Shannon Lay – Köln, 11.02.2020

Es stürmt nur noch halb so stark wie tags zuvor. Dafür regnet es. Stark. Gibt es schlimmeres, als Regen, der vom Wind getrieben einem seitlich gegen die beine peitscht? Ich denke nein. Normalerweise ist das ein Abend zum zuhause zu bleiben. Normalerweise sollte ich auf der Couch sitzen und Bad Banks zuende schauen. Normalerweise. Aber ich war dieses Jahr noch nicht oft auf Konzerten und an diesem Abend finden gleich zwei interessante Sachen statt. Als Entscheidungshilfe entpuppte sich ein Ticketgewinn für das Bumann & SOHN. Shannon Lay und Mikal Cronin, ein Konzertdoppel, dass ich eh auf meiner Liste hatte. Also raus in den abflauenden Sturm.

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BEAK> – Brüssel, 25.01.2020

Wenn ich BEAK> höre muss ich unwillkürlich an Filmmusik denken. Ihre dunklen, instrumentalen Songs rufen bei mir Blade Runner, Die Klapperschlange oder Weltraum Assoziationen hervor. Und tatsächlich gestalten BEAK> einen Filmsoundtrack. Allerdings ist es kein Weltraum-Sc-Fi Film, zudem alte und neuere BEAK> Songs als Hintergrundmusik verwendet werden. Denn dass ihre Musik den Soundtrack zu Couple in a hole bildet, wusste ich nicht. Das erfuhr ich erst am Konzertabend, als ich die Platte am Merchstand entdeckte.

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Transformer 4 Festival – Maastricht, 18.01.2020

Vor sechs Jahren veröffentlichten Warpaint ihr erstes Meisterwerk Warpaint. „Frank“ klingt nach Warpaint. Der unbegleitete Gesang ganz am Anfang des Songs, die Leichtigkeit, wenn erst das Schlagzeug leise und später dann der Bass einsteigen. Ja, die aktuelle Single der irischen Band Just Mustard lässt mich an die ersten Songs des Warpaint Debütabums denken. „Frank“

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Cigarettes after sex – Köln, 25.11.2019

‘All the songs sound the same‘ steht auf einem T-Shirt, das ich mir nach dem Konzert am Merchstand gekauft habe. Ein ‘All songs sound the same‘ T-Shirt könnten auch Cigarettes after sex anbieten, in meinen Augen würde das einen feinen ironischen Blick auf das bisherige eigene Werk richten. Ich kaufte meins nach einem The Wedding Present Konzert. Denn was auf die Band um David Gedge zutrifft, möchte ich auch für die amerikanische Band Cigarettes after sex geltend machen. Irgendwie klingt es immer gleich: sanftes Gitarrenintro, beruhigende Keyboards, ein kaum hörbares Schlagzeug und immer eine nahezu gleiche Gesangsstimmlage und -stimmung.

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Cass McCombs – Köln, 14.11.2019

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf den amerikanischen SingerSongwriter aufmerksam geworden bin, vermute aber, es war zu der Zeit, als ich auch Josh Rouse für mich entdeckt habe. Das wäre dann so vor zwei oder drei Jahren. Seitdem ist es mir eine Herzensangelegenheit, Cass McCombs auch einmal live zu erleben. Was bei Josh Rouse, der mittlerweile im spanischen Valencia lebt, sehr schnell klappte, wollte mir bei Cass McCombs nicht so recht gelingen. So oft schaut er nicht bei uns oder in der weiteren nähe vorbei. Vor zwei Jahren verpasste ich ein Konzert in den Niederlanden, 2016 seinen Auftritt beim Primavera. Seitdem kam nichts mehr.

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Sonic City Festival – Kortrijk, 09. u. 10.11.2019

Vor zwei Jahren wurde ich das erste Mal auf das Sonic City Festival aufmerksam. Seinerzeit kuratierte Thurston Moore das Lineup und sorgte unter anderem dafür, dass Sun Kil Moon hier eines ihrer seltenen Konzerte spielen sollten. Leider haderte ich zulange mit dem Ticketkauf und als ich mich entschloss, war das Festival ausverkauft. Da half es auch nichts, dass die Macher sich kurz vor Festivalbeginn entschlossen, das Festival aus dem Musikgebäude De Kreun in die größere Eventhalle auf der anderen Straßenseite zu verlegen.

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TaxiWars – Köln, 28.10.2019

Die Nase läuft, aber egal. Es wäre einfach gewesen, an diesem Abend zuhause zu bleiben, die aktuellen Folgen von Master Chef und The walking dead zu sehen und anschließend ins Bett zu gehen. Ambitionierter dagegen ist es, eine Aspirin Complex einzuwerfen, Salbei Bonbons einzupacken und ins Luxor zu fahren, um sich Jazz anzuhören. Ab und an bin ich übermütig, doch schließlich gibt es hier und jetzt einige gute Gründe, dem Jazz und den belgischen TaxiWars den Vorzug zu geben: ...

