Ex Eye – Köln, 30.10.2017

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: - Colin Stetson. Ich habe ein Faible für diesen Mann, seit ich ihn vor ein paar Jahren auf dem Primavera Sound im Auditori gesehen habe. Colin…

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Angel Olsen – Köln, 28.10.2016

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: Little wings Es war eine Szene des Abends. Mittlerweile ist ja Gang und Gebe, dass auf Konzerten auf Teufel komm raus gefilmt und fotografiert wird. Erst…

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Tocotronic – Köln, 27.04.2015

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: - Ich fuhr an diesem Abend mit zwiespältigen Gefühlen in den Stadtgarten. Tocotronic. Sagten mir ihre letzten Konzerte nicht eigentlich nichts mehr? Hatte ich mich nicht…

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Benjamin Clementine – Köln, 29.11.2014

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: -

Benjamin Clementine

Edmonton, London. Hier wuchs Benjamin Clementine auf. Über Edmonton gibt es an diesem Abend zwei Songs, die das Konzert elegant einrahmen. „Edmonton“, von seiner zweiten EP Glourious you, steht am Beginn des Abends, „Gone“, der Song handelt über Benjamin Clementine’s Weggang aus Edmonton, sehr am Ende der Setlist. Dazwischen lagen wundervolle und beklemmende Minuten mit 13, 14 Songs, die so einmalig und emotional dargeboten wurden, wie ich es selten in einem Konzert erlebt habe. Als ich nach dem Haldern Pop Festival einen unheimlich begeisterten Post über den Auftritt von Benjamin Clementine gelesen hatte, schaute ich mir aus kurzzeitiger Langweile ein Video des Musikers an. Benjamin Clementine? Mit dem Namen konnte ich direkt nichts anfangen. Also googlen. Google brachte mir als erstes das Video zu „Cornerstone“, und ich war beeindruckt, sehr beeindruckt. Was um Himmels Willen macht dieser junge Mann, den die halbe Welt mit ‚männlicher Nina Simone‘ taggt, da am Klavier und wie toll ist seine Stimme! Seine tiefe und warme Soul-Stimme ist es, die Clementines Klavierballaden das Besondere verleiht. Allein schon über das Video wird dadurch eine so beklemmende Stimmung vermittelt, der ich mich nur schwer entziehen konnte. Wie muss das dann erst live im Konzert sein?!

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Neneh Cherry – Köln, 07.03.2014

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: - Neneh Cherry Ich arbeite mich gerade an den ersten beiden Staffeln der US Serie Treme ab. Staffel 1 liegt fast durchgeschaut auf dem Festplattenreceiver, Staffel 2 läuft aktuell täglich und wird fleißig aufgezeichnet, während die dritte Staffel wohl bald nachgeschoben wird. In der Drama-Serie Treme geht es um Musiker, Restaurantbesitzer und andere, die in dem Stadtteil Treme in New Orleans mit den Folgen des Wirbelsturms Katrina klar kommen müssen. Die Handlung beginnt im Herbst 2005, drei Monate nach dem Hurrikan Katrina und konzentriert sich auf die miteinander verbundenen Lebensgeschichten der lokalen Musiker und Stadtbewohner. Dass da viel Musik im Spiel ist, erklärt sich von selbst. Treme ist der älteste Bezirk von New Orleans und historisch bedeutender Ursprung der afroamerikanischen Musik und Kultur. Die post Katrina Nachwehen einer Stadt und der Versuch eines Neuaufbaus mit der Musik und der Tradition New Orleans sind die beiden Anker, die diese Serie zusammenhält und sehr sehenswert macht. Einer der Hauptakteure ist Delmond Lambreux, ein Jazz Musiker, der zwischen seiner Familie in New Orleans und seiner Karriere in New York hin- und hergerissen. Während sein Vater Albert Lambreux um die Freigabe der Projects und für den Wiederaufbau der zerstörten Nachbarschaft kämpft, schlägt sich der Sohnemann mit dem coolen New Yorker Jazzpublikum rum. Die Kritiker sehen in ihm den neuen Wynton Marsalis, aber Platten verkauft er kaum. In einer der letzten Folgen fragte ihn ein befreundeter Musiker vorwurfsvoll, was ihm den lieber sei: Platten verkaufen oder von den Kritikern verehrt? Es gäbe doch schließlich nichts Wichtigeres als gute Musikkritiken für ein außergewöhnliches Trompetenspiel zu erhalten. Und was hat das mit Neneh Cherry zu tun?

