{"id":1233,"date":"2009-06-05T17:07:47","date_gmt":"2009-06-05T16:07:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1233"},"modified":"2010-06-25T19:31:15","modified_gmt":"2010-06-25T17:31:15","slug":"the-pains-of-being-pure-at-heart-koln-05062009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/the-pains-of-being-pure-at-heart-koln-05062009\/","title":{"rendered":"The pains of being pure at heart &#8211; K\u00f6ln, 05.06.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"hab leider meinen Knippsapparat vergessen \" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/11\/36\/69\/5043669.abb4f79a.560.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"281\" \/><\/p>\n<p>Geschickt zitieren oder dumm kopieren? The Pains of being pure at Heart spalten die Indiegemeinschaft. <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/meinzuhausemeinblog.blogspot.com\/2009\/05\/pains-of-being-pure-at-heart-paris.html\" target=\"_blank\">Die einen<\/a> wollen lieber die Originale sehen und h\u00f6ren, die in diesem Fall Namen haben wie \u201eMy Bloody Valentine\u201c, \u201eThe Jesus and Mary Chain\u201c, Ride oder Slowdive haben, w\u00e4hrend <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/meinzuhausemeinblog.blogspot.com\/2009\/06\/pains-of-being-pure-at-heart-koln.html\" target=\"_blank\">die anderen<\/a> und ich die Renaissance des Endachtziger- Anfangneunziger Indie sehr wohlwollend entgegennehmen.<br \/>\nInterpol waren die Wegweiser, ihr 2002er Deb\u00fct \u201eTurn On the Bright Lights\u201c lie\u00df zum ersten Mal kleine Nostalgiegef\u00fchle aufkeimen. Es folgten Reunionkonzerte von \u201e<a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/My_Bloody_Valentine\" target=\"_blank\">My Bloody Valentine<\/a>\u201c oder \u201eThe Jesus and the Mary Chain\u201c, und nachdem im letzten Jahr Bands wie <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.filmschoolmusic.com\" target=\"_blank\">Film School<\/a> (werden hierzulande sehr untersch\u00e4tzt), White Lies oder Glasvegas es entg\u00fcltig geschafft haben, <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Shoegazing\" target=\"_blank\">Shoegaze<\/a> und <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/C86\" target=\"_blank\">C86<\/a> ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckzurufen, legen <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.thepainsofbeingpureatheart.com\" target=\"_blank\">TPOBPAT<\/a> nun radikal nach.<br \/>\nSind sie wirklich diese imagin\u00e4re Supergroup meiner fr\u00fchen Indielieblinge, wie \u00fcberall zu lesen ist? Ich kenne ihr selbstbetiteltes Deb\u00fctalbum noch nicht, nur die YouTube Schnipsel, die in all den Musikblogs verlinkt werden. Aber die reichten mir, um die Pains in den richtigen Kontext zu stellen und sie zu meiner neuen Lieblingsband zu erkl\u00e4ren.<br \/>\nEinzeln hatte ich die Referenzen alle schon gesehen. Damals, \u201eMy Bloody Valentine\u201c im E-Werk, ein bis heute sehr pr\u00e4gendes Konzerterlebnis mit einer 20 min\u00fctigen R\u00fcckkopplungsschweinerei am Schluss eines einst\u00fcndigen Sets, das so laut war, dass mir noch Tage danach die Ohren dr\u00f6hnten. Oder <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ride\" target=\"_blank\">Ride<\/a> im K\u00f6lner Wartesaal, als wir auf dem R\u00fcckweg diverse 1. April Scherze der Gemeindeverwaltung zunichte machten. Oder <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Slowdive\" target=\"_blank\">Slowdive<\/a>, <a title=\"Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lush_(Band)\" target=\"_blank\">Lush<\/a> und ach wie sie alle hie\u00dfen.<br \/>\nUnd 2009 all diese Bands geb\u00fcndelt in einer. Geht das?<\/p>\n<p>Es herrscht eine gespannte Atmosph\u00e4re im K\u00f6lner Luxor. Das Konzert wurde wegen der regen Nachfrage vom kleinen Blue Shell ins nicht ganz so kleine Luxor geupgradet. Und der Laden ist sehr gut gef\u00fcllt. Alle sind da. Alle wollen den Indie &#8211; Hype des Jahres unbedingt live erleben.<br \/>\nThe Pains of being pure at Heart, vier junge Menschen aus New York, die gestern mit Gitarrenverst\u00e4rkung antraten, zaubern uns ein wohlwollendes Shoegaze schmunzeln ins Gesicht.<br \/>\nDie Band, die im Laufe des letzten Jahres durch ihre Single und EP Ver\u00f6ffentlichungen mehr und mehr Beachtung fand, spielt dieser Tage ihre ersten Deutschland Auftritte.