| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Motorama – Oberhausen, 21.05.2015

Paracetamol vermindert nicht nur körperlichen Schmerz, sondern auch positive Gefühle. Das haben, so lese ich gerade, US Forscher an der Ohio State University herausgefunden. Motorama dagegen vermindern nicht nur den Schmerz, sondern liefern obendrauf noch positive Gefühle. Wenn man denn Wave-Synthie-Pop-Melodien mag. Motorama, für Fans von Joy Division,

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Motorama – Köln, 25.09.2013

Ort: Blue Shell, Köln
Vorband: The Elwins

Motorama

Ich kenne mich in der russischen Musikszene null aus. Sowohl früher als auch heute sind mir all die Bands und Musiker völlig unbekannt und fremd. Pussy Riot ist mir natürlich ein Begriff, aus den Nahrichten, einen Song kenne ich jedoch nicht. Hätte man mich als Kind gefragt, welche sowjetischen Musiker es denn so gäbe, hätte ich mit Dschinghis Khan und Ivan Rebroff geantwortet. Das beide auf Deutsch sangen, für einen achtjährigen ist das eher Nebensache. Tatarentanz, Rauschebart und Fellmütze waren mir damals Indizien genug, diese beiden Bands/Musiker mit der Sowjetunion zu verbinden. So, Schublade wieder zu.
Seit einem guten Jahr antworte ich auf die Frage nach einer russischen Band stilsicher mit Motorama. Als diese junge Band aus Rostow am Don vor ein, zwei Jahren plötzlich in meinem Bewusstsein auftauchte, war ich sofort Fan. „Alps“, das Album, was sie auch heute noch zum freien Download auf ihrer Webseite anbieten, faszinierte mich mit seinen Cure-esken Melodien direkt. Es brauchte nicht lange, um angefixt zu werden. „Northern Seaside“, „Warm Eyelids“, „There’s no hunters here“, wow, was für Songs! Schnell besuchte ich ihr Konzert in Oberhausen und war begeistert. Das war im letzten Winter und es war grandios. Als dann Köln im aktuellen Tourplan auftauchte, war es ein Pflichttermin, dort aufzulaufen.
Ich saß im Zug, als mich eine Musikempfehlung per Mail erreichte. Verbunden mit der Aussage, „ich könne mir das aber auch erst nach dem Konzert anhören, um mir die Einstimmung auf den musikalischen Abend nicht zu verderben“. Das brachte mich dazu darüber nachzudenken, wie ich mich eigentlich auf Konzerte einstimme. Höre ich Musik der Band, die ich gleich sehen werde? Höre ich andere Musik? Nun, meistens höre ich gar keine Musik, nur wenn der Zug sehr laut ist, krame ich den IPod hervor und höre das, wonach mir ist. Das kann Musik der Band sein, die gleich spielt, oder etwas ganz anderes. Ich kenne Konzertgänger, die hören vor einem Konzert tagelang keine Songs der Konzertband, andere wiederum hören gerade Songs der Konzertband. Bei mir ist das nach Lust und Laune sehr unterschiedlich. Aber sehr oft schaue ich mir nachmittags zur Einstimmung Livevideos an. Ein bisschen muss ich meine Neugierde ja befriedigen. An diesem Tag ging es jedoch ohne Video gucken und Songs hören. Das letzte Motorama Konzert war mir noch sehr präsent. Überdies höre ich Motorama sehr regelmäßig, sie sind eine von wenigen Abends, die einen Dauerplatz auf meinem IPod haben. Und das ist ein eindeutig gutes Qualitätsmerkmal. (mehr …)

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