{"id":1167,"date":"2009-04-29T16:19:16","date_gmt":"2009-04-29T15:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1167"},"modified":"2009-04-29T16:27:11","modified_gmt":"2009-04-29T15:27:11","slug":"anna-ternheim-koln-27042009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/anna-ternheim-koln-27042009\/","title":{"rendered":"Anna Ternheim &#8211; K\u00f6ln, 27.04.2009"},"content":{"rendered":"<p>Anna Ternheim. Schwedin. Hatte ich hier eigentlich schon mal erw\u00e4hnt, dass ich mit Ausnahme der Cardigans und Motorpsycho mit skandinavischer Popmusik im weiteren Sinne nicht allzu viel anfangen kann? Diese leicht depressive Grundstimmung all der thirtysomething ist nicht immer zu ertragen. Da driftet f\u00fcr mich selbst eine \u201edance, dance, dance\u201c Lykke Li in dunkle, zu schwerm\u00fctige Gefilde ab.<br \/>\nAnna Ternheim geh\u00f6rt auch zu dieser Gruppe. Nun, dass ich trotzdem auf ihr Konzert gehe und mich mit ihrer Musik besch\u00e4ftigt habe ist auf die nimmerm\u00fcden Empfehlungsrufe und Lobeshymnen meines Konzertkollegen Christoph zur\u00fcckzuf\u00fchren, der jede noch so kleine M\u00f6glichkeit nutzt, mir diese Frau so was von ans Herz zu legen, dass ich gar nicht anders konnte als sie live sehen zu wollen. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.<br \/>\nThe Tiny er\u00f6ffneten den Abend. Ellekari Larsson und Leo Svensson, die sp\u00e4ter auch in Annas Band mitwirken werden, geben die Richtung vor: \u201eWe warm you up with some depressive songs.\u201c Die Musik erinnert mich an Bj\u00f6rk oder Kate Bush, Ellekaris stimme hat was von Catatonias Cerys Matthews. Rauchig und nicht akzentfrei. Sie klingt sehr interessant und passt gut zum  Songwriting. (In dem Zusammenhang kurz erw\u00e4hnt: Ellekaris f\u00fchrt mit Ane Brun \u2013 eine weitere  thirtysomething &#8211; ein eigenes Label Namens DetErMine Records).<br \/>\nMit \u201eThis next song is about marriage\u201c wird ein weiterer Song angek\u00fcndigt, erg\u00e4nzt durch einen schweren langer Seufzer. Sehr, sehr unterhaltsam das ganze.<br \/>\nVier oder f\u00fcnf Songs lang ging das minimalistische Set gut, und bevor es zu anstrengend werden konnte, war ihr Set nach knappen 25 Minuten vorbei. Das Publikum wurde auch schon ein wenig unruhig, der Ger\u00e4uschpegel stieg merklich. Nun ja, jetzt war die Musik vorbei und es konnte in Ruhe weitergelabert werden.<br \/>\nAnna Ternheim war, wie soll ich sagen, okay und sehr gut. Mein Problem war, dass ich erst relativ sp\u00e4t ins Luxor kam, und der laden schon gut gef\u00fcllt vor mir lag. Wer das Luxor kennt wei\u00df, dass man dann irgendwo zwischen Theke, Durchgangsweg und \u201eDie Musik ist ja ganz nett, aber ich muss dir noch das erz\u00e4hlen\u201c Menschen steht, und vom Konzert mehr als deutlich abgelenkt wird. \u201eIch bin bei Anna Ternheim. Das Luxor ist doof, es ist voll und ich seh\u2019 nix.\u201c Ich hab schon wieder eine sms unfreiwillig mitgelesen, aber das trifft es. Wenn man nicht im vorderen Bereich bist, kann ein Luxor Konzert nur sehr schwer begeistern, da kann sich die Band noch so viel M\u00fche geben.<br \/>\nDer Opener des Albums \u201eSeparation road\u201c, \u201eGirl laying down\u201c, er\u00f6ffnete auch den Konzertabend. Es folgte \u201eWhatever have I done\u201c, Song Nummer eins des neuen Albums \u201eLeaving on monday\u201c. Ich kenne ihre Songs (noch) nicht ganz so gut, aber die ersten beiden St\u00fccke habe ich gleich wiedererkannt. Der Start war somit f\u00fcr mich gelungen.<br \/>\nIch kann gut verstehen, warum man Fan von Anna Ternheim werden kann. Ihre B\u00fchnenpr\u00e4senz wirkt sympathisch, ihre Stimme ist auch live klasse und die Band wirkt homogen. Anna Ternheim ist somit live die logische und richtige Fortsetzung ihrer musikalischen Konserven.<br \/>\nDie erste Zugabe war a-capella in Reinform und ein erstes Highlight eines unspektakul\u00e4ren Konzertes. Anna und ihre Begleitmusikerin Ellekaris (ja, die auch bei The Tiny gesungen hat) standen am B\u00fchnenrand und sangen nur zur Akkustikgitarre \u201eSummer rain\u201c. Da das ganze ohne Mikrofon und elektrischer Verst\u00e4rkung vorgetragen wurde, hatte der hintere Teil des Luxors rein gar nichts davon. Hierhin hatte ich mich mittlerweile zur\u00fcckgezogen, denn der Abend war bereits fortgeschritten und ich wollte diesmal nicht den letzten Zug Richtung Bett nehmen. Da ich also nichts au\u00dfer den L\u00e4rm des Vorraums durch die immer mal wieder ge\u00f6ffnete T\u00fcr h\u00f6rte, dem Charme des Vortrags somit nicht erliegen konnte, hielt mich nicht mehr viel (eigentlich gar nichts) und ich verlie\u00df das Luxor.<br \/>\nMusikalisch riss mich Anna Ternheim nicht um. Sie schaffte es nicht, mich heute so zu begeistern, dass ich unbedingt bis zum Ende bleiben wollte. Lag es an mir und meinem Stehplatz oder an Anna? Ich bin mir \u00fcber die Antwort nicht ganz klar. Vielleicht sollte ich das Ternheim\u2019sche Gesamtwerk nochmals h\u00f6ren, damit diese Frage nicht unbeantwortet bleibt. Bis jetzt bin ich kein Fan.<br \/>\nEin typisches unentschieden. Ausgang offen.<\/p>\n<p>\u2014\u2014<br \/>\nMultimedia:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Fotos: &#8211;<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Video: &#8211;<a title=\"YouTube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vh1Y7YVeIss\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anna Ternheim. Schwedin. Hatte ich hier eigentlich schon mal erw\u00e4hnt, dass ich mit Ausnahme der Cardigans und Motorpsycho mit skandinavischer Popmusik im weiteren Sinne nicht allzu viel anfangen kann? Diese leicht depressive Grundstimmung all der thirtysomething ist nicht immer zu ertragen. 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