Interpol – Luxemburg, 19.08.2017

Ort: Den Atelier, Luxemburg Vorband: Froth Nach dem Konzert sitzen zwei Männer in Anzügen an der Bar des Sabotage. Sie diskutieren mit den Umstehenden. Irgendwann wird es ein bisschen lauter,…

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Sting – Esch-Alzette, 01.04.2017

Ort: Rockhal, Esch-Alzette Vorband: Joe Sumner, The last Bandoleros Dieser Konzertbesuch ist kein Aprilscherz. Auch wenn man diesen Eindruck bekommen könnte, wenn man, als unbeteiligter Beobachter, meine Konzertlisten Jahr für…

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Eels – Luxemburg, 08.07.2014

Ort: Grand Théâtre, Luxemburg Vorband: Mélanie de Biasio

Eels

Die Eels – oder besser gesagt Mark O. Everett - machen vieles richtig. Seit Jahren verfolge ich die Band und besuche ihre Konzerte, und jedes Mal bin ich über ihre neuen Platten und ihre Auftritte begeistert. Der Wandel von der Indierockband hin zur verschrobenen, melodramatisch, traurig sarkastischen Kammerband vollzog sich in den letzten knapp 20 Jahren unaufdringlich unauffällig. Kleine Ausreißer wie das zwischen die tieftraurigen Blinking lights and other revelations und Daisies of the Galaxy eingepackte Souljacker inbegriffen. Live greifen die Eels dabei immer wieder ihre musikalischen Gemütszustände auf. So sah ich Konzerte von entspannter Gelassenheit, mit Orchester, als quasi Comedy Show, als ZZ-Top Revival Band oder als Theaterpopband. Räumlich und zeitlich eingeordnet heißt das: kleines E-Werk Köln (die Tour zum Debütalbum Mitte der 90er.), Live Music Hall (Blinking lights… Tour ), eine Synagoge in Washington ("An Evening with Eels") und immer wieder Heerlen. Zweimal gastierten die Eels in den letzten drei Jahren in der niederländischen Grenzstadt, es waren die Touren zu den letzten beiden Alben Tomorrow morning und Wonderful, Glorious. Dieses Jahr erschien das bisher letzte Eels Album The Cautionary Tales of Mark Oliver Everett und natürlich gab es wieder eine Tour. Und natürlich wieder nicht durch heimische Gefilde, so dass ich auch dieses Mal ins benachbarte Ausland fahren musste, um eine meiner Lieblingsbands live zu erleben. Also Luxemburg.

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The Lemonheads – Esch-Alzette, 27.04.2012

Ort: Rockhal, Esch-Alzette Vorband: DJ Set Ein Album wie geschnitten Brot, dieses „It‘s a shame about Ray“. Ein Hit jagt den anderen und so ist es mehr als verdient und gerechtfertigt, das Evan Dando 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung mit dem Album im Programm auf riesengroße Welttournee geht. Seit Januar spielen sie fast täglich ein Konzert. Nach Köln kommen sie in diesem Monat auch noch, nun stand jedoch für die Lemonheads erstmals Luxemburg auf dem Tourplan. Ich war auch schon länger nicht mehr hier. Dabei ist die Rockhal eine meiner lieblingskonzertorte. Aufgeräumt und verkehrstechnisch gut erreichbar liegt sie in einem neuen Wohn- und Büropark Esch-Alzettes auf einem ehemaligen Fabrikgelände im sogenannten Esch Belval. Pünktlich um halb neun bin ich vor Ort. der Weg durch die regnerische Eifel dauerte länger als geplant. An und für sich steh‘ ich dem Naturschutz positiv gegenüber, allerdings bin ich nach dieser erneuten Trödelfahrt über die B51 sehr für den Lückenschluss der A1 zwischen Blankenheim und Trier. Luxemburg würde dann noch ein Stückchen näher rücken, was ich durchaus gut finden würde. (Ja, manchmal muss ich egoistisch denken.) Also, ich war zeitgerecht an der Halle und als ich den Saal betrat doch sehr überrascht: Gerade einmal 70 Leute tummelten sich im Innenraum. Dass die Rockhal nicht voll sein würde, hatte ich erwartet, dass es allerdings so leer sein würde, auch nicht. Seit wenigen Minuten legte ein DJ muntere und lange nicht gehörte Singles aus den 90ern auf: Belly, Buffalo Tom, Magnapop. Ein unterhaltsames Vorprogramm, dass die Zeit gut überbrücken sollte. Da die Rockhal freies w-lan anbietet, kann ich noch ein bisschen lesen und mir die Zeit sinnvoll vertreiben. Gut für die Band, dass sich noch weitere Besucher in der Rockhal einfanden, so dass der Saal schlussendlich gut halbvoll war. Bis die Musiker auf der Bühne erscheinen sollten dauerte es noch eine gute Stunde. Nachdem der Lichtmann die Videoleinwand justiert hatte, alle Filme auf seinem Blackberry-Tablet ordnete und im Übereifer zweimal erst das Saallicht aus und wieder an stellte, trat gegen kurz vor 10 Evan Dando auf die Bühne.