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Bill Callahan – Köln, 12.05.2011

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: Sophia Knapp

Bill Callahan

Wir können nicht mehr stehen. Am Ende des Abends im Kölner Stadtgarten erblicke ich einige Besucher, die sich gymnastischen Dehnübungen hingeben. Die Rücken sind verspannt. Schon während des zweistündigen Bill Callahan Konzertes kapitulierte der eine oder andere und musste abtauchen, rausgehen, sich strecken. Mensch, da kam aber auch alles zusammen: ein volles Haus, viel verbrauchte warme Luft und obendrauf diese ruhigen, zum still stehen aufmunternde Musik von der Bühne. Dort oben stehen drei Mann. Wobei, stehen ist übertrieben. Nur Bill Callahan, in einen weiß / cremefarbenen Anzug gekleidet, verschmähte eine Sitzgelegenheit. Sowohl Schlagzeuger Neil Morgan – aber von Schlagzeugern kann man das erwarten – als auch Gitarrist Matt Kinsey hatten es vorgezogen, en Abend sitzend zu verbringen. Und ich könnte schwören, manch einer im Saal hätte liebend gerne mit ihnen getauscht. Zusammen spielten sie an diesem Abend ihr erstes Deutschlandkonzert der aktuellen Tour. Und sie spielten es grandios. Auf dem Weg zum Stadtgarten hatte ich ziemlich gute Ideen darüber, was mich erwarten sollte. Das Publikum setzte ich mir aus den üblichen Verdächtigen und Menschen meines Alters zusammen. Ein wenig überrascht war ich jedoch, als ich das ausverkauft Schild an der Tür des Stadtgartens erblickte. Mit so viel Andrang hatte ich nicht gerechnet, aber Musiker wie Callahan haben sich eben in den Jahren eine treue Fangemeinde erspielt. „Nächste Woche hat Bob Dylan seinen 70sten. Da könnten wir eigentlich was machen. Seine Platten hören oder so.“ Sympathisches und unaufgeregtes Kennerpublikum, so hatte ich es mir vorgestellt.

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Edwyn Collins – Köln, 21.02.2011

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: The Kinbeats

Edwyn Collins - Köln, 21.02.2011

"A girl like you" katapultierte Edwyn Collins vor knappen 20 Jahren in die europäischen Charts und ins weltweite Radio. Das war 1995, lange nachdem er die Post Punk Band „Orange Juice“ gegründet und wieder aufgelöst hat. Ehrlich gesagt war Edwyn Collins aus meinem Blickfeld verschwunden. Letztes Jahr las ich nach langer Zeit erstmals wieder bewusst seinen Namen; in Kombination mit dem Berlin Festival tauchte er auf. Eine merkwürdige Sache. Als ich dann in der vergangenen Woche zufällig auf EinsFestival eine Harald Schmidt Late Night Wiederholung sah, stand er plötzlich in meinem Fernseher. „Losing sleep“ hieß der Song, den er im Studio präsentierte, und „Losing sleep“ heißt auch Edwyn Collins neues Album. Der Song hat Spuren von dieser Billy Bragg Raubeinigkeit, die ich so mag, und überhaupt nichts von dem, was ich bisher mit Edwyn Collins verband. Gut, das war hauptsächlich „A girl like you“, ich gebe es zu. Also nur ein kleiner Abriss dessen, was man gemeinhin Gesamtwerk nennt. Sein Auftritt gab mir aber den letzten Tritt, mich in Richtung seines Kölner Stadtgartenkonzerts zu bewegen. Ich war neugierig geworden und wollte mir sein neuestes Album, das seine Plattenfirma mit den Worten
„Losing Sleep“ fasst Edwyn Collins 34-jährige Karriere gebündelt zusammen: Angefangen vom Post-Punk und Brit-Pop bis zur eingängigen Soulmusik“
umschreibt, doch mal live anhören. Aufgenommen hat Edwyn Collins sein nunmehr siebtes Studioalbum mit einer Reihe illustrer Gastmusiker. Johnny Marr, Alex Kapranos & Nick McCarthy (Franz Ferdinand), Romeo Stodart (The Magic Numbers) und Ryan Jarman (The Cribs) waren unter anderen an der Produktion beteiligt. Wie toll es live ist, wenn all diese Musiker auf einmal mit auf der Bühne stehen, konnte ich hier lesen. Also noch ein Anreiz, mir diesen Mann mal näher anzuschauen, auch wenn dieses best-of Konzert natürlich nicht wiederholbar ist. Dass das in dieser Konstellation für diesen Abend nicht geplant ist, ist klar. Weiter heißt es im Internet:
„Die Rückkehr des Edwyn Collins mit seinem siebten Album "Losing Sleep" ist ein kleines Wunder. 2005 erlitt der damals 45-jährige Songwriter binnen weniger Tage zwei Schlaganfälle. Danach lag er sechs Monate im Krankenhaus, konnte weder laufen, noch sprechen, lesen oder schreiben.“
Edwyn Collins kam mit Band und Familie.

