon 3 Jahre alt. <em>All this life<\/em> wurde von <strong>Richard McNamara<\/strong> produziert. An \u201eBest of me\u201d kann ich mich erinnern, das haben sie gespielt. Ich wei\u00df nicht mehr, wie es klingt. Seit <em>Silence is easy<\/em> bin ich bei <strong>Starsailor<\/strong> raus, und m\u00f6chte mich auch nicht wieder neu einfinden. Alles zu seiner Zeit, und jetzt ist bei mir nicht die Zeit f\u00fcr neue <strong>Starsailor<\/strong> Sachen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist Starsailor:<\/strong><br>01: Alcoholic<br>02: Poor misguided fool<br>03: Best of me<br>04: In the crossfire<br>05: Tell me it&#8217;s not over<br>06: Silence is easy<br>07: Four to the floor<br>08: Good souls<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAll you good good people\u201c, gro\u00dfer Hit, gro\u00dfes Drama. Gleich zu Anfnag spielen die <strong>McNamaras<\/strong> ihren ersten Song vom Deb\u00fctalbum. Und das Konzert beginnt mit einer Situation, die auch so geplant h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. War sie aber nicht. <br>Was ist passiert? &nbsp;Das Intro von <em>The good will out<\/em> schallt aus den Boxen und die Band kommt auf die B\u00fchne. <strong>Danny McNamara<\/strong> geht ans Mikrofon und pfeift die Anfangst\u00f6ne von \u201eAll the good good people\u201c. Es folgt die erste Strophe inklusive Mitsingaufforderung an das Publikum f\u00fcr den Refrain. Als der Refrain einsetzt, ist pl\u00f6tzlich der Ton weg und das Licht im Saal geht aus. Alle denken, a ha, das muss jetzt so, das ist ja ein Supereffekt, der den Mitsingmoment enorm verst\u00e4rkt.<br>Tats\u00e4chlich war das aber nicht geplant. Die, die vorne stehen sehen, dass die Band direkt nachdem es dunkel wird, die B\u00fchne verl\u00e4sst. Und w\u00e4hrend die Halle noch fr\u00f6hlich den Refrain skandiert, werkeln auf und neben der B\u00fchne die Hallentechniker und suchen die entsprungene Sicherung. Anna Radozda&#8217;s Video weiter unten bringt das sehr gut auf den Punkt. <br>Erst nach und nach finden die Mitarbeiter die richtigen Schalter, und das <strong>Embrace<\/strong> Logo im B\u00fchnenhintergrund beginnt von rechts nach links aufzuleuchten. Erst ein E, dann das C, dann das A. Immer unter gro\u00dfem Jubel der 3500. Nach einigen Minuten ist der Strom wieder da und <strong>Danny McNamara<\/strong>, <strong>Richard McNamara<\/strong>, <strong>Steve Firth<\/strong>, <strong>Mike Heaton<\/strong> und <strong>Mickey Dale<\/strong> (der Keyboarder von vorhin) betreten die B\u00fchne zum zweiten Mal. \u201eAll the good good people\u201c reloaded. <strong>Danny McNamara<\/strong> pfeift erneut ins Mikrofon und dieses Mal \u00fcbersteht der Stromkreislauf die ersten Refrainzeilen ohne auszufallen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Hits kommen direkt zu Beginn. Als zweites und drittes spielen sie \u201eMy weakness is none of your business\u201c und \u201eCome back to what you know\u201c und halten sich damit exakt an die Songreihenfolge des Albums. Nach einer halben Stunde h\u00e4tte ich also gehen k\u00f6nnen, denn alle weiteren Songs sind in meinen Ohren schw\u00e4cher. Ich \u00fcbertreibe, \u201eSomeday\u201c, \u201eLooking as you are\u201c, \u201eOne big family\u201c sind auch gut, aber f\u00fcr mich eben nicht die h\u00f6chste <strong>Embrace<\/strong> Kategorie. Auch nicht die Songs von <em>Out of nothing<\/em>, die sp\u00e4ter noch folgen. Grunds\u00e4tzlich finde ich das Album nicht so gut wie die vorherigen Ver\u00f6ffentlichungen. <br>Dadurch, dass sie nur Songs von den beiden Alben <em>The good will out<\/em> und <em>Out of nothing<\/em> spielen, fehlen einige Hits von <em>Drawn from memory<\/em>. Kein \u201eHooligan\u201c, kein \u201eThe love it takes\u201c, kein \u201eYou\u2019re not alone\u201d. Das ist schade. <br><em>Out of nothing<\/em> ist das zweite Album, das an diesem Abend gew\u00fcrdigt wird. Songtechnisch ist es aber deutlich in der Minderheit. 