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Dog Eat Dog – Heerlen, 13.10.2019

Um 15 Uhr hänge ich immer noch im IKEA fest. Vielleicht war es doch keine so gute Idee, den IKEA in Heerlen aufzusuchen. Der Parkplatz ist voll. Logisch, das Gewerbezentrum in Heerlen-Noord ist auch zu einladend, um dort nicht seinen Sonntagnachmittag zu verbringen. Wohnboulevard nennt man das wohl, wenn sich mehre Möbelhäuser an einer Strasse konzentrieren. In Heerlen-Noord ist so einer: IKEA, irgendein Ledersofaladen und ein Inneneinrichtungszentrum erblicke ich beim Durchfahren des Areals direkt. Da ist aber noch mehr. ‘Die Vorbands verpasse ich nun‘, denke ich, als ich an der Kasse stehe und den Einkaufswagen einen Meter weiter nach vorne schiebe. Mein date with IKEA dauert noch an.

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Frankie Cosmos – Luxemburg, 12.10.2019

Luxemburg. Mal wieder. Bin ich eigentlich in diesem Jahr zu oft nach Luxemburg gefahren, um Konzerte zu sehen? Meinem gefühlten Empfinden nach muss die Antwort ‘ja‘ lauten. Gerade in den letzten Wochen war ich doch sehr oft in der mir am nächsten gelegenen europäischen Hauptstadt. Und das hatte Gründe, sowohl musikalische als auch örtliche. Denn seitdem ich die Rotonde, oder genauer gesagt die Rotondes im letzten Jahr erstmals besucht habe, habe ich mich in diesen Konzertsaal verliebt.

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Black Midi – Köln, 09.10.2019

Nachmittags ereilte mich eine kleine Hiobsbotschaft. Fontaines D.C. haben ihren Auftritt auf dem diesjährigen Sonic City Festival abgesagt. Ärgerlich und schade, wirklich schade. Ihr Konzert sollte einer meiner unangefochtenen Höhepunkte des Festivals werden, für das ich ihr mittlerweile ausverkauftes Konzert in Köln ticketkauftechnisch links liegen ließ und auf das ich mir durch den Kauf des Albums Dogrel noch einen weiteren Vorfreudeschub mitgegeben habe.

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Amanda Palmer – Luxemburg, 27.09.2019

Es waren sehr unterhaltsame drei Stunden. Doch darf ich das ob der Schwere der Geschichten, die ich in den nächsten Stunden hören werde, überhaupt so sagen? Denn Belanglosigkeiten hat Amanda Palmer nicht zu berichten. Im Gegenteil. Sie wird von wichtigen, lebensverändernden Situationen berichten, die mich keine Worte finden lassen. So empfinde ich es als schwierig und vielleicht sogar unwürdig, diese Geschichten, die nicht meine sind, einfach so weiterzuerzählen. Es ist ja nicht so, dass ich irgendeinen Tratsch und Klatsch des Nachbarn über seine Katze weitererzählen würde.

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Stars – Köln, 24.09.2019

Als ich die Stars vor einigen Jahren sah, fällte ich nach dem Konzert ein vernichtendes Urteil: die Stars hat‘s die längste Zeit gegeben. Die Band wirkte fahrig, lustlos und untereinander nicht gut auf die jeweils anderen zu sprechen. In der Kabine herrscht Cliquenbildung, würde man in so einem Moment in der Zeitung lesen, wären die Stars, ich sag mal, der FC kurz vor dem Abstieg in Liga 2. Alle schienen irgendwie ihr Ding zu machen, die Eheleute Amy Millan und Evan Cranley hier, Torquil Campbell da.

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Stephen Malkmus – Köln, 23.09.2019

Als im Frühjahr des Jahres die Ankündigung die Runde machte, Stephen Malkmus würde ein Elektro Album veröffentlichen, erschrak ich etwas. Und ich war irritiert. Wie jetzt, der Stephen Malkmus, der mir mit Pavement und den Jicks die weltallerschönsten Indiegitarrensongs gebracht hat? Unvorstellbar? Und vor allem: warum? Ich vermutete eine Mischung aus Midlife Crises, Langeweile und unnötiger Experimentiersucht als Grund.

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Sebadoh – Köln, 20.09.2019

Hoch die Hände, Wochenende. Es ist die undankbarste Zeit für einen Konzertbesuch. Der Regionalzug spült die Partyjugend und andere Freitagabendausgeher (#VorglühenimZug) in die Stadt. Die Konzerte beginnen früh und enden früh, um nicht mit dem anschließenden Discotermin in Konflikt zu geraten, und ich bin oft sehr müde von einer langen Arbeitswoche.

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