{"id":10755,"date":"2019-02-16T15:28:59","date_gmt":"2019-02-16T14:28:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=10755"},"modified":"2019-02-16T15:28:59","modified_gmt":"2019-02-16T14:28:59","slug":"mothers-koeln-14-02-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/mothers-koeln-14-02-2019\/","title":{"rendered":"Mothers &#8211; K\u00f6ln, 14.02.2019"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ort:<\/strong> MTC, K\u00f6ln<br \/>\n<strong>Vorband:<\/strong> N Kramer (Still Parade)<\/p>\n<p><strong><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-10756 size-full\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/IMG_1594_01.jpg\" alt=\"Kristine Leschper (Mothers)\" width=\"2048\" height=\"1152\" \/><\/strong>Ihre beiden Platten haben so wunderbare Namen wie <em>When you walk a long distance you are tired<\/em> und <em>Render another ugly method<\/em>.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr genau, wie und warum ich zu <strong>Mothers<\/strong> kam. H\u00e4ngengeblieben bin ich bei \u201ePink\u201c, einem absolut sympathischen Indierocksong. Der sprach mich schon nach wenigen Sekunden an, mehr fasziniert hat mich jedoch das Video. Es zeigt <strong>Kristine Leschper<\/strong>, wie sie in einem Wartezimmer sitzt und, nun ja, wartet. Es passiert vordergr\u00fcndig sonst nicht viel. Oben links an der Wand h\u00e4ngt ein Fernseher, man sieht ihn deutlich im abgedunkelten Raum. An der Seite steht ein Zeitschriftst\u00e4nder mit Bodybuilder Zeitschriften. Die Aufnahmeperspektive \u00e4hnelt der einer \u00dcberwachungskamera. Vielleicht ist es das, was so fasziniert. \u201ePink\u201c dauert sieben Minuten und das Video schafft es, \u00fcber die gesamte Distanz eine besondere, leicht unheimliche, bedr\u00fcckende Stimmung aufzubauen.<br \/>\nNach \u201ePink\u201c kam \u201eIt hurts until it doesn\u2019t\u201c (auch vom neuem Album) und dann das komplette aktuelle Album <em>Render another ugly method<\/em>. Nachdem ich das geh\u00f6rt hatte war klar, diese Band m\u00f6chte ich gerne live sehen.<\/p>\n<p><strong>Mothers<\/strong> ist das Projekt von S\u00e4ngerin <strong>Kristine Leschper<\/strong>, das &#8211; so las ich &#8211; nach und nach zur Band erweitert wurde. Dabei schwirren viele Namen um das Projekt <strong>Mothers<\/strong>, eine feste Bandformation scheint es nicht zu geben. <strong>Matthew Anderegg<\/strong> (Schlagzeug), <strong>Drew Kirby<\/strong> (Gitarre) und <strong>Patrick Morales<\/strong> (Bass) sind die Musiker, die ich auf den meisten Videos sehe. Zumindest sagen das die Beschreibungen und Metadaten zu den Songs. Im MTC erkenne ich keines der Gesichter wieder. Eine sp\u00e4tere Internetsuche ergibt, dass aktuell <strong>Garrett Burke<\/strong> am Schlagzeug sitzt, ein Typ Namens <strong>Chris<\/strong> (Instagram alter ego <strong>Body Meat<\/strong>) Bass spielt und ein wie der junge <strong>Beck<\/strong> aussehender Mann die zweite Gitarre und das zweite Keyboard bedient. <strong>Kristine Leschper<\/strong> spielt ebenso Keyboard und Gitarre.<\/p>\n<p>Ich wollte <strong>Mothers<\/strong> unbedingt live sehen und 30 andere Besucher wollten das auch.<\/p>\n<p>Beim oberfl\u00e4chlichen H\u00f6ren der Alben war mir gar nicht aufgefallen, wie viel Mathrock <strong>Mothers<\/strong> in ihrem Indierock haben. Ich bin \u00fcberrascht, welchen Sound sie live in den Vordergrund r\u00fccken. Alles klingt viel zackiger, viel tanzbarer. Von den gem\u00fctlichen Indierock-Songs der YouTube Videos ist nicht immer allzu viel \u00fcbrig. Hat das was mit der neuen Bandzusammensetzung zu tun? Ich wei\u00df es nicht, vielleicht. Meine Gedankenverkn\u00fcpfungen gehen w\u00e4hrend des Konzerts zumindest nicht mehr nach <strong>Stella Donelly<\/strong>, <strong>Snail mail<\/strong>, <strong>Best Coast<\/strong> oder <strong>Courtney Barnett<\/strong>; sie weisen in andere Richtungen.<br \/>\nLeider bin ich im poppigen Mathrocksegment nicht bewandert genug, <strong>TTNG<\/strong> sind die einzige Band, die mir als Gedankenanhaltspunkt einf\u00e4llt. Ist aber auch egal, den Spa\u00df gemacht hat das Konzert.<\/p>\n<p>Neben den Sachen vom aktuellen Album sind auch ein paar \u00e4ltere darunter. Die kenne ich allerdings nicht. \u201eToo small for eyes\u201c, \u201ePink\u201c und \u201eCopper Mines\u201c sind die einzigen St\u00fccke, die ich direkt zuordnen kann.<strong> Mothers<\/strong> haben Songs f\u00fcr eine knappe Stunde, Coverversion eingerechnet. Die k\u00e4me, wie <strong>Kristine Leschper<\/strong> ank\u00fcndigt, \u2018von den <strong>Doobies<\/strong>\u2018 und im Duett mit ihrem Gitarristen\/Keyboarder Kollegen vorgetragen, klingt sie wie ein <strong>Carpenters <\/strong>Song. Auf dem Heimweg versuche ich, Band und Song ausfindig zu machen. Google schl\u00e4gt mir immer wieder nur die <strong>Doobie Brothers<\/strong> vor. Ich bin mir nicht sicher, ob das passt.<\/p>\n<p>\u201eNo crying in Baseball\u201c habe ich nach dem Konzert noch einmal zuhause nachgeh\u00f6rt. Diese Mal bewusst in Ruhe und siehe da, jetzt h\u00f6re ich auch in der Konserve diese Live-Plinkergitarre. Sch\u00f6n!<\/p>\n<p><strong>Mothers<\/strong> wollte ich sehen und es war gut, das gemacht zu haben. Durch das Konzert wurde mir ein anderer Blickwinkel auf ihre Songs erm\u00f6glicht, den ich sonst vielleicht nie bekommen h\u00e4tte. Nun sind <strong>Mothers<\/strong> nicht mehr nur eine von vielen dieser Indierockbands mit Frauengesang. Mothers verbinde ich seit Donnerstagabend mit einem irren Soundmix aus Indie- und Mathrock, den ich so noch nicht allzu oft geh\u00f6rt habe.<\/p>\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br \/>\n&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df nicht mehr genau, wie und warum ich zu Mothers kam. H\u00e4ngengeblieben bin ich bei \u201ePink\u201c, einem absolut sympathischen Indierocksong. Der sprach mich schon nach wenigen Sekunden an, mehr fasziniert hat mich jedoch das Video. Es zeigt Kristine Leschper, wie sie in einem Wartezimmer sitzt und, nun ja, wartet. Es passiert vordergr\u00fcndig sonst nicht viel. Oben links an der Wand h\u00e4ngt ein Fernseher, man sieht ihn deutlich im abgedunkelten Raum. An der Seite steht ein Zeitschriftst\u00e4nder mit Bodybuilder Zeitschriften. Die Aufnahmeperspektive \u00e4hnelt der einer \u00dcberwachungskamera. 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