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The Joy Formidable – Brüssel, 01.02.2013

Ort: Botanique, Brüssel
Vorband: We are animals

„Hast du am Freitag schon was vor?“ Mit dieser Frage am Dienstagabend kurz vor Beginn des Paul Banks Konzertes fing alles an. Nein, ich hatte noch nichts vor am Freitag, und so kam es, dass ich spontan und voller Neugierde dem Angebot zustimmte, mit nach Brüssel in die Botanique zu fahren um mir die bis dahin nur namentlich bekannte walisisch, schottisch, amerikanische Bandkombination Namens The Joy Formidable anzusehen. „Austere“, so erfuhr ich im weiteren gesprächsverlauf, könne ich kennen, es sei so etwas wie ein kleiner Riesenhit der band. Egal, es bedurfte keiner weiteren Überzeugungs- oder Überredungskünste, für einen unterhaltsamen Abend mit Musik bin ich immer zu haben. Da bin ich dabei, da fahre ich auch gerne mit nach Belgien. Insgeheim bin ich gar über jedes Angebot zum Besuch der Botanique dankbar, ist sie doch einer meiner allerliebsten Konzertorte.
Die Sache war also abgemacht, und so startete am späten Freitagnachmittag die Fahrt ins nicht so weite Brüssel. Die Besonderheit daran war diesmal, dass sie ohne moderne Navigationshilfen durchgezogen wurde, papierenes Kartenmaterial sollte uns schon hinführen. Wir waren ja bereits oft genug da und der Weg eigentlich klar. Eigentlich insoweit, als dass wir uns nur nicht verfahren dürfen. Einmal falsch abbiegen, und die Klarheit würde auf den ersten 10 Metern schwinden. Brüssel ist verkehrstechnisch ein tiefer Moloch, der einen rasch an die Orientierungsgrenzen führen kann. Erst recht im Regen, erst recht im Dunkeln. Und es kam wie es kommen musste und wir übersahen die richtige Ausfahrt von der Autobahn. Irrfahrt Nummer eins begann, obwohl, so richtig irre war sie nicht. Wir waren zwar nicht mehr auf dem direkten Weg, aber immer noch im Rahmen der Google Maps Ausdrucke. Wir wussten, wo wir waren, zumindest phasenweise. Dass wir noch einigermaßen im Zeitplan ankommen würden, war also absehbar und wurde auch eingehalten. Ein allzu großes Interesse an der Vorband bestand eh nicht, so dass wir We are animals denn auch zugunsten eines Abendsnacks sausen ließen. Haben wir was verpasst? Ich denke nein, und essen ist ja auch wichtig!
Ein Blick auf die Eingangstür der Orangerie verriet uns, dass The Joy Formidable um neun Uhr die Bühne betreten sollten. Konzertzeitpläne sind eine gute Sache, warum gibt es sie eigentlich bei uns nicht?
Es war also noch Zeit für einen Besuch beim Türken um die Ecke, und der grösste Saal der Botanique sah uns gesättigt gegen kurz nach neun wieder. (mehr …)

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