The Notwist – Köln, 25.03.2014

Ort: E-Werk, Köln Vorband: Jel The Notwist Keine Frage, es war ein gutes bis herausragendes The Notwist Konzert. Drei Zugabenblöcke, 2 Stunden Spielzeit. Ich fürchte, ich habe die Weilheimer live noch nie so lange am Stück spielen sehen. Trotzdem fühlte ich mich gegen 23 Uhr bei weitem nicht so geflasht und euphorisiert wie noch am Samstagabend nach einem, subjektiv und sicherlich auch objektiv betrachtet nicht besserem Konzert der Belgier dEUS. Wie kommt das? Wieso ist meine Wahrnehmung so unterschiedlich, obwohl in beiden Fällen absolute Lieblingsbands mit absoluten Lieblingsliedern auf den Bühnen standen? Liegt es an mir oder an der Umgebung? Nun, die klare Antwort auf die letzte Frage ist: es liegt an mir. Es ist so einer dieser Konzerttage, die ich am liebsten auf dem Sofa verbringe. Die Band verspricht zwar einen unterhaltsamen Abend, aber man selbst möchte lieber die Füße hochlegen und Fernsehen schauen oder Zeitschriften lesen, als noch die Wohnung zu verlassen. Die ganze Vorfreude ist auf einmal weg, aber man hat da dieses Ticket, und „Gravity“ ist live doch so toll. Also machte ich mich auf den Weg, halb tranig, halb lethargisch. An solchen Abenden komme ich gerne genau pünktlich, nicht länger raus als nötig. Auch an diesem Abend war ich erst um kurz vor acht am E-Werk. Beim letzten Notwist Konzert an gleicher Stelle war es voll, dieses Mal ist es eher halb leer. Problemlos gelange ich - während auf der Bühne ein DJ Platten auflegt und darüber rappt – nach vorne. 2 Meter Komfortzone direkt an der Bühne, es ist wirklich sehr leer. Und das ist angenehm, weil es mir heute so entgegen kommt.

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The Notwist – Nijmegen, 22.01.2012

The Notwist sind von allen Bands vielleicht die mit der höchsten „Lieblingsmomente in Liedern“ Dichte. Ich hab sie zwar nie gezählt, aber spontan fallen mir eine handvolle Notwist Songs ein, in denen Lieblingsmomente vorkommen. Die Minuten 1:30 bis 1:50 im Nook’schen „No love“, die Sekunden zwischen Minute 1:30 und 1:50 von „I’m a whale“, oder die Sekunden um Minute 1:30 in „One with the freaks“, der Anfang von „Good lies“ oder die 60 Sekunden „Gloomy Planets“ zwischen Minute 2:00 und Minute 3:00. Ach, ich mag diese Sequenzen sehr. Oft ist es sogar so, dass ich nur diese Songparts höre und den Rest einfach wegskippe. Bei The Notwist kommt zu diesen Lieblingsmomenten auch noch ein Lieblingsliveaugenblick. Der ist genau dann, wenn sich Max Punktezahl in Schrittstellung vor sein Keyboard stellt, mit dem rechten Fuß taktvoll wippt und just im Augenblick des Übergangs zum Indiegeschrammel dramatisch wild den Oberkörper nach vorn und hinten wuchtet. Der Song dazu ist „Gravity“. Es ist ein herrlicher Augenblick, der für mich alles zusammenfasst, was The Notwist für mich ausmachen. Ach, noch viel mehr. Wenn mich einer fragen würde, welche Musik ich mag und warum (was eigentlich schon eine blöde Frage ist) würde ich ihm genau diesen einen Augenblick eines Notwist Konzert zeigen. Vor einigen Tagen haben The Notwist Oliver in Paris sehr überzeugt, was mich wenig überraschte. Mich überzeugten The Notwist bisher immer.

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Rolling Stone Weekender – Weissenhäuser Strand, 11.11.2011

Ort: Feriendorf Weissenhäuser Strand, Ostsee Bands: The Notwist, Portugal.the man, Lanterns on the lake, Wilco

Wenn gut ausgestattete Mittelklassewagen die Parkplätze und Zufahrtswege des Ostseeferienparadieses Weissenhäuser Strand besiedeln, wenn situierte Männer in schwarzen Outdoorjacken den Strand bewandern, wenn auf den Balkonen der unzähligen Appartements Becks- Bierkästen, Weinflaschen und Gläser stehen, wenn sich morgens um halb zwölf eine unendliche Schlange um die Bäckerei des EDEKA Marktes rekelt und wenn mitten auf dem Platz ein ca. 1000 Zirkuszelt aufgebaut ist, dann muss etwas Besonderes sein. Erst recht, wenn es Anfang November ist und wenn sich all das in einem rustikal, vor 70er Jahre Charme sprühenden Ferienpark (neudeutsch Center-Park) abspielt. Und wie die letzten zwei Jahre so auch in diesem: Der Rolling Stone hatte zu seinem herbstlichen Festival geladen („das Indoor-Komfort-Festival“) und die Zielgruppe ist vor Ort. Sorgsam und passend ausgewählt spielen die Bands in den vier Konzertsälen: Elbow und Wilco, die täglichen Headliner, The Notwist, Death Cab for cutie, Cake, Archive und Nada Surf, sowie die Howling Bells, Lanterns on the lake, Thees Uhlmann, An Horse und Portugal.the man waren vor Ort, um die mir wichtig erscheinenden zu nennen.

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Juicy Beats – Dortmund, 30.07.2011

Ort: Westfalenpark, Dortmund Bands: The Thermals, The Notwist, Bonaparte, Gisbert zu Knyphausen Immer wenn Markus Acher seine Brille abnahm und sie zu seinem Kleinspielzeug neben die Turntables legte, begannen die…

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The Notwist – Melt!, 19.07.2008

Melt! Festival, zweiter Tag. Es regnet. Mal mehr, mal weniger. Den ganzen Nachmittag schon. Keine guten Aussichten für den Abend, der mit The Notwist, Franz Ferdinand und Roisin Murphy einige…

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