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Twin Shadow – Köln, 08.02.2011

Ort: Stadtgarten, Köln Vorband: Tellavision

Twin Shadow - Köln, 08.02.2011

Na das war ja ein richtig guter Abend gestern im Stadtgarten. Sowohl Tellavision als auch Twin Shadow haben mich überzeugt. Hinter Twin Shadow verbirgt sich an diesem Abend eine vierköpfige Band, Tellavision ist ein ein-Mädchen Projekt aus Hamburg. Das machte zusammen gute 90 Minuten Musik, die von ihrer Herangehensweise unterschiedlicher und identische zugleich nicht hätten sein können. Und über allen lag New York. „Wo müssen Sie denn heute Abend noch hin?“ Die Frage kam von meinem Therapeuten und ließ mich kurz zusammenzucken. Wie erkläre ich das jetzt am besten, ohne mich in ausschweifende Erklärungen über Musik und Musikgenre zu verrennen? Wie erkläre ich meinem Rückentherapeuten, dass ich am Abend noch ein Konzert der New Yorker Twin Shadow besuchen möchte und daher der Behandlungstermin nicht ganz so lang dauern sollte. Am liebsten gar nicht. Der Müller-Wohlfahrt der Eifel, so nannte ihn unlängst eine regionale Tageszeitung, gehört zu der Mehrheit Menschen, die Musik als reine Hintergrunddudelei wahrnehmen und (wahrscheinlich) nicht einmal Madonna kennen. Das hat nichts Dramatisches, um Gottes Willen, wir unterhalten uns immer prächtig über den FC und Eintracht Trier, ich kenne nun Arbeitszeiten und Ausbeutereien der medizinischen Abteilungen im kleinen Profifußball und auch mein Wissen über Muskelstränge im und um den Rücken ist enorm gestiegen. „Indie?! Aha.“ Ich habe doch einen Versuch gestartet und bereue es sogleich. Ich hätte Popkonzert sagen sollen, das hätte die Sache vereinfacht und das Gespräch abgekürzt. Passt ja überdies besser, denn alles ist Populärmusik. Das alte Kastenwesen der 80er mit Trennungen in Pop, Rock, Indie und was-weiß-ich-noch ist doch längst passé. Die Musik dieser Jahre allerdings ist aktueller denn je. Womit ich wieder bei Twin Shadow und Tellavision wäre.

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Laura Veirs – Köln, 02.02.2010

Morgens machte ich meine Abendplanung öffentlich. Beim täglichen Gezwitscher fragte ich kleinlaut „Laura Veirs im Stadtgarten oder KDD auf arte?!“. Diese mehr rhetorische Frage veranlasste die Bloggerkollegen von den whitetapes…

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