| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

BIME Live Festival – Bilbao, 26. – 27.10.2018

Messehalle 1. Genau, das klingt erstmal übel. Und ehrlich gesagt war das auch mein Eindruck, als wir durch die großen Schwingtüten des Messefoyers in die Halle kamen. Unten spielte bereits eine Band und der Sound auf der Eingangsempore war schrecklich: es war laut, es hallte, es krächzte. Der Geräuschpegel war allgemein gruslig. Wie kann man auch eine - ich schätze mal - 4 Fußballfelder große Messehalle zu einem Konzertort umfunktionieren? Ich hatte schlimmste Befürchtungen für die anstehenden Konzerte.

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Stephen Malkmus & The Jicks – Köln, 31.01.2014

Ort: Gebäude 9, Köln

Vorband: The Megaphonic Thrift

Stephen Malkmus and the Jicks

Beim Betrachten der letzten Setlisten der aktuellen Stephen Malkmus and the Jicks Tour geriet ich enorm ins schwärmen. Nicht nur alte Pavement Gassenhauer fanden sich darunter, sondern auch so obskure Cover von The Offspring und logische Cover von Boston und anderen Classic Rock Bands. Frankfurt schien diesbezüglich den Vogel abgeschossen zu haben, eine Zugabeliste fast so lang wie das normale Konzert. Wow!

In Berlin kochten Malkmus und Kollegen dagegen eher auf Sparflamme, und als ich von diesem Konzert hörte kam in mir eine Theorie auf, die für den Kölner Abend nicht unbedingt gut ausging. Stephen Malkmus wohnte in Berlin (mittlerweile nicht mehr, wenn ich dem Internet glaube) und hat dort so sicherlich noch viele Bekannte. Die wollte er vermutlich alle wiedersehen und hielt so den Konzertabend in einem normalen Maß. In den anderen Städten ist die Bekanntenmarke wahrscheinlich geringer, also kann die Band auch mehr Zeit auf der Bühne verplempern. Und Köln? (mehr …)

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Stephen Malkmus & The Jicks – Berlin, 27.01.2014

Ort: Postbahnhof, Berlin
Vorband: The Megaphonic Thrift

Stephen Malkmus

Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr? Ich dachte im hippen Berlin fängt alles etwas später an. Aber vielleicht ist früh nach Haus das neue hip. Dann bin ich ausnahmsweise gerne hip. Der Postbahnhof liegt am Haupteingang vom Postbahnhof, man muss also theoretisch nicht einmal um den halben Bahnhof herum laufen. Kann man aber machen. Im imposanten Backsteingebäude scheint es mehrere Säle zu geben, und man lässt uns in einen kleineren Raum, mit interessanten Metallplatten auf dem Boden, für die es bestimmt einen Fachausdruck gibt. Positive Überraschung: es ist warm. Das ist eine nette Abwechslung nach dem Schneewetter draussen. Das Publikum ist gemischt, neben den üblichen Mittzwanzigern gibt es auch die ergrauten Musikliebhabern jenseits der 40, die sich spontan oder auch gewohnheitsmäßig auf die Stufen an der Wand gegenüber der Bühne setzen. Ansonsten ist der Raum angenehm und erinnert eher ans E-Werk als ans G9 – für die Kölner unter den Lesern. (mehr …)

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Stephen Malkmus and the Jicks – Köln, 20.08.2012

Ort: Gebäude 9, Köln
Vorband:

Der Tag nach dem wärmsten Tag des Jahres ist immer noch sehr warm. Und mir nun wahrhaftig zu warm, so dass ich auf das abendliche Pavement Malkmus-Konzert im Gebäude 9 dankend verzichte. Zweimal duschen an diesem Tag und die Erkenntnis, dass das alles nichts bringt und die Unterarme weiterhin am Schreibtisch kleben zeigten mir, dass meine Resistenzen aufgebraucht sind und ich den bevorstehenden Hitzewellen eines geschlossenen Konzertsaales heute nicht mehr gewachsen sein werde. Aber ich habe Spione vor Ort, und einer berichtete zwar von einem sehr heissen, aber auch sehr schönem Konzertabend mit Stephen Malkmus und den Jicks:
Die Hitze staut sich im Hof des Gebäude 9, wo sich die Besucher mit Kaltgetränken seelisch darauf vorbereiten, gleich in die noch einige Grad wärmere Halle zu gehen. Nachdem Stephen Malkmus im Juni bereits für ein Akustik-Konzert auf dem Dach des Museums Ludwig in Köln war, kommt er nun mit mehr elektrischen Gitarren und den dazugehörigen Menschen, den Jicks, für einen weiteren Auftritt nach Köln.
Um 21:30 betritt er mit seiner Band die Bühne und erklärt dem gut gefüllten Raum, dass es keine Vorband gibt und dass man dann halt ein bisschen länger erzählt. Den sommerlichen Temperaturen zollt Malkmus Respekt, indem er beige Shorts trägt und ein gestreiftes Hemd mit aufgekrempelten Ärmeln. Indiz für seine Teilnahme an diversen Festivals sind zahlreiche Bändchen, die an seinem Handgelenk baumeln, was flüchtig an Wolle Petri erinnert. Aber wirklich nur sehr flüchtig. Für mehr fehlen nicht nur die Haarlocken. Überraschenderweise scheint die Band trotz fortgeschrittener Temperaturen gut gelaunt. Malkmus fragt ins Publikum, wer denn alles aus Köln kommt, woraufhin auffallend wenige Leute aufzeigen. Als er dann aus Gründen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann, fragt: „Can we make fun of Belgiums?“ verspricht der Abend, sehr unterhaltsam zu werden.
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