{"id":10059,"date":"2018-08-09T19:24:32","date_gmt":"2018-08-09T17:24:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/?p=10059"},"modified":"2023-08-17T17:59:10","modified_gmt":"2023-08-17T15:59:10","slug":"absolutely-free-festival-genk-04-08-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/absolutely-free-festival-genk-04-08-2018\/","title":{"rendered":"Absolutely Free Festival &#8211; Genk, 04.08.2018"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ort:<\/strong> C-Mine Cuulturcentrum (Wiese daneben), Genk<br><strong>Bands:<\/strong> Sun Kil Moon, Algiers, Omni,&nbsp;Naomi Velissariou, Public Psyche, Sunflower<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1032\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/7.jpg\" alt=\"Sun Kil Moon\" class=\"wp-image-10066\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/7.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/7-200x101.jpg 200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/7-520x262.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Gegen den symbolischen Eintritt von drei leeren Batterien.<br>Im Caf\u00e9 des Cultuurcentrums der C-Mine sitzen drau\u00dfen eine Handvoll Leute. Zwei Hobbyradfahrer kommen vorbei und erz\u00e4hlen von ihrer Ausfahrt von Roermond nach Maastricht und zur\u00fcck. Kann man machen, ist ja flaches Terrain hier, denke ich, und ach, ich bekomme Lust, wieder mehr Rad zu fahren. Erst recht, wenn Kaffeepausen so sch\u00f6n und Stopps so gem\u00fctlich sein k\u00f6nnen wie in dem Genker Kulturzentrum. Die C-Mine haben wir im Fr\u00fchjahr entdeckt, als in den S\u00e4len des alten Bergwerkes das Little Waves Festival stattfand. Nur einen Steinwurf entfernt auf der anderen Stra\u00dfenseite liegt das Gel\u00e4nde des Absolutely free Festivals.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Nachmittagssonne brennt noch ordentlich, als ich mich auf den Weg zum Gel\u00e4nde machte. Die Wiese hinter der C-Mine ist gelb-braun verbrannt. Da ist es hier nicht anders wie im Rest Europas, wie mir tags zuvor Satellitenbilder zeigten. \u00dcberall ist das sommerliche gr\u00fcn dem verdorrten gelb-braun gewichen. Es fehlt der Regen, und so weht der Sandstaub umher, wenn ab und an ein wenig Wind \u00fcber das Festivalgel\u00e4nde streicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Absolutely Free Festival ist absolut kostenlos. Eintritt erh\u00e4lt man gegen ein paar alte Batterien oder, wer zu d\u00e4mlich ist welche das Jahr \u00fcber aufzubewahren, gegen 3 Euro Ersatzgeb\u00fchr. Wir hatten Batterien. Da sich das Festival ja irgendwie finanzieren muss, zahle ich gerne ein paar Cent mehr f\u00fcr Wasser und Fritten bei einem der zahlreichen St\u00e4nde und B\u00fcdchen. Man darf nicht zu kniepig sein, wenn man f\u00fcr die Unterhaltung schon nicht zur Kasse gebeten wird.<br>Zwei Zirkuszelte beheimaten zwei B\u00fchnen, zwei weitere B\u00fchnen stehen einfach so auf dem Gel\u00e4nde. In der Mitte des Gel\u00e4ndes wurde eine lange Tischreihe aufgebaut. Hier kann man sitzen und essen.\u00a0 Die Szenerie erinnert mich an diesen einen bekannten Werbespot f\u00fcr &#8211; ich glaube &#8211; Waschmittel. Alles wirkt liebevoll gestaltet und famili\u00e4r.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"989\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/3.jpg\" alt=\"Absolutely Free Festival\" class=\"wp-image-10065\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/3.jpg 989w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/3-193x200.jpg 193w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/3-282x292.jpg 282w\" sizes=\"(max-width: 989px) 100vw, 989px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Omni<\/strong> sollten die erste Band sein, die ich mir bewusst anschauen wollte. Da das Caf\u00e9 jedoch keinen Kuchen zum Kaffee parat h\u00e4lt, bin ich etwas fr\u00fcher als gegen 18 Uhr auf dem Festivalgel\u00e4nde. Zeit, ein bisschen herumzuschlendern und sich belgische Nachwuchsband anzuschauen. <strong>Sunflower<\/strong> aus Br\u00fcgge machen Schreihals-Postpunk, <strong>Public Psyche<\/strong> beeindrucken mich mit einer starken B\u00fchnenpr\u00e4senz und sie erinnern mich an <strong>The Fall<\/strong>. Bei