<br \/>\nBassist Alex, Schlagzeuger Kurt, Keyboarderin Peggy und Frontmann Kip erfinden <a title=\"Faznet\" href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B\/Doc~ED0237C02C431491C8B613D428D0B0230~ATpl~Ecommon~Scontent.html\" target=\"_blank\">das Rad nicht neu<\/a>. Bei jedem ihrer Songs schie\u00dfen mir in den ersten 10 Sekunden abwechselnd Gedanken wie \u201eAh ein Ride cover\u201c, \u201eAh, ein My Bloody Valentine\u201c Cover, oder  \u201eAh, ein Jesus and the Mary Chain Cover\u201c in den Kopf, aber schnell ist der Gedanke wieder weg und die Freude \u00fcber eine junge Band, die die alten Klassiker geschickt f\u00fcr sich vereinnahmt, schleicht sich langsam aber stetig in den Vordergrund.<br \/>\nMacht das den Erfolg der Pains aus? Dieses Zur\u00fcckholen der fast schon in Vergessenheit geratenen Feedbacks und Gitarren, diese live sehr konsequente Umsetzung der My Bloody Valentine Sounds? Das verlangen danach scheint gro\u00df zu sein. Live funktioniert es sehr gut, und digital kann es nicht viel anders sein. Wie hab ich irgendwo gelesen: Hinter einem Vorhang aus klirrenden Gitarren, Feedbacks und Reverbs. Damit ist alles beschrieben.<br \/>\nDie Gitarrenwand ist in einer Linie am B\u00fchnenrand aufgebaut. Das Schlagzeug steht da, wo es traditionell hingeh\u00f6rt: im hinteren Bereich mittig. S\u00e4nger Kip schaut apathisch ins nichts, Peggys Augen sind durch den geraden Pony verdeckt, man sieht ihr Gesicht kaum. Yoko Ono Style. Bassist Alex und sein Gitarrenkollege wirken konzentriert und im L\u00e4rm versunken. Die Band passt optisch optimal zur Musik.<br \/>\nDas Luxor ist begeistert. Man kann den Jubel nicht h\u00f6ren, nur  f\u00fchlen. Es bleibt kaum eine L\u00e4rmpause f\u00fcr den aufbrausen wollenden Applaus. Die ersten drei Songs spielen TPOBPAH in einem durch. Damit ist das erste Drittel des Konzerts schon fast erreicht. Dass der Abend kurz wird, verrieten die Vorberichte anderer Konzerte. Was sie nicht erz\u00e4hlten, war die durchweg hohe Qualit\u00e4t des Sets.<br \/>\nWie viele Hits passen in 40 Minuten? Die Pains schafften 11, und zeigten, wo die Gitarren h\u00e4ngen.<br \/>\nZwei neue St\u00fccke (\u201e103\u201c und \u201eHigher than the stars\u201c) war auch dabei. Aber f\u00fcr mich war ja fast alles neu. Und auch nicht. Denn vertraut kam mir alles vor. Die Songstrukturen unterscheiden sich ja auch nicht allzu sehr. Der Kritiker k\u00f6nnte hier einwerfen: \u201eKennste einen, kennste alle. Das ist doch fad\u201c. Stimmt zwar, aber fad ist es deshalb noch lange nicht. Ein anderes f -Wort ist passender: fabelhaft!<br \/>\nDer schon zu oft erw\u00e4hnte Kontext war allgegenw\u00e4rtig, aber die Pains kopieren nicht, sie zitieren geschickt (um die Eingangsfrage zu beantworten). Sie hauchen dem alten Shoegaze ihre eigene Note ein. Luftiger und sanfter klang das, weniger getragen und schwerm\u00fctig als bei ihren britischen Kollegen aus den 90ern. Und auf ihre Schuhe haben sie auch nicht geschaut!<br \/>\nIch wiederhole mich nur zu gern: The Pains of being pure at Heart sind eine wundervolle Band, ihre Konzerte unbedingt empfehlenswert. Ich empfehle, das Album in angemessener Lautst\u00e4rke (also laut) \u00fcber Kopfh\u00f6rer zu h\u00f6ren. Wer dann nicht versteht, versteht es niemals. Manchmal reichen 40 Minuten als perfekter Moment. Die Revolution startet hier!<\/p>\n<p>Zusatz: Nachdem heute Nachmittag die CD zweimal hintereinander weg geh\u00f6rt habe fiel mir auf, dass es gestern Abend nicht ganz so luftig und leicht \u2013 oder soll ich sagen Teenage Fanclub -lastig \u2013 klang. Bestimmt auch wegen des zus\u00e4tzlichen Gitarristen Christoph Hochheim.<\/p>\n<p><strong>Setlist:<\/strong><br \/>\n01. Doing All the Things That Wouldn&#8217;t Make Your Parents Proud<br \/>\n02. This Love Is Fucking Right!<br \/>\n03. Young Adult Friction<br \/>\n04. Come Saturday<br \/>\n05. The Tenure Itch<br \/>\n06. Stay Alive<br \/>\n07. 103<br \/>\n08. Everything With You<br \/>\n09. The Pains Of Being Pure At Heart<br \/>\nZugabe:<br \/>\n10. Higher Than The Stars<br \/>\n11. Gentle Sons<\/p>\n<p><strong>Multimedia:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.musicheadquarter.de\/v1\/konzert-festival-event-berichte\/the-pains-of-being-pure-at-heart-luxor-koeln_594.html\" target=\"_blank\">auch nett<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschickt zitieren oder dumm kopieren? The Pains of being pure at Heart spalten die Indiegemeinschaft. 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