6 Songs spielen sie von ihm, \u201cGravity\u201d und \u201cAshes\u201d sind dabei nat\u00fcrlich gesetzt. Sie bilden das Finale des Konzertes und nochmal ganz gro\u00dfes Mitsingkino. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich etwas nach hinten geschlichen, vorbei an bierseligen Menschen, die alle gro\u00dfe Freude am Konzert hatten. Am lautesten wird \u00fcbrigens an der Theke mitgesungen. Lustig, spannend, irritierend. Hier, wo man kaum etwas von der B\u00fchne sieht, ist die Stimmung mit am h\u00f6chsten. Vorne links war es \u00fcberraschend nur irgendwie geht so. Hier genoss man introvertierter, hatte ich das Gef\u00fchl. <\/p>\n\n\n\n<p>Was mir auff\u00e4llt, und das habe ich weder vor 22 Jahren noch f\u00fcnf, sechs Jahre sp\u00e4ter beim Haldern Pop bemerkt (da sah ich <strong>Embrace<\/strong> zum letzten Mal live) ist, dass viele der Songs nach <strong>Oasis<\/strong> der <em>Be here now<\/em> und sp\u00e4teren Phase klingen. \u201eThe last gas\u201c oder \u201eRetread\u201c erinnern mich doch sehr stark an die Gallaghers der 2000er Jahre.<br>Es sind aber die sanften Sing-a-long Songs, die <strong>Embrace<\/strong> so wunderbar draufhaben und so perfekt beherrschen, wie sonst kaum eine andere Band. Da hat <strong>James Walsh<\/strong> schon recht. Nahezu jeder Song endet in Mitsingrefrains, in la la la\u2019s oder ba ba ba\u2019s. \u201eAll you good good people&#8220;, \u201e My weakness is none of your business\u201d, \u201eCome back to what you know\u201c, \u201eFireworks\u201d, \u201eLooking as you are\u201d. Es gibt viele Beispiele.<br>\u201eAshes\u201d und \u201eGravity\u201d sorgen nochmal f\u00fcr gro\u00dfe Stimmung im Victoria Warehouse. Warum da aber der ein oder andere Bierbecher fliegt, verstehe ich nicht. Gerade die <strong>Coldplay<\/strong> Ballade \u201eGravity\u201c (a Coldplay-penned composition that Chris Martin (good friend of Danny McNamara) gifted to Embrace after Martin decided that the song sounded a bit more like Embrace than it did Coldplay) ist nicht unbedingt eine Blaupause f\u00fcr einen Bierbecherwerfsong.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Ich war noch nie in Manchester und Konzerte bieten sich immer an, Aufh\u00e4nger f\u00fcr St\u00e4dtetrips zu sein. Dieses <strong>Embrace<\/strong> Konzert war ein netter und unterhaltsamer Ausflugsaufh\u00e4nger, der durch die Kombination mit <strong>Starsailor<\/strong> zu einer lohnenswerten und runden Sache wurde. <br><em>Drawn from Memory<\/em> ist \u00fcbrigens mein liebstes <strong>Embrace<\/strong> Album. Wenn sie das live spielen, komme ich wieder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br>01: All you good good people<br>02: My weakness is none of your business<br>03: Come back to what you know<br>04: A glorious day<br>05: Someday<br>06: Looking as you are<br>07: Keeping<br>08: Wish `em all away<br>09: The last gas<br>10: One big family<br>11: Higher sights<br>12: Retread<br>13: Out of nothing<br>14: Gravity<br>15: Ashes<br>Zugabe:<br>16: That&#8217;s all