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Rock a Field – Luxemburg, 26.06.2011

Ort: Luxemburg Bands: Die Fantastischen Vier, Arcade Fire, Elbow

Arcade Fire - Luxemburg, 26.06.2011

3 Bands, alles gut! Das ist mein kurzes und leicht verspätetes Fazit unseres Sonntagnachmittagsausflugs ins benachbarte Luxemburg zum wunderschönen Ein-Tages-Festival Rock a Field. Selbstverständlich spielten in Luxemburg mehr als nur drei Bands, allerdings lagen diese außerhalb unseres Interessengebietes. „Bullet for my valentine“, „Gaslight Anthem“, „De Läb“, die ließen wir bewusst links liegen. Auf die Arctic Monkeys verzichteten wir freiwillig (Montag ist ein Arbeitstag und die Nacht schon so viel zu kurz), auf Jimmy eat world unfreiwillig. Ihr relativ früher Slot (Festivalumgangssprache) und unser Zeitmanagement passten nicht überein. Wir stiegen just in dem Moment aus dem Shuttlebus, in dem sie ihren letzten Song "Sweatness" spielten. Er bildete den Soundtrack für unseren Fußmarsch durch den Roeser Wald zur Festivallichtung. Auf dem Gelände angekommen standen wir dann etwas planlos im prallen Sonnenschein zwischen Getränkeständen und Dixieklos. Eine für uns interessante Band gerade verpasst, zwei langweilige Bands vor Augen. Also schlichen wir über das Gelände, lauschten hier, lachten da und warteten auf das Abendprogramm. Ach ja, unsere abendlichen Favoriten hießen Fantastischen Vier, Arcade Fire (die eigentlichen Favoriten) und Elbow. In genau dieser Reihenfolge kamen sie auf die Bühne. Da die Fanta Vier direkt vor Arcade Fire auftraten, bot sich mir endlich die Gelegenheit, die beste deutsche Hip-Hop Band live zu sehen. Vor gut 20 Jahren starteten die Stuttgarter ihre Karriere und brachten den Hip-Hop ins deutschsprachige Musikbewusstsein. Schreib ich jetzt einfach mal so, wohl wissend, dass es auch Advanced chemistry und andere Gruppen zu dieser Zeit gab und jede den Anspruch erhebt, deutschsprachigen Hip-Hop populär gemacht zu haben. Ein vortreffliches Streitthema.

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… and you will know us by the trail of dead – Esch-Alzette, 13.04.2011

Ort: Rockhal, Esch-Alzette Vorband: Asobi Seksu, Rival Schools

... and you will know us by the trail of dead - Esch-Alzette, 13.04.2011

Was für ein Aufgebot! Normalerweise erlaubt es dieses Jahr meine Zeit überhaupt nicht, weite Tagesausflüge zu Konzertorten zu unternehmen. Aber diesen Abend durfte und konnte ich mir nicht entgehen lassen. Asobi Seksu, Rival Schools und ... and you will know us by the trail of dead, viel besser geht es kaum. Jede der drei Bands hatte eine eigene Vorfreudenstimmung bei mir ausgelöst. Asobi Seksu, das New Yorker Trio um Yuki Chikudates hatte ich bisher zweimal gesehen. Einmal in Köln – vor einigen Jahren – und einmal in der Brüsseler Botanique, vor weniger als einigen Jahren. Beide Abende bleiben mir in guter Erinnerung, und das nicht nur wegen des lauten und wuchtigen Auftritts der Band. Ihre moderne Interpretation des Shoegaze / Dreampop finde ich einfach toll und die Eleganz, mit der sie Songs wie „Pink light“ oder „Trance out“ präsentieren, ist überwältigend. Dass das in Perfektion nur funktioniert, wenn die Dezibel stimmen, nun gut, dieses Musikgenre setzt das stillschweigend voraus. Auch in Esch-Alzette war ihr Set das lauteste des Abends, allerdings war es diesmal nicht anstrengend laut (wie in Köln) oder überdimensioniert laut (wie in Brüssel) sondern fein ausgepegelt. Yuki Chikudates hochstimmiger Gesang klang trotz Keyboarddrucks klar und deutlich. Ein wichtiger Baustein für Asobi Seksu Songs, die durch die zerbrechliche Stimme ihrer Frontfrau erst bedeutsam werden. Eine gute halbe Stunde hörten wir Songs des neuen Albums „Fluorescence“. Es ist ihre fünfte Veröffentlichung. Ich kannte sie vorher noch nicht und ergriff die Gelegenheit, für günstige acht Euro nach dem Konzert ein Exemplar von „Fluorescence“ zu kaufen. Dick in Cellophan eingeschweißt machte es mir die mehr als gut gemeinte Verpackung allerdings unmöglich, die CD ohne Spuren auf dem an alte 90er Jahre 4AD Platten erinnernden Cover zu hinterlassen, auszupacken. Ein vertiefender Höreindruck der neuen Asobi Seksu Songs musste daher auf den nächsten Tag verschoben werden. Die Rückfahrt aus Luxemburg gehörte somit anderen Damen: Coeur de Pirate und PJ Harvey. „Qu'est-ce que c'est?“ „That’s a guitar, man!“ Nachdem sich Jason Reece zu Beginn des Konzertes mehrmals mit “Danke” über den Applaus gefreut hatte, schwenkte er nun ins französische um.

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