{"id":1146,"date":"2009-04-25T10:57:31","date_gmt":"2009-04-25T09:57:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1146"},"modified":"2009-04-25T11:06:15","modified_gmt":"2009-04-25T10:06:15","slug":"coralie-clement-koln-24042009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/coralie-clement-koln-24042009\/","title":{"rendered":"Coralie Clement &#8211; K\u00f6ln, 24.04.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Coralie Clement - K\u00f6ln, 24.04.2009\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/11\/04\/11\/4680411.8b013e75.500.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich gedankenverloren im Sonic Youth&#8217;schen Gitarrengwitter badete, besuchte Katja die franz\u00f6sische S\u00e4ngerin Coralie Clement im K\u00f6lner Luxor. Hier ihr Bericht:<\/p>\n<p>Es ist kurz vor 19 Uhr im Luxor. Zum Konzert von Coralie Clement sind bisher ca 15 Leute eingetroffen. Als Coralie vor drei Jahren anl\u00e4sslich der CD Bye Bye Beaut\u00e9 im Geb\u00e4ude 9 auftrat, war der Raum ziemlich voll. Damals war sie in ihrer indie-Phase, in die sie nahtlos aus ihrer bossa nova Phase \u00fcbergetreten war. Nun ist sie in einer experimentellen Kindergarten-Phase mit erwachsenen Texten. Coralies Karriere besteht aus solchen Phasen, die sp\u00e4testens mit einer neuen CD enden. Man wei\u00df nie was einen erwartet. der Grund? Vielleicht ist  sie eine ewig Suchende, vielleicht auch unstet oder abh\u00e4ngig von den Laune ihres Bruders Benjamin Biolay, der ihre Lieder schreibt. Trotz aller Wandlungen bleibt sie jedoch immer identifizierbar. Der Kern, ihre musikalische Pers\u00f6nlichkeit, besteht zum einen aus ihrer eher zarten  aber ausbauf\u00e4higen Stimme, einer demonstrativen Verletzlichkeit und einer gewissen ironischen Verspieltheit. Das alles bildet die Quintessenz der kleinen Schwester und diese Rolle spielt sie mit Perfektion und allen Facetten. Sie war die sch\u00fcchterne Nette, danach die Ausbrecherin und ist nun die Gespr\u00e4chspartnerin f\u00fcr gemeinsame  Erinnerungen  und gegenw\u00e4rtige Gedanken. Aus dem Vorurteil, Benjamin Biolays kleine Schwester zu sein, das sie mit grosser Wahrscheinlichkeit seit Beginn ihrer Karriere verfolgt, hat sie eine Kunstform gemacht. Sie hat es aufgegriffen und sich zu eigen gemacht und dazu geh\u00f6rt neben Mut auch Raffinesse. Aber nun zum Konzert.<br \/>\nNoch immer ist es nicht besonders voll, aber die Vorband, bzw. die Vors\u00e4ngerin l\u00e4chelt charmant und erkl\u00e4rt, dass es sich um ein Geheimkonzert handelt. Sie nennt sich Missin Cat, und der Name ist Programm. Eine blonde Fee im Glitzerkleid mit Gitarre, die h\u00fcbsche kleine Songs singt und zwischendurch  so lustige Sachen sagt wie: \u201erock\u00b4n roll ist alle, nun.\u201c (als sie ihre E-Gitarre wieder weglegt).<br \/>\nUm 20 Uhr kommt Coralie auf die B\u00fchne und nun ist das Luxor gut gef\u00fcllt. Coralie geh\u00f6rt zu den S\u00e4ngerinnen, bei der man unwillk\u00fcrlich in den Vornamenmodus wechselt , vielleicht weil sie eben die kleine Schwester ist, aber auf jeden Fall, weil sie so unglaublich \u201esympa\u201c ist. Sie kommt selbstbewusst mit dem Gitarissten und dem Keyboarder auf die B\u00fchne und verstrahlt diese sehr spezielle Mischung von Sch\u00fcchternheit und L\u00e4ssigkeit. Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit der kleinen Schwester.