changed forever<br>17: Fireworks <br>18: The good will out <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed aligncenter is-type-video is-provider-facebook wp-block-embed-facebook\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"oceanwp-oembed-wrap clr\"><div id=\"fb-root\"><\/div><script async=\"1\" defer=\"1\" crossorigin=\"anonymous\" src=\"https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v10.0\" nonce=\"BwZAusrN\"><\/script><div class=\"fb-video\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anna.radozda\/videos\/3077793198921896\/\" data-width=\"1200\"><blockquote cite=\"https:\/\/www.facebook.com\/anna.radozda\/videos\/3077793198921896\/\" class=\"fb-xfbml-parse-ignore\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anna.radozda\/videos\/3077793198921896\/\"><\/a><p>Starsailor Victoria Warehouse Manchester 06.03.2020<\/p>Posted by <a href=\"#\" role=\"button\">Anna Radozda<\/a> on Monday, March 9, 2020<\/blockquote><\/div><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-facebook wp-block-embed-facebook\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div class=\"oceanwp-oembed-wrap clr\"><div id=\"fb-root\"><\/div><script async=\"1\" defer=\"1\" crossorigin=\"anonymous\" src=\"https:\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v10.0\" nonce=\"9TjdYU2l\"><\/script><div class=\"fb-video\" data-href=\"https:\/\/www.facebook.com\/100000737387164\/videos\/3078043328896883\/\" data-width=\"1200\"><blockquote cite=\"https:\/\/www.facebook.com\/anna.radozda\/videos\/3078043328896883\/\" class=\"fb-xfbml-parse-ignore\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/anna.radozda\/videos\/3078043328896883\/\"><\/a><p>Embrace Victoria Warehouse Manchester 06.03.2020<\/p>Posted by <a href=\"#\" role=\"button\">Anna Radozda<\/a> on Monday, March 9, 2020<\/blockquote><\/div><\/div>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Starsailor - Bochum, 24.10.2015 \/ Zeche (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/starsailor-bochum-24-10-2015\/\" target=\"_blank\">Starsailor &#8211; Bochum, 24.10.2015 \/ Zeche<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/konzerte-2003\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Starsailor - K\u00f6ln, 18.11.03 \/ E-Werk  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Starsailor &#8211; K\u00f6ln, 18.11.03 \/ E-Werk <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Abend in Manchester. Drei Bands. 3500 Leute.<br \/>\nDas sind die nackten Fakten, die sich um das Embrace Konzert im Manchester O2 Victoria Warehouse ranken. Es ist ein Abend, der wunderbar und hochinteressant war und der aufgrund der vielen neuen Eindr\u00fccke noch einige Zeit in meinem Ged\u00e4chtnis bleiben wird. Gef\u00fchlt ist es ein Konzert, das mich circa 23 Jahre zur\u00fcckwirft, zur\u00fcck in die Zeit, als der melodische Britpop kurzzeitig mein Musikinteresse bestimmte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12376,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"none","_seopress_titles_title":"pretty-paracetamol in concert:  %%post_title%%","_seopress_titles_desc":"Ein Abend in Manchester. Drei Bands. 3500 Leute. \r\nDas sind die nackten Fakten, die sich um das Embrace Konzert im Manchester O2 Victoria Warehouse ranken. Es ist ein Abend, der wunderbar und hochinteressant war und der aufgrund der vielen neuen Eindr\u00fccke noch einige Zeit in meinem Ged\u00e4chtnis bleiben wird. 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