der Schauspielerin <strong>Naomi Velissariou<\/strong> verweile ich ein bisschen l\u00e4nger. \u00dcber die gut einst\u00fcndige Perfermance \u201ePermanent Destruction (The SK Concert)\u201c wusste ich nichts. Sie sieht aber spannend aus und scheint mir sozialkritisch ambitioniert. Nat\u00fcrlich habe ich mich vorher nicht gr\u00fcndlich vorbereitet, sonst h\u00e4tte ich das hier gewusst:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Permanent Destruction is een melodramatisch energy concert door theatermaker Naomi Velissariou en sound producer Joost Maaskant. Een sexy show over zelfhaat en onbeantwoorde liefde, met dodelijk po\u00ebtische lyrics en een zwaar overstuurd geluidssysteem. Met genres vari\u00ebrend van RnB tot industri\u00eble hardcore en met overdadig gebruik van auto-tune en trap hop referenties. Naomi Velissariou liet zich inspireren door Sarah Kane (1971-1999), een van de meest belangwekkende toneelschrijvers van de afgelopen decennia, wier psychische gesteldheid zo compromisloos weerklank vond in haar werk. De genadeloze lyrics, beats en bass lines tegen de achtergrond van Frederik Heymans videowerk geven het geheel een monumentale visuele dimensie.<br>Permanent Destruction &#8211; The SK Concert gaat op tournee naar de volgende festivals: SPRING (Utrecht), Oerol (Terschelling), Over het IJ (Amsterdam), Lowlands en Theater Aan Zee (Oostende). (Quelle:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.naomivelissariou.com\/work\/permanent-destruction-the-sk-concert\/\">http:\/\/www.naomivelissariou.com\/work\/permanent-destruction-the-sk-concert\/<\/a>)<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>In der Mitte des Sets haben die beiden K\u00fcnstler einige technische Schwierigkeiten, scheinbar schmiert der Laptop aufgrund der starken Hitze ab. Auf einem Festival ist das das st\u00e4rkste Kriterium, um weiterzuwandern. Vor einer ruhigen B\u00fchne bleibt kaum jemand l\u00e4nger stehen, wenn es aus dem Nachbarzelt heraus interessant klingt. So gehe nicht nur ich; Essenmarken kaufen und mich weiter umh\u00f6ren. \u00a0Ich komme aber nochmal zur\u00fcck. Die Autotune Songs und die Show ziehen mich magisch zur sogenannten Green Stage. <strong>Naomi Velissariou<\/strong>, das war ein bemerkenswerter Auftritt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1150\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/1.jpg\" alt=\"Absolutely Free Festival\" class=\"wp-image-10063\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/1.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/1-200x112.jpg 200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/1-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Omni<\/strong> stammen aus Atlanta. Irgendwie haben alle Bands, die ich auf dieser B\u00fchne sehe, eine Atlanta Affinit\u00e4t. <strong>Omni<\/strong> sind mir bekannt, ich sah sie schon einmal bei einem meiner Primaveras. Damals hatten sie &#8211; glaub\u2018 ich &#8211; gerade ihr Deb\u00fctalbum am Start und spielten &nbsp;am fr\u00fcheren Abend auf einer der kleineren B\u00fchnen. Die Band von <strong>Frank Broyles<\/strong>, <strong>Philip Frobos<\/strong> und <strong>Doug Bleichner<\/strong> macht so Indie-Postrock. unspektakul\u00e4r, unaufgeregt, sch\u00f6n. Damit gewinnen <strong>Omni<\/strong> keinen Exklusivpreis, aber durchaus meine Ohren. Auff\u00e4lligstes Merkmal der Band ist, dass der Bassspieler auch der S\u00e4nger ist. &nbsp;Gesang und Bass, das passiert nicht oft. Zumindest f\u00e4llt mir, als ich so im nachmitt\u00e4glichen Zeltschatten vor der B\u00fchne stehe, keine andere Band ein, die eine solche Konstellation aufweist. <strong>Omni<\/strong>\u2019s <strong>ZZ Top<\/strong> Cover von \u201eManic mechanic\u201c m\u00f6chte ich jedem ans Herz legen. Es ist toll! Kurz vor Ende des Sets taucht der <strong>Algiers<\/strong> S\u00e4nger vor der B\u00fchne auf und wird per Handwink von <strong>Frank Broyles <\/strong>auf\u2019s Freundlichste begr\u00fc\u00dft. Man kennt sich, man sch\u00e4tzt sich, wie er sp\u00e4ter verr\u00e4t. Wie <strong>Omni<\/strong> kommen auch <strong>Algiers<\/strong> aus Atlanta.