Portugal.The Man – Köln, 18.09.2013

Ort: Bürgerhaus Stollwerck, Köln Vorband: Okta Logue

Portugal.The Man

Portugal. The Man verfolge ich seit ihrem Album “Waiter: „You Vultures!“. Das erschien 2006 und zeigte mir, dass auch 00er Jahre Rock eine glanzvolle Zeitlosigkeit haben kann. „Church mouth“, ihr zweites Album, hob die Messlatte noch einmal stark an. Seitdem veröffentlichen Portugal. The man Alben im Jahresrhythmus, 2013 stehen so sieben Alben auf der Habenseite. Ein irrsinniger Output, der sicher nur von dem Veröffentlichungswahn eines Rob Pollard überboten wird. Allerdings sehe ich die Qualitäten von Portugal. The Man derzeit weit grösser als die der letzten Guided by Voices Alben. Also war es eine leichte Entscheidung, sich auf ein Portugal. The Man Konzert festzulegen. Immerhin hatten wir die Amerikaner länger nicht mehr gesehen, und immerhin waren ihre letzten Konzerte herausragend spannend und kurzweilig. Beim Lesen der alten Berichte musste ich zwar sehr lachen, ob des Unsinns, den ich so schreibe, sie riefen mir aber auch die tollen Konzerte ins Gedächtnis zurück. Ha, dieser Blog erfüllt zu Hundertprozent seinen Dienst, denn genau aus diesem Grund habe ich ihn vor langer Zeit angelegt: Er möge mich an die vielen Konzerte erinnern und eine Art Konzertdokumentation sein. Was schrieb ich denn so über Portugal.The Man?
Wir einigen uns darauf, dass wir uns nicht einigen können und es keine Schublade gibt, in die Portugal.The man mit ihrem einsamen Prog-Rock hineinpassen. Einsamer Pro-Rock, auf diese zwei Begriffe können wir uns immerhin verständigen. (2007) Und das man in seine Auftrittszeit von knappen 75 Minuten ganz viele Songs hineinpacken kann, zeigten Portugal.the man am allerdeutlichsten. Ich glaube, keine andere Band hat an diesem Wochenende mehr Songs gespielt als die fünf Männer aus Alaska. ,Ihr Rezept: Musik machen ohne Pausen und nicht labern. Oder wie Noel sagen würde: „Shut up and play ‚One‘.“ (2011)
Na, da hat sich ja in den Jahren nicht viel verändert.

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Rolling Stone Weekender – Weissenhäuser Strand, 11.11.2011

Ort: Feriendorf Weissenhäuser Strand, Ostsee Bands: The Notwist, Portugal.the man, Lanterns on the lake, Wilco

Wenn gut ausgestattete Mittelklassewagen die Parkplätze und Zufahrtswege des Ostseeferienparadieses Weissenhäuser Strand besiedeln, wenn situierte Männer in schwarzen Outdoorjacken den Strand bewandern, wenn auf den Balkonen der unzähligen Appartements Becks- Bierkästen, Weinflaschen und Gläser stehen, wenn sich morgens um halb zwölf eine unendliche Schlange um die Bäckerei des EDEKA Marktes rekelt und wenn mitten auf dem Platz ein ca. 1000 Zirkuszelt aufgebaut ist, dann muss etwas Besonderes sein. Erst recht, wenn es Anfang November ist und wenn sich all das in einem rustikal, vor 70er Jahre Charme sprühenden Ferienpark (neudeutsch Center-Park) abspielt. Und wie die letzten zwei Jahre so auch in diesem: Der Rolling Stone hatte zu seinem herbstlichen Festival geladen („das Indoor-Komfort-Festival“) und die Zielgruppe ist vor Ort. Sorgsam und passend ausgewählt spielen die Bands in den vier Konzertsälen: Elbow und Wilco, die täglichen Headliner, The Notwist, Death Cab for cutie, Cake, Archive und Nada Surf, sowie die Howling Bells, Lanterns on the lake, Thees Uhlmann, An Horse und Portugal.the man waren vor Ort, um die mir wichtig erscheinenden zu nennen.

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Portugal.The Man – Köln, 25.09.2008

In Momenten wie diesem gefällt es mir im Gebäude 9 am besten. Leichter Schrammelgitarrenindiepop von der Bühne, Unaufgeregtheiten vor der Bühne des abgewrackt wirkenden Konzertortes am deutzer Messegelände. Das passt…

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