{"id":1034,"date":"2009-03-11T17:47:21","date_gmt":"2009-03-11T16:47:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1034"},"modified":"2009-03-15T17:38:10","modified_gmt":"2009-03-15T16:38:10","slug":"moke-koln-10032009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/moke-koln-10032009\/","title":{"rendered":"Moke &#8211; K\u00f6ln, 10.03.2009"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Moke - K\u00f6ln, 11.03.2009\" src=\"http:\/\/u1.ipernity.com\/3\/28\/01\/4332801.b32efc2f.500.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"254\" \/><\/p>\n<p>Es gab keine Vorgruppe.<br \/>\nBewertet man die Gr\u00f6\u00dfe einer Band nach der Gr\u00f6\u00dfe des Nightliners, mit dem sie durch die Lande gondelt, dann z\u00e4hlen <a title=\"MySpace-Home\" href=\"http:\/\/www.myspace.com\/moketheband\" target=\"_blank\">Moke<\/a> zu den ganz gro\u00dfen. Ein solches Gef\u00e4hrt sieht man selten auf dem Hof des Geb\u00e4udes 9.<br \/>\nDas es aber eben hier steht, und nicht ein paar Meter weiter vor der K\u00f6lnarena, verr\u00e4t dann doch die wahren Machtverh\u00e4ltnisse. Moke sind (noch) nicht das, was sie auf den Autobahnen scheinen zu sein. Wenigstens nicht in Deutschland. In den Niederlanden mag das anders sein. Genau wei\u00df ich es nicht, aber wer im Champions League TV l\u00e4uft, und Kategorie \u2018Best Alternative Rock Band\u2019 bei den 3FM Awards des niederl\u00e4ndischen \u00f6ffentlich-rechtlichen Radiosender gewinnt, der kann dort nicht vor 200 Leuten spielen.<br \/>\nAuch bei uns kennen Moke die gr\u00f6\u00dferen Hallen. Sie waren im letzten Jahr Vorband vor Paul Weller, Keane und vor ein paar Tagen Opener vor Amy MacDonald. Somit haben sie die Mainstreammasse kennengelernt, und die Mainstreammasse kennt Moke. Die halbst\u00fcndigen \u201eVorband- Moke\u201c scheint dem Gelegenheitskonzertg\u00e4nger aber zu gen\u00fcgen, denn im Geb\u00e4ude 9 unterhielten die Niederl\u00e4nder gerade mal gesch\u00e4tzte 200 Menschen. Das klingt nicht nach viel, ist in meinen Augen aber beachtlich, wenn man bedenkt, dass Moke radiotechnisch \u00fcberhaupt nicht existieren und auch in den Musikzeitschriften eher Mitl\u00e4ufer als Headliner sind. (Da f\u00e4llt mir ein und auf: warum machte 1live After-Show Interviews bei einer Band, die bis dato null Airplaysekunden bekommen hat? Egal.)<br \/>\nVielleicht hat jemand in der Radioredaktion Bildzeitung gelesen, dort <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/unterhaltung\/musik\/2009\/01\/27\/moke\/prelistening-des-albums-shorland.html\" target=\"_blank\">diese Schlagzeile<\/a> entdeckt und sich gedacht, \u201eMhh, interessant, da schauen wir mal vorbei.\u201c<br \/>\nAlso, ein nicht allzu leerer Konzertsaal wartete geduldig bis die f\u00fcnf stilsicher gekleideten jungen M\u00e4nner die B\u00fchne betraten.<br \/>\nMit \u201eBygone\u201c und \u201eLast chance\u201c hauen Moke zum ersten Mal in die Vollen. Gitarrist Phil Tilli, rechts au\u00dfen am Rand der zu klein wirkenden Geb\u00e4ude 9 B\u00fchne platziert, rei\u00dft erstmals seine Gitarre in die Luft. Alles klar, die Band ist angekommen. Die n\u00e4chsten Songs gehen ihnen z\u00fcgig von der Leber. Somit ist die H\u00e4lfte des Sets schon rum, als das erste aha Erlebnis aufkommt. Diesen Synthieanfang, den kenn ich doch! Ach ne, sie covern Depeche Mode. Sehr sch\u00f6n. Der anfangs gewebte Synthieteppich (Musikzeitschriftenjargon) weicht im Verlauf des Songs mehr und mehr den Gitarren. \u201eEnjoy the silence\u201c ist ein gut gew\u00e4hltes Cover, es passt wunderbar in den Moke Kontext und harmoniert sch\u00f6n zu Felix Maginns Stimmlage. Mehr als ein Highlight! Dieses St\u00fcck sollte nicht auf einer B-Seite verschimmeln!<br \/>\nMoke beweisen musikalische Stilsicherheit. Genau wie auf der B\u00fchne. In der Hauptsache dunkles B\u00fchnenlicht schafft eine altmodisch wirkende Konzertatmosph\u00e4re. Die Verst\u00e4rkerboxen sind orange umkleidet, die Band tr\u00e4gt schwarz. Gerade erst haben die Mods aus den Niederlanden einen Ausr\u00fcstervertrag mit dem Modemann Lagerfeld unterzeichnet. Das Outfit in Slimfit Hemden sieht gut aussieht, keine Frage.