- Seit 2002 Dinge über Musik -

Die Sterne – Köln, 15.02.2017

Er hat immer Hunger - Er muss Immer essen - Er muss wohnen und schlafen - Und er muss vergessen - Dass Gestern wie Heute wird - Heute wie Morgen - Und dass in diesem Laden herzlich wenig passiert… Dieser Song war in den 1990er Jahren ein Welthit, zumindest in meiner kleinen Indiewelt und die Band die Sterne für mich eine weitere dieser Hamburger Schule Bands, die alle damals so mochten und die es vielleicht lohnt, von mir genauer inspiziert zu werden. Das habe ich auch getan, merkte aber schnell, dass sie doch anders waren als die Blumfelds und Tocotronics. Und anders bedeutet für mich in diesem Fall: zu poppig und zu wenig gitarrig im Sinne von laut. Daher liefen die Sterne seinerzeit knapp unter meinem Radar. Bis auf die Single „Universal Tellerwäscher“ und das Album Posen – was ich wenig überraschend doch zu selten hörte – war nicht viel. das sollte eine ganze Zeit lang so bleiben.

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Yo la tengo – Köln, 28.10.2015

Damals in Bochum konnte ich nicht so richtig etwas mit der Band anfangen. Yo la tengo spielten in der Zeche, ich kaufte mir ein blaues Katzen Tour-T-Shirt, habe aber sonst wenig bis gar keine Erinnerungen mehr an diesen Konzertabend aus dem Jahr 1997. Heute denke ich, ich war damals noch nicht bereit genug, die Lo-Fi Songs der Band aus Hoboken richtig genießen zu können.

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Poliça – Köln, 28.01.2014

Ort: Kulturkirche Nippes, Köln
Vorband: Marijuana Deathsquads

Poliça

Laura steht ein, zwei Meter neben mir. Zusammen schauen wir uns den wunderbaren Auftritt von Poliça in der Kulturkirche Nippes an. Das Licht ist stark abgedunkelt, bodentiefe Scheinwerfer und kaltes blaues Licht bilden eine schummrig schöne Ausleuchtung der Bühne, die sehr gut die herbstlich dunklen Elektrobeatstücke des Quartetts aus Minneapolis untermalen. Poliça machen diese Art von moderner Tanzmusik, die nicht freudestrahlend durch die Charts hüpft, sondern ähnlich wie bei Portishead tiefgründiger und substanzieller daherkommt. Ein Bass, zwei Schlagzeuge und ein bisschen Elektrogefrickel. Das sind Poliça und damit bin ich schnell zu begeistern.
Bereits im Vorprogramm hatte die Sängerin einen Kurzauftritt. Zusammen mit ihrem Bassisten Chris Bierden begleitet sie die Marijuana Deathsquads bei ihrem letzten Song. Die Minneapolitaner kommen aus dem Poliça Umfeld, der geographische Ort verbindet die beiden Bands. So ist Schlagzeuger Ben Ivascu (der, der am linken Schlagzeug saß) auch Teil der Marijuana Deathsquads. Die Band aus Minneapolis trat zu vier in der Kulturkirche. Auch sie kommt aus der Elektro Ecke, ihr post-elektro Noise kommt genauso wie Poliça ohne Gitarre aus und erinnerte mich zeitweise an die Dirty Beaches. Das war zwar sehr laut, rumpelig und der Gesang unhörbar. Wenn man sich jedoch Zeit nimmt, und sich auf die wirren Soundstrukturen einlässt, findet man sehr schnell Gefallen an den Knöpfendrehspielereien. Zumindest ging es mir so. (mehr …)

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Warpaint – Köln, 28.06.2011

Ort: Kulturkirche, Köln
Vorband: Heat

Warpaint - Köln, 28.06.2011

Sehr ärgerlich. Da sind wir pünktlich an der Kulturkirche und gurken wie blöde eine knappe halbe Stunde durch das Wohngebiet, um einen Parkplatz zu finden. Den gibt es natürlich nicht und so müssen wir unser Auto jedwede abstellen und ein gutes Stück zu Fuß zur Nippeser Kirche zurück latschen.
Eine Initiative muss her, die die Kulturkirchenleute davon überzeugt, Tickets nur mit Parkschein auszugeben. Oder aber zumindest jegliche Eimer, Baustellenzäune und Stühle mit Papierzetteln wie „Privatparkplatz“ vor einem Konzertabend verbietet.
Nee Quatsch, wir wohnen selber mitten in der Stadt und sind auch leiderfahrene Eigenheimbewohner was das Zuparken (“es war doch nur ’ne halbe Stunde.“) oder das „ich war doch nur kurz im Getränkeladen gegenüber“ Parken auf dem eigenen Stellplatz angeht. Eine halbe Stunde ist nicht lang, aber es ist ärgerlich, wenn ich just in dieser halben Stunde vom Einkaufen zurückkehre und nicht vor der Tür parken kann.
Es ist also okay, keinen Parkplatz in den Wohngebieten um die Kirche gefunden zu haben.
Als Fazit bleibt schlussendlich: Die Vorband Heat – hach wie passend – verpasst, dafür aber frische Luft gewonnen. Ein genauso wertvolles Gut an diesem heißesten Tag des Jahres. Das Thermometer zeigte den ganzen Tag werte jenseits der 30°-Grad Celsius. Sommerwetter, wie es bei uns üblich ist, nicht angenehm luftig, trocken, sondern drückend, schwitzig.
In den Staaten wäre der Konzertsaal jetzt auf 17° Grad heruntergekühlt, sodass man Schal und Jacke im Gepäck haben müsste, bei uns ist das nicht so. Hier schwitzt man im Stehen.
Ein wahrlich wenig idealer Tag, um abends ein Konzert in einem geschlossenen Raum zu besuchen. Open Air wäre besser, aber manche Dinge kann man sich nicht aussuchen oder gar ändern, zum Beispiel das einzige Deutschlandkonzert der kalifornischen Warpaint just an diesem Tag des Jahres. Da müssen wir natürlich hin, Warpaint sind eine unserer Lieblingsbands, koste es, was es wolle. Und wenn es 60° Grad im Brutofen Kulturkirche sein sollten. Pah, das schreckt nicht ab. Diese Qualen nehme ich auf mich, auch wenn ich es nach spätestens 5 Minuten sehr bereue. Hitze oder auch schon übertriebene Wärme mag ich ganz und gar nicht. Kalte Winter sind toll, Sommer und warme Temperaturen nicht.

Vor einigen Wochen bescherten mir die vier jungen Frauen mein bisher zweitbestes Konzert des Jahres.
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Band of Horses – Köln, 14.04.2010

Dieses Konzert war ein Glücksmoment. Ein ganz großer Glücksmoment! Selten spürte ich einen so feinfühligen Konzertbeginn, eine solche Ergriffenheit und innere Begeisterung. Die Band of…

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Soap&Skin – Köln, 30.09.2009

Erst die Schweiz, gestern Österreich. Ausnahmekünstlerinnen aus unseren beiden Nachbarländern gaben sich in dieser Woche in der Kölner Kulturkirche die Klinke, bzw. das Klavier, in…

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dEUS – Köln, 14.04.2008

"Sag, das es ein gutes Konzert war", gibt mir meine Mitbewohnerin mit auf den Weg. Ist hiermit geschehen, denn es war wirklich ein guter, gelungener…

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Editors – Köln, 13.06.2007

Gitarrengewitter. Als ob sich die aufgestaute Energie eines schwülwarmen Tag entladen muss, so fühlten sich die gestrigen 2 Stunden in der Kulturkirche an. Die Editors…

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