<br \/>\nDas Set beginnt mit L\u00b4effet jokari und die berechtigte  Frage, ob auf der B\u00fchne wie auf der CD Instrumente aus dem Toystore verwendet werden, beantwortet sich mit nein. Teils werden spezielle Klangst\u00fccke als soundfile aus dem Keyboard geholt, teils durch Gitarre ersetzt. Pl\u00f6tzlich klingt das verspielte L\u00b4effet jokari erwachsener, poppiger. Viele andere St\u00fccke durchlaufen \u00e4hnliche Metamorphosen, wenig klingt genau wie auf CD. die E-Gitarrenst\u00fccke aus Bye Bye Beaut\u00e9 werden beispielsweise akustisch interpretiert. Coralie spielt viel von Toystore, einiges von Bye Bye Beaut\u00e9 und wenig von Salle de Pas Perdus. die Auswahl ist abwechslungsreich und es sind viele Lieblingslieder dabei. Nicht nur meine, ein Blick in die Runde zeigt viele gl\u00fcckliche l\u00e4cheln. Coralie ist everybodies darling, sowohl bei den nicht wenigen anwesenden M\u00e4nnern als auch bei den Frauen.<br \/>\nSie singt wie \u00fcblich ein Cover ihres Bruders (vom Duett Album mit Chiara Mastroianni, seiner mittlerweile wieder geschiedenen Frau, was uns Coralie mit einem Schulterzucken berichtet), und sie bringt ein Cover von Vanessa Paradis,  die sie, wie sie sagt, sehr liebt. In diesem Moment ist  sie ganz Fan, und man sieht sie automatisch als normales M\u00e4dchen vor  sich, die vor dem grossen  Spiegel im Schlafzimmer singt. Vor allem diese unbefangen wirkende Nat\u00fcrlichkeit ist ein wesentlicher Sympathiefaktor bei Coralie. Man hat den Eindruck, dass sie singt, weil es ihr Spass macht; und wie locker und erfrischend sie mit all dem umgeht zeigt sich sp\u00e4testens, wenn sie als zweite Zugabe noch einmal C\u00b4est la Vie singt, das im Hauptteil schon einmal gebracht wurde &#8211; mit der einfachen Begr\u00fcndung, dass sie es so gerne singt. Die Professionalit\u00e4t einer S\u00e4ngerin, die sie unzweifelhaft besitzt, teilt sich die B\u00fchne mit dem kleinen M\u00e4dchen.  (Ok, oder sie hatte keine Lust, noch mehr St\u00fccke einzuproben).<br \/>\nIrgendwann bittet Coralie jemanden aus dem Publikum auf die B\u00fchne um zu \u00fcbersetzen und bedankt sich f\u00fcr die nette Aufnahme. Sonst erz\u00e4hlt sie auf franz\u00f6sisch, und das Publikum reagiert so, als versteht es so ziemlich alles und ich vermute mal wer zu Coralie Clement kommt, kann in der Regel franz\u00f6sisch. Am Ende bittet sie um einen Gefallen; als dritte Zugabe bringt sie Lou, von der ersten CD, und wir singen alle laut mit: \u201eLouuuuuu\u201c. Das macht man nun wirklich nicht f\u00fcr jede Band.<\/p>\n<p>Setlist:<br \/>\n01: L\u00b4effet jokari<br \/>\n02: Avec ou sans moi<br \/>\n03: C\u00b4est la vie<br \/>\n04: Sono io<br \/>\n05: La ballade du mois de juin<br \/>\n06: Le jeu du foulard<br \/>\n07: So long babylone<br \/>\n08: Pourtant<br \/>\n09: Share the day<br \/>\n10: L\u00b4enfer<br \/>\n11: Jardin d`Hiver<br \/>\n12: Ca valait la peine<br \/>\n13: L\u00b4ombre et la lumiere<br \/>\n14: Indecise<br \/>\n15: La reine des pommes<br \/>\n16: Paris 10H00 du soir<br \/>\n17: On etait bien<br \/>\n18: Houlala<br \/>\n19: Le baiser permanent<br \/>\nZugabe I :<br \/>\n20: A la longue<br \/>\n21: C\u00b4est la vie<br \/>\nZugabe II :<br \/>\n22: ???<br \/>\nZugabe III :<br \/>\n23:Lou<\/p>\n<p>\u2014\u2014<br \/>\nMultimedia:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Fotos: <a title=\"ipernity\" href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/37201\/album\/114709\" target=\"_blank\">katja@ipernity<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ich gedankenverloren im Sonic Youth&#8217;schen Gitarrengwitter badete, besuchte Katja die franz\u00f6sische S\u00e4ngerin Coralie Clement im K\u00f6lner Luxor. 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