Interpol – Kopenhagen, 27.08.2017

Ein bisschen Elbphilharmonie in Kopenhagen. Auf der Reise nach Kopenhagen lese ich, dass der Bau des Konzerthauses in Kopenhagen einige Parallelen zur Entwicklung der Elbphilharmonie aufweise. Es gab, Bauprobleme, Verzögerungen, Fehlkalkulationen. Das DR Koncerthuset wurde geplant, um einem neuen Stadtteil ein besonderes architektonisches Bild zu geben. Leider wurde bei den Planungen der Untergrund nicht richtig bewertet, so dass man während der Arbeiten feststellen musste, dass der Boden, auf dem das Gebäude errichtet werden sollte, zu weich ist. Die Kosten stiegen und die Bauzeit wurde um zwei Jahre überschritten. Aber genauso wie bei der Elbphilharmonie gerät all das in Vergessenheit, wenn man vor dem Gebäude steht. Es ist ein wahnsinnig schönes Stück Architektur, dass sich gut in die Umgebung, das Konzerthaus ist Teil des Baukomplexes des dänischen Rundfunks, integriert.

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Interpol – Luxemburg, 19.08.2017

Nach dem Konzert sitzen zwei Männer in Anzügen an der Bar des Sabotage. Sie diskutieren mit den Umstehenden. Irgendwann wird es ein bisschen lauter, beim Hinausgehen drehe ich mich nochmals kurz um. ‘Zanken die jetzt wirklich‘, denke ich und verlasse endgültig das Sabotage. Erst später realisiere ich, dass die beiden Minuten zuvor noch auf der Bühne standen und Gitarre und Bass spielten. Momente, die mir im Gedächtnis bleiben. Warum auch immer. Dieser Moment liegt 15 Jahre zurück. 2002 befand sich eine Band Namens Interpol auf Deutschlandtour, um ihr erstes Album Turn on the bright lights zu promoten. Im Herbst des Vorjahres waren sie schon mal da, im Frühjahr 2003 sind sie nochmal zurück.

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Primavera Sound Festival – Barcelona, 28.05.2015

“This song is for my Iberian bunnies.” Baxter Durie verpasste ich zwar auf der größten Festivalbühne, aber sein Zitat zeigt, dass es lustig zugegangen sein muss am frühen Abend im Parc del Forum. Interpol waren schuld an meinem späten Eintreffen auf dem Festivalgelände. Neben ihrem eigentlichen Konzert am Samstag als einer der Headliner des Festivals

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Interpol – Köln, 25.01.2015

Ich mache sowas eigentlich grundsätzlich nicht, mir vor einem Konzert die Setlisten der vergangenen Konzerte angucken oder gar noch mal die Platten der Konzertbands anhören. Ich möchte mich von einem Konzert noch ein Stück weit überraschen lassen, die Musik nochmals, falls nötig und länger nicht gehört, neu und quasi unverbraucht erleben.

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Interpol – Dortmund, 22.11.2010

Ort: Westfalenhalle 2, Dortmund Vorband: Surfer Blood

Vor vielen Jahren sah ich Interpol zum ersten Mal. Genau wie an diesem mehr schlecht als rechten Novembertag war das Konzert in Dortmund. Seinerzeit spielten sie im Vorprogramm der englischen Band The British Sea Power in einem Dortmunder Club. Ich glaube, der Laden hieß Sabotage, zumindest war es eine der ersten Visions Partys, denen noch viele folgen sollten. Interpol hatten gerade ihr erstes Album veröffentlicht, und die Welt war hin und weg ob des neuen alten Sounds der New Yorker Band. Es war der Türöffner zur 80er Rückkehr, zum Hochleben des New Wave und des dunklen Synthierockpops. Plötzlich war eine Band in aller Munde, die bis dahin niemanden mehr interessiert hatte: Joy Division. Und der Vergleich war schnell da: Interpol sind die Joy Division der 00er Jahre. Getragener Gitarrenrock, Schwermut und eine distanzierte Coolness machten sie schnell zum Vorreiter einer neuen Bewegung, die in den Editors und anderen ihre Mitläufer fand. An ihren Dortmunder Auftritt erinnere ich mich besonders gern. Viel Nebel, weißes Bühnenlicht, vier Gestalten in schwarzen Anzügen. All das war so stimmig, so perfekt aufeinander abgestimmt, dass jeder sofort erkennen musste, diese Band wird groß. Dies Band hatte Stil. Sie hatte Style und sie hatte verdammt gute Songs. Ihr Debüt ist und bleibt sensationell. Ein Evergreen. Sieben Jahre ist das her, eine kleine Ewigkeit. Mittlerweile sind Interpol Superstars. Ihr zweites Album „Our love to admire“ katapultierte sie in die Charts dieser Welt, Interpol endgültig eine der stilvollsten Bands der Jetztzeit. Die Dortmunder Westfalenhalle 2 sieht aus wie ein Flugzeughangar. Ein langer Schlauch mit wenig Charme. Ein Zweckbau, der wunderbar funktioniert bei Messen wie der Intermodellbau oder der Hobbytronic. An Konzertabenden wirkt der Raum trostlos, gerade wenn er nicht komplett voll ist. Auf Zweidrittel würde ich den Zuschauerzuspruch an diesen Abend setzen. Und Zweidrittel sehen in der Westfalenhalle 2 verloren aus.

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Interpol – Köln, 19.11.2007

Auf der Rückfahrt fing es an zu regnen. Im Radio laufen die Weakerthans. Wir unterhalten uns über das Konzert. Über den reservierten Bassisten, dem die grossen Gesten abhanden gekommen sind. Über das Publikum, das durchschnittlich…

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Pearl Jam – Düsseldorf, 22.06.2007

Die Sache mit dem gestrigen Pearl Jam Konzert ist eine merkwürdige und zwiespältige. Auf der einen Seite der vertane Nachmittag, auf der anderen das ansprechenende Rockkonzert. Doch der Reihe nach. Die Chronologie der Ereignisse: 17.15…

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Interpol – Köln 11.05.2007

Wann war ich eigentlich das letzte Mal in der Kirche? Mir fällt es nicht ein. Gestern Abend war es wieder soweit. Interpol spielten in der Kulturkirche Nippes. Die ehemalige evangelische Kirche liegt mitten im Kölner…

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