Warpaint – Köln, 30.10.2016

Ort: Live Music Hall, Köln Vorband: - Als „Undertow“ erklang, war alles gut. Dieser 30.10. bot konzertmässig einfach zu viele Möglichkeiten, um die richtige herauszusuchen. Die Minor Victories spielten in…

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Warpaint – Köln, 20.08.2014

Ort: Großer Sendesaal des WDR, Köln Vorband: -

Warpaint

Nun habe ich mich endgültig verliebt in Emily Kokal. In Barcelona war ich mir noch nicht ganz sicher, die gemeinsamen Abende davor noch viel weniger. Aber an diesem Abend hat sie mich erwischt. Emily Kokal war schon immer meine absolute Lieblingswarpaintfrau. Ich mochte ihre Art der Bühnenpräsenz vom ersten Konzert an, sie war nicht so extrovertiert wie Jenny Lee Lindberg, nicht so model-esk wie Theresa Wayman und nicht so ein lustig-kumpelhafter Typ wie die Schlagzeugerin. Emily Kokal wirkte auf mich immer eine Spur geheimnisvoll, verschlossener, wie jemand, der sich nicht direkt in die Karten schauen lässt. Manchmal sagt man solchen Menschen vorschnell nach, arrogant zu erscheinen. Tatsächlich sind es in den meisten Fällen die wenigsten von ihnen. Und ich glaube nicht, dass dies bei der Sängerin der amerikanischen Band zutrifft. Emily spielt Gitarre bei Warpaint. Und sie singt den größten Teil der Songs. Ich habe das nicht nachgezählt, aber ich denke, es stimmt. Um das aus dem Stehgreif heraus benennen zu können, bin ich nicht ein ausreichen großer Warpaint Fan. In den Songs, die sie nicht singt, übernimmt dies Theresa Wayman, die zweitcoolste Warpaint Frau. Auf der Bühne stehen die beiden am linken und rechten Rand, den Mittelplatz behalten sie ihrer Bassistin vor. Im großen Sendesaal des WDR, namentlich Klaus-von-Bismarck-Saal und benannt nach dem früheren Intendanten und Journalisten des WDR, gab es jedoch keinen Mittelplatz. Alle vier Frauen standen bzw. saßen auf einer Linie. Das Schlagzeug war an diesem Abend nicht, wie sonst üblich, hinter den anderen aufgebaut, sondern es wurde nach vorne gezogen. Die Bühne des Sendesaals, auf der sonst E-Musik des Kölner Funkhausorchesters gespielt wird, ist denn auch groß genug, um dieses so einrichten zu können.

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 29.05.2014

Ort: Parc del Forum, Barcelona Bands: Colin Stetson, Julian Cope, Real Estate, Girl Band, Warpaint, SVPER, Future Islands, Queens of the stoneage, Arcade Fire, Metronomy

Schotterparkplatz Panorama

Wie dokumentiere ich dieses Festival? Nun, in diesem Jahr habe ich mich erneut dazu entschlossen, Tagesberichte zu verfassen. Bei insgesamt vier Tagen Konzerte im Parc del Forum ergibt das logischerweise vier Berichte. Die Aufteilung in Tage erscheint mir lesbarer als ein elendig langer Bericht (#tlc'tr). Dabei kann ich die einzelnen Konzerte natürlich nur kurz anreissen, die gewohnt ausführliche Abhandlung wie bei einem Einzelkonzert würde meinen Blogzeitrahmen sprengen und sicherlich würde ich nie damit fertig werden. Und ich denke, es tut auch keine Not. Ein Festval ist ein Festival ist ein Festival. Vorab jedoch ein kurzer Überblick darüber, welche Bands in dieser Blogquadrologie vorkommen. Nach dem zeitlichen Ablauf sortiert sind dies: - am Mittwoch, 28.05.2014: Sky Ferreira - am Freitag, 30.05.2014; Julia Holter, Speedy Ortiz, Hamilton Leithauser, Slowdive, The Julie Ruin, Lee Ranaldo and the dust, Slint, Darkside - am Samstag, 31.05.2014: Speedy Ortiz, Courtney Barnett, Television, Spoon, Goodspeed you! black emperor, The Dismemberment Plan, Cloud nothings, Nine inch nails, Foals Jemanden vergessen? Ach sieh' selbst! Zum Mittwoch. Parc del Forum, Donnerstag, 29.05.2014 Arcade Fire

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Warpaint – Köln, 23.02.2014

Ort: Live Music Hall, Köln Vorband: All we are Warpaint Liebe Warpaint, wie geht es Euch? Jenny war ja am Sonntag arg erkältungstechnisch angeschlagen, dass sie gar zwischenzeitlich die Bühne verlassen musste. Ich hoffe, sie hat sich wieder etwas erholt und kannst die nächsten Tagen in alter Frische bestreiten. Ihr habt ja noch ein paar Auftritte vor euch, seid ihr doch nahezu den gesamten Frühling in Europa und Übersee unterwegs. Und hoffentlich hat sie niemanden angesteckt. Das wäre blöd, denn ihr habt in Köln wirklich ein sehr, sehr gutes Konzert gegeben und ihr ward so schön ansteckend voller guter Laune, dass ich den bestgelauntesten Konzertabend dieses Jahres verbracht habe. Und all die anderen, die euch in den nächsten Tagen sehen, sollten euch genauso toll erleben. Ohne Erkältungskram. So wurde euer Konzert ein Höhepunkt meiner letzten Wochen. Oh ja, meine letzten Tagen waren irgendwie blöd, mit viel Arbeit und anderen nervigen Dingen belegt, der mich an so einigem zweifeln ließ. Ich hatte unter der Woche sogar keine Lust, meine beiden ursprünglich anvisierten Konzerttermine wahrzunehmen, mir war nicht danach. Stattdessen beschloss ich dann am Samstag sehr spontan, Beady Eye zu sehen. Kennt ihr die? Das ist die neue Band von Liam Gallagher, aber bei weitem nicht so spektakulär wie Oasis. Na, und am Sonntag wollte ich euch sehen. Dieser Plan stand ja schon etwas länger. Ihr erinnert euch:

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Crossing Border Festival – Den Haag, 15.11. -16.11.2013

Ort: Nationale Toneel Gebouw; Koninklijke Schouwburg, Den Haag Bands: Ghostpoet, Villagers, Phosphorescent, The Leisure Society, Savages, Warpaint

Crossing Border

Crossing Border is the festival where literature and music take central stage. Writers, poets, musicians, filmmakers and artists will reign in The Hague, Enschede and Antwerp. Since Crossing Border’s inception it has sought to find a unique combination of literature with music and spoken word. Besides courting the biggest names from the international worlds of literature and music, we pay a lot of attention to (as yet) undiscovered artists. Crossing Border’s goal is to highlight new developments in literature and music and their interconnection with other arts. The festival has evolved into one of the foremost international, interdisciplinary literature and music festivals in Europe with performances occurring simultaneously on several indoor stages. (http://crossingborder.nl)
Städtereisen ohne Konzert? Das geht nicht. Soweit ist es schon seit Jahren mit mir gekommen, dass ich im Frühjahr und im Herbst – also zur bevorzugten Kurztrip-Reisezeit – immer mal wieder Ausschau halte nach lohnenswerten Kurzurlauben jenseits der Grenzen. In diesem Jahr traf es zum ersten Mal Den Haag. Die niederländische Stadt ist einer von drei Veranstaltungsorten des Crossing Border Festivals. Die Nordsee im Herbst und das bessere Bandprogramm im Vergleich zu den anderen beiden Städten Antwerpen und Enschede ließ sehr leicht die Wahl auf die Regierungssitzstadt in Nordseenähe fallen. Warpaint, Savages, The Leisure Society, Phosphorescent, Villagers und Ghostpoet waren die Bands der Begierde, die Hauptanreiz Momente dabei natürlich Savages und Warpaint.

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Warpaint – Köln, 28.06.2011

Ort: Kulturkirche, Köln Vorband: Heat

Warpaint - Köln, 28.06.2011

Sehr ärgerlich. Da sind wir pünktlich an der Kulturkirche und gurken wie blöde eine knappe halbe Stunde durch das Wohngebiet, um einen Parkplatz zu finden. Den gibt es natürlich nicht und so müssen wir unser Auto jedwede abstellen und ein gutes Stück zu Fuß zur Nippeser Kirche zurück latschen. Eine Initiative muss her, die die Kulturkirchenleute davon überzeugt, Tickets nur mit Parkschein auszugeben. Oder aber zumindest jegliche Eimer, Baustellenzäune und Stühle mit Papierzetteln wie „Privatparkplatz“ vor einem Konzertabend verbietet. Nee Quatsch, wir wohnen selber mitten in der Stadt und sind auch leiderfahrene Eigenheimbewohner was das Zuparken (“es war doch nur 'ne halbe Stunde.“) oder das „ich war doch nur kurz im Getränkeladen gegenüber“ Parken auf dem eigenen Stellplatz angeht. Eine halbe Stunde ist nicht lang, aber es ist ärgerlich, wenn ich just in dieser halben Stunde vom Einkaufen zurückkehre und nicht vor der Tür parken kann. Es ist also okay, keinen Parkplatz in den Wohngebieten um die Kirche gefunden zu haben. Als Fazit bleibt schlussendlich: Die Vorband Heat - hach wie passend – verpasst, dafür aber frische Luft gewonnen. Ein genauso wertvolles Gut an diesem heißesten Tag des Jahres. Das Thermometer zeigte den ganzen Tag werte jenseits der 30°-Grad Celsius. Sommerwetter, wie es bei uns üblich ist, nicht angenehm luftig, trocken, sondern drückend, schwitzig. In den Staaten wäre der Konzertsaal jetzt auf 17° Grad heruntergekühlt, sodass man Schal und Jacke im Gepäck haben müsste, bei uns ist das nicht so. Hier schwitzt man im Stehen. Ein wahrlich wenig idealer Tag, um abends ein Konzert in einem geschlossenen Raum zu besuchen. Open Air wäre besser, aber manche Dinge kann man sich nicht aussuchen oder gar ändern, zum Beispiel das einzige Deutschlandkonzert der kalifornischen Warpaint just an diesem Tag des Jahres. Da müssen wir natürlich hin, Warpaint sind eine unserer Lieblingsbands, koste es, was es wolle. Und wenn es 60° Grad im Brutofen Kulturkirche sein sollten. Pah, das schreckt nicht ab. Diese Qualen nehme ich auf mich, auch wenn ich es nach spätestens 5 Minuten sehr bereue. Hitze oder auch schon übertriebene Wärme mag ich ganz und gar nicht. Kalte Winter sind toll, Sommer und warme Temperaturen nicht. Vor einigen Wochen bescherten mir die vier jungen Frauen mein bisher zweitbestes Konzert des Jahres.

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Primavera Sound – Barcelona, 28.05.2011

Ort: Parc del Forum, Barcelona Bands: Yuck, Warpaint, Dean & Britta, Mercury Rev, Dean Wareham

Warpaint - Barcelona, 28.05.2011

Das Fazit eines Festivals. Der dritte Tag. Warpaint! Warpaint! Warpaint! Es herrscht eine rege Betriebsamkeit rund um das Festivalgelände. Aber wir waren ja auch schon so früh auf dem Gelände, warum sollten es uns die anderen nicht gleichtun. Es gab auch einen guten Grund. Um 18 Uhr spielten Yuck, die neuen Lieblinge aller Blogger von heute und den Ausgaben der Musikmagazine von morgen, und eine dreiviertel Stunde später die vier Mädels von Warpaint. Yuck lagen auf dem Weg zur Llevant Bühne. Daher plante ich den Abstecher ein. An diesem Samstag wollte ich alles richtig machen, und auf keinen Fall zu spät zur Llevant Bühne kommen. Warpaint wollte ich mir unbedingt von Anfang an und aus nächster Nähe anschauen. Ohne Wenn und Aber. Also setzten wir uns nicht weit vom Ausgang auf die Tribüne an der ATP-Bühne. Yuck, eine vierköpfige Band aus London. Obwohl ich sehr viele Artikelüberschriften in diversen Musikblogs über und mit ihrem Namen gelesen hatte, kannte ich ihre Musik nicht. Die Tage vor Barcelona waren mit lauter anderem Kram so zu, dass ich es vorher nicht geschafft habe, mir die ein oder andere Festivalband anzuhören. Schlechte Vorbereitung? Vielleicht. Die ersten Songs waren toll. Ich war angenehm überrascht von der klassischen altmodischen Herangehensweise der Band. Ihre Songs waren so konsequent 90er Indierockpop, es machte Spaß ihnen zuzuhören. Zwischendurch fragte ich mich, welche 90er band ich nach einer halben Stunde nicht gehört hatte. Nach der ersten Anfangseurophorie um „Holing out“, „The wall“ und „Georgia“ flachte die Begeisterung ein wenig ab. Yuck konnten qualitativ nicht mehr nachlegen, ihr Pulver schien nach einer Viertelstunde verschossen. Also blieb Zeit, sich den Auftritt näher anzuschauen. Und da kam mir immer wieder ein Name in den Sinn: Robert Smith. Nicht nur in Sachen Frisur hatte der Yuck Sänger Daniel Blumberg große Ähnlichkeit mit dem Cure Frontmann. Auch seine Körperhaltung, das Tragen der Gitarre, seine verdrehten Beine, all das hätte bei einem „Robert Smith in concert“ look-a-like Wettbewerb sehr gute Aussichten auf den ersten Platz. Dass sie auch ab und an eine Cure Gitarre in ihren Songs hatten, passte gut. Während sie „Get away“ spielten überlegte ich kurz, welche 90er Jahre Band ich bisher noch nicht herausgehört hatte. Mir fiel spontan nur eine ein: die Lemonheads. Nach einer guten halben Stunde verließen wir aber die Band, um uns den anderen Cure an diesem Abend zuzuwenden.

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Rolling Stone Weekender – Ostsee, 12.11.2010

Ort: Weissenhäuser Strand, Ostsee Bands: Midlake, Warpaint, Teenage Fanclub, The National, John Grant

John Grant - Rolling Stone Weekender, 12.11.2010

Tag 1 von 2: „Das ist so unerträglich hier, ich geh aufs Zimmer.“ Nun, sie ist halt kein Teenage Fanclub Girl. Es ist kurz nach halb neun und wir stehen in einem sturmumschüttelten Zelt unweit der Ostsee. Vor einer Stunde betraten vier Schotten aus Glasgow die Bühne, die auch gut ins Publikum gepasst hätten. Es ist Rolling Stone Weekender, und all die, die vorher von einer „Ü30 und für Leute, die auf Festivals nicht mehr campen wollen“ Veranstaltung geredet haben, haben recht. Das Durchschnittsalter ist an den zwei Ostseetagen am Weissenhäuser Strand höher als bei anderen Festivals oder Konzerten. Aber es gibt kein junges oder altes Publikum, es gibt nur ein gutes oder schlechtes. Und das Publikum ist gut. Es herrscht eine ausnahmslos entspannte Atmosphäre auf der Ferienanlage. Es passt aber auch alles zusammen: Unkompliziertes Einchecken, ausreichend befestigte Parkplätze und ganz wichtig: das Bett nur eine Minute von den drei Bühnen entfernt und Restaurants sowie Supermarkt fußläufig. Im richtigen Leben ist der Weissenhäuser Strand eine siebziger Jahre Ferienanlage, eingeklemmt zwischen einem Truppenübungsplatz (auf dem ich vor 20 Jahren auch geübt habe) und einem Naturschutzgebiet. Hier findet man alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Der Gebäudekomplex, bestehend aus einem Hotel, drei Apartmenthäusern sowie einer überdachten Galeria mit Restaurants und einigen Geschäften ist eine rundum-sorglos Ferienanlage. Badeparadies, Dschungelland und Minigolfplatz inklusive. Meinen 14-tägigen Urlaub möchte ich hier jedoch nicht verbringen. Musik hören und sehen schon.

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