Girls in Hawaii – Köln, 16.02.2018

Vor vier, fünf Jahren hatte ich musikalisch einen Belgienkomplex. dEUS mochte ich ja schon von Anfangstagen an, die zählen daher nicht wirklich mit ihrer damaligen Veröffentlichung Selected Songs 1994-2014. Und wer braucht schon Kompilationen?! Wer aber zählt sind BRNS und Girls in Hawaii, die mir beide in kurzer Folge über den Weg liefen. Da auch Hooverphonic seinerzeit irgendwas veröffentlichten, was mir auffiel, machte alles zusammen mein musikalisches Belgien komplett.

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Ghostpoet – Köln, 06.02.2018

Ghostpoet. Der Engländer Obaro Ejimiwe war meine herbstentdeckung rund um das Crossing Border Festival in Den Haag vor einigen Jahren. Damals kam ich zufällig auf den Briten und war enorm begeistert von seinem Konzert, das er nur mit Keyboardbegleitung auf einer sehr dunklen Bühne präsentierte. An die feine Lichtshow habe ich gute Erinnerungen, ob tatsächlich nur eine Keyboarderin mit dabei war, dafür lege ich meine Hand nicht ins Feuer.

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Cloud nothings – Köln, 04.12.2017

Oh Mann, was habe ich die Cloud nothings und ihr Album Attack on memory geliebt. Songs wie „No future/no past“, „Stay useless“ und „Wasted days” brachten liebevollen Indierock in mein Frühjahr 2012. Da war mal wieder eine neue, junge, frische Band, die Musik so ganz nach meinen Geschmack machte. Die nächstbeste Gelegenheit, die Cloud nothings live zu sehen, nahm ich war. Ich fuhr nach Dortmund. Ins FZW. Ich war begeistert.

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King Krule – Köln, 01.12.2017

Primavera Sound. Pitchfork Bühne. Ich nahm mir ein paar Minuten Zeit und hörte einem jungen Mann zu, dessen Stimme mich an Billy Bragg denken ließ und dessen Saxophonsequenzen mich auf undefinierbare Art und Weise beeindruckten. Der junge Mann - oder besser gesagt der Teenager - nennt sich King Krule und spielte mit seiner Band einen Song namens „Dum Surfer“.

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Public Service Broadcasting – Köln, 26.11.2017

Public Service Broadcasting gehören zu diesen Bands, die in zwei verschiedenen Welten Musik machen. Die eine Welt heißt England, oder besser Großbritannien, die andere Welt heißt ‘der Rest der Welt‘. In England spielen Public Service Broadcasting in großen Hallen, deren Namen mit o2, Eventim oder Apollo beginnt, im Rest der Welt in kleinen Klubs wie dem Hamburger Knust oder dem Kölner Yuca. Viel größer könnte der Unterschied nicht sein. Das Yuca meldete immerhin letzte Woche ein ausverkauft.

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Benjamin Clementine – Köln, 20.11.2017

Konzerte gibt Benjamin Clementine gefühlt nur im Winter. Bereits die letzten beiden Auftritte des Engländers in Köln fanden - ich schau das nicht nach - in der kälteren Jahreszeit statt. Bei seinem ersten Auftritt spielte er noch im Stadtgarten, die Weihnachtsmarktbuden vor der Tür sorgten für die selige Grundstimmung, die mich damals vorfreudig in den vollen Stadtgarten spülte. Das zweite Konzert fand dann bereits in einer ausverkauften Philharmonie statt. Ich glaube, auch das war gut.

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Quicksand – Köln, 15.11.2017

Ich mag die Stimme von Walter Schreifels, so schrieb ich es letzte Woche unter einen Facebookpost, nachdem ich die aktuelle Single aus Interiors geteilt hatte. Das war just der Momente, als ich mich entschied, dass Konzert von Quicksand zu besuchen. Quicksand, vielleicht muss ich das erwähnen, nachdem ich vor einigen Tagen schon mal danach gefragt worden bin, haben eigentlich das Post-Punk-Post-Hardcore Genre Emo miterfunden.

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Mélanie de Biasio – Köln, 14.11.2017

Wenn ich so darüber nachdenke, finde ich es erstaunlich, dass ich Mélanie de Biasio nun zum dritten Mal sehe. Warum? Nun, weil zum einen die Belgierin nicht regelmäßig unterwegs ist (schon gar nicht in Deutschland) und zum anderen ihr musikalisches Schaffen so richtig erst vor vier Jahren mit dem Album No deal begann. Beim Recherchieren in meinem Konzertarchiv merkte ich dann, dass die beiden Konzerte im selben Jahr stattfanden, es sich also um Auftritte im Rahmen von ein und derselben Tour bzw. Plattenveröffentlichung handeln musste. Weiterhin relativiert wird die Häufigkeit der beiden Konzerte innerhalb von wenigen Monaten dadurch, dass es sich bei einem Auftritt um einen Festivalgig handelt und beim anderen um einen Supportslot.

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!!! – Köln, 05.11.2017

Chk Chk Chk oder !!!. Ganz wie es die Syntaxvorschriften der digitalen Datenverarbeitung und Dokumentenspeicherung in den diversen Datenbanken erlauben und zulassen. Sonderzeichen in Dateinamen, dann bitte !!!, ansonsten die Wortlautersetzung Chk Chk Chk. Hierbei kann, das lehrt mich erneut das Musikportal Wikipedia, der Bandname !!! als beliebige Reihenfolge dreier wiederholter Laute ausgesprochen werden. Chk Chk Chk ist die Möglichkeit, die sich etabliert hat, auch, weil die New Yorker sie selbst verwenden.

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Ex Eye – Köln, 30.10.2017

Colin Stetson. Ich habe ein Faible für diesen Mann, seit ich ihn vor ein paar Jahren auf dem Primavera Sound im Auditori gesehen habe. Colin Stetson spielt Bass Saxophon, ein Instrument, das mir bis dahin relativ selten über den Weg lief. Aber was der Mann, der unter anderem auf den Arcade Fire von Neon Bible bis Reflektor mitgewirkt hat und auch auf Bon Ivers und Animal Collectives letztem Album zu hören ist, im Auditori mit diesem Instrument anstellte, ließ mich mit offenem Mund zurück. Wie schafft man es nur, nur durch Lungenkraft so irre und wilde und langanhaltende Töne mit einem Saxophon zu produzieren, ohne einen Lungenkollaps zu erleiden?

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INHEAVEN – Köln, 27.10.2017

So jung und bereits Geschichte? Da stimmt doch was nicht. Der Suchalgorithmus von setlist.fm wirft bei meiner Suchanfrage nach der englischen Band INHEAVEN scheinbar einiges durcheinander. 'This artist only exists for historical reasons.' Aha und wie, historical reason?! INHEAVEN sind doch aktiver denn je. Statt nach INHEAVEN möge ich bitte nach INHEAVEN suchen. Oh je, es wird nicht einfacher… Als ich vor einigen Wochen das Reeperbahnfestival vorbereitete und ich mir namentlich interessant klingende Bands anhörte, blieb ich unter anderem auch bei der englischen Band INHEAVEN hängen. Grunge, Alt. Rock, Jesus and Mary Chain Song notierte ich mir hinter dem Namen der Band auf meinem Festivalzeitplankalender.

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Ducktails – Köln, 14.09.2017

St. Catherine ist eines meiner Lieblingsalben des letzten Jahres. „Headbanging in the mirror“, „Into the sky“, „Surreal Exposure" sind herausragend schöne Songs, die mich im letztjährigen Frühjahr sehr oft auf der ein oder anderen Autofahrt begleitet haben. St. Catherine ist das fünfte Album der Ducktails, einer Indiepopband aus New Jersey. ihre musikalische Reise begann 2009 mit dem Album Landscapes. 2011 sah ich die Band um den ehemaligen Real Estate Gitarristen Matt Mondanile zum ersten - und bisher einzigen - Mal.

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Band of Horses – Köln, 06.09.2017

Ich probiere es einfach noch einmal. Auch wenn Konzerte der Band of Horses nicht besser werden können als damals in der Kulturkirche. Das ist ein Fakt, ein Gedanke, der für mich abgeschlossen und unverrückbar in Zement gegossen ist. Das Kulturkirchenkonzert der Band of Horses, mir läuft es jetzt noch eiskalt vor den Rücken herunter. Sie schenkten mir damals das Konzert meines Lebens. Erst im letzten Jahr sah ich die Amis im Gloria. Damals wie heute kamen die Mannen für ein paar Gigs nach Deutschland. Damals wie heute schwebte das Kulturkirchenkonzert in meinem Kopf umher, als ich mich auf den Weg machte. Damals wie heute war ich mir sehr bewusst, besser werde ich sie nie mehr sehen.

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Spoon – Köln, 03.07.2017

Spoon. Größtmöglich von mir unterschätzte Band. Als ich sie vor drei Jahren auf dem Primavera Sound sah, hielt die Band aus Texas noch für astreine Briten. Zu sehr erinnerten mich ihr Sound und vor allem die Stimme von Sänger Britt Daniel an alte Britpop Helden. Die erinnerte mich sehr an Alex Turner und die Songs eher an die La’s und Cast als an amerikanischen Indierock. Wenn ich heute ihr aktuelle Album Hot thoughts höre, und ich höre es sehr oft, muss ich über meine damalige erste Einschätzung unglaublich lachen.

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Gorillaz – Köln, 20.06.2017

Und plötzlich steht Damon Albarn vor mir. Reflexartig strecke ich ihm meine Hand entgegen, in die er bereitwillig einschlägt. In diesen Sekunden bin ich wieder der twentysomething Fan, der die Gelegenheit nicht missen möchte, seinem musikalischen Helden nahe zu kommen. Blur, Britpop, du weißt Bescheid. Was hätte ich in den 1990er Jahren für diesen Handschlag gegeben. Aber wir haben 2017, ich bin älter und so ärgere ich mich Sekunden später ein wenig über meine Entscheidung. Damon Albarns Hand ist schwitzig und klebrig, nun kleben auch meine Finger. Waschen geht nicht, die Gorillaz sind noch nicht einmal mit ihrem Albumset durch. Da muß ich jetzt durch.

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