| Ein Blog über Musik und Konzertbesuche |

Little waves Festival – Genk, 14.04.2018

C-Mine. In großen Lettern empfängt mich der Kreisverkehr kurz nach der Autobahnabfahrt. C-Mine, so heißt das Kulturzentrum in Genk, das sich in dem alten Steinkohlebergwerk am Stadtrand der belgischen Industriestadt eingenistet hat. Das Steinkohlebergwerk im limburgischen Abbaugebiet ist eines der ältesten des Landes. Oder besser gesagt, war eines der ältesten des Landes, denn Ende der 1980er Jahre wurde es geschlossen. Seit diesem Jahrtausend ist dort die sogenannte C-Mine ansässig, ein kreativer Ort mit Veranstaltungssälen, Kongresszentrum, Kino und einer Hochschule.

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Primavera Sound – Barcelona, 28.05.2011

Ort: Parc del Forum, Barcelona
Bands: Yuck, Warpaint, Dean & Britta, Mercury Rev, Dean Wareham

Warpaint - Barcelona, 28.05.2011

Das Fazit eines Festivals. Der dritte Tag.
Warpaint! Warpaint! Warpaint!
Es herrscht eine rege Betriebsamkeit rund um das Festivalgelände. Aber wir waren ja auch schon so früh auf dem Gelände, warum sollten es uns die anderen nicht gleichtun. Es gab auch einen guten Grund.
Um 18 Uhr spielten Yuck, die neuen Lieblinge aller Blogger von heute und den Ausgaben der Musikmagazine von morgen, und eine dreiviertel Stunde später die vier Mädels von Warpaint.
Yuck lagen auf dem Weg zur Llevant Bühne. Daher plante ich den Abstecher ein. An diesem Samstag wollte ich alles richtig machen, und auf keinen Fall zu spät zur Llevant Bühne kommen. Warpaint wollte ich mir unbedingt von Anfang an und aus nächster Nähe anschauen. Ohne Wenn und Aber. Also setzten wir uns nicht weit vom Ausgang auf die Tribüne an der ATP-Bühne.
Yuck, eine vierköpfige Band aus London. Obwohl ich sehr viele Artikelüberschriften in diversen Musikblogs über und mit ihrem Namen gelesen hatte, kannte ich ihre Musik nicht. Die Tage vor Barcelona waren mit lauter anderem Kram so zu, dass ich es vorher nicht geschafft habe, mir die ein oder andere Festivalband anzuhören. Schlechte Vorbereitung? Vielleicht.
Die ersten Songs waren toll. Ich war angenehm überrascht von der klassischen altmodischen Herangehensweise der Band. Ihre Songs waren so konsequent 90er Indierockpop, es machte Spaß ihnen zuzuhören. Zwischendurch fragte ich mich, welche 90er band ich nach einer halben Stunde nicht gehört hatte. Nach der ersten Anfangseurophorie um „Holing out“, „The wall“ und „Georgia“ flachte die Begeisterung ein wenig ab. Yuck konnten qualitativ nicht mehr nachlegen, ihr Pulver schien nach einer Viertelstunde verschossen. Also blieb Zeit, sich den Auftritt näher anzuschauen. Und da kam mir immer wieder ein Name in den Sinn: Robert Smith.
Nicht nur in Sachen Frisur hatte der Yuck Sänger Daniel Blumberg große Ähnlichkeit mit dem Cure Frontmann. Auch seine Körperhaltung, das Tragen der Gitarre, seine verdrehten Beine, all das hätte bei einem „Robert Smith in concert“ look-a-like Wettbewerb sehr gute Aussichten auf den ersten Platz.
Dass sie auch ab und an eine Cure Gitarre in ihren Songs hatten, passte gut. Während sie „Get away“ spielten überlegte ich kurz, welche 90er Jahre Band ich bisher noch nicht herausgehört hatte. Mir fiel spontan nur eine ein: die Lemonheads.
Nach einer guten halben Stunde verließen wir aber die Band, um uns den anderen Cure an diesem Abend zuzuwenden.
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