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gegr\u00fcndet haben sich <strong>Algiers<\/strong> vor f\u00fcnf Jahren. Musikalisch sind sie von <strong>Omni<\/strong> nicht allzu weit entfernt, allerdings klingt ihr Postrock etwas krachig-punkiger und vermischt sich mit gospelartigen Gesangsstrukturen und Handtrommelsequenzen, die mich an afrikanische Musik denken lassen. Punk, Hardcore und Garagenrock kollidieren mit traditionellen Formen von Soul- und Gospelmusik. Ein Musikjournalist hat es so ausgedr\u00fcckt.&nbsp;<strong>Algiers<\/strong> haben bei uns einen gewissen Bekanntheitsgrad, der jedoch mehr ihren geopolitischen Statements als ihrer Musik geschuldet ist. Im Rahmen der BDS Kampagne beziehen sie eine Position, die mir diskussionsw\u00fcrdig erscheint.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1150\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2.jpg\" alt=\"Absolutely Free Festival\" class=\"wp-image-10064\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2.jpg 2048w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2-200x112.jpg 200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/2-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 2048px) 100vw, 2048px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p>Live werden Gitarrist und S\u00e4nger <strong>Franklin James Fisher<\/strong>, Bassist <strong>Ryan Mahan<\/strong> und Gitarrist <strong>Lee Fortan<\/strong> vom ehemaligen <strong>Bloc Party <\/strong>Schlagzeuger <strong>Matt Tong<\/strong> unterst\u00fctzt. Auf der B\u00fchne. Vor der B\u00fchne finden sich alsbald die <strong>Omni<\/strong> Buddies ein. Ich sehe das, weil auch zu <strong>Algiers<\/strong> das Zelt \u00fcberraschend leer bleibt. Ich habe gedacht, dass die Amis die erste Band seien, die mehr als das nachmitt\u00e4gliche Festivalpublikum anziehen und ihre kleine eigene Fanbase mitbringen w\u00fcrden. Offensichtlich irre ich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sun Kil Moon<\/strong>. Seit Jahren renne ich hinter einem Konzert von <strong>Mark Kozelek<\/strong> hinterher. Letztes Jahr sagte er kurzfristig in Frankfurt ab, davor das Jahr schaffte ich es nicht nach Eindhoven, davor das Jahr spielte er nicht in der N\u00e4he. Als <strong>Sun Kil Moon<\/strong> f\u00fcr das Absolutely free Festival best\u00e4tigt wurden, bangte ich bis zum Schluss, ob die Band um den eigenwilligen Amerikaner und ehemaligen <strong>Red House Painters<\/strong> S\u00e4nger den Auftritt machen wird. Sie machten ihn und es wurde eines der Konzerth\u00f6hepunkte des Jahres bis jetzt.<br>\u2018Wir haben noch zehn Minuten. Das reicht noch knapp f\u00fcr einen Song.\u2018 Um zwanzig vor zehn n\u00e4hert sich das Set im Zelt seinem Ende entgegen. Vierzig Minuten, oder f\u00fcnf Lieder lang, berichtet uns <strong>Kozelek<\/strong> aus seinem Leben. Begleitet wird er dabei von drei Musikern, der aktuellen <strong>Sun Kil Moon<\/strong> Band, die sich aus dem Schlagzeuger <strong>Jim White<\/strong>, <strong>Tony Scherr<\/strong> am Bassisten und Keyboarder <strong>Ben Boye<\/strong> zusammensetzt. \u2018Oft h\u00e4tten sie noch nicht zusammengespielt\u2018, berichtet der Bandleader. Deswegen hat also jeder von ihnen Notenbl\u00e4tter vor sich liegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mark Kozeleks<\/strong> Notenbl\u00e4tter sind seine Songtexte. Ein ganzer Stapel davon liegt auf seinem Stehpult. Seine typische Handbewegung ist das Umbl\u00e4ttern. Durchschnittlich dreimal pro Song wendet er die DIN A4 Bl\u00e4tter innerhalb eines Songs.<br>Ich habe ihn als <strong>Sun Kil Moon<\/strong> vor ein paar Jahren auf Empfehlung kennengelernt. <em>April<\/em> und <em>Admiral fell promises<\/em> waren und sind meine Dosen\u00f6ffner, sein hochgelobtes Nachfolgealbum <em>Benji<\/em> habe ich bis heute leider noch nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen. Daf\u00fcr aber die aktuelle <strong>Sun Kil Moon<\/strong> Platte <em>Common as light and love are red valleys of blood<\/em> und die aktuelle <strong>Mark Kozelek<\/strong> Platte <em>Mark Kozelek<\/em>. Beides Doppelalben, beide wundersch\u00f6n. Wie ich irgendwo las, sollen beide Platten nicht die letzten Outputs des Mannes in diesem Jahr sein. Ich bin gespannt. Stilistisch macht es dabei kaum einen Unterschied, ob man <strong>Kozeleks<\/strong> Soloalben oder die <strong>Sun Kil Moon<\/strong> Sachen h\u00f6rt. Die sonore, unaufgeregt Stimme, die langsamen Gitarren und die Geschichtensongs sind allgegenw\u00e4rtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann\u2026.und dann\u2026und dann, <strong>Mark Kozeleks<\/strong> Texte kommen in Aufz\u00e4hlungen. Und die Songs haben L\u00e4nge. Das ist manchmal zerm\u00fcrbend und unspektakul\u00e4r. Gerade die ersten Durchg\u00e4nge einer Platte k\u00f6nnen anstrengend werden, da kaum ein Song unter sechs Minuten Laufzeit hat. Ich hatte bedenken, dass viele nichts mit den langen und monotonen Erz\u00e4hlsongs anfangen k\u00f6nnen und das Konzert niederlabern. Aber das Gegenteil ist der Fall: das Konzert wird in den vorderen Reihen ein Fantreffen, die Augen um mich herum leuchten vor Begeisterung. Und es ist still. And\u00e4chtige lauschen wir den Songs, h\u00e4ngen an seinen Texten.<br>Bei <strong>Algiers<\/strong> und erst recht bei <strong>Omni<\/strong> blieb es \u00fcberschaubar voll im Zelt, so dass ich mich verwundert umschaue, als eine halbe Stunde vor <strong>Sun Kil Moon<\/strong> Konzertbeginn bereits ein paar Leute in der ersten Reihe stehen. Das erste Mal an diesem Tag ist die erste Reihe voll und das erste Mal ist das Zelt gut besucht, als die Band die B\u00fchne betritt. Tats\u00e4chlich sind also viele Leute nur wegen <strong>Sun Kil Moon <\/strong>hier. Sch\u00f6n!<br>Ich bin darauf gespannt, wie das Liveerlebnis funktionieren w\u00fcrde. Abseits der Nebenger\u00e4usche, nur f\u00fcr mich. Wird es mir anstrengend erscheinen, werde ich mich schnell langweilen oder wird das Konzert mich von der ersten Sekunde in den Bann ziehen?<br>Sicherlich auch weil um mich herum gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit herrscht, bin ich von der ersten Sekunde an drin im Konzert und lasse mich bereitwillig mitnehmen in <strong>Kozeleks<\/strong> Welt. Und die ist vielschichtig. Der erste Song handelt von <strong>Prince<\/strong>, <strong>Mike Tyson<\/strong> und <strong>Rihanna<\/strong>. Sp\u00e4ter h\u00f6re ich eine kurze Handlungssequenz \u00fcber Panera Bread, einer amerikanischen B\u00e4ckerei-Caf\u00e9 Kette (in \u201eMy love for you is undying\u201c) und Erz\u00e4hlungen \u00fcber Konzertreisen (in \u201e666 Post\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Konzertminuten passiert noch dies: Eine Gitarrensaite reist. Nat\u00fcrlich ist keine zweite Gitarre zur Hand, so dass <strong>Tony Scherr<\/strong> flugs die Gitarre entst\u00f6pselt, zum Gitarrenkoffer geht und eine neue Saite aufzieht. Es ist eine kleine Frickelei, die Saite am Gitarrenhals durch die \u00d6se zu ziehen, aber es gelingt. <strong>Mark Kozelek<\/strong> beobachtet die Szenerie gleichm\u00fctig. Als die zweite Gitarre wieder einsatzbreit ist, geht er aus dem Erz\u00e4hlgesang nahtlos in ein Gitarrensolo \u00fcber. Gerade noch rechtzeitig, k\u00f6nnte man denken, aber ich glaube, das war genauso gewollt.<\/p>\n\n\n\n<p>Himmel noch eins, es war ein grandioses und verdammt gutes Konzert. Und das Festival? Vier gute Bands, eine Portion Friets und ein nettes, nicht zu \u00fcberlaufendes Gel\u00e4nde, Sonnenschein. &nbsp;Was mehr kann ein Ausflug nach Belgien bringen? Siehste!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/8.jpg\" alt=\"Absolutely Free Festival\" class=\"wp-image-10067\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/8.jpg 1024w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/8-200x112.jpg 200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/8-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/9.jpg\" alt=\"Absolutely Free Festival\" class=\"wp-image-10068\" srcset=\"https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/9.jpg 1024w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/9-200x113.jpg 200w, https:\/\/www.pretty-paracetamol.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/9-520x292.jpg 520w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n<p><strong>Kontextkonzerte:<\/strong><br>&#8211;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den symbolischen Eintritt von drei leeren Batterien. 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