<br \/>\nAll das wirkt sehr stimmig und durchdacht. \u00dcberhaupt habe ich den Eindruck, dass die Moke-Propagandamaschine bis ins kleinste durchkonzeptioniert ist. Am Nachmittag ein kleiner Auftritt im Normal Plattenladen, Moke Sticker schon beim Amy MacDonald Konzert an jeder T\u00fcr, die <a title=\"Homepage\" href=\"http:\/\/www.mokemusic.com\/home\" target=\"_blank\">durchgestylte Webseite<\/a> und eben die perfekt passende B\u00fchnenkomposition. Hier will niemand etwas dem Zufall \u00fcberlassen. Das Management plant gro\u00dfes!<br \/>\nMit \u201eThis plan\u201c und \u201eSummer\u201c endet nach einer Stunde das regul\u00e4re Set. Vor \u201eSummer\u201c, das mich bei jedem H\u00f6rdurchgang mehr und mehr an The Mission erinnert) spielen sie als quasi Intro ein gothic- und ebm-geschw\u00e4ngertes St\u00fcck mit starken Keyboards und Drums, das nahtlos in eben jenes \u201eSummer\u201c \u00fcbergeht.  Wer oder was hier gecovert wird, muss ich noch herausfinden, aber wiederum gilt: sehr passende Anleihe an den so tollen britischen Indiesound der Endachtziger.<br \/>\nMit \u201eTerrible End\u201c haben Moke den idealen finalen Konzertsong, doch das zweite Lied der Zugabe ist nicht das Ende des Konzertes. Den Abschluss bildet, wie schon im Amy Vorprogramm, das live sehr wuchtige \u201eThe Long Way\u201c.\u201cMy favorite song at the moment\u201c, bemerkte S\u00e4nger Felix Maginn. Meiner auch.<br \/>\nSo ziehen die 75 Minuten Moke ins Land wie geschnitten Brot. Das war kurzweilige Unterhaltung der gehobenen Art.<br \/>\nDie wahren Indienerds bevorzugten gestern vielleicht das \u201eSchool of seven Bells\u201c Konzert im K\u00f6lner Stadtgarten. Da ich traditionell mehr den britischen Popperlen zugeneigt bin und von einem Nerd weit, weit entfernt, verschlug es mich ins Geb\u00e4ude 9.  Ich erlebte einen soliden Abend mit feinsten Popperlen. Nat\u00fcrlich noch nicht so klar wie bei The Verve oder Paul Weller, aber schon ziemlich nah dran.<br \/>\nMoke haben mit Shorland erst ein Album ver\u00f6ffentlicht, dem Set merkte man dies in keiner Sekunde an. Und, was mir schon bei Amy und Paul im Vorprogramm aufgefallen ist, bemerkte ich auch hier. Live entwickeln die Songs mehr Dynamik, werden rauer und dramatischer interpretiert.<br \/>\nAls ich die CD das erste Mal h\u00f6rte, musste ich bei den Kl\u00e4ngen von \u201eThis plan\u201c an die Editors denken. Live ist das anders. Moke haben vielmehr von den endachtziger U2, von The Mission, von Duran Duran und all den anderen Bands dieser Generation.<br \/>\nDie Editors oder Interpol, mit denen sie gerne in einem Atemzug genannt werden, h\u00f6rte ich gestern nicht.<br \/>\n\u201eMoke ist die R\u00fcckkehr des 80er-Jahre-Gitarren-Rock\u201c, schreibt der Musikexpress. Recht so!<\/p>\n<p>Setlist:<br \/>\n01.\tEmigration song<br \/>\n02.\tBygone<br \/>\n03.\tLast dance<br \/>\n04.\tCupar Street Riot<br \/>\n05.\tRule the world<br \/>\n06.\tSong that you sing<br \/>\n07.\tHeart without a home<br \/>\n08.\tEnjoy the Silence (Depeche Mode Cover)<br \/>\n09.\tOnly one I had<br \/>\n10.\tThis plan<br \/>\n11.\tHere comes the Summer<br \/>\nZugabe:<br \/>\n12.\tThis life<br \/>\n13.\tTerrible End<br \/>\n14.\tLong way<\/p>\n<p>\u2014\u2014<br \/>\nMultimedia:<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Fotos: <a title=\"ipernity\" href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/spiral-stairs\/album\/114049\" target=\"_blank\">frank@ipernity<\/a><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Archiv: <a title=\"p-p Archiv\" href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=1002\" target=\"_blank\">Amy MacDonald &#8211; Bochum, 26.02.2009<\/a><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/user-login-red.gif\" alt=\"\" align=\"absmiddle\" \/>Archiv: <a href=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=570\" target=\"_blank\">Paul Weller &#8211; K\u00f6ln, 06.10.2008<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gab keine